Wirtschaft
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«Schämt ihr euch selbst nicht zutiefst?» PR-Aktion #FragNestlé geht ganz übel nach hinten los



Die ARD nimmt «Nestlé» unter die Lupe: Der Konzern aus der Schweiz ist Thema in der Sendung Marken-Check, die heute Montag um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.

ARCHIV --- ZU DEN HALBJAHRESZAHLEN VON NESTLE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- L'entree du batiment du centre de recherche de Nestle est photographiee apres l'annonce de licenciements ce mercredi 6 mars 2013 a Vers-chez-les-Blanc pres de Lausanne. Vingt-deux personnes perdent leur emploi au Centre de recherche de Nestle a Vers-chez-les-Blanc. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Nestlé-Firmensitz in Vevey VD.
Bild: KEYSTONE

Ein gefundenes Fressen für die PR-Abteilung des grössten Nahrungsmittelherstellers der Welt – die gleich mal das Hashtag #FragNestlé ersonnen, beworben und gehofft hat, auf Social Media ein paar Pluspunkte zu sammeln. Allein: Der Schuss ging ganz gewaltig nach hinten los.

Hoppla, was ist da denn los? Nun ja, die Firma, die 2013 einen Gewinn von satten zehn Milliarden Franken gemacht hat, ist bisher nicht gerade durch Menschlichkeit aufgefallen.

Vielen Kunden schmeckt zum Beispiel gar nicht, dass «Nestlé» sich in so unterschiedlichen Ländern wie Pakistan und den USA die Wasserrechte unter den Nagel gerissen hat. Das Nass wird im grossen Stil abgepumpt und abgefüllt, wodurch der Grundwasser-Pegel sinkt. Selbst in Afrika wird gebohrt.

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Die Dokumentation «Bottled Life» über Nestlés Geschäft mit Trinkwasser.
YouTube/Simia Aldebaran

Und die Diskussion um den fragwürdigen Umgang mit dem Verkauf von Wasser ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein: Für Produkte aus Schokolade verwenden die Schweizer Palmöl, für deren Anbau Regenwald abgeholzt wird, behaupten Kritiker. Die Twitter-Gemeinde hat das nicht vergessen.

Einige fragen sich: Wie steht es um die Arbeitsbedingungen in den 447 Produktionsstätten des Konzerns, der in 194 Ländern aktiv ist?

Es hagelt nur so Kritik an den Schweizern.

Kurzum: Die Aktion ist ganz grosser Müll, weiss der User.

Ob du willst oder nicht: Diese zehn Grosskonzerne füllen deinen Magen

Bild

grafik: oxfam

Und auch wenn der eine oder andere Twitter-User die Sache mit Humor nimmt ...

... gibt es am Ende einen Konsens: Wer auch immer sich diese Twitter-Marketing-Kampagne ausgedacht hat, wird sich bald nach einem neuen Job umschauen müssen!

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