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Las Vegas wird nun komplett mit erneuerbaren Energien betrieben. Wenigstens fast...

Das Neuste aus der Welt der Wissenschaft und Technik in Kurzform. Damit du weisst, wie der Roboter-Hase läuft.



Die Stadt Las Vegas wird ab sofort komplett mit erneuerbaren Energien betrieben! So lautet die entsprechende Sensationsmeldung, die unter anderem von der Huffington Post verbreitet wurde.

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Zu schön um wahr zu sein... der Titel in der Huffington Post. screenshot: Huffington Post

Vor dem geistigen Auge manifestieren sich unweigerlich Bilder des Las-Vegas-Strips mit seinen Lichtermeer, und sogleich bereitet sich die Wärme der Zufriedenheit aus: Dekadenz lässt sich eben doch umweltschonend realisieren.

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So kennen wird Las Vegas. Aber dieser Teil liegt ausserhalb der Stadtgrenzen. bild: Matthew Field

Aber ganz so einfach ist es nicht.

Erstens: Es werden nur «sämtliche städtischen Einrichtungen» mit  Solarenergie versorgt – also die Strassenbeleuchtungen und die städtisch betriebenen Gebäude und Institutionen, die privaten Casinos gehören nicht dazu. 

Zweitens: Der Strip, dort wo die grössten und bekanntesten Hotels stehen, der Teil von Las Vegas, der am meisten frequentiert wird, liegt ausserhalb der Stadtgrenzen. Er gehört zu den Vororten Winchester und Paradise.

Trotzdem ist Las Vegas mit seinen rund 615'000 Einwohnern nun die grösste amerikanische Stadt, die für sich beanspruchen kann, ausschliesslich auf erneuerbare Energien zurückzugreifen. Bis das auch für die angewachsenen Vororte (2 Millionen Einwohner) gilt, wird es noch etwas dauern.

(tog)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> In Südkorea basteln sie gerade am feuchten Traum aller Roboter-Fans

Ein Mann und seine Videos gehen viral. Vor drei Tagen postete Vitaly Bulgarov Bilder eines  monströsen Roboter-Prototyps, der mit Hilfe eines Piloten gesteuert und bewegt werden kann.  

Der entsprechende Facebookeintrag wurde bis jetzt 15'000 Mal geteilt – Science-Fiction- und Tech-Freunde sind aus dem Häuschen.

Er sei vor einem Jahr von einer koreanischen Firma kontaktiert worden, berichtet Bulgarov. Seither sei er für diese Firma als Designer tätig. Obwohl er nicht viel über das Projekt erzählen dürfe, sei er äusserst stolz, erste Bilder und Videos veröffentlichen zu können. Der Koloss soll 4 Meter gross und 1,5 Tonnen schwer sein.

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Hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem koreanischen Roboter: Der Kampf-Mech im Film Avatar. bild: screenshot avatar

Tatsächlich sind Bulgarovs Aussagen schwierig zu verifizieren. Die von ihm genannte Firma «Korea Future Technology» scheint den öffentlichen Auftritt zu meiden. Und dann wäre da noch dies: Bulgarov ist ein ausgewiesener Experte in Sachen 3-D-Computergrafik. Er arbeitete als Konzeptkünstler für diverse Hollywood-Produktionen (Robocop, Transformers 4) aber auch für diverse Videogames (Diablo 3, Starcraft 2) und nach eigenen Angaben auch für das US-Roboter-Unternehmen Boston Dynamics.

Trotzdem häufen sich auf reddit und auch auf YouTube die Zweifel an der Echtheit der Bilder. 

Wir haben Bulgarov kontaktiert. Bis wir Antwort von ihm erhalten, lassen wir sowohl die Vorwürfe, wie auch die sensationellen Bilder einfach mal so im Raum stehen.

(tog)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Drohne filmt, wie Orca-Quartett einen Hai zerfleischt

Seltene Bilder: Eine Gruppe von vier Orcas, zwei erwachsene Weibchen und zwei Kälber, wurden in der Monterey Bay an der kalifornischen Küste dabei gefilmt, wie sie einen Hai frassen. 

