Wirtschaft
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Ueli Maurer Buch

Bild: watson/keystone

Analyse

Warum Ueli Maurer dieses Buch lesen sollte (und ja, du auch)

Die amerikanische Ökonomin Stephanie Kelton hat mit «The Deficit Myth» das bisher wohl eindrücklichste Buch über die Modern Monetary Theory vorgelegt. Es handelt sich dabei um eine verständliche Darstellung über eine neue Denkweise, die bei Wissenschaftlern und Politikern immer mehr an Bedeutung gewinnt.



Ausgerechnet Boris Johnson. Der britische Premierminister hat kürzlich erklärt, es gehe jetzt darum, «zu bauen, zu bauen, und nochmals zu bauen», und zwar ohne Rücksicht auf allfällige Staatsdefizite. Bei orthodoxen Ökonomen bricht der kalte Angstschweiss aus. Der politische Enkel von Margaret Thatcher wirft damit alles über Bord, was ihnen heilig ist.

Wie hatte doch die in konservativen Kreisen heute noch hoch verehrte Eiserne Lady einst postuliert:

«Der Staat hat keine andere Geldquelle als die normalen Menschen, die ihren Unterhalt selbst verdienen müssen. Will der Staat daher mehr Geld ausgeben, kann er es nur tun, wenn er mehr Geld borgt oder die Steuern erhöht.»

Dieses Prinzip galt lange als alternativlos. Nur Charakterlumpen würden es wagen, dagegen zu verstossen, sind doch die vermeintlichen Folgen schrecklich: Die Staatsschulden wachsen in den Himmel, unsere Kinder werden unter dieser Last ächzen, unsere Altersvorsorge wird zusammenbrechen – und eine Hyperinflation wird unseren Wohlstand zerstören.

FILE - In this Monday June 29, 2009 file photo, former British Prime Minister Margaret Thatcher waves to members of the media following her return home from hospital suffering from a broken arm, in central London. Britain is abuzz with U.S. presidential candidate Jeb Bush's suggestion that Margaret Thatcher should grace the new $10 bill. (AP Photo/Lefteris Pitarakis, File)

Hat die Hausfrauen-Regel postuliert: Margaret Thatcher. Bild: ap/AP

All dies soll jetzt nicht mehr gelten. Das zumindest behaupten die Vertreter der Modern Monetary Theory (MMT), einer volkswirtschaftlichen Denkweise, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Selbst die deutschen Sparonkel haben ihre schwarze Null – die Doktrin des ausgeglichenen Staatshaushalts – über Bord geworfen und bekämpfen die Folgen der Coronakrise mit einem üppigen Hilfspaket, ohne Rücksicht auf rote Zahlen.

Zeit also, dass sich auch wir Laien uns mit der MMT befassen. Zum Glück hat die amerikanische Ökonomin Stephanie Kelton genau zum richtigen Zeitpunkt das perfekte Buch dazu geschrieben. Es trägt den Titel «The Deficit Myth» und dürfte eines der am besten geschriebenen Sachbücher der letzten Zeit sein.

Das Prinzip

Wer die MMT verstehen will, muss zuerst das traditionelle Defizit-Verständnis, wie es Thatcher formuliert hat, vom Kopf auf die Füsse stellen. Diese Hürde zu überspringen, fällt den meisten Menschen unendlich schwer. Versuchen wir es trotzdem:

Thatchers Denkweise lässt sich in einer Formel wie folgt zusammenfassen: Steuern und Staatsanleihen bestimmen die Staatsausgaben. Das scheint völlig einleuchtend zu sein, denn genauso funktionieren wir als Privatmenschen oder als Unternehmer.

Dieses Verständnis des Staatshaushaltes ist in der modernen Gesellschaft obsolet geworden. Bevor du weiterliest, wiederhole deshalb laut und deutlich zehnmal den Satz: «Der Staat ist kein Privathaushalt». Vergiss auch das beliebte Sprichwort: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das ist prima für dich privat. Für den Staat jedoch gelten andere Gesetzmässigkeiten.

Stephanie Kelton (September 2012)
Von ModernMoneyNetwork - Diese Datei ist ein Ausschnitt aus einer anderen Datei: Stephanie Kelton 2012.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39129996

Hat ein brillantes Buch geschrieben: Stephanie Kelton. Bild: Wikimedia/ModernMoneyNetwork

So, weiter geht’s. Der Staat kann im Verbund mit der Notenbank sein Geld produzieren. Er braucht dafür weder Steuern noch Staatsanleihen. Weshalb? Ganz einfach: Der Staat kann sich seine Franken selber besorgen. Er ist der Hersteller seiner eigenen Währung. Wir hingegen benützen diese Währung bloss. Als Benützer sollten wir auch nicht versuchen, es dem Staat gleich zu tun. Wer Geld fälscht, landet meist im Gefängnis.

