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Drosten vs. «Bild»: Der deutsche Corona-Streit in 4 Punkten

Die «Bild» schiesst scharf gegen den deutschen Star-Virologen Christian Drosten: Seine Studie bezüglich der Ansteckungsrate der Kinder im Vergleich zu der von Erwachsenen sei «grob falsch». Wie sich Drosten, die zitierten Wissenschaftler und die Öffentlichkeit dazu äussern, erfahrt ihr hier.



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Ärger: Christian Drosten gegen die Boulevardzeitung. Bild: AP

Was sind die Vorwürfe?

Christian Drosten, einer der wichtigsten Virologen in der Coronakrise Deutschlands und Institutsdirektor an der Charité in Berlin, hat am 29. April 2020 mit seinem Team eine Studie über die Ansteckungsrate von Kindern im Vergleich mit derjenigen der Erwachsenen veröffentlicht. Das Ergebnis: Kinder können genauso ansteckend sein wie Erwachsene. Daraus resultierte die Warnung an die Politik, Schulen nicht vorschnell wieder zu öffnen.

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Die «Bild» veröffentlichte in ihrem Artikel scharfe Kritik an der Studie und meint, Drosten liege mit seiner wichtigsten Corona-Studie «komplett daneben». Viele Virologen, darunter auch Forscher aus seinem eigenen Team, gäben zu, bei der Studie sei unsauber gearbeitet worden. Die Kern-Kritik: Für die Studie wurden zu wenige Kinder untersucht.

Die «Bild» zitiert dafür folgende Zeugen:

Drosten wird im Artikel nicht nur wegen seiner anscheinend fehlerhaften Studie kritisiert, sondern allem voran aufgrund des daraus resultierenden Einflusses auf die Politik. Die Regierung hörte unter anderem auf den Virologen und handelt nach seinen Erkenntnissen. Ebenfalls wird Drosten unterstellt, infolge seiner Empfehlung vom 13. März, die Schulen zu schliessen, die Studie absichtlich darauf ausgerichtet zu haben, seine Empfehlung zu untermauern.

Wie reagiert Drosten?

Die «Bild» fragte Drosten vor Veröffentlichung des Artikels nach einer Stellungnahme. Daraufhin postete Drosten die Anfrage auf Twitter und meinte, er habe «Besseres zu tun».

Der «Bild»-Reporter meldet sich nach Zeitstempel um Punkt 15.00 Uhr und erwartet eine Antwort bis 16.00 Uhr – und das auf Vorwürfe, die eine umfassende und komplizierte wissenschaftliche Studie betreffen. Dass sich kein Wissenschaftler dieser Welt innerhalb von einer Stunde gegenüber solcher Kritik äussern kann, sollte offensichtlich sein. Auf Twitter wird heiss diskutiert, ob die «Bild» absichtlich solch ein kurzes Zeitfenster gesetzt hat, um danach zu sagen, Drosten habe keine Stellung bezogen.

Nach der Veröffentlichung des Artikels schrieb Drosten weiter auf Twitter. Die interne Kritik laut «Bild»-Quellen sei eine Irreführung gewesen. Der Reporter habe den Mathematiker der Charité am Telefon in die Irre geführt und aus der Aussage, sie arbeiteten an einem Update für die Studie, eine interne Kritik gemacht.

Wie reagiert die Öffentlichkeit?

Georg Streiter, ehemaliger «Bild»-Journalist und ehemaliger stellvertretender Sprecher der Bundesregierung Deutschlands, äusserte sich in einem langen Facebook-Post kritisch gegenüber der «Bild». Die Schlagzeile «Schulen und Kitas wegen falscher Corona-Studie dicht – Kollegen von Star-Virologe Prof. Drosten räumen Fehler ein» sei durch nichts belegt. Die scharfe Kritik an den Verfasser des Artikels, Filipp Piatov, zeigt sich im folgenden Zitat:

«Er hat auch überhaupt nicht begriffen, wie Wissenschaft funktioniert. Da geht es nämlich kooperativ zu: Wissenschaftler forschen (und wissen nicht schon alles wie Herr Piatov). Sie veröffentlichen und stellen ihre (Teil-)Ergebnisse weltweit zur Diskussion. Dann geht es hin und her – und erst nach einiger Zeit (das kann Jahre oder Jahrzehnte dauern) gibt es eine mehr oder weniger abschliessende wissenschaftliche Erkenntnis. Einen Piatov-Text dagegen kann man in 20 Minuten dahinrotzen. Egal, ob man Ahnung hat oder nicht. Egal, welchen Schaden man damit anrichtet. Egal, wen man gerade hinrichtet.»

quelle: facebook / georg streiter

Piatov ist im Impressum der «Bild» als Ressortleiter für «Meinung» ausgewiesen. Er habe also nichts mit Wissenschaft am Hut. In einem Interview über den Artikel, geführt von einer anderen «Bild»-Reporterin, äusserte sich Piatov über den Vorwurf: «Das ist keine ‹Bild›-Kritik an der Arbeit von Drosten. Wir sind kein virologisches Institut. Wir sind keine Experten für Statistik. [...] Die Kritik kommt von Experten, die sich unabhängig voneinander mit den Ergebnissen und Methoden der Studie befasst haben.»

Und wie reagieren die zitierten Zeugen selbst?

Dominik Liebl etwa distanziert sich vom «Bild»-Artikel. Er möchte nicht in Verbindung mit den Methoden der «Bild» gesetzt werden und bedankt sich gleich bei Drosten für dessen Arbeit. «Sie haben Leben gerettet!», tweetet er.

Leonhard Held, ebenfalls zitierter Kronzeuge der «Bild», sei nie von der Boulevardpresse interviewt und seine Aussage aus dem Kontext gerissen worden.

Auch Professor Stoye, der «Kronzeuge» mit der kritischsten Stimme, distanziert sich von der Berichterstattung. In einem Interview mit «Spiegel» gab er an, seine Intention sei nie gewesen, die Studie von Drosten als «grob falsch» und seine Methoden als «fragwürdig» anzuprangern. Drosten sei ein Gigant der Virologie. «Als ich von dem ‹Bild›-Artikel erfahren habe, habe ich ihm gleich eine E-Mail geschrieben, wie unangenehm mir das ist», sagt er.

