Wirtschaft
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Schweizerische Nationalbank schreibt 2018 tiefrote Zahlen



Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat gemäss provisorischen Berechnungen im Geschäftsjahr 2018 einen Verlust von rund 15 Mrd Franken geschrieben. Bund und Kantone erhalten im laufenden Jahr dennoch erneut eine Ausschüttung von 2 Milliarden Franken.

Gold im Tresor der Schweizerischen Nationalbank, aufgenommen am 21. Februar 2001 in Bern.  (KEYSTONE/Martin Ruetschi)  , , EDITORIAL USE ONLY

Bund und Kantone erhalten trotz der schlechten Bilanz Zahlungen der SNB. Bild: KEYSTONE

Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen belief sich im vergangenen Jahr auf rund 16 Milliarden Franken, wie die SNB am Mittwoch mitteilte. Auf dem Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsverlust von 0,3 Milliarden Franken, der Erfolg auf den Frankenpositionen belief sich auf 2 Milliarden Franken.

Rekordgewinn 2017

Im Jahr 2017 hatte die SNB noch einen Rekordgewinn von 54,4 Milliarden Franken erzielt. Das Ergebnis der Nationalbank ist überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen sind deshalb die Regel.

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird laut der Mitteilung rund 5,4 Milliarden Franken betragen. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 67,3 Milliarden resultiert ein Bilanzgewinn von rund 47 Milliarden. Dies ermöglicht der SNB eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von 1 Milliarde Franken.

Bund und Kantonen steht zudem eine Zusatzausschüttung von 1 Milliarde Franken zu, da die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Milliarden übersteigt. Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Milliarden Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve laut den SNB-Angaben rund 45 Milliarden Franken betragen.

Der Verlust war absehbar

Der klare Verlust für das abgelaufene Jahr kommt nicht überraschend. In den ersten neun Monaten hatte die Nationalbank bereits einen Verlust von 7,8 Milliarden Franken ausgewiesen. Zudem dürfte auch die SNB nicht von den Aktien-Kursstürzen zu Jahresende verschont gewesen sein. Für das vierte Quartal resultiert damit nun ein Minus von gut 7 Milliarden Franken.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 4. März, der Geschäftsbericht am 21. März 2019 publiziert. (awp/sda)

Die verschmähten Totenkopf-Banknoten

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Walti Rüdisüli 09.01.2019 09:09
    Highlight Highlight Finde den Titel ein bisschen irreführend und angstschürend. Ist ja alles in Ordnung, die Bilanz stimmt ja?
  • Markus97 09.01.2019 08:14
    Highlight Highlight Soweit ich weiss ist die Aufgabe der Nationalbank die Währung stabil zu halten und nicht Gewinne zu schreiben. Also alles im grünen Bereich.
  • Ökonometriker 09.01.2019 08:05
    Highlight Highlight Ist eigentlich eine gute Performance - auf ein derart grosses Portfolio bei derart massiven Kursrückgängen einen so kleinen Verlust (ca. -2%) zu erzielen ist eine gute Leistung. Besonders, wenn der Gewinn vorher so gut ausfiel.
  • Donald 09.01.2019 07:34
    Highlight Highlight Danke für die ausführliche Recherche und die Hintergrundinformationen.
    • Bär73 09.01.2019 07:50
      Highlight Highlight Vielleicht kann dir Dagobert mehr Info's liefern 😉😂
    • Donald 09.01.2019 13:12
      Highlight Highlight Der Artikel bestand nur aus ca. 3 Sätzen, als ich den Kommentar geschrieben habe. Jetzt haben Sie offensichtlich noch einen richtigen Text daraus gemacht. Daher ist mein Kommentar wohl schwer zu verstehen geworden :)
    • Bär73 09.01.2019 14:03
      Highlight Highlight Nein nein....habe es schon richtig interpretiert. Am Anfang standen da wirklich nur 3 Sätze.
      Der Dagobert ist mehr eine Anspielung auf Donald 😉

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