Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Symbolbild Zukunftshoffnung

Können wir aus der Coronavirus-Pandemie etwas lernen? Bild: Unsplash

Die Coronavirus-Pandemie ist schlimm – aber sie hat auch positive Folgen. 6 Beispiele

Marko kovic



Die Coronavirus-Pandemie verursacht weltweit Leid, Verunsicherung und wirtschaftliche Instabilität. Darum müssen wir zweifellos alles daran setzen, sie möglichst schnell einzudämmen. Die Pandemie hat aber auch jenseits ihres unmittelbaren Schadens einschneidende gesellschaftliche Folgen. Unsere Vorstellungen darüber, wie wir mit anderen Menschen umgehen sollen, aber auch unser Verständnis und unsere Ideen darüber, wie die Gesellschaft ganz allgemein funktioniert und funktionieren soll, ändern sich im Zuge der Pandemie.

Das muss nicht unbedingt schlecht sein: Die indirekten gesellschaftlichen Effekte der Coronavirus-Pandemie könnten mittelfristig in mehrfacher Hinsicht positive Folgen haben.

Marko Kovic

Bild: zVg

Marko Kovic denkt und schreibt zu gesellschaftlichem Wandel und Technologie-bezogenen Risiken. Zu hören ist er im Podcast Denkatelier.

Home Office wird salonfähig

Abermillionen von Menschen machen tagein, tagaus dasselbe Ritual durch: Aufstehen und sich für den Arbeitstag vorbereiten; teilweise mehrere Stunden im Auto oder im öffentlichen Verkehr verbringen, um ins Büro zu kommen; im Büro durch schnatternde Arbeitskollegen, Büro-Intrigen, Bullshit-Meetings und so fort abgelenkt sein; abends erschöpft die lange Reise nach Hause antreten; am nächsten Morgen mit halb leeren Batterien das Ganze erneut durchmachen.

Home Office (Symbolbild)

Bei Home Office ist die Produktivität höher. Bild: Shutterstock

Wir leben in einer digitalisierten Welt, aber «Home Office» oder «Telearbeit», das Arbeiten von zu Hause aus, ist in vielen Unternehmen und Organisationen immer noch verpönt. Nicht zuletzt, weil die Manager-Klasse befürchtet, dass Mitarbeitende weniger gut arbeiten, wenn sie nicht unter ständiger Kontrolle stehen. Dass dieses Vorurteil Quatsch ist, ist schon lange erwiesen: Produktivität bei Home Office ist in Tat und Wahrheit höher als im Büro. Von zu Hause aus zu arbeiten steigert zudem die Jobzufriedenheit und das allgemeine Wohlbefinden deutlich. Ein weiterer positiver Effekt von Home Office ist, dass das tägliche Pendeln, eine grosse Quelle von Stress, wegfällt oder zumindest reduziert wird.

Die Coronavirus-Pandemie zwingt bereits heute viele Unternehmen und Organisationen zu mehr Home Office. Es ist darum nicht unrealistisch, dass die Pandemie der externe Schock sein wird, der die Vorurteile gegenüber Home Office endlich zerschlägt und zu einem Umdenken bei der Frage, wie Arbeit zu gestalten ist, führt.

Die Absurdität der «Prepper» wird deutlich

Die 2000er Jahre waren geprägt von weltweiten, tiefgreifenden Schocks wie den Terroranschlägen vom 11. September 2001 oder der globalen Finanzkrise 2007 / 2008. Diese Erfahrungen haben in vielen Menschen die Angst geweckt, dass nicht nur weitere vereinzelte Schocks, sondern ein weltweiter zivilisatorischer Kollaps bevorstehen könnte.

Statt sich aber der Panik und Verzweiflung ob des bevorstehenden Endes der Welt hinzugeben, beschlossen diese Menschen, sich darauf vorzubereiten. Sie wurden damit Anhänger der Bewegung und Philosophie des «Survivalism»: Der grosse Kollaps mag bevorstehen, aber wer sich auf das Schlimmste vorbereitet, kann auch nach der Katastrophe autark weiterleben.

Es gibt zwei Strömungen dieser «Prepper» (vom Englischen «prepare»), die sich auf den Kollaps vorbereiten. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um «normale» Menschen, die Notvorräte anlegen und versuchen, sich grundlegende Überlebensskills anzueignen (z. B. Feuerholz sammeln und Feuer machen, um im Winter nicht zu erfrieren). Diese «bodenständigen» Prepper sind vornehmlich Männer, und das Preppertum hat für sie eine identitätsstiftende Funktion. Es erlaubt ihnen, eine bestimmte Form der rustikalen Maskulinität auszuleben (der Mann als Überlebenskünstler, Versorger und Beschützer der Familie), für die im modernen Alltag nicht mehr allzu viel Platz ist.