Bild

Der Ökonom Jörg Stoye lehrt Statistik in den USA. Jörg Stoye

«Andere Verfahren hätten möglicherweise zu anderen Ergebnissen geführt. Natürlich hätte es auch andere Methoden gegeben. In der Wissenschaft gibt es nicht immer die eine richtige Methode.»

Er habe einen Aufsatz auf Englisch verfasst und dabei die Drosten-Studie kritisiert. Die Studie von Drosten kam zum Schluss, dass die getesteten Kinder nur zufälligerweise weniger Viren in sich getragen hätten als Erwachsene – Stoye ist aber der Meinung, es gebe ein Muster. Da seien sie verschiedener Meinung.

Ein weiterer Vorwurf lautete, «die Ergebnisse seien von den Entscheidungen der Forscher getrieben worden». Sein Fazit: «Andere Verfahren hätten möglicherweise zu anderen Ergebnissen geführt. Natürlich hätte es auch andere Methoden gegeben. In der Wissenschaft gibt es nicht immer die eine richtige Methode.»

Piatov selbst tweetete nach der Distanzierung der Kritiker, dass das nichts an der Berichterstattung und der Kritik an sich ändert – und der Artikel somit weiterhin glaubwürdig sei.

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166Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pop_eye 27.05.2020 19:57
    Highlight Highlight Drosten und sein Waterloo von 2010 (H1N1) wiederholt sich.
  • easy skanking 27.05.2020 19:07
    Highlight Highlight interessant!
    als man dr. Wodarg öffentlich diffamierte, setzte sich keine öffentliche institution oder zeitung für ihn ein (lediglich experten, wie viro-, epidemiologen weltweit) aber wenn der drosten angegriffen wird, nehmen alle leitmedien den netten herrn in schutz (watson inbegriffen), obwohl er und das RKI bereits bei der vogel- und schweinegrippe völlig daneben lagen, wie die geschichte uns zeigte.
    aber hey, wer bin ich schon, um leute zu verurteilen, denen nur unser aller wohlergehen am herzen liegt..
    das tun sie doch. oder vielleicht doch nicht?
    #zwangsimpfung
    • pop_eye 28.05.2020 08:06
      Highlight Highlight Spannend auch in Bezug auf Hydroxychloroquin. Wodarg warnte bereits vor Monaten davor, aber auch da wurde er in eine "Ecke" gestellt. Und nun siehe da, nun schreien alle die Gabe von Hydroxychloroquin einzustellen. Als nächtens wird der PCR Test daran sein - wetten?
  • Martin Fluxus 27.05.2020 16:48
    Highlight Highlight Schade, dass eurer Artikel an Einseitigkeit kaum zu überbieten ist - habe allerdings nichts anderes erwartet.

    Andere sind da weiter:
    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/studie-sollte-zurueckgezogen-werden-bild-zeitung-legt-gegen-drosten-nach/25863588.html
  • michiOW 27.05.2020 13:00
    Highlight Highlight Was ist der Unterschied von der Bild und dem Postillon?
    Das eine Medium verbreitet Falschmeldungen und das andere druckt nicht.
  • Marc< 26.05.2020 23:07
    Highlight Highlight Ja, es gibt eine Lügenpresse. Sie heisst "Bild" .
  • sleeky 26.05.2020 23:05
    Highlight Highlight falls sich jemand für Dostens Antwort zu diesem Thema interessiert. Die ersten 10 Minuten.
    Play Icon
    • easy skanking 27.05.2020 19:09
      Highlight Highlight von wegen keine zeit..
  • KoTaMo 26.05.2020 22:52
    Highlight Highlight Die Kernfrage scheint mir immer wieder die: Warum will „man“ die Situation schlimmer herbeireden als sie wirklich ist?
    • Citation Needed 27.05.2020 11:27
      Highlight Highlight A) wer weiss, wie schlimm es ist?
      B) wer macht die Situation schlimmer? Bild, die polemisch auf Konfrontation fahren und suggerieren, es gebe simple Antworten, ja sogar gesicherte Fakten, oder Drosten, der aufgrund einer recht begrenzten Untersuchung einen Sachverhalt feststellt und diesen vorsichtig interpretiert?

      Es gibt Leute, die das Virus als inexistent betrachten, weil sie es bislang nicht abkriegten und ihm noch nie beim Posten in der Migros begegnet sind. U.A verleitet natürlich das Präventions-Paradox zuM Trugschluss, dass da ja gar nix sei.
      🤷🏻‍♀️



  • circumspectat animo 26.05.2020 20:10
    Highlight Highlight Die Bild kennt weder Scham noch Schuldgefühle.
    • Notra 26.05.2020 23:39
      Highlight Highlight Es ist schändlich eine andere Meinung zu Wort kommen zu lassen?
    • Notra 27.05.2020 10:09
      Highlight Highlight @Notra
      Offenbar ist es hier bereits nicht genehm, nach der Wertschätzung der Meinungsfreiheit zu fragen.
      Bin ich hier etwa bei Totalitaristen stalinistischen Zuschnittes gelandet?
    • circumspectat animo 27.05.2020 10:42
      Highlight Highlight Nein aber diese Meinung so zu verdrehen, dass sie nur noch den eigenen sensationslüsternen Interessen und nicht mehr der Meinungsbildung dient.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 26.05.2020 20:04
    Highlight Highlight Einen Vorwurf kann ich Drosten aber nicht ersparen: Ist es wirklich sinnvoll, eine differenzierte wissenschaftliche Studie zu einem knackigen Tweet zu verkürzen und dann so in die (Medien-)Welt zu setzen? Auch Christian Drosten ist offenbar nicht ganz frei von Mediengeilheit. Das entschuldigt nicht die Dreckskampagne von Bild, aber eine gewisse Mitschuld muss sich Drosten vorwerfen lassen.
    • KoTaMo 26.05.2020 22:53
      Highlight Highlight Pha! Du bist gut... „nicht ganz frei“...
      Das Coronatheater hat viele neue Hauptdarsteller gecastet. Nicht unbedingt die begabtesten.
  • Lienat 26.05.2020 19:49
    Highlight Highlight Da musste ich doch gleich an das Vorwort von Heinrich Bölls "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" denken.
    Benutzer Bild
  • Kuba 26.05.2020 19:46
    Highlight Highlight Die Bild war schon immer ein Schmierblatt.
  • Silent_Revolution 26.05.2020 19:35
    Highlight Highlight Die Kritik an der Studie ist berechtigt, da frage ich mich, wo bleibt denn das Problem? Ist es wirklich der Stil?

