Wirtschaft
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Lenin, Mosaik an Gebäude, Sotschi, Russland

Werden wir in der Coronavirus-Pandemie zu marxistischen Revolutionären? Wohl eher nicht. Aber die Probleme des Kapitalismus werden uns schmerzlich bewusst. Bild: Shutterstock

Das Virus und das Kapital: Die Pandemie legt offen, was im Kapitalismus falsch läuft

Die Pandemie zeigt die wunden Punkte unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

Marko Kovic



Zwei Brüder kaufen einen grossen Haufen eines Produktes und wollen es mit Gewinn weiterverkaufen. In regulären Zeiten würden wir diese Aktion bejubeln: Ein KMU erkennt eine unternehmerische Gelegenheit, lässt Angebot und Nachfrage auf dem freien Markt spielen und erhofft sich für diese Arbeit und das eingegangene Risiko ganz zurecht einen Profit.

Marko Kovic

Bild: zVg

Marko Kovic
denkt und schreibt zu gesellschaftlichem Wandel und Technologie-bezogenen Risiken. Zu hören ist er im Podcast Das Monokel.
kovic.ch

Doch in diesem Fall kam es ganz anders. Die Aktion des brüderlichen Entrepreneur-Duos wurde nicht, wie es zu erwarten gewesen wäre, beklatscht, sondern mehr oder weniger universal als unmoralisch und abstossend kritisiert. Warum? Die zwei US-amerikanischen Brüder hatten fast 18'000 Flaschen Desinfektionsmittel aufgekauft, um sie für möglichst viel Geld weiterzuverkaufen – und zwar inmitten der Coronavirus-Pandemie. Sie wollten also aus dem Chaos und der Verunsicherung der Pandemie Profit schlagen, was praktisch überall sauer aufgestossen ist.

Die Episode der zwei Brüder, die in der Coronavirus-Krise eine Chance auf den grossen Gewinn gewittert hatten, ist nur eine kleine Anekdote, aber sie ist symbolisch für einen grösseren Umbruch, den die Pandemie bewirkt: Das, was normalerweise als moralisch gut betrachtet wird (Unternehmertum und schlaue, auf Profit ausgelegte Entscheidungen) wird plötzlich als moralisch verwerflich angesehen (Profitgier zuungunsten der Allgemeinheit).

Die Coronavirus-Pandemie hat quasi über Nacht althergebrachte Denkmuster und Überzeugungen zu unserer wirtschaftlichen und politischen Gesellschaftsordnung in Frage gestellt. Mit der Folge, dass wir Probleme, die es schon vor der Pandemie gab, plötzlich sehr deutlich (und schmerzhaft) als solche erkennen. Oder anders ausgedrückt: In der Krise bröckelt der Lack des Kapitalismus.

Das Prekariat wird sichtbar

Vor der Coronavirus-Pandemie sind wir rein theoretisch alle gleich, denn das Virus unterscheidet nicht nach arm oder reich; wir alle können uns anstecken. In praktischer Hinsicht spielt der sozioökonomische Status aber durchaus eine grosse Rolle in der Pandemie: Jene, die wenig verdienen, nahe an der Armut sind und unsichere Jobs haben, werden von den wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Krise am stärksten getroffen. Die Krise zwingt uns, etwas zu akzeptieren, was wir eigentlich nicht wahrhaben wollen: Auch in reichen westlichen Ländern gibt es eine Unterschicht des wirtschaftlichen Prekariats.

Diese Aussage mag zunächst verwirren, weil es den Menschen im Westen doch alles in allem ganz gut geht, oder? In den USA herrschen vielleicht schlimme Zustände, aber bei uns in Europa ist die Situation doch ziemlich gut? Weit gefehlt: Auch in Europa gibt es erschreckend viele Menschen, die ihr Dasein am Rande des finanziellen Ruins fristen. So kann rund ein Drittel der europäischen Bevölkerung eine kleine unerwartete Ausgabe nicht verkraften, weil sie zu wenig Vermögen haben – ein Drittel Europas lebt effektiv von Lohn zu Lohn. Der Anteil ist in osteuropäischen Ländern etwas höher, aber das Problem ist auch in Ländern wie Deutschland (28%), Österreich (20%), der Schweiz (20%), Frankreich (31%) oder dem Vereinigten Königreich (34%) allzu real.