Als Hersteller kann der Staat zumindest theoretisch beliebig viel Geld in der eigenen Währung produzieren. Er kann daher ganz anders vorgehen als die oben erwähnte Thatcher-Formel. Der Staat kann bestimmen, was er produzieren will, und sich danach via Notenbank das Geld beschaffen.

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Die Milliarden für die Hilfe in der Coronakrise hat der Bundesrat nicht aus einem Kässeli geholt. Er musste das Geld auch nicht mühsam zusammenkratzen und brauchte weder die Steuern zu erhöhen noch Anleihen herauszugeben. Er muss bloss die Nationalbank anweisen, entsprechende Konten zu mandatieren. Eh voilà.

Wenn dies so ist, drängt sich die Frage auf:

Weshalb gibt es überhaupt Steuern und Staatsanleihen?

Menschen brauchen Anreize. Mit den Steuern hält uns der Staat zur Arbeit an. Wir brauchen sein Geld, damit wir die Steuern bezahlen können. «Ohne Steuern würde das System nicht funktionieren, aber es gibt keinen Grund zur Annahme, die Regierung müsste die Steuern erhöhen, wenn sie in die Volkswirtschaft investieren will», hält Kelton fest.

Gleichzeitig sind Steuern hilfreich, die wachsende Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen zu glätten. Eine Gesellschaft, bei der eine schmale Elite den grössten Teil des Wohlstandes besitzt, wird instabil. Trotzdem ist die bei den Linken beliebte Robin-Hood-Steuerthese ein Irrtum. Der Staat muss nicht bei den Reichen holen, um die Armen zu finanzieren. Er hat die Notenbank.

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Überflüssig: Robin Hood. Bild: comments://813175688/529523

Schliesslich sind Steuern das entscheidende Instrument im Kampf gegen die Inflation. Aber davon später mehr.

Was ist mit den Staatsanleihen? Normalerweise schafft der Staat seinen Bürgern damit eine Möglichkeit, gespartes Geld zinsbringend anzulegen – im Zeitalter der Negativzinsen ist allerdings nicht viel zu holen. Darauf angewiesen ist der Staat jedoch nicht. Als Hersteller kann er seine Schulden jederzeit tilgen.

Oder er kann sie via Notenbank zurückkaufen, wie dies etwa Japan tut. Mehr als die Hälfte aller japanischen Staatsanleihen sind mittlerweile im Besitz der Bank of Japan. Überspitzt formuliert kann man daher sagen: Der japanische Staat ist gleichzeitig Schuldner und Gläubiger.

Damit sind wir bei des Pudels Kern angekommen:

Was ist mit der Inflation?

Auch als Hersteller kann der Staat nicht bedenken- und schrankenlos Geld drucken. MMT nimmt die Inflation sehr ernst. Kelton betont ausdrücklich:

«Das Inflationsrisiko zu managen, ist die kritische Herausforderung. Mehr noch als jede andere ökonomische Theorie setzt die MMT Inflation ins Zentrum der Debatte über die Grenzen der Ausgaben. Sie offeriert auch eine breitere und raffinierte Palette von Techniken, um die Inflation in den Griff zu bekommen.»

Das Phänomen der Inflation tritt gemäss Milton Friedman, dem Übervater des Neoliberalismus, dann ein, wenn zu viel Geld zu wenig Gütern und Dienstleistungen hinterher jagt. Produzieren Staat und Notenbank zu viel Geld, ist dies der Fall.

Die traditionelle Ökonomie will dieses Phänomen mit einer grausamen Methode verhindern. In der Fachsprache nennt man es «inflationsfreie Arbeitslosigkeit». In der Praxis bedeutet es, dass die Notenbank mit ihrer Geldpolitik stets bewusst eine niedrige Arbeitslosigkeit in Kauf nimmt. Damit soll verhindert werden, dass wegen des Mangels an Arbeitskräften die Löhne steigen und so die Teuerung via einer Lohn-Preis-Spirale Fahrt aufnehmen kann.