    Ich meine, reisserische Beiträge sind nichts neues, weder bei der Bild, noch bei euch.

    Lustig wie das eine Boulevardblatt auf dem anderen Schundblatt rumhackt. Warum ist es ok, Wodarg zu verunglimpfen, nicht aber Drosten?

    Der deutsche Gesundheitsminister Spahn ist ein Pharmalobbyist (Seit mehr als einem Jahrzehnt öffentlich bekannt), wer dessen Kabinett auch nur ein Wort in Gesundheitsfragen glaubt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
    • The oder ich 26.05.2020 23:41
      Highlight Highlight
      Benutzer Bild
  • Don Alejandro 26.05.2020 19:05
    Highlight Highlight Bild dir deine Meinung! (?) Ich geig Dir meine Meinung wäre adäquater, aber diesmal nicht nur einseitig vom Boulevardschinken sondern als Klatsche zurück aller vermeintlichen Exponenten in diesem "Artikel". Köstlich, aber nun habe ich wirklich besseres zu tun.
  • MartinZH 26.05.2020 18:57
    Highlight Highlight Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim ("maiLab") checkt die Virologen in der Corona-Krise.

    Ich finde ihre Meinung zu Christian Drosten, Alexander Kekulé und Hendrick Streeck sehr fundiert, ausgewogen und fair.

    Auf YouTube hat sie noch ein paar gute Links gepostet.

    Klar, der Beitrag vom 19.4. (2,23 Mio. Aufrufe) ist nicht mehr der neuste. Aber der Expertise von Mai Thi Nguyen-Kim tut dies keinen Abbruch und ist nach wie vor aktuell. 👍

    Wer lieber lesen will, hier ein Artikel: https://www.fr.de/panorama/corona-mailab-drosten-kekule-streeck-virologen-vergleich-coronavirus-deutschland-zr-13668053.html
    Play Icon
    • Basti Spiesser 27.05.2020 11:25
      Highlight Highlight Informier dich mal, wo ihr Mann arbeitet...
    • MartinZH 27.05.2020 11:54
      Highlight Highlight @Basti Spiesser: Ihr Mann, Matthias Leiendecker, arbeitet bei der Merck Gruppe in Darmstadt.

      Drei Fragen:
      – Warum soll ich mich informieren?
      – Was tut ihr Ehepartner zur Sache?
      – Was willst Du mit Deiner Frage impizieren oder ausdrücken? 🤔
    • easy skanking 28.05.2020 10:06
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Töfflifahrer 26.05.2020 18:25
    Highlight Highlight Bild und Blick machen sogar aus einem Dünnschiss noch einen Skandal.
    Hauptsache mit Wortfetzen und Teilsätzen die aus dem Zusammenhang gerissen wurden einen Skandal generieren.
    Und diese Medien nennen dies dann Journalismus?! 🤮
  • Meierli 26.05.2020 18:22
    Highlight Highlight Der ehemalige BILD Chef hat nun eine Marketingagentur. Die stand hinter der zerpflückten Heinsberg-Studie von Streeck.Zwei der genannten "Kronzeugen" haben sich bereits von BILD distanziert, einer bemerkte er wäre gar nicht angefragt worden. Tschuldigung, aber wer auf BILD vertraut ist selber schuld. Dagegen ist 20min schon fast hochstehender Journalismus...
    • Patrik Hodel 27.05.2020 08:56
      Highlight Highlight Aber auch nur fast.
      Auch dieses Blättchen hier scheint immer mehr in diese Richtung abzudriften.
  • bbelser 26.05.2020 17:57
    Highlight Highlight Hatte Heinrich Böll die BILD nicht schon 1974 in "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" abschliessend beurteilt?
    Müssen wir uns also eigentlich gar nicht mehr antun...
  • Cremetörtchen 26.05.2020 17:57
    Highlight Highlight Naja. Es ist halt eben die Bild. Ein reisserisches Revolverblatt für 90.Cent.

    Julian Reichelt gleicht da sehr stark Jan Fleischhauer oder Markus Somm. Für die geht es nur mit Polemik.
    Rechtsbürgerliche Faktenverdreher, die glauben die journalitische Avangard zu sein und die Kleingeistigen bei Laune halten...

    So was fasse ich nicht mal mit der Würstchenzange an.
  • Gubbe 26.05.2020 17:29
    Highlight Highlight Wer hoch fliegt, fällt tief. Da wird man beäugt, sucht nach Fehlern und findet sie. Schenkt ihm einen Kamm, dann könnt ihr sehen, dass er noch mehr zu verstecken hat.
  • Der Kritiker Bernd 26.05.2020 17:27
    Highlight Highlight Also wenn Kinder DIE Virenschleudern wären, dann würden die Zahlen der Infizierten in der Schweiz 2 1/2 Wochen nach Schulöffnungen wohl nicht gegen 0 tendieren.. Also darf die Aussage der Studie durchaus kritisch hinterfragt werden.. Auch wenn die Vorgehensweise der Bild Zeitung sicherlich sehr fraglich ist..
    • Varanasi 27.05.2020 09:35
      Highlight Highlight Das hat er doch gar nicht gesagt.
      Er hat untersucht, wie viel Viruslast die Kinder im Vergleich zu den Erwachsenen tragen. Und dabei ist herausgekommen, dass sie gleich viel Virus im Rachen haben.
      Zur Ansteckung hat er gesagt: "Es könnte sein, dass sie genauso ansteckend sind, das weiss man aber nicht."

      Die Faktenlage zur Ansteckung war zu der Zeit noch gar nicht bekannt, auch weil Kinder NICHT in die Schule gingen.
      Im heutigen Podcast geht er darauf ein, es lohnt sich diesen anzuhören.