Rund 22% der Bevölkerung Europas lebt zudem am oder unter dem relativen Armutslimit (berechnet als 60% des Medianeinkommens des jeweiligen Landes). Auch hier ist die Situation in osteuropäischen Ländern ärger, doch Armut ist genauso in Ländern wie Deutschland (19%), Österreich (18%), der Schweiz (17%), Frankreich (17%) oder dem Vereinigten Königreich (24%) ein Problem, von dem Millionen von Menschen betroffen sind.

Durchschnittlich 6,2 Prozent der EU-Bürger sind von extremer Armut betroffen. Spitzenreiter ist Bulgarien, wo jeder Fünfte seine Rechnungen nicht bezahlen kann. Mit 1,5 Prozent extrem Armer (gemäss EU-Norm) steht die Schweiz auf Rang drei der *reichsten

Zahlreiche Europäer leben am oder unter dem relativen Armutslimit. Bild: DPA

Zudem steigt auch in Europa seit Jahrzehnten der Trend hin zu prekären Arbeitsverhältnissen. Es gibt immer mehr Temporärarbeit, mehr «Flex Worker» und «Gig Worker», mehr Pseudo-Selbstständigkeit, mehr befristete Jobs, mehr Teilzeitjobs. Dieser Trend dient den Interessen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und damit also letztlich den Interessen des Kapitals: Atypische, «flexible» Anstellungsbedingungen bedeuten aus Arbeitgebersicht weniger bis gar keine Sozialabgaben und grundsätzlich billigere Arbeitskraft bei maximaler Flexibilität, diese Arbeitskräfte spontan wieder abzustossen. Zum Beispiel in einer wirtschaftlichen Krise wie der durch die Coronavirus-Pandemie verursachte.

In regulären Zeiten nehmen wir die brutale Realität des wirtschaftlichen Prekariats einfach hin, weil sie die meisten von uns nicht betrifft und nicht auf der politischen und medialen Agenda ist. Punktuelle Kritik an diesem Umstand kann denn auch recht salopp mit dem Verweis auf «Eigenverantwortung» und «Freiheit» vom Tisch gefegt werden («Wenn dem Uber-Fahrer sein Job nicht gefällt, kann er sich ja einen anderen suchen!»). In der Krise aber können wir nicht mehr ignorieren, dass Abermillionen von Menschen unverschuldet vor dem finanziellen Ruin stehen.

Gesundheit funktioniert nicht als Markt

Ein freier Markt und kapitalistische Interessen und Anreize können in unterschiedlichen Domänen halbwegs gut funktionieren. Zum Beispiel, wenn es um Turnschuhe geht. Oder Schaumwein. Oder Luxusuhren. Weniger Sinn machen marktwirtschaftliche und kapitalistische Prinzipien hingegen, wenn es um Gesundheit geht. Das wissen wir als Europäerinnen und Europäer natürlich und rümpfen gerne die Nase über die USA, wo ein weitgehend privatisiertes System der Krankenversicherungen zur Folge hat, dass immer noch rund 28 Millionen Menschen ohne Versicherung sind – und dass auch jene, die eine Versicherung haben, im Krankheitsfall exorbitante Kosten befürchten müssen.

Es überrascht daher nicht, dass die Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner das Coronavirus auch darum fürchtet, weil sie im Krankheitsfall mit sehr hohen Kosten rechnen müssen. Bei uns in Europa ist die Situation diesbezüglich aber besser, oder?

FILE- In this Feb. 9, 2018, file photo, a nurse hooks up an IV to a flu patient at Upson Regional Medical Center in Thomaston, Ga. Health insurance costs have climbed so high, there’s insurance for it. More employers are offering their workers supplemental coverage for expenses that crop up when an unexpected illness or injury hits.. (AP Photo/David Goldman, File)
Kathleen Burks

Im Krankheitsfall müssen Amerikaner mit sehr hohen Kosten rechnen. Bild: AP

Tatsächlich kennen im Grunde alle europäischen Länder die ein oder andere Form der universalen Krankenversicherung, was in der Praxis bedeutet, dass im Krankheitsfall nicht automatisch der finanzielle Ruin droht (würden die USA ein solches System einführen, würden pro Jahr fast 70'000 Menschenleben gerettet und Hunderte von Milliarden Dollar eingespart). Doch auch die europäischen Gesundheitssysteme wurden im Zuge neoliberaler Reformen der letzten Jahrzehnte auf Effizienz und Sparsamkeit getrimmt.