16583 - Dr. Milton Friedman of the University of Chicago, who won the 1976 Nobel Prize for economics, is a recognized leader of the conservative Chicago School of Economics, shown Nov. 29, 1976. He is associated with laissez-faire, or hands-off policy toward business and trade. (AP Photo/Eddie Adams)

Vater des Monetarismus: Milton Friedman. Bild: AP NY

Die MMT hingegen setzt nicht auf die Notenbank, sondern auf den Fiskus. Herrscht Vollbeschäftigung und droht die Wirtschaft zu überhitzen, dann werden die Steuern erhöht. Die Regulierung des Wirtschaftswachstum erfolgt damit nicht über Leitzinsen oder eine künstlich erzeugte Arbeitslosigkeit, sondern via Steuern.

Arbeitslosigkeit ist im MMT-System ohnehin nicht vorgesehen. Der Staat garantiert, dass jeder willige Arbeitnehmer einen Job mit einen anständigen Mindestlohn erhält. Diese werden vom Staat finanziert, jedoch regional verwaltet. Kelton vergleicht diese Job-Garantie mit Stossdämpfern eines Autos. Sie lindern die Schläge, wenn die Strasse voller Schlaglöcher ist.

Die staatlich garantierten Jobs sind jedoch nicht als sinnlose Beschäftigungstherapie gedacht. Kelton betont:

«All diese Jobs sollten sich am übergeordneten Ziel orientieren: einer Pflegewirtschaft. Wir leben in einer Gesellschaft mit älter werdenden Menschen und befinden uns mitten in einer Klimakrise. Es gibt also mehr als genug zu tun.»

Und was ist nun mit den Staatsschulden?

Staatsschulden sind eine Geissel der Menschheit. Sie sind auch ein Überbleibsel aus einer vergangenen Epoche. Solange Währungen an Gold gebunden waren, war mit Staatsschulden tatsächlich nicht zu spassen. Im schlimmsten Fall musste die Notenbank ihre Goldreserven verhökern, um die Währung zu stützen.

Bis zu Beginn der Siebzigerjahre war auch der Schweizer Franken via Dollar im Rahmen des sogenannten Bretton-Woods-Abkommens indirekt an den Goldstandard gebunden. Dann hob der damalige US-Präsident Richard Nixon das amerikanische Versprechen auf, jederzeit Dollar zu einem fixen Preis gegen Gold einzutauschen. Seither leben wir mit Fiat-Money, Währungen, welche die Notenbanken aus der Luft erzeugen können.

Die neue Freiheit des Fiat-Money wird jedoch nicht genutzt. Kelton drückt es wie folgt aus:

«Obwohl das Bretton-Woods-Abkommen mit seinen fixen Wechselkursen zusammengebrochen ist, beherrscht der Goldstandard immer noch unser Denken und unseren Diskurs über die Handelspolitik.»

In der Schweiz sind wir nicht nur stolz auf den Goldschatz der Nationalbank, wir haben auch eine Schuldenbremse eingeführt, um zu verhindern, dass die Schatzschulden zu rasch in die Höhe schiessen. In den letzten Jahren war sie überflüssig. Der Staat hat regelmässig Überschüsse erzielt und damit Schulden getilgt. Doch ist dies ökonomisch gesehen auch sinnvoll?

Nein, sagt die MMT. Im Gegenteil. Die Logik dahinter ist simpel: Des einen Schulden sind des anderen Guthaben. Wenn sich der Staat verschuldet, dann verschafft er seinen Bürgern die Möglichkeit, Wohlstand zu bunkern. Tilgt er seine Schulden, hungert er seine Bürger langfristig aus.

Um die Inflation im Griff zu halten, darf sich der Staat jedoch nicht ungebremst verschulden. «Meistens braucht unsere Volkswirtschaft die Unterstützung eines Staatsdefizits, um die Dinge in der Balance zu halten», so Kelton. «Der Trick besteht darin, das Defizit weder zu gross noch zu klein werden zu lassen.»