Survival Kit, Prepper-Ausrüstung (Symbolbild)

Prepper-Ausrüstung: Survival Kit für alle Fälle. Bild: Shutterstock

Die zweite Strömung der Prepper sind wohlhabende bis superreiche Menschen und Familien, welche das Preppertum als eine Versicherungspolice ansehen. Das Preppertum ist für diese Menschen nicht der Lebensmittelpunkt, aber sie scheuen Aufwand und Kosten nicht, um im Fall der Fälle auf der sicheren Seite zu sein. Während die rustikale Variante des Preppertums auf einfache, bodenständige Massnahmen abzielt, sind die reichen Prepper eher auf Luxus bedacht. Die wohlhabenden Prepper wollen den Kollaps in unterirdischen Bunkern überstehen, die zu grosszügigen Wohnungen mit allem Drum und Dran umgebaut wurden. Oder sie gönnen sich Luxusvillen in abgelegenen Regionen Neuseelands, dem Mekka der reichen Prepper. (U. a. hat der Paypal-Milliardär Peter Thiel ein Endzeit-Refugium in Neuseeland.)

Am Preppertum als entweder bodenständigem oder luxusorientiertem Hobby ist an sich wenig auszusetzen. Doch die Sache hat einen grossen Haken: Sollte es wirklich hart auf hart kommen und die Gesellschaft kollabieren, ist Preppertum nutzlos. Wenn der Kollaps stattfindet und das Chaos seinen Lauf nimmt, wird dadurch nämlich auch automatisch der technologische und soziale Teppich, der das Preppertum erst möglich macht, unter den Füssen der Prepper weggezogen.

Zum einen benötigen auch die extremsten Prepper, die sich auf ein Steinzeit-Leben vorbereiten, moderne Technologie, um ihr Rollenspiel-Hobby ausleben zu können. Ohne Tetanus-Impfung wird bereits ein rostiger Nagel zur Todesfalle; ganz egal, wie gut man sich in der Wildnis zurechtzufinden glaubt. Zum anderen ist die Vorstellung der reichen Prepper, dass sie sich im Notfall ruhig und geregelt in ihre Bunker und Luxusvillen zurückziehen können, geradezu lächerlich. Wenn die Gesellschaft tatsächlich implodiert, haben all die Chauffeure, die Helikopter- und Privatjet-Piloten, die Klempner, die Köche, die Nahrungsmittellieferanten, die Ärztinnen und Ärzte und alle weiteren überlebensnotwendigen Angestellten und Zulieferer wahrlich Besseres zu tun, als den Reichen zuzudienen. Das Preppertum der Reichen ist genauso wie jenes der rustikalen Prepper nur ein realitätsfernes Rollenspiel.

Am Preppertum der Reichen ist zusätzlich ironisch, dass das Geld, welches die Reichen in ihre Prepper-Fantasien stecken, in eine bessere Versicherungspolice investiert werden könnte: Massnahmen, um dem gesellschaftlichen Kollaps vorzubeugen. Damit könnten gesamtgesellschaftliche Risiken und Probleme tatsächlich reduziert werden, doch im libertären Weltbild der reichen Prepper geht es nicht darum, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun, sondern nur, das Beste für sich selber herauszuholen.

Die Impfbereitschaft steigt wieder

Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte des Kampfes gegen Infektionskrankheiten. Die Pest, Pocken, Polio, Aids, Masern, die Grippe, oder eben Covid-19: Bakterien und Viren, die Krankheiten verursachen, sind die Geissel der Menschheit.

Wissenschaftliche Fortschritte haben uns in diesem Kampf aber glücklicherweise sehr weit gebracht, nicht zuletzt dank Impfungen. Impfungen haben über die Jahrzehnte unmessbar viel Leid reduziert und verhindert. Alleine die Pocken haben im 20. Jahrhundert über 300 Millionen Menschen qualvoll umgebracht; dank der Pockenimpfung konnte diese grausame Krankheit komplett ausgelöscht werden. Doch in westlichen Ländern hat sich mittlerweile eine eigentümliche Impfmüdigkeit breitgemacht.