Die Folgen davon zeigen sich nun während der Pandemie anhand eines schockierenden Mangels an medizinischem Personal, an medizinischen Kapazitäten und sogar an medizinischem Verbrauchsmaterial wie Gesichtsmasken und Schutzkleidung. Das gilt auch für die Schweiz, wo über die Jahre aus Kosten- und Effizienzgründen Spitäler geschlossen und Betten abgebaut wurden. Eine Entwicklung, die in direktem Widerspruch zu offiziellen Pandemieplänen des Bundes steht.

Ein weiterer Vektor, über den Gesundheitssysteme kapitalistisch unterwandert wurden, ist der enorme Einfluss privater Medizinunternehmen. Medizinisches Verbrauchsmaterial, medizinische Geräte sowie nicht zuletzt Arzneimittel werden heute mehrheitlich von privaten, profitorientierten Unternehmen hergestellt. Das Problem dabei ist, dass das Profitmotiv privater Medizinunternehmen oftmals in ziemlich direktem Widerspruch zum öffentlichen Allgemeinwohl steht. So waren grosse Pharmaunternehmen relativ lange uninteressiert an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neue Coronavirus, weil damit kein genug attraktiver Gewinn zu machen ist.

Ein Lehrstück in Sachen Interessenkonflikt zwischen Profitmotiv und Allgemeinwohl im Gesundheitswesen ist das antivirale Arzneimittel Tamiflu, das im Rahmen der Schweinegrippe-Pandemie 2009 Berühmtheit erlangte. Tamiflu ist ein Medikament, das sowohl die Übertragung von Influenza-Viren als auch die Stärke der Symptome bei Ausbruch der Krankheit reduzieren sollte. Zahlreiche Länder auf der Welt haben in den 2000er Jahren nicht zuletzt auf Anraten der Weltgesundheitsorganisation WHO grosse Mengen an Tamiflu auf Vorrat gekauft.

ZUR STUDIE BEZUEGLICH DES NUTZENS VON TAMIFLU STELLEN WIR IHNEN FOLGENES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Das Grippe-Medikament

Roche-Megaseller: Tamiflu. Bild: KEYSTONE

Als 2009 die Schweinegrippe-Pandemie ausbrach, brach auch ein regelrechter Tamiflu-Hype aus, denn Tamiflu war damals die einzige vorhandene medizinische Massnahme, um etwas gegen das neuartige Influenzavirus zu unternehmen. In der Folge des globalen Tamiflu-Hypes hat die Tamiflu-Herstellerin Roche bis 2009 mit ihrem Megaseller über 18 Milliarden US-Dollar verdient.

Doch die Sache hatte einen Haken: Die meisten Studien, welche positive Effekte von Tamiflu fanden, waren von Roche selber durchgeführt – und Roche weigerte sich jahrelang, die Rohdaten aus den Studien zu veröffentlichen. Das änderte sich erst 2014, und mit dem nun vollständigen Bild der klinischen Daten zeigte sich: Tamiflu wirkt kaum und hat erhebliche Nebenwirkungen.

Ein noch nie dagewesener Skandal, von dem sich Roche nie erholen sollte – könnte man naiverweise denken. In Tat und Wahrheit hatten die Tamiflu-Lügen keinerlei Konsequenzen für Roche; es gab keine Bussen, geschweige denn ein juristisches Nachspiel. Roche schreibt auch heute noch jedes Jahr Milliardengewinne. Und Tamiflu ist weiterhin auf dem Markt.

Plötzlich zählen Solidarität und Mitgefühl

Was haben wichtige politische Figuren wie Augusto Pinochet, Margaret Thatcher, Ronald Reagan, Bill Clinton, Tony Blair, Gerhard Schröder, George W. Bush, Angela Merkel, Barack Obama, Emmanuel Macron und Boris Johnson gemein? Sie alle verfolgten und verfolgen einen im Grunde ähnlichen Satz an politischen Reformen und Stossrichtungen: Deregulierung, Privatisierung, Steuersenkungen, Abbau des Sozialstaates und Kampf gegen Gewerkschaften. Sie alle betreiben Politik im Zeichen des Neoliberalismus.