Für die weit verbreitete Denkweise, Staatsschulden würden der Wirtschaft schaden, gibt es jedoch keine Beweise. Die Notenbanken können jederzeit ein sogenanntes «Crowding Out» – hohe Zinsen, die sich nur der Staat leisten kann – verhindern. Das zeigt das Beispiel von Japan. (Die technischen Details dazu ersparen wir uns. Wer es genau wissen will, kann gerne «managing the curve» googeln.)

epa08508210 Visitors enjoy viewing ajisai, or hydrangeas at Toshimaen amusement park in Tokyo, Japan, 25 June 2020, while the city continues marking high numbers of newly infected people to the COVID-19 coronavirus after Tokyo metropolitan government lifted an alert. Toshimaen amusement park reopened on 16 June 2020 after a three-month closeure due to the coronavirus pandemic. Hydrangeas are now at their best in rainy season in Japan. About 150 varieties and 10,000 hydrangea plants are planted at the park, which will be closed on 31 August 2020.  EPA/KIMIMASA MAYAMA

Besucherinnen in einem Freizeitpark in Tokio. Die Japaner leben bestens mit sehr hohen Staatsschulden. Bild: keystone

Das Beispiel Japan zeigt auch, dass hohe Staatsschulden nicht zu einem Staatsbankrott führen. Nochmals: Ein souveräner Staat mit einer eigenen Währung kann niemals pleite gehen. Solange seine Wirtschaft Güter und Dienstleistungen produziert, die begehrt sind, muss er wegen hohen Staatsschulden auch keine Wohlstandseinbussen hinnehmen.

Die Japaner gehören trotz extrem hoher Staatsschulden zu den wohlhabendsten Menschen auf diesem Planeten. Unzählige Spekulanten, die auf einen japanischen Staatsbankrott gewettet haben, sind ihrerseits bankrott gegangen. Japanische Staatsanleihen haben deshalb den Übernamen «Witwenmacher» erhalten.

Schliesslich: Was ist mit dem Sozialstaat?

Wie oft ist dir schon vorgerechnet worden, wie viele Junge wie viele Alte durchfüttern müssen? Wie oft haben dir jungfreisinnige Eiferer vorgejammert, die AHV sei bald einmal pleite? Vergiss es. Solange die AHV-Pension in Schweizer Franken ausbezahlt wird, solange wird die AHV nicht pleite gehen. Pensionskassen sind eine andere Geschichte. Sie können ihre Franken nicht selber drucken. Der Bund hingegen kann die AHV jederzeit alimentieren.

Du glaubst das nicht? Stephanie Kelton führt einen über jeden Zweifel erhabenen Zeugen dafür an: Alan Greenspan, den ehemaligen Präsidenten der US-Notenbank.

Former U.S. Federal Reserve Board Chairman Alan Greenspan reacts during a question and answer session at the National Association for Business Economics Policy Conference in Arlington, Virginia February 24, 2014.      REUTERS/Gary Cameron  (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)

Unverdächtiger Zeuge: Ex-Fed-Präsident Alan Greenspan. Bild: X00044

Zuerst die Vorgeschichte. Paul Ryan, eine amerikanische Ausgabe von Hilfe-die-AHV-ist-pleite-Politiker, war ein bedeutender Abgeordneter der Republikaner. Er hat einst Greenspan zu einem Hearing in den Kongress geladen, in der Absicht, dass dieser seine Befürchtungen bestätigen würde.

«Glauben Sie auch, dass die Social Security (die US-Version der AHV) bald nicht mehr zu finanzieren ist?», wollte Ryan von Greenspan wissen. Dessen Antwort war gar nicht nach dem Geschmack des Politikers:

«Das würde ich nicht sagen», führte Greenspan aus. «Solange die Regierung so viel Geld drucken kann, wie sie will, und damit Rechnungen bezahlt, ist das System sicher.»

Heisst dies auch, dass wir die AHV-Renten beliebig erhöhen könnten? Nein. Damit würden wir die Inflationsgeister wecken und die reale Wirtschaft überfordern. Aber es heisst, dass die AHV-Renten gesichert sind. Und es heisst schliesslich, dass es keine gute Idee wäre, die AHV zu privatisieren.

Ist die MMT nun die neue Wunderwaffe?

Geldpolitik hat eine gefährliche Seite. Wie Kardinäle darüber streiten, ob Marias unbefleckte Empfängnis wörtlich oder symbolisch zu verstehen sei, streiten sich Ökonomen über Geldmengen und Leitzinsen. In der Regel nicht auf Lateinisch, aber in einer ebenso unverständlichen Fachsprache. Und ebenso leidenschaftlich. Wer die Grundsätze der klassischen Ökonomie in Frage stellt – etwa die Unabhängigkeit der Notenbanken – dem droht zumindest symbolisch der Scheiterhaufen.