Die Schwertwale gehören zur Untergruppe der «Offshore killer whales», die eher selten in Ufernähe anzutreffen sind und dementsprechend fast nie von der Kamera eingefangen werden. 

Die Meeressäuger wurden von einem Whale-watching-Boot aus entdeckt. Drohnenpilot Slater Moore liess darauf sein Fluggerät aufsteigen und konnte die Jagdszene aus der Luft filmen. 

Der Hai, der sich zu Beginn noch im Maul des Orcas wand, war vermutlich ein Siebenkiemerhai. Diese Spezies wird bis zu drei Meter lang und über 100 Kilogramm schwer. Der unglückliche Hai, der den Orcas zum Opfer fiel, dürfte aber eher nur halb so gross gewesen sein, berichtet das Magazin «The Verge»

Notorynchus cepedianus, Siebenkiemerhai

Siebenkiemerhai (Notorynchus cepedianus). Bild: aquariumofthebay.org

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Leuchtbabys in der Tiefsee: So sieht es aus, wenn ein Kalmar Nachwuchs kriegt

Brent Hoff hat eine einzigartige Szene gefilmt: Der Autor und Regisseur hat ein Riesenkalmar-Weibchen dabei beobachtet, wie es seinen Nachwuchs ins Meer entlässt. Die winzigen Kalmar-Babys leuchten wie Sternschnuppen in der dunklen See. 

Die Kopffüsser schleppen 2000 bis 3000 befruchtete Eier in einer Art Schlauch aus dünnen Membranen mit, der sich aber auch zu einer Art grossem Ball zusammenziehen kann. Wenn der Nachwuchs reif genug ist, wird er nach und nach in die Freiheit entlassen. 

Die Aufnahmen sind Hoff bereits 2011 gelungen. Bewegte Bilder von Riesenkalmaren sind nach wie vor selten. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Besser als Sudoku: Sex macht Frauen klüger

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Wenn Frauen ihr Hirn trainieren möchten, sollten sie Sex haben. Viel Sex. Das sagt zumindest eine Studie der kanadischen McGill-Universität, die Ende November in der Fachzeitschrift «Archives of Sexual Behavior» publiziert wurde. 

Das Forscherteam um Larah Maunder ging der Frage nach, ob intensive sexuelle Aktivität mit dem Wachstum von neuronalem Gewebe im Hippocampus und damit mit besserer Gedächtnisleistung korreliert. Häufiger Geschlechtsverkehr («penile-vaginal intercourse», PVI) habe, so ihr Befund, einen positiven Effekt auf das Gedächtnis von jungen Frauen. 

Paar, Sex, Vorspiel (Symbolbild)

Häufiger Sex ist gut für das Gedächtnis: Ob das auch für Männer gilt, sagt die Studie nicht.  Bild: Shutterstock

Die Wissenschaftler untersuchten eine Gruppe von 78 heterosexuellen Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren. Sie liessen die Frauen einen Fragebogen über ihren Notenschnitt und ihre sexuellen Aktivitäten ausfüllen und führten dann zwei Gedächtnistests mit ihnen durch. Im ersten Test mussten die Versuchspersonen abstrakte Begriffe memorieren; im zweiten ging es um Gesichter. Die Auswertung zeigte, dass Frauen, die häufig Sex hatten, beim Gedächtnistest mit abstrakten Wörtern besser abschnitten. Beim Test mit Gesichtern ergab sich hingegen keine solche Korrelation.

Eine mögliche Erklärung für das bessere Abschneiden der sexuell aktiveren Frauen im Wörter-Test sehen die Forscher in der Tatsache, dass Sex auch eine Art von körperlichem Training ist – und ein positiver Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gedächtnisleistung sei durch mehrere Studien belegt. Ausserdem sei Sex gut gegen Stress und Depression – und dies seien Faktoren, die sich negativ auf das Gedächtnis auswirkten. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Die Tage auf der Erde werden immer länger

Die Dauer eines Tages auf unserem Planeten nimmt allmählich zu, das zeigen neue Forschungsergebnisse. Wenn es dir bisher nicht aufgefallen ist, liegt das womöglich daran, dass dieser Vorgang extrem langsam ist: Im Schnitt wird ein Tag alle 100 Jahre 1,8 Millisekunden länger. 