Neoliberalismus ist ein Reformprojekt, mit dem ab den 1970er Jahren die Macht des Kapitals nach den «sozialmarktwirtschaftlichen» Nachkriegsjahren, in denen die Interessen der Arbeiterschaft politisch zur Geltung kamen, wieder gestärkt wurde. Die konkreten politischen Massnahmen bilden dabei nur eine Seite der neoliberalen Medaille. Mindestens genauso wichtig ist Neoliberalismus als Ideologie, die wir alle verinnerlicht haben. Und zwar nicht nur, wenn wir über abstrakte Ideen wie Wirtschaft oder Politik reden, sondern auch und vielleicht vor allem, wenn es um unser eigenes Tun und unsere Lebensgestaltung geht. Wir haben alle gelernt, in Kategorien wie «Selbstverantwortung» , «Freiheit» und «Auswahl» zu denken.

Wir alle bewegen uns immer auf einem «Markt» und stehen zu anderen Menschen in einem immerwährenden «Wettbewerb». Wir wollen immer profitieren und gewinnen, weil es ansonsten andere tun und wir schliesslich nicht zu den Verlierern gehören wollen. Jeder ist seines Glückes Schmied; sich auf andere oder gar auf Vater Staat zu verlassen, ist falsch. Die neoliberale Ideologie hat Margaret Thatcher mit ihrem berühmten Diktum «There’s no such thing as society» perfekt auf den Punkt gebracht – so etwas wie eine Gesellschaft gebe es nicht.

Prime Minister Margaret Thatcher addresses the 55th Annual Conservative Women 's Conference at the Barbican Centre in London, May 22, 1985. Her keynote speech was on inflation.(KEYSTONE/EPA/PA/Str)

Margaret Thatcher: «There’s no such thing as society.» Bild: EPA PA

In der Coronavirus-Pandemie merken wir, dass es die Gesellschaft doch gibt. Wir merken, dass wir nicht isolierte Einzelkämpfer sind, die sich gegen andere Egoisten behaupten müssen. Wir sind Teil einer Gemeinschaft, die dann und nur dann funktioniert, wenn wir alle dafür etwas tun. Das Coronavirus ist keine individuelle, sondern eine kollektive Herausforderung, und wir können das Problem nur bewältigen, wenn wir am gleichen Strick ziehen. Die Pandemie bewältigen wir nicht mit Wettbewerb und Konkurrenz, sondern durch Kooperation. Und genau so funktioniert eine gesunde, prosperierende Gesellschaft: Wenn wir gemeinsam anpacken, sind wir alle Gewinner.

Führt die Krise zu tiefgreifendem Wandel?

Die Coronavirus-Pandemie zeigt uns Probleme unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung auf, wie wir sie in ihrer Schärfe nur schwer ignorieren können. Ist das der erste Schritt hin zu einem Wandel, der die Gesellschaft fairer, gerechter und widerstandsfähiger macht? Ist die Krise ein Gelegenheitsfenster für positive Veränderung?

Ganz so einfach wird die Sache nicht. Die kapitalistischen Machtstrukturen in der Gesellschaft sind nämlich nach wie vor intakt. Die Reichen und die Investorenklasse mögen im Zuge der Krise an Reichtum und Kapital verloren haben, aber sie konzentrieren nach wie vor viel Macht und Einfluss auf sich. Politische, kulturelle, wirtschaftliche, zivilgesellschaftliche und journalistische Eliten werden nach wie vor massiv durch die Interessen des Kapitals beeinflusst oder geradezu von diesen gesteuert (wirtschaftsliberale Thinktanks beispielsweise existieren einzig und alleine, um die Interessen des Kapitals ideologisch und politisch zu stärken). Ein Wandel der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ist also schwierig, weil jene, die vom status quo profitieren, faktisch auch über eine ungeheure Veto-Macht verfügen.

Der status quo ist träge. Ganz unverrückbar ist er aber nicht. Die Coronavirus-Krise könnte zur grössten wirtschaftlichen Verwerfung der Nachkriegszeit werden, sodass die Idee, etwas müsse sich verändern, nicht länger als extreme Ansicht linker Spinner angesehen wird.

Vielleicht entsteht im Chaos der Krise eine neue soziale Bewegung, welche sich zum Ziel setzt, das System zugunsten aller zu verändern. Eine Bewegung, die es schafft, die Interessen der Allgemeinheit auf die Agenda politischer, kultureller und wirtschaftlicher Eliten zu bringen. So ein Projekt wäre alles andere als einfach, aber wann sollen wir positiven Wandel wagen, wenn nicht in Zeiten des Umbruchs?

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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