Genau dies tut die MMT, und genau deswegen ist sie bei den etablierten Ökonomen verhasst, auch den Linken. Einer der heftigsten Kritiker der MMT ist Paul Krugman, linksliberaler Vorzeige-Ökonom und Nobelpreisträger.

epa05225318 US economist and Nobel Prize winner Paul Krugman reacts to questions from journalists after his meeting with Japanese Prime Minister Shinzo Abe at Abe's official residence in Tokyo, Japan, 22 March 2016. Paul Krugman participated in a meeting on international financial economy with top Japanese governmental officials.  EPA/FRANCK ROBICHON / POOL

Linker MMT-Kritiker: Paul Krugman. Bild: EPA/EPA POOL

Die MMT will die gängigen Vorstellungen entzaubern. Sie erhebt jedoch keinen Anspruch darauf, selbst zu einer Sekte zu werden. Energisch betont Kelton:

«Die MMT ist keine Religion, und sie ist auch nicht auf der Suche nach Jüngern, die ihrem Glauben folgen. Was sie offeriert, ist eine realistische Beschreibung, wie moderne Fiat-Währungen funktionieren, verbunden mit einigen Ideen, wie man die öffentliche Politik verbessern könnte.»

Die MMT ist auch keine Wunderwaffe, die alle unsere Probleme lösen kann. Genau wie alle anderen Theorien muss sie den jeweiligen Umständen angepasst werden, und genau wie bei anderen Theorien wird es dabei zu Fehlern kommen.

Das grosse Verdient der MMT liegt darin, dass sie uns ermächtigt, neu zu denken und Dinge in Frage zu stellen, die bisher als selbstverständlich oder gar als unantastbar galten. Beispiel: Ist es nicht idiotisch, wenn wir uns in der Schweiz bereits jetzt fragen, wie wir die Corona-Hilfen bezahlen sollen? Wie sinnvoll ist eine Schuldenbremse? Ist eine unabhängige Nationalbank noch zeitgemäss?

Das grösste Verdienst der MMT liegt jedoch darin, dass sie aufzeigt, wie wir der grössten Bedrohung der Menschheit entgegentreten können: der Klimaerwärmung. Niemand, dessen IQ grösser als seine Schuhnummer ist, bestreitet heute noch, dass wir unsere Wirtschaft und Gesellschaft radikal dekarbonisieren müssen, um eine Katastrophe zu verhindern.

«Aber wie sollen wir das finanzieren?», jammern die Ökonomen-Kardinäle. Die MMT zeigt, dass diese Bedenken fehl am Platz sind. In Notsituationen können wir uns akademische Schulden-Diskussionen nicht leisten. Das war in den beiden Weltkriegen der Fall. Nun sind wir wieder in einer Notsituation. Daher ist das MMT-Denken wie einst Thatchers Hausfrauen-Formel alternativlos geworden – zumindest vorübergehend.

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167Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • der_senf_istda 06.07.2020 08:28
    Highlight Highlight MMT tönt schick und öffnet die Schatule um allerlei Träume zu erfüllen. Die Kern-Kritik kann sie jedoch nicht ausräumen, nämlich die hohe Gefahr für Hyper-Inflation. Eine Nationalbank in den Händen der Politik, führt zangsläufig zu unbändigem Ausgabenwachstum. Wenn die Inflation einsetzt, ist es bereits zu spät und es bleibt nur die schmerzhafte Erhöhung der Leitzinsen, mit allen negativen Folgen.
  • Pascal Limacher (1) 05.07.2020 21:23
    Highlight Highlight Der Schwachpunkt der MMT dürfte der Mensch sein: Höhere Steuern schmerzen direkt im Portemonaie, während übermässig Geld fabrizieren durchaus Spass machen kann ;-) Aus ähnlichen Gründen hat der Kommunismus nie funktioniert, obwohl das Konzept nett gedacht war. Wir Menschen müssen uns irgendwie immer selbst disziplinieren, dass es klappt.
  • StGb Art. 258 @ Bundesrat 05.07.2020 20:23
    Highlight Highlight Erzählt den Leuten man könne folgenlos Geld drucken - das stimmt - für den Staat.
    Für die "Insassen" die dann durch Schulden praktisch zu Leibeigenen werden hingegen...
    (Jeder Schweizer hat hezte mit Geburt schon 30'000+ Staatsschulden - toll)
  • StGb Art. 258 @ Bundesrat 05.07.2020 20:21
    Highlight Highlight "Modern Monetary Theory"
    Wusstet ihr nicht was das auf deutsch heisst (es wäre nicht sooo schwierig gewesen), oder wieso bleibts unübersetzt?
    • Grubinski 06.07.2020 08:21
      Highlight Highlight Na dann schiess los, nicht-mehr-so-stillerMitleser.
  • Luca89 05.07.2020 18:20
    Highlight Highlight Würde man bei der Inflation mal die Aktienpreise und die Häuserpreise einrechnen, sieht es anders auch. Das Prinzip: Notenbanken Unternehmen alles um Rezessionen zu verhindern, damit die Politiker wiedergewählt werden. So viel zur Unabhängigkeit der Notenbank. Enteignet werden die Bürger, die keine vernünftige Anlagevariante mehr haben.
    Es ist eine Frage der Zeit bis das mal Hops geht wie jedes Schneeball System.
    • namib 05.07.2020 22:10
      Highlight Highlight Das ist genau der Punkt, der bei der MMT nicht aufgeht. Kelton sagt ja selber, dass die Gesellschaft instabil wird, sobald die Schere zu weit aufgeht. Wenn man die Nachrichten über Volksproteste und politische Polarisierung der vergangenen Jahre betrachtet, dann sind wir wohl mitten drin: Die MMT wird grandios scheitern, sobald genügend Menschen feststellen, dass ihr Geld tatsächlich entwertet wurde🤷🏻‍♂️
  • Antichrist 05.07.2020 17:33
    Highlight Highlight Wenn man unbeschränkt Geld drucken kann, kann man auch das Geld abschaffen. Alles ist gratis, niemand muss arbeiten. Keine Kriminalität mehr. Was will man mehr.
    • Heb dä Latz! 05.07.2020 21:15
      Highlight Highlight Ich will trotzdem dazu meine bereits einbezahlte Rente, in diesem Fall vorauswirkend und ab sofort.
    • the Wanderer 06.07.2020 00:31
      Highlight Highlight @Häb dä Latz!