A nurse holds a dose of experimental vaccine

Impfmüdigkeit ist eine Art der Wohlstandsverwahrlosung. Bild: KEYSTONE

Es gehört heute zum Lifestyle vieler gut situierter Menschen, gegenüber Impfungen eine zurückhaltende bis ablehnende Haltung einzunehmen. Teilweise, weil sie auf pseudowissenschaftliche Verschwörungstheorien im Internet sowie auf skandalisierende Berichterstattung in den Medien hereinfallen, aber vor allem, weil sie das diffuse Gefühl haben, Impfungen wirkten nicht richtig und seien eigentlich gar nicht notwendig. Die Folge dieser Impfmüdigkeit ist, dass vermeidbare Krankheiten wieder häufiger werden, was vor allem Kinder qualvoll zu spüren bekommen.

Die Coronavirus-Pandemie könnte uns im Westen diesbezüglich wachrütteln. Die Impfmüdigkeit in Europa und Nordamerika dürfte nämlich ein Stück weit eine Art Wohlstandsverwahrlosung sein: Gerade weil die Impfprogramme im 20. Jahrhundert dermassen erfolgreich waren, ist die Gefahr viraler Infektionskrankheiten für die meisten Menschen nicht mehr wirklich plastisch greifbar. Im Alltag der meisten Menschen im Westen sind Infektionskrankheiten nur abstrakte Ideen, nicht konkrete Gefahren.

Das Coronavirus könnte indirekt helfen, das Bewusstsein für Infektionskrankheiten wieder zu schärfen, weil wir jetzt zum ersten Mal seit Jahrzehnten (abgesehen vielleicht von der Schweinegrippe-Pandemie 2009) wirklich am eigenen Leib spüren, wie viel Leid und Chaos Infektionskrankheiten verursachen können. Der Schock, den wir gegenwärtig durchmachen, könnte das Denken über Infektionskrankheiten nachhaltig positiv beeinflussen.

Internationale Kooperation nimmt zu

Die vergangenen Jahre waren geprägt von einem stillen Niedergang der internationalen politischen Zusammenarbeit. Mit Donald Trump haben sich die Vereinigten Staaten von ihrer jahrzehntelangen Politik des Multilateralismus abgewandt; mit dem Brexit hat sich das Vereinigte Königreich planlos von der Europäischen Union verabschiedet; China lässt immer mehr seine wirtschaftlichen und militärischen Muskeln spielen, um eigene Interessen durchzusetzen; der Syrien-Konflikt wurde zu einem militärischen Jekami; Europa hat nach wie vor noch keine einheitliche Antwort auf die anhaltende Flüchtlingskrise; Russland sieht sich als regionale Supermacht mit besonderen Rechten; rechtspopulistische, reaktionäre Regierungen in Osteuropa pfeifen zunehmend auf demokratische Normen und internationale Abstimmung.

Belohnt jene, die seinen Brexit-Kurs unterstützt haben, mit Regierungsposten: der britische Premier Boris Johnson.

Planloser Abschied aus der EU: Britischer Premier Johnson. Bild: AP

Das offensichtliche Problem mit der Abkehr von internationaler Kooperation ist, dass es keine wirkliche Alternative dazu gibt. Das klassische Recht des Stärkeren mag gut für grobschlächtige Gesten sein, aber komplexe, weltumspannende Herausforderungen wie Klimawandel, Menschenrechte, Handel oder eben die Coronavirus-Pandemie sind im Alleingang nicht zu meistern. Wenn internationale Kooperation in ruhigen Zeiten abnimmt, merken wir davon nichts. Wenn aber eine Krise mit weltweiter Wirkung entsteht, fehlt das institutionelle Auffangnetz, um die Krise möglichst schnell zu bewältigen. Dass der Airbag im Auto defekt ist, ist uns egal – bis wir einen Unfall haben. Dann ist es es aber zu spät.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wenige Monate vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie die mangelnde internationale Abstimmung und Vorbereitung auf mögliche Pandemien scharf kritisert. Die Lehre aus diesem Debakel ist eindeutig: Wenn Regierungen auf sich selber fixiert sind und der internationalen Zusammenarbeit den Rücken kehren, sind sie für die Gefahren, welche sich am Horizont anbahnen, blind.

Wir überdenken unsere Tierhaltung

Die Coronavirus-Pandemie ist eine direkte Folge davon, dass Menschen Tiere essen: Das Coronavirus ist auf einem (Wild-)Tiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan ausgebrochen. Eine der bisher grössten Pandemien des 21. Jahrhunderts, die Schweinegrippe von 2009, der rund 200’000 Menschen zum Opfer gefallen sind, war ebenfalls die Folge landwirtschaftlicher Tierhaltung. (Die Pandemie brach auf einer modernen Schweinefarm in Mexiko aus.)