      Ausserdem sind im Aargau bereits zwei Schule von Coronafällen betroffen.
    • Der Kritiker Bernd 27.05.2020 12:55
      Highlight Highlight Falsch.. Im Aargau gibt es 1 Schüler in einer Schule mit einer Ansteckung.. Und das in 2.5 Wochen..
    • Varanasi 27.05.2020 13:22
      Highlight Highlight Sorry, habe Zofingen gelesen, war aber in Reiden, was schon zu Luzern gehört.
      Darum geht es ja aber grundsätzlich nicht.
      Du sagst, er hat behauptet Kinder seien genauso ansteckend, aber das ist nicht der Fall.
      Er hat gesagt, sie könnten genauso ansteckend sein und das ist ein grosser Unterschied.
      In neuen Studien aus Hongkong hat man übrigens das gleiche wie Drosten festgestellt. Die Virenlast der Menschen ist in allen Altersgruppen gleich.

      Es lohnt sich seinen Podcast zu hören, denn dort erfährt man viel über die Forschung an Corona und den Ergebnissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • soulpower 26.05.2020 17:14
    Highlight Highlight Egal was nun an dieser Geschichte stimmt oder nicht: Ich finde es fragwürdig wenn Regierungen sich hauptächlich und mehrheitlich auf einen Virologen im Land verlassen. Wie oft hat man gelesen dass die Meinungen der Virologen ausgeinandergehen? Sieht man ja auch in diesem Fall: Etleiche Virologen sagen die Kinder können wieder problemlos zur Schule, andere behaupten das Gegenteil. Diese wichtigen politischen Entscheidungen sollten nicht mehrheitlich von einem einzigen Virologen abhängen, sondern von einem Team, das einen Konsens findet. Schade, dass sich diese Erkenntnis nicht durchsetzt.
    • Varanasi 26.05.2020 17:44
      Highlight Highlight Da gebe ich dir recht. Deswegen ist es auch gut, dass in Deutschland der Ethikrat nein zu den Immunitätsausweisen gesagt hat (obwohl Spahn die so gern hätte).
      Bei SARS ist das Problem, dass es bisher so wenig erforscht ist. Jeden Tag gibt es neue Erkenntnisse.
      Und Drosten sagt ja selbst, dass die Kitas und Schulen wieder öffnen sollen. Er berät die Regierung übrigens schon länger nicht mehr. Das Helmholtz Institut hat damals auch gemahnt, man solle nicht zu schnell öffnen.
      Weltweite Forschung und Austausch sind sehr wichtig bei einer neuartigen Krankheit wie Covid.
    • MacB 26.05.2020 17:51
      Highlight Highlight Hast Du den Text gelesen? Lies nochmals den Abschnitt "wie Wissenschaft funktioniert". Es ist eben nicht nur einer allein...
    • Töfflifahrer 26.05.2020 18:31
      Highlight Highlight Es ist eigentlich sehr simpel Prof. Dr. Dorsten ist Institutsleiter der Charité und Berater der Regierung. Er und sein Team beraten die Regierung. Da man im Pandemiefall nunmal keine Zeit hat Fragestellungen in grosser Runde auszudiskutieren, verlässt man sich auf diese Berater.
      Zudem ist Dorsten einer der Kompetentesten Virologen.
      Er kam in seinen Studien zu einem Ergebnis, das anderen Studien widerspricht. Das ist durchaus möglich bei einem Virus das immer noch grösstenteils unbekannt ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 26.05.2020 16:52
    Highlight Highlight Eigentlich ist die Sachlage ja völlig klar.
    Wir haben auf der einen Seite einen Virologen, welcher sich ausgiebig mit Corona-Viren beschäftigt und auf der anderen Seite die Bild...
    Wem schenke ich nun wohl mehr Glauben?

    Und schreibe jetzt bitte keiner "Bild", auch wenn es in den Fingern juckt ;)
    • DerRaucher 26.05.2020 18:06
      Highlight Highlight Daniel Koch natürlich. Wie man sieht hatte er auch hier wieder die richtige Empfehlung. Grosseltern dürfen seit drei Wochen wieder ihre Enkel umarmen, Schulen sind seit über zwei Wochen geöffnet. Beides führte zu absolut keinem Anstieg, was Drostens Studie wirklich etwas unter Kritik bringt. Bild schafft es einfach nicht Kritik mal sachlich anzubringen, deswegen bleibt sie auch die Bild.
    • Töfflifahrer 27.05.2020 10:37
      Highlight Highlight Geht Deutscher Blick auch? 🤣
  • Der Kritiker Bernd 26.05.2020 16:52
    Highlight Highlight Schon spannend.. Auf einmal wird der fachliche Inhalt zur Nebensache.. Und die Diskussion um Medien und Wissenschaft in den Vordergrund gerückt. Dabei war es Herr Drosten, der mit voreiligen Medienbeiträgen die wissenschaftliche Vorgehensweise ad absurdum geführt hat..
  • Thurgauo 26.05.2020 16:46
    Highlight Highlight Ich bin ja ein Fan der Meinungsfreiheit. Was die BILD aber täglich produziert, ist nur Hass, Hetze und gezielte Desinformation. Meiner Meinung nach gehört so ein **** verboten.
    • Notra 26.05.2020 23:44
      Highlight Highlight Dein Urteil über die "Bild" ist selber "Hass, Hetze und gezielte Desinformation".
    • Thurgauo 27.05.2020 12:26
      Highlight Highlight Es sind einfach Fakten. Gerne einmal Bild-Blog abonnieren, die fassen den täglichen Mist schön zusammen.

      Es geht einfach um die Feinheiten z.B. schreibt man im Titel "grob falsch" und zwar nicht als Frage formuliert. 20 Minuten & Blick schreiben korrekterweise "möglicherweise falsch?", das macht einen riesigen Unterschied.