      Du willst deine Rente vorauswirckend, Blocher will seine Rente rückwirkend... oh man, das gibt ein schönes Chaos...
  • Sarkasmusdetektor 05.07.2020 16:33
    Highlight Highlight Spannende Theorie, zumal die alten Methoden heute keine Antworten mehr liefern können. Bin aber trotzdem etwas skeptisch, ob das mit der Inflationsbekämpfung klappt. Schon jetzt muss das viele Geld ja irgendwo hin. Die Periode für Alltagsgüter scheinen zwar stabil, aber die Preise von Immobilien in guter Lage und auch von vielen Aktien bewegen sich jenseits jeglicher Vernunft. Ob das wirklich so viel besser ist...
  • Quo Vadis 05.07.2020 14:58
    Highlight Highlight «Das würde ich nicht sagen», führte Greenspan aus. «Solange die Regierung so viel Geld drucken kann, wie sie will, und damit Rechnungen bezahlt, ist das System sicher.»

    Passend eine andere Quote dazu:

    “I know you think you understand what you thought I said but I'm not sure you realize that what you heard is not what I meant” (Alan Greenspan)
  • Abendländer 05.07.2020 13:47
    Highlight Highlight Kann es sein dass die Gesellschaft nun total verblödet ist?
    • Ueli der Knecht 05.07.2020 16:33
      Highlight Highlight Verblödet war sie doch schon immer, mmh?

      Es gibt zwei Sorten von Blöden: Die einen merken es, und die anderen merken es nicht. Aber die Menschen war schon seit jeher blöd.
  • Horobar 05.07.2020 13:42
    Highlight Highlight Ein wenig Offtopic, geht aber in eine ähnliche Richtung.

    Vor kurzem wurde ich auf eine Gedankenumkehr bezüglich Lohn aufmerksam gemacht.
    Und zwar wird ja meistens davon ausgegangen, dass wir arbeiten gehen um Lohn zu bekommen. Der Umkehrschluss ist aber genauso essentiell, wir müssen Lohn bekommen, um überhaupt arbeiten zu können. Ein Eigenversorger braucht kein Lohn. Es ist wichtig, solche Gedanken zu durchdringen, den wir hängen zu vielen ökonomischem Mythen nach.
  • Thomas Oetjen 05.07.2020 12:25
    Highlight Highlight Ich vermute, Christoph Blocher hat deinem Artikel gelesen und dann beschlossen seine Rente einzufordern.
  • Ohniznachtisbett 05.07.2020 11:11
    Highlight Highlight Das ist doch alter Wein in neuen Schläuchen. Klar kann der Staat Geld drucken. Jederzeit und soviel er will. Nur: Der neue Goldstandard ist halt die Wirtschaftsleistung. Werden weniger Güter und Dienstleistungen angeboten als neues Geld in Umlauf gebracht, führt das zu Inflation. Dieser Grat ist unglaublich schmal. Inflation ist nur die perfidere Version, die Bürger zu enteignen als Steuererhöhungen.
  • Bruno Wüthrich 05.07.2020 09:57
    Highlight Highlight Ich habe noch keinerlei Überblick darüber, was MMT alles bedeuten könnte. Doch das Beispiel mit der AHV leuchtet mir ein.