Erde, Sonne, Lichtstrahl

Die Erde rotiert immer langsamer um ihre eigene Achse.  Bild: Shutterstock

Berechnet hat das ein Team um den britischen Astronomen F. Richard Stephenson, das seinen Befund im Wissenschaftsmagazin «Proceedings of the Royal Society A» veröffentlicht hat. 

Um die Rotationsgeschwindigkeit der Erde in der Vergangenheit zu eruieren, untersuchten die Forscher Mond- und Sonnenfinsternisse, die sich zwischen 720 v. Chr. und 2015 ereigneten. Nachdem sie berechnet hatten, von wo aus diese Finsternisse jeweils zu sehen waren, wühlten sie sich durch historische Texte, die diese Ereignisse beschrieben – beispielsweise Keilschriften babylonischer Astronomen. 

Die akribischen Recherchen zeigten erstaunliche Widersprüche: So berichteten babylonische Quellen über eine totale Sonnenfinsternis, die eigentlich nur von den Balearen aus sichtbar war. Der Grund für die Diskrepanz: Die Erde rotierte früher schneller – das heisst, ein Tag war kürzer als heute. 

Es gibt mehrere Ursachen für die Abbremsung der Erdrotation: der Mond mit seiner Gezeitenwirkung, Wechselwirkungen zwischen Erdmantel und flüssigem Erdkern, das Abschmelzen der Gletscher nach der letzten Eiszeit. Die Länge eines Tages nimmt übrigens langsamer zu als zuvor gedacht: Frühere Schätzungen waren von 2,3 Millisekunden pro Jahrhundert ausgegangen. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Sensationeller Bernstein-Fund beweist: Dinosaurier hatten FEDERN

Vergangenes Jahr machte Wissenschaftlerin Lida Xing auf einem Bernstein-Markt in Myitkyina, Myanmar, einen wunderscönen Fund. Eine Feder, gefangen im fossilen Harz. Der Händler hielt sie für eine Pflanze, aber Xing ahnte, dass sie eine Sensation in Händen hielt. Nun ist klar: Es handelt sich um den gefederten Schwanz eines Dinosauriers.

«Das ist das erste Mal, dass Teile eines Dinosaurier-Skeletts in einem Bernstein gefunden wurden», sagt Xing gegenüber dem kanadischen TV-Sender CBC. Einzelne Federn seien schon früher entdeckt worden, doch ohne den dazugehörigen Körperteil sei ihre Herkunft unklar gewesen.

(Bilder: R.C. McKellar/Royal Saskatchewan Museum)

Die Erkenntnis, dass Dinosaurier Federn hatten, ist noch relativ neu. Die Wissenschaft geht davon aus, dass sie diese in der Jura-Periode vor rund 200 Millionen Jahren entwickelten.

(kri)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Intimrasur erhöht Gefahr für Geschlechtskrankheiten 😒

Haarentfernung im Intimbereich ist nach wie vor populär – vor allem in den USA: Von über 7500 Befragten in einer Studie der University of Texas gaben 66 Prozent der Männer und 84 Prozent der Frauen an, sie würden ihr Schamhaar trimmen oder ganz entfernen. 

Intimbehaarung Intimrasur (Symbolfoto)

Intimrasur korreliert mit sexuell übertragbaren Kranheiten. Bild: Shutterstock

Der Griff zu Rasierklinge, Wachs oder Trimmer könnte allerdings unerwünschte Nebenwirkungen haben: Die Studie zeigte nicht nur, dass jene Befragten, die ihrer Schambehaarung zu Leibe rückten, im Schnitt jünger und sexuell aktiver waren.

Sie hatten auch mehr Sexualpartner und gaben häufiger an, dass sie schon einmal an einer sexuell übertragbaren Krankheit – zum Beispiel Genitalherpes, Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien oder HIV – gelitten hatten. 