      Oder "Unzufriedenheit mit Regierung auf Rekordtief" statt wie alle anderen "Zufriedenheit auf Rekordhoch". Einfach immer alles möglichst ins negative drehen. Oder man zeigt unzensierte Bilder von Täter, Opfern, usw.
    • easy skanking 27.05.2020 19:34
      Highlight Highlight gezielte desinformation?
      wieso kommen mir da ständig bilder von bush sen/jun, saddam und bin laden hoch?
      achja.. aus gründen
  • *sharky* 26.05.2020 16:06
    Highlight Highlight bild-lich gesprochen...
    Benutzer Bild
  • crik 26.05.2020 15:53
    Highlight Highlight Hier der Link zur Studie: https://tinyurl.com/ybj24bc5

    Kernpunkte:

    - 2181 Kinder wurden getestet (immerhin mehr als in anderen Studien), 49 waren positiv

    - Weniger Kinder als Erwachsene wurden positiv getestet (2.2% vs 5-10%)

    - Under den positiven war der Viral Load gleich hoch in allen Altersgruppen (s. Bild)

    - Da nur symptomatische Personen getestet wurden, kann die Studie nicht beantworten ob (i) Kinder seltener infiziert werden, oder (ii) die Infektionsrate gleich ist, aber Kinder seltener Symptome zeigen.
    Benutzer Bild
    • crik 26.05.2020 16:42
      Highlight Highlight Korrektur, es wurden nicht nur symptomatische Personen getestet ("submitting samples taken during household-based contact tracing" hatte ich überlesen).

      Es ist aber keine randomisierte Stichprobe, darum bleibt genannte Einschränkung bestehen.
    • Dr. Unwichtig 26.05.2020 17:36
      Highlight Highlight Die Virenbelastung bei der Gruppe der unter 12-jährigen ist tatsächlich tiefer, als bei jeder anderen Gruppe. Zusammen mit dem weniger häufigen Auftreten von Symptomen, die Infektionen begünstigen (insbesondere Husten) zeigt die Studie in der Tendenz tatsächlich das Gegenteil der Aussage von Herrn Drosten. Auf Grund der geringen Fallzahl ist dies aber nicht wirklich aussagekräftig. Die bisher beste Studie zum Thema stammt wohl aus Norwegen. Bei über 8.000 nachverfolgten Infektionen (oder einfach alle im Land) konnte kein einziger Fall auf eine Ansteckung durch ein Kind zurückgeführt werden.
    • sleeky 26.05.2020 19:17
      Highlight Highlight @keine Ahnung: "andere welche sich Fragen stellen"? Du meinst wohl eher: "andere welche zu viele youtube Videos schauen". Nichts gegen Fragen stellen. Was aber zur Zeit abgeht in gewissen Kreisen, hat rein gar nichts mit einer wissenschaftlichen Diskussion zu tun. Da werden Fakten geleugnet, bewuss desinformiert oder einfach ohne Ahnung Unsinn behauptet.

      Wer weiss, wie Wissenschaft funktioniert, der weiss auch, das Drosten die Wahrheit nicht für sich beansprucht, sondern im Gegenteil einen kritischen Diskurs wünscht. In der Wissenschaft irrt man sich empor.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basti Spiesser 26.05.2020 15:24
    Highlight Highlight Was genau ist ein Star-Virologe?
    • aglio e olio 26.05.2020 15:48
      Highlight Highlight Ornithologie ist sein Hobby
    • Basti Spiesser 26.05.2020 15:51
      Highlight Highlight Ah, habe ich auch vermutet. Oder hat es was mit Astrologie zu tun?
    • Thomas Oetjen 26.05.2020 16:11
      Highlight Highlight Corona sieht doch aus wie ein Stern. Die Lösung kann so nah sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Atavar 26.05.2020 15:24
    Highlight Highlight BILD dir deine Meinung.

    Am besten anhand von Diffamierung, Gerüchten, an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen und aus dem Kontext gerissenen Zitaten. Aber ARD und ZDF sind Propagandamedien. Klar.

    Wird natürlich auch keinen Einfluss auf die Hygiene-Demos haben.
    • joe 26.05.2020 16:11
      Highlight Highlight Leider ist es mehr BILDet Meinungen! :-(
    • Notra 26.05.2020 23:49
      Highlight Highlight Alle Medien sind Propagandamedien. Das liegt in der Natur des Journalismus. Es gibt keinen Journalismus ohne Sendungsbewusstsein. Sendungsbewusstsein kommt nicht ohne Propaganda aus.
    • Atavar 27.05.2020 09:15
      Highlight Highlight @Notra

      Es gibt einen Unterschied zwischen Subjektivität und bewusster Verzerrung von Tatsachen.

      Ersteres ist die Bewertung tatsächlicher Vorgänge anhand eines eigenen Wertebilds, Zweiteres ist bewusste Irreführung des Publikums.

      Eigentlich ist es auch gesetzlich klar (in DE und auch CH).
    Weitere Antworten anzeigen
  • LooTerror 26.05.2020 15:16
    Highlight Highlight Ist das nicht ein Normaler verlauf in der Wissenschaft? Ein Forscherteam stellt mit einer Studie eine Theorie auf. Diese versuchen dann andre Wissenschaftler mit anderen Methoden zu bestätigen oder zu wiederlegen.. Und immer so weiter bis man zum einem Definitiven Ergebnis kommt. Ich meine es sind heute noch Forschungsteams dran und versuchen Einsteins Relativität Theorie zu wiederlegen..
    • Citation Needed 26.05.2020 15:41
      Highlight Highlight Ja. So läuft das. Und es wurde auch klar gesagt, dass man nicht Zeit hatte, viele Daten zu sammeln, sie mussten also eine relativ kleine Anzahl Fälle untersuchen und haben das ausgiebig diskutiert.

      Was die Bild da draus machen will, ist schäbig.
    • Hermano62 26.05.2020 15:50
      Highlight Highlight Logik der Forschung nennt sich diese wissenschaftliche Theorie...nach Karl Popper!
    • Silent_Revolution 26.05.2020 20:52
      Highlight Highlight Was nicht bedeutet, dass nicht x Studien produziert werden, mit der reinen Absicht Interessen durchzusetzen oder ein Produkt zu bewerben. Oder gegenteilig Studien verhindert werden wie bsp durch Coca-Cola (Gibt sogar ne Studie dazu :-) )

      Was das Ergebnis suggerieren soll, ist von vornherein klar, man erhebt Zahlen, versucht sie in einen möglichst plausiblen kausalen Zusammenhang zu setzen und präsentiert sie der Öffentlichkeit.

      Dass Grosskonzerne Einfluss auf eine breite Palette an Forschungsergebnissen nehmen ist längst bekannt.

      Wissenschaft ist das längst nicht mehr.
  • ulmo 26.05.2020 15:16
    Highlight Highlight Wieso haben Journalisten so eine starke Aversion gegen das Zitieren von Quellen?