    Wenn wir das System beibehalten und die Renten (ausser vielleicht einem realen Teuerungsausgleich) nicht erhöhen, weshalb sollte uns da ein Defizit stören. Wenn wir das Defizit über die Notenpresse finanzieren, passiert doch nichts.

    Die Frage ist doch nur, inwieweit dies in anderen Bereichen ebenfalls funktioniert, und wo wir besser die Finger davon lassen.
  • Bruno Wüthrich 05.07.2020 09:42
    Highlight Highlight Das ist starker Tobak, der uns da offeriert wird. Und es ist viel auf einmal, das zuerst verstanden werden muss (auch von mir), bevor ein Urteil abgegeben werden kann. Ich selbst bin ja kein Ökonom. Viele von uns ebenfalls nicht. Was wir hier zu lesen bekommen, tönt sehr verlockend.

    Allerdings war mir eines immer klar: dass das Märchen von den Schulden, die unsere Nachkommen drücken werden, eben nur ein Märchen ist.

    Wichtig ist doch, dass den Schulden, die wir hinterlassen, auch entsprechende Werte gegenüberstehen, deren Nutzen höher sein sollte, als die Zinsen die wir dafür zahlen.
    • Ueli der Knecht 05.07.2020 14:28
      Highlight Highlight "Wichtig ist doch, dass den Schulden, die wir hinterlassen, auch entsprechende Werte gegenüberstehen, deren Nutzen höher sein sollte, als die Zinsen die wir dafür zahlen."

      Das ist ein Schwanzbeisser. Denn wenn man beliebig Geld drucken kann, dann ist es natürlich ziemlich billig, sprich: Man muss es den Leuten hinterherwerfen und den Banken sogar noch was was bezahlen, damit sie es horten. Insofern müssen den Schulden keine gewinnbringende Werte mehr gegenüber stehen, sondern man darf auch drauf zahlen.

      Haben die letzten 10 Jahre die öffentlichen Werte der Schweiz wirklich 50% Wert gewonnen?
    • Sälüzäme 05.07.2020 15:43
      Highlight Highlight "Wichtig ist doch, dass den Schulden, die wir hinterlassen, auch entsprechende Werte gegenüberstehen, deren Nutzen höher sein sollte, als die Zinsen die wir dafür zahlen."
      Definieren Sie Schulden in reiner Geldform geht die Rechnung auf, den Zinsen sind flexibel und manipulierbar. Wir hinterlassen aber auch Sach-, Umwelt- und Sozialschulden, die Zinsen dafür sind nicht definiert und können nicht manipuliert werden. Niemand kann heute voraussagen, wie Klimaveränderung, Umweltzerstörung und Resourcenverbrauch sich aufs Soziale auswirken wird. Generationenkonflikt, Krieg, Armut, Flüchtlinge usw.
  • Ökonometriker 05.07.2020 09:02
    Highlight Highlight Natürlich gibt es Beweise, dass Staatsschulden schaden. Wurde schon hunderte Male empirisch erwiesen.

    Ist ja auch intuitiv klar: wenn ein Volk 100 Franken gespart hat und der Staat 50 Franken Schulden hat, bleiben eben nur noch 50 Franken um zu investieren und z.B. Werkzeuge zu kaufen.

    Mal schauen wie viele Politiker MMT noch gut finden, wenn die Zinsen wieder steigen. Das kann schnell gehen: wenn z.B. der Trade War eskaliert und China nicht mehr alles billig für uns baut, kommt die Inflation ganz ganz schnell wieder zurück in den Westen.
  • Hans Jürg 05.07.2020 08:37
    Highlight Highlight Der Bundes-Ueli macht nicht den Eindruck, dass er Sachbücher liest. Dazu hat er einfach "kei Luscht".

    Damit er es zur Kenntnis nehmen würde, müsste erst dieser alte verbitterte Mann aus Herrliberg es für gut befinden und Ueli befehlen, die Zusammenfassung zu lesen.