Die Korrelation mit Geschlechtskrankheiten war stärker, je häufiger sich die Befragten an ihrer Intimbehaarung zu schaffen machten – und zwar auch dann, wenn andere Faktoren wie Alter oder Anzahl der Sexualpartner herausgefiltert wurden.

Deutlicher formuliert: Bei den Personen, die ihre Schamhaare rasierten, lag die Wahrscheinlichkeit, dass sie jemals an einer Geschlechtskrankheit gelitten hatten, um 80 Prozent höher. 

Bist du untenrum enthaart?

Wer die Intimgegend mindestens 12-mal im Jahr vollständig rasierte, wies sogar eine 3,5 bis 4-fach erhöhte Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit auf – vor allem bei Infektionen wie Herpes, die über Hautkontakt übertragen werden. Möglicherweise führen winzige Verletzungen bei der Intimrasur dazu, dass Keime leichter in den Körper eindringen können. 

Die bisher umfangreichste Studie zur Haarentfernung ist freilich nicht unumstritten. Kritiker werfen ihr methodologische Schwächen vor – zum Beispiel, dass sie auf Selbstauskünften basiert. Zudem bedeutet Korrelation nicht zwingend Kausalität: Es könnte auch sein, dass Personen, die riskanteren Sex praktizieren, eher dazu neigen, ihre Schamhaare zu rasieren. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Vorbildlich: Diese Spinnen-Papas machen den Haushalt

Die meisten Spinnenväter kümmern sich einen Dreck um ihre Nachkommenschaft. Wenn sie nicht ohnehin vom Weibchen direkt nach – oder noch während – der Kopulation aufgefressen werden, überlassen sie die Brutpflege voll und ganz den Spinnenmüttern. 

Nicht so Manogea porracea. Die Männchen dieser in Mittel- und Südamerika beheimateten Spinnen-Spezies sind, wie eine neue Studie enthüllt, aufopferungsvolle Familienväter. Sie geben ihr Junggesellenleben auf und bauen über dem Netz ihrer Partnerin ein kuppelförmiges Netz, in das sie dann einziehen. 

Spinnenmännchen der Art Manogea porracea

Vertreibt Räuber, die sich an den Jungspinnen gütlich tun möchten: Spinnenmännchen der Spezies Manogea porracea.  Bild: mARCELO O. GONZAGA

Zusammen mit dem Weibchen reinigen die Papa-Spinnen dann die Eiersäcke und vertreiben Eindringlinge, die es auf die schmackhaften Jungspinnen abgesehen haben. Diese Massnahme, berichtet Rafael Rios Moura von der Federal University of Uberlândia, verdopple die Überlebenschance der Nachkommen. 

Oft enden die Spinnenväter als Witwer und sorgen dann allein für die Nachkommen. Für Räuber seien die mit Nährstoffen reichlich versehenen Weibchen offenbar «köstlich», so Moura, der mit seinem Team eine Manogea-Population in einer Eukalyptusplantage untersucht hat.

Nicht weniger als 68 Prozent der Eiersäcke würden am Schluss von einem allein gebliebenen Männchen verteidigt. Möglicherweise sei die hohe Sterblichkeit der Weibchen verantwortlich dafür, dass die Manogea-Männchen so ein ungewöhnliches Brutpflege-Verhalten entwickelten.

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Endlich! Ketchup giessen, ohne zu schütteln – dank superglatten Oberflächen

Wer kennt nicht das Problem: Da ist noch Ketchup in der Flasche, aber der Rest will einfach nicht rauskommen. Schlagen, schütteln, klopfen – jeder hat so seine bevorzugte Methode, um das begehrte rote Gut aus der Flasche zu kriegen. Ähnlich verhält es sich mit Pasten in Tuben: Es erfordert jeweils viel Aufwand, um an den Rest zu kommen. 

Ketchup Symbolbild

Alles bringt man nie raus: Ketchup in der Flasche.   Bild: Shutterstock

Damit soll bald Schluss sein, wie der «Economist» berichtet. Forscher um Kripa Varanasi vom Massachusetts Institute of Technology sind dabei, superglatte Oberflächen für das Innere von Behältern wie Ketchupflaschen oder Zahnpastatuben zu entwickeln.