    Wenn von Studien (Reports, Pre-Print, Peer-Reviewed?) geredet wird, werden diese nie Verlinkt. Was häufig den Eindruck erweckt, die Journalisten wollen dem Laienpublikum vertuschen, was dort drin steht. Evtl. weil sie nicht gelesen wurden.

    Hier ist die vom Drosten (bzw. Jones):
    https://zoonosen.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/virologie-ccm/dateien_upload/Weitere_Dateien/analysis-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf

    und hier der Bild-Artikel: https://bit.ly/2TEbZ9e
    • Cécile Kienzi 26.05.2020 15:26
      Highlight Highlight @ulmo
      Danke für deinen Hinweis. Ich habe die Studie und den Artikel soeben verlinkt.
  • swisskiss 26.05.2020 15:15
    Highlight Highlight Jetzt lehnen wir uns zurück und hoffen das bis zur kommenden Grippesaison und der befürchteten 2. Welle, oder wie es bei Bild heissen wird "DER VIRUSTSUNAMI DES TODES" genügend gesicherte Erkentnisse vorliegen, um solche Diskussionen nicht führen zu müssen und angemessen handeln können.
    • blueberry muffin 26.05.2020 18:42
      Highlight Highlight Die Bild wird das schon hinbiegen.

      Vieustsunami des Todes :’)
  • Varanasi 26.05.2020 15:13
    Highlight Highlight Die reisserischen Artikel sprechen wohl immer weniger Menschen an. Das ist doch ein gutes Zeichen:



    Benutzer Bild
    • MartinZH 26.05.2020 15:42
      Highlight Highlight @Varanasi: Es gibt fast keine Medientitel der gedruckten Presse, welche nicht rückläufige Auflagen verzeichnen. Dies trifft im besonderen Masse auch auf Boulevardtitel zu. Die Gratis-Kultur des Internets ist eine Riesen-Konkurrenz. Ein paar Leuchtturm-Brands konnten immerhin im Online-Bereich deutlich zulegen und einen Teil der Leserschaft verlagern.

      Klar, die Einnahmen durch Abo-Verkäufe und Werbung sind diesem Trend nicht im selben Umfang gefolgt: Die Werbegelder fliessen zunehmend zu Google und FB ab. Bezahlschranken werden diesen Trend der rückläufigen Einnahmen auch nicht stoppen können.
    • Varanasi 26.05.2020 16:28
      Highlight Highlight Martin
      Das ist sicher richtig und doch hat man festgestellt, dass Leute gerade in solchen Zeiten mehr auf Qualitätsmedien zurückgreifen.

      „Der Aussage „In der aktuellen Lage sind mir vertraute Nachrichtenangebote wie Spiegel, NTV, Stern oder Tagesschau besonders wichtig, um mich zu informieren“ stimmten 82 Prozent der Umfrageteilnehmer zu. Im Gegenzug werden Social Media mit der Verbreitung von Fake-News in Verbindung gebracht. „

      https://www.anselmoellers.de/mediennutzung-in-corona-zeiten-qualitaetsjournalismus-gefragt/



    • MartinZH 26.05.2020 18:29
      Highlight Highlight @Varanasi: Das Resultat dieser Befragung zweifle ich nicht an.

      Aber die Grafik zeigt den Rückgang der gedruckten Auflage (von BILD?) in den letzten 20 Jahren, also als sich das Internet verbreitete.

      Jetzt fokussierst Du die Corona-Zeit (4 Monate) und machst eine Verknüpfung..? 🤔

      Seit der Corona-Krise hat die Medien-Nutzung überall zugenommen: Auch bei Bild, Blick und 20min. Die Zahlen für die CH: https://www.net-metrix.ch/.

      Auch die Zuwendung zu den Qualitätstiteln hat in demselben Mass zugenommen.

      Dass nun 82% der Deutschen die Tagesschau schätzt, ist doch gut. Aber von Bild zur FAZ? 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 26.05.2020 15:02
    Highlight Highlight Bild ist Oligarchenpresse.
  • smoking gun 26.05.2020 14:54
    Highlight Highlight Und jetzt hier die ultimative Wahrheit über Drosten (Boulevard hat recherchiert und bringt exklusiv):

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    • Cécile Kienzi 26.05.2020 14:58
      Highlight Highlight 😂😂😂 Danke für den Lacher!
    • Snowy 26.05.2020 15:20
      Highlight Highlight GROSS! 😄
  • Stefan Morgenthaler-Müller 26.05.2020 14:40
    Highlight Highlight Traue keinem Wissenschaftler, den du nicht selber bezahlt hast.
    • Varanasi 26.05.2020 15:09
      Highlight Highlight Meinst du Dr. Streeck?
      Seine Studie zu Heinsberg wurde durch die PR Agentur Storymachine unterstützt und die ist von dem ehemaligen Chef der BILD Kai Diekmann gegründet worden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 26.05.2020 15:28
      Highlight Highlight Eben :)
    • aglio e olio 26.05.2020 15:51
      Highlight Highlight Wem kann ich trauen? Oder sollte?
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChiliForever 26.05.2020 14:39
    Highlight Highlight Diese Art der Terminsetzung durch Herrn Piatov als ob er der Papst oder zumindest der Chef des Angefragten sei, ist nicht neu.
    Kevin Kühnert beispielsweise kennt das ebenfalls zu Genüge. Bei dem Tonfall von Herrn Piatov sollte eigentlich aus Prinzip niemand antworten.
  • matthieu 26.05.2020 14:31
    Highlight Highlight ich hab den Fehler gemacht und mich genau wegen der "Bild"-igen Aufmachung dieses (Watson)-Artikels zum lesen hinreissen lassen.
    ;P
  • MartinZH 26.05.2020 14:30
    Highlight Highlight Billig, wie diese Boulevardzeitung unterschiedliche Meinungen in der Wissenschaft zu einem Konflikt hochstilisiert.

    Man könnte solche Kontroversen praktisch aus jeder wissenschaftl. Disziplin dermassen boulevardesk bewirtschaften und Konflikte inszenieren.