Tierhaltung ist auch die wohl wichtigste Quelle multiresistenter Bakterien: Weil in der Tierhaltung Antibiotika massiv eingesetzt werden, entstehen immer mehr Bakterien, gegen die Antibiotika nicht mehr wirken. Diese «Superbakterien» sind ein enormes Problem nicht nur für Tiere, sondern auch – und vielleicht vor allem – für uns Menschen.

In den vergangenen Jahrzehnten ist der weltweite Konsum von Tieren, Milchprodukten und Eiern regelrecht explodiert. Damit verbunden steigen auch zwangsläufig die Risiken der Tierhaltung: Ausbrüche von Viren und Bakterien, Belastung für die Umwelt und das Klima, sowie nicht zuletzt das unvorstellbar grosse Ausmass an Leid, das Milliarden von Tieren tagtäglich widerfährt, nehmen zu.

Insgesamt rund 55.000 Legehennen hocken am Freitag, 10. Oktober 2008, dicht gedraengt in einem neuen Stall der Firma

Milliardenfaches Tierleid: Massentierhaltung. Bild: AP

Die Coronavirus-Pandemie könnte einerseits die Politik dazu Bewegen, die Regulierung rund um Tierhaltung zu verschärfen. Andererseits bewegt die Pandemie uns als Konsumentinnen und Konsumenten vielleicht dazu, für einmal wirklich darüber nachzudenken, was wir verzehren. Viele Menschen beteuern, tierische Produkte nur massvoll zu konsumieren und auf regionale, nachhaltige Herstellung zu achten, doch das sind bekanntlich bloss Lippenbekenntnisse. In Tat und Wahrheit ist die Welt süchtig nach billigem Fleisch, billigen Eiern und billiger Milch.

Vielleicht werden wir uns im Zuge der Coronavirus-Krise endlich bewusst, dass das, was wir essen, mit Problemen verbunden sein kann – und dass wir zur Lösung dieser Probleme ganz einfach beitragen können, indem wir unser Konsumverhalten ändern.

Wir nehmen existenzielle Risiken ernst

Die Coronavirus-Pandemie ist eine Krise, die wir definitiv sehr ernst nehmen müssen. Die Anzahl Infektionen und Todesfälle wird in absehbarer Zukunft aber abflachen und wieder sinken. Es wird einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben. Nach und nach wird in den am meisten betroffenen Städten und Ländern wieder soziale und wirtschaftliche Normalität einkehren. Die Menschheit als Ganzes wird die Krise überstehen.

Aber wir werden im Nachhinein auch erkennen: So richtig viel hat nicht gefehlt, bis es noch viel schlimmer gekommen wäre. Was, wenn in Zukunft etwas passiert, das wir weniger gut in den Griff kriegen als die Coronavirus-Pandemie? Wenn etwas passiert, das wir noch weniger auf dem Radar haben als eine neue virale Krankheit? Könnte eine neue Krise katastrophal aus dem Ruder laufen? Könnte die nächste Krise vielleicht so gewaltig werden, dass wir es nicht schaffen, sie zu meistern?

Darstellung: Apokalypse, Weltuntergang, Zivilisationszusammenbruch, Apokalyptisches Szenario (Symbolbild)

Sind wir vorbereitet auf existentielle Risiken? Bild: Shutterstock

Dank der Coronavirus-Pandemie fangen wir als Gesellschaft hoffentlich ernsthaft an, uns diese Fragen zu stellen. Die existenziellen Risiken, die uns dereinst über den Kopf wachsen könnten, sind nämlich bereits heute Realität: Klimawandel, Biotechnologie, eine superintelligente Künstliche Intelligenz – die Liste existenzieller Bedrohungen für die Menschheit wird immer länger, weil mit unserer technologischen Entwicklung auch immer mehr Dinge entstehen, die schiefgehen können. Diese Bedrohungen könnten uns in nicht allzu ferner Zukunft über den Kopf wachsen, mit katastrophalen und endgültigen Folgen.

Das gewaltige Problem der existenziellen Risiken dürfen wir nicht zum Anlass nehmen, die Hände fatalistisch in die Luft zu werfen. Im Gegenteil: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, den grossen zukünftigen Risiken der Menschheit den Kampf anzusagen. Gerade weil wir langsam zu verstehen beginnen, dass die Menschheit zerbrechlich ist, sind wir in der Lage, das Schlimmste abzuwenden. Die Zukunft der Menschheit liegt in unseren Händen.

Mit Big Brother gegen das Coronavirus

Video: srf/SDA SRF

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Coronavirus: Was du wissen musst.

Wir beantworten eure Fragen zum Coronavirus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

Artikel lesen
Link zum Artikel