Die LiquiGlide genannte Schicht bildet eine glitschige Schicht zwischen einer Oberfläche und einer viskosen Flüssigkeit. Das Prinzip ist dem Lotusblatt entlehnt, bei dem mikroskopische Strukturen auf der Oberfläche winzige Luftkammern enthalten. Diese reduzieren die Oberflächenspannung, die Wassertropfen sonst festhält.

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LiquiGlide-Werbevideo: Die Dame kriegt die ganze Mayonnaise aus der Tube. Darum lächelt sie so.  Video: Vimeo/LiquiGlide

Zähflüssigere Substanzen wie Zahnpasta können jedoch in diese Luftkammern eindringen und so kleben bleiben. Bei der neuen Schicht enthalten die Mikro-Strukturen deshalb keine Luft, sondern eine Flüssigkeit – zum Beispiel ein Öl. Damit entsteht eine Art selbstbefeuchtende Oberfläche, auf der selbst die klebrigsten Substanzen nicht haften bleiben. 

Wichtig ist, dass die verwendete Flüssigkeit zur im Behälter enthaltenen Substanz passt und nicht von dieser aufgenommen wird. «Unsere Beschichtungen funktionieren mit einer ganzen Reihe von Produkten, weil wir jede Schicht so gestalten können, dass sie deren spezifische Anforderungen erfüllt», erklärt Varanasi.

Noch ist die Technologie nicht in unseren Alltag gelangt. Eine norwegische Firma will LiquiGlide aber für Mayonnaise-Behälter verwenden, die in Skandinavien und Deutschland im Handel sind.

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

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Passend dazu: Spektakuläre Bilder von schmutzabweisenden Textilien.  Video: YouTube/UltraTech International, Inc.

>> Superbürste mit Ministacheln: Das Geheimnis der Katzenzunge ist gelüftet

Katzen lieben es reinlich: Die Hälfte ihrer wachen Stunden können sie damit verbringen, ausgiebig ihr Fell zu putzen. Jetzt fanden US-Forscher heraus: Die Katzenzunge arbeitet dabei wie eine Art Superbürste – in vier Richtungen gleichzeitig.

Die rosa Zunge sei zudem mit winzigen, nach hinten gebogenen Kollagen-Stacheln bedeckt, berichten Alexis Noel und ihre Kollegen vom Georgia Institute of Technology in Atlanta. Im Ruhezustand liegen die Ministacheln flach. Beim Lecken richten sie sich jedoch auf und die Zunge dehnt sich in alle vier Richtungen aus.

«Wenn die Zunge über das Fell gleitet, können diese Haken kleine Knoten und Schmutzteilchen umgreifen», erläuterte Noel. Anders als die geraden Borsten einer herkömmlichen Bürste schlingen sich diese Häkchen auf der sich ausbreitenden Zunge um die Partikel herum, heben sie aus dem Fell heraus und können so auch kleine Knoten lösen.

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Fellpflege in Zeitlupe. Video: YouTube/Fifemi Nuri

Liegen die Stacheln wieder flach, können die Katzen etwa herausgeputzte Haare problemlos schlucken. Die Forscher stellten ein grosses 3D-Modell einer Katzenzunge jüngst auf einem Physiker-Treffen vor, wie die «Washington Post» berichtete. Sie hoffen, sich die Katzen-Superbürste für ihr Forschungsfeld «Soft Robotics» oder auch in der Schönheitsbranche zunutze machen zu können.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Mysteriöse Pyramide in der Antarktis entdeckt – schon wieder

Die Meldung, die seit einigen Tagen im Web herumgeistert, ist spektakulär: Die aufgrund der Klimaerwärmung schmelzende Eisdecke der Antarktis habe eine riesige Pyramide freigegeben. Das dank Google Earth entdeckte Objekt sei 1,7 mal grösser als die Pyramide von Gizeh. 