    Traurig, dass – u.a. bedingt durch die Medienkrise – solche billigen Konflikt-Inszenierungen im öffentlichen Diskurs auf eine so hohe Aufmerksamkeit stossen: Die Rezipienten werden leider fast nur noch als Konsumenten und nicht als Bürger angesprochen. Ohne Qualitätsmedien meinen dann viele, es gäbe nur "eine richtige" wissensch. Meinung.
  • Raber 26.05.2020 14:26
    Highlight Highlight Der Norwegische Staat ist auch zu einem ganz anderen Schluss gekommen, hinsichtlich der Gefährdung der Kinder in der Schule, sowie das BAG auch. Das gefährliche an der Sache, dass die meisten Medien,immer nur die selben Virologen/Meinungen Platz eingeräumt haben ist, dass alle anderen somit auf Alternativ Medien ausweichen mussten. Dieser deutsch-thailändische Arzt hat sehr einleuchtend und unaufgeregt gesprochen. Da er aber auf KenFm die Plattform bekommen hat, hat das Ganze einen Beigeschmack. Leider werden dann viele Menschen fast gezwungen auf solche Medien umzusteigen.
    • Statler 26.05.2020 14:34
      Highlight Highlight Der deutsch-thailändische Arzt sagt auf die Frage von KenFM, ob er ausschliessen könne, dass Bill Gates seine Finger bei dem Virus im Spiel habe: «Ich wünschte, ich könnte es ausschliessen».

      Das war ganz am Anfang des Interviews - den Rest hab' ich mir dann gespart.
    • MartinZH 26.05.2020 14:45
      Highlight Highlight @Raber: Ja genau! "Die Menschen werden gezwungen, auf alternative Medien umzusteigen"... 😂

      Genau solchen Mist skandieren Neonazis, "Lügenpresse"-Schreier, AfD-Politiker und andere Hetzer, Trumpisten und Verschwörungstheoretiker!

      Wäre es nicht so ernst – und eigentlich auch traurig –, was Du hier in der Öffentlichkeit schreibst, müsste ich weiterlachen. 😔
    • Garp 26.05.2020 15:11
      Highlight Highlight KenFM sucht sich seine Leute denen sie Plattform bieten genau aus, genau so wie die Fragen, die er stellt. Es gibt keine Zeit für den Zuhörer über Gesagtes, die Fragen und alles nachzudenken. Es wird ohne Punkt und Komma gequasselt. die Fragen sind nicht echt offen und neugierig, sondern extrem suggestiv. KenFM ist nicht offen und kritischem sondern extrem manipulativ.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 26.05.2020 14:24
    Highlight Highlight Wie immer richtet die Bild Schaden an, wird ihren Themen die sie aufgreift nicht gerecht und hetzt.
  • fidget 26.05.2020 14:23
    Highlight Highlight Das hat überhaupt nichts mit Journalismus zu tun. Da fehlt jegliche Recherche und Kontaktaufnahme zu den angesprochenen Personen. Herr Piatov ist ein Schmierfink und kein Journalist. Jeder könnte so einen Artikel fundierter schreiben, als dieser Piatov. Nun gut, schreiben kann man vieles, aber dass dieser Rotz von BILD veröffentlicht wird, zeigt, dass es von der Redaktion gut geheissen wird. Es passt alles zu diesem Käseblatt von BILD-Zeitung.
  • De-Saint-Ex 26.05.2020 14:16
    Highlight Highlight Die BILD.... 🙄
  • sikki_nix 26.05.2020 14:11
    Highlight Highlight Tja, da sieht man mal, wie gut boulevard"journalismus" und wissenschaft zusammenpassen. Da prallen Welten aufeinander.
  • The oder ich 26.05.2020 14:10
    Highlight Highlight . . . und dann lasst Ihr den Tweet des Einstundenjournis einfach unkommentiert am Ende des Artikels - den lasst Ihr viel zu billig davonkommen
  • Kalsarikännit 26.05.2020 14:10
    Highlight Highlight Um es mit den Worten der besten Band der Welt zu sagen:

    "Lass die Leute reden und lächle einfach mild
    Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild"
    • Janis Joplin 26.05.2020 14:17
      Highlight Highlight ...und die besteht nun mal, wer wuesste das nicht, aus ANGST, HASS, TITTEN UND DEM WETTERBERICHT!
    • Garp 26.05.2020 14:29
      Highlight Highlight Leider kann das im Falle einer Pandemie weitreichende Folgen haben, da es sehr viele Bild-Leser gibt.
    • Else Schrödingers Schwarzes Schlafschaf 26.05.2020 14:39
      Highlight Highlight Die Ärzte aus Berlin ❤️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Big ol'joe 26.05.2020 14:09
    Highlight Highlight Dieser Piatov ist ja hoooch inkompetent!!
    Ich hätte ja nie den Mumm so etwas einfach mal so hinzukleckern... das ist doch super peinlich?!
    • MarGo 26.05.2020 14:39
      Highlight Highlight ja, BILD-Niveau eben...
  • oliversum 26.05.2020 14:08
    Highlight Highlight Das Wort "Streit" wird meines Erachtens falsch genutzt. Es gibt doch keinen Streit? Die BILD-Zeitung setzt eine Behauptung in die Welt, die Personen, über die berichtet wird, widersprechen und distanzieren sich. Das ist kein Streit.
  • Heini Hemmi 26.05.2020 14:08
    Highlight Highlight Wen wundert‘s? Im Vergleich zur Bild ist der Blick eine wissenschaftliche Fachzeitschrift.
    • sheimers 26.05.2020 17:40
      Highlight Highlight Stimmt, Blick ist zwar genau so reisserisch und verkürzt, aber im Gegensatz zur Bild stimmt im allgemeinen was drin steht.
  • Citation Needed 26.05.2020 14:06
    Highlight Highlight Früher oder später wird Drosten und seinen Leuten ein Fehler unterlaufen. Und soweit ich weiss, hat er bisher im Podcast auch Fehleinschätzungen thematisiert, wenn sich Aussagen im Nachhinein als falsch erwiesen.
    Eine Std. Antwortfrist finde ich hingegen aber läppisch. Da hat die Bild es drauf angelegt, einen Konflikt zu produzieren.
    Das Thema muss unaufgeregt und sachlich diskutiert werden. Ein Stoye ist anderer Meinung? Super, let's talk! Aber einfach kurz Krawall schreien und Konflikte erzeugen: sehr bescheuert.
    • Onkel Jenny 26.05.2020 14:37
      Highlight Highlight "Früher oder später wird Drosten und seinen Leuten ein Fehler unterlaufen."
      Und genau deswegen gibt es ja den wissenschaftlichen Diskurs in den Fachpublikationen.
    • Citation Needed 26.05.2020 15:10
      Highlight Highlight Genau, Onkel Jenny. Falls das nicht klar genug rüberkam: genau das meine ich. Normalerweise hat man Zeit, gewisse Ideen oder Annahmen zu prüfen oder überprüfen zu lassen, es gibt Peer-Reviews, etc. bevor irgendwas überhaupt publiziert wird.

