Wirtschaft
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«Kollateralschaden des Handelsstreits»: US-Whiskey-Exporte brechen ein



FILE - In this Dec. 5, 2011 photo, bottles of Jack Daniel's Old No. 7 brand whiskey line the shelves of a liquor outlet, in Montpelier, Vt. Jack Daniel's has turned back the latest challenge to a Tennessee state law that determines which spirits can be marketed as

Bild: AP/AP

Die amerikanischen Whiskey-Hersteller leiden unter den von US-Präsidenten Donald Trump angezettelten Handelskonflikten. Die von Kanada, China, Mexiko und der Europäischen Union erhobenen Strafzölle auf die hochprozentigen Produkte im Gegenzug für US-Sonderimportabgaben liessen die Exporte in der zweiten Jahreshälfte 2018 um elf Prozent einbrechen.

Dies teilte der Branchenverband Distilled Spirits Council am Donnerstag mit. In der ersten sechs Monaten waren sie noch um 28 Prozent gestiegen - auch weil Unternehmen wie der Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman ihre Ausfuhren in Erwartung höherer Zölle vorzogen, besonders die nach Europa.

Die EU hatte Strafzölle unter anderem von 25 Prozent auf US-Whiskey eingeführt, nachdem zuvor die Regierung in Washington europäische Stahl- und Aluminiumexporte mit höheren Abgaben belastet hatte. Die EU ist der wichtigste Exportmarkt für die amerikanischen Whiskey-Hersteller.

Nahezu 60 Prozent ihrer Exporte landen hier. «Der Schaden für die amerikanischen Whiskey-Exporte wird jetzt immer grösser», sagte der Chef des Branchenverbandes, Chris Swonger. «Das ist ein Kollateralschaden der anhaltenden Handelsstreitigkeiten weltweit.»

Insgesamt wuchsen die US-Whiskey-Exporte 2018 um 5.1 Prozent auf 1.18 Milliarden Dollar. 2017 hatte es noch ein Plus von 16 Prozent gegeben. (sda/awp/reu)

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