Ein gefundenes Fressen für begeisterte Verschwörungstheoretiker: Ein derart grosse Struktur, die den Pyramiden in Ägypten so erstaunlich ähnle, könne nur durch eine Hochkultur – vorzugsweise das sagenhafte Atlantis – oder aber durch Aliens errichtet worden sein. Die Antarktis sei zudem früher alles andere als vereist gewesen. 

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In dem Video wird eine mögliche Hochkultur als Errichter der Pyramide erwogen. Aber auch geologische Erklärungen werden erwähnt.  Video: YouTube/Vigilant Citizen

Tatsächlich war der eisige Kontinent einst von Regenwäldern bedeckt. Die Zeiträume, von denen hier die Rede ist, sind allerdings kaum vergleichbar. Während die ägyptische Hochkultur einige tausend Jahre zurückliegt, ist die Antarktis seit mindestens fünf Millionen Jahren total vereist. 

Vor allem aber handelt es sich bei der Pyramide keineswegs um ein Artefakt, sondern um eine Felsformation. Vermutlich ist der markante Berg ein sogenannter Nunatak – ein einzelner Berggipfel, der sich über einen Gletscher erhebt.

Zu guter Letzt ist die Geschichte der Pyramide in der Antarktis nicht neu: Sie tauchte 2013 schon einmal auf und wird offenbar ab und zu wieder aufgewärmt, wie die Website «GreWi» nachgeprüft hat. Und die vermeintlich neu entdeckte Pyramide hat sogar einen Wikipedia-Eintrag.

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Atomaren Abfall in Batterien umwandeln? Das geht! Hat aber einen Haken

Einem Team der Universität Bristol ist es gelungen, aus Nuklearabfällen eine Batterie zu entwickeln. Das Team, bestehend aus Chemikern und Physikern, stellte einen Diamanten her, der, platziert in einem radioaktiven Feld, eine kleine Menge Energie produziert.

«In unserer Batterie gibt es keine beweglichen Teile, sie produziert keine Emissionen und es sind keine Unterhaltsarbeiten nötig. Es wird einfach nur Energie produziert», schwärmt Professor Tom Scott.  

Der Prototyp der Batterie benutzt als radioaktive Quelle Nickel-63. Als Nächstes will das Team mit Abfällen aus Atomkraftwerken arbeiten.

Die neuartige Batterie hat allerdings mehrere Haken: Sie produziert zwar sehr lange Energie – mehrere tausend Jahre – allerdings nur sehr wenig, nämlich 15 Joule pro Tag. Zum Vergleich: Eine AA-Batterie enthält etwa 15'000 Joule.

Mögliche Einsatzgebiete solcher Batterien seien Drohnen, Herzschrittmacher oder Raketen. An eine kommerzielle Verwendung der neuen Batterie kann indes noch nicht gedacht werden.

Ausserdem ist die Herstellung des Diamanten derart teuer, dass kaum grössere Mengen nuklearer Abfälle auf diese Weise «verwertet» werden können.

(tog)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Hurra! Die Strom-Strassen sind da!

Die Firma wattway hat sich auf Solarpanels spezialisiert, welche sich für den Strassenbau eignen. Nach beinahe fünf Jahren Entwicklungszeit ist nun ein Produkt entstanden, das intensiv getestet werden kann. Über 100 Strassen sollen im nächsten Jahr zu Forschungszwecken entstehen. Die Firma verspricht, mit einem Kilometer Solarstrasse genügend Strom für die Strassenbeleuchtung einer Stadt mit 5000 Einwohnern zu produzieren. 

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bild: COLAS – Joachim Bertrand

Die französische Umwelt-Ministerin Ségolène Royale hatte zuvor angekündigt, in den nächsten fünf Jahren 1000 Kilometer Strassen mit Solarpanels zu überziehen, um damit Strom für 5 Millionen Menschen oder 8 Prozent der Franzosen zu produzieren. Im Moment kostet ein Quadratmeter Solarstrasse noch 2500 Euro. Wattways Ziel ist es, im Jahre 2020 das Preisniveau von normalen Solaranlagen zu erreichen. 

(tog)

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