      Weil die Zeit im Moment fehlt, wird auf Pre-print Studien zurückgegriffen, die diesen Prozess eben noch nicht durchlaufen haben. Oder man stellt eigene Nachforschungen an, die man normalerweise breiter abstützen würde (so geschehen bei der Kinder-Studie und auch offen kommuniziert).

      Bild wollte die Schlagzeile und kriegt hoffentlich eine gewatscht.
  • El Vals del Obrero 26.05.2020 14:05
    Highlight Highlight Zumindest gab er mit "Ich habe Besseres zu tun" die einzige sinnvolle Antwort.
    • easy skanking 27.05.2020 19:07
      Highlight Highlight stimmt.. er hatte ja auch kaum zeit zu twittern...
  • goschi 26.05.2020 14:04
    Highlight Highlight "Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."

    Max Goldt, 2001 über die BILD-Zeitung

    mehr gibt es nicht zu sagen, diese Zeitung (genauso der ihr nachstrebende Schweizer Blick) sind ekelerregende Institute der Niedertracht
    • fidget 26.05.2020 14:28
      Highlight Highlight Dem Goldtschen Zitat ist nichts hinzuzufügen.

      Leider sind diese Printmedien mit die auflagenstärksten Titel in ihren Ländern. Der einfache Text, die reisserische Schreibe und die grosszügige Bebilderung verfangen leider zu oft.
  • aglio e olio 26.05.2020 14:03
    Highlight Highlight BILD halt. Wie eh und jeh.
    Da geht es immer um eine Agenda und es werden keine Gefangenen gemacht.
  • Locutus70 26.05.2020 14:00
    Highlight Highlight Die ersten Wochen hab ich sein Podcast täglich gehört. Leider scheint er in den letzten Monaten eine Art Gottkomplex zu entwickeln. Selbst anerkannte Kollegen auf dem Gebiet der Virologie und Epidemiologie bezeichnet er als Schwätzer und bezichtigt sie der unwissenschaftlichen Arbeit, wenn sie nicht auf seiner Linie sind.
    Dieser Boomerang kommt halt irgendwann zurück, insbesondere wenn man sich in der Vergangenheit schon öfter geirrt hat (z. B. bei der Schweinegrippe).
    • Pukelsheim 26.05.2020 14:13
      Highlight Highlight Hast du auch Beweise und Quellen zu diese Aussagen? Ich habe praktisch jeden Podcast gehört und etwas in dieser Art ist mir nie aufgefallen. Was er sicherlich gesagt hat, ist dass nicht jeder Professor, nur weil er Professor ist, sich mit Viren auskennt.
      Er hat aber durchaus auch Kollegen gewürdigt.

      Hat Drosten ein gesundes Selbstvertrauen? Natürlich und mit gutem Recht. Immerhin ist er einer der Besten seines Fachs. Ich denke jeder Professor fühlt sich seines Fachs ziemlich sicher – das gehört wohl zum Jobbeschrieb. Dieses Selbstvertrauen kann sehr einfach als Arroganz ausgelegt werden...
    • CalibriLight 26.05.2020 14:20
      Highlight Highlight @Pukelsheim -- ich bin genau Ihrer Meinung.
    • Snowy 26.05.2020 14:20
      Highlight Highlight Oder dass man Coronatote nicht pathologisch untersuchen sollte, weil dies eine zu grosse Gefahr darstellen würde.

      Fehler passieren. Überall und immer. Gerade auch in der Wissenschaft.

      Aber gerade als Wissenschaftler sollte er darum etwas gelassener mit teils berechtigter Kritik umgehen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hana Meier 26.05.2020 14:00
    Highlight Highlight Wenn auch subtiler ist Koch und somit das BAG ja auch zum Schluss gekommen, dass von Kindern keine grosse Gefahr ausgeht und somit diese Studie nicht alzu verlässlich ist. Da scheint mir also durchaus gute Kritikpunkte zu geben. Obwohl vielleicht die Bild nicht gerade der beste Gegner für die Debatte ist.
    • Pukelsheim 26.05.2020 14:18
      Highlight Highlight Vorneweg: es ist auch möglich das Koch und Co. einmal eine Fehleinschätzung machen.

      Diese Studie testete, soweit ich weiss, die Viruskonzentration der Kinder und fand, dass diese nicht gross zu der von Erwachsenen unterscheidet. Was er nicht mass – und dies erklärte er auch ausgiebig – ist, ob sich Kinder überhaupt anstecken. Wenn sich Kinder halt nicht wirklich anstecken, dann sind sie auch nicht so eine Gefahr – ergo, du kommst auf due Schlussfolgerung von Koch.
    • sheimers 26.05.2020 17:50
      Highlight Highlight Bei Kochs Behauptung, Masken würden nicht schützen sind mir erste Zweifel an seiner Kompetenz gekommen. Deshalb glaube ich auch beim Thema Kinder eher dem Drosten. Der weiss von was er redet.
    • Kronrod 26.05.2020 18:11
      Highlight Highlight Die Viruskonzentration bei Kindern allein ist eine schwache Entscheidungsgrundlage. Tatsache ist, dass Kinder viel weniger anfällig sind als Erwachsene, und daher auch weniger oft krank werden und die Viren verbreiten. Hinzu kommt, dass ein Erwachsener bei gleicher Virenkonzentration beim Husten viel mehr Viren herumschleudert als ein Kind, denn Erwachsene haben ein grösseres Lungenvolumen. Zudem schleudern Erwachsene die Viren weiter, weil der Kopf weiter oben ist. :) Es gibt sehr viele Faktoren, die eine Rolle spielen, und die Drosden nicht angeschaut hat.
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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Jakob Fischbacher*. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus Syrien …

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