    Dieser alte verbitterte Mann in Herrliberg hat aber im moment andere Sorgen: Seine Partei steht mit einer völlig hirnrissigen und selbstmörderischen Initiative vor einer historischen Niederlage. Und offenbar hat dieser alte verbitterte Mann eh einen Zacken ab. Der fordert doch glatt etwas, auf das er grossspurig verzichtet hat.
  • Nathan der Weise 05.07.2020 08:33
    Highlight Highlight Der Grundansatz mag stimmen (der Staat kann nicht pleite gehen) ABER, dieses System muss auch viele Dinge erfüllen die schwierig zu kontrollieren sind oder Abhängigkeit zu anderen Staaten welche in den den totalen Abgrund führen können. Der Autor lobt Japan (ABE-nomics) es gibt auch andere Staaten die das Versucht haben und scheitern. Südamerikanische Länder, Italien z.B . Durch das Geld Drucken wird die eigene Währung enorm abgewertet. Es muss daher auch etwas verkauft werden (Export) um Stabilität im Geldfluss zu halten
  • Der Rückbauer 05.07.2020 08:15
    Highlight Highlight MMT ist eine unverantwortliche Theorie, das Buch ein unverantwortliches Buch, eine Irrlehre sondergleichen.
    Genau diese abstruse Theorie macht die Reichen immer reicher und die Fleissigen immer ärmer. Das Schneeballkreditbetrugsgeld wirkt nur deshalb nicht inflationär, weil es unten, in der Realwirtschaft nicht ankommt. Wir haben eine riesige Inflation. Nicht unten im LIK, sondern in den Immobilien und Aktien!
    Meidet das Buch, es ist Schrott! Denkt an die 500-Milliarden-Mark-Banknote. Aber damals haben die MMTler noch nicht einmal in die Windeln geschissen.
    • MacB 05.07.2020 16:39
      Highlight Highlight Etwas anmassend, nicht?
  • bebby 05.07.2020 07:10
    Highlight Highlight Noch zu Japan: in Japan wird die Staatsverschuldung praktisch zu 100% vom Inland gehalten und davon zur Hälfte durch die Zentralbank. Das dies auf die Länge nicht funktioniert, ist offensichtlich.
  • rodolofo 05.07.2020 07:09
    Highlight Highlight Ich bin da letzthin auf einen interessanten und lehrreichen Beitrag zum Thema Notenbank und Geld drucken gestossen:
    Play Icon

    Quintessenz:
    Ganz so einfach ist das mit dem Schulden machen also nicht!
    Wenn dem kreierten Geld keine solide und nachhaltige Realwirtschaft gegenüber steht, also in die Zukunft gerichtete AKTIVEN gegenüber den (Notzeiten überbrückenden) Passiven, dann landen wir in der Hyper-Inflation und im Bankrott!
    Darum ist ja der "Green New Deal" jetzt so wichtig!
    NICHT alte, fossil, atomar und zentral betriebene Riesen-Kolosse am Leben erhalten!
  • bebby 05.07.2020 06:54
    Highlight Highlight Das funktioniert nur, solange das Vertrauen in eine Papierwährung da ist. Wenn es weg ist, dann ist das Geld über Nacht wertlos.
    Das war schon immer so und es gibt auch hier kein this time is different.
  • u.s. 05.07.2020 02:23
    Highlight Highlight Hauptsache, der dekadente und arrogante Typ läuft mir nie mehr über den Weg.
    Benutzer Bild
  • Florotor 04.07.2020 23:46
    Highlight Highlight Besonderen Dank für die explizite und konzis "ökonomische" Darstellung einer zentralen These der MMT.

    Es wäre cool, Watson böte immer dieses Niveau, das auch die Kommentarspalte spiegelt, wo selten so fundiert debattiert wird. Das war nicht nur für mein Denkorgan nahrhaftes Futter. Und ja, verdammt, Kelton ist jetzt Pflicht.

    Mir hat zuletzt Maja Göpel aus dem Herz gesprochen. Sie ist Ökonomin von scheint's einigem Ruf, aber vor allem verdammt smart, und hat etwas dazu zu sagen, wie die Ökologie in eine ökonomische Theorie einzubauen ist: "Unsere Welt neu denken".

    Ökonominnen an die Front!
  • reffx 04.07.2020 22:08
    Highlight Highlight Kleiner Denkanstoss:
    Geld ist ein relatives Gut. Wer bekommt das Einfamilienhaus? Derjenige, der am meisten Zahlen kann, unabhängig vom Betrag.
    Ein Reicher hat 100 Mia. auf dem Konto, macht aber nichts damit. Einfluss auf die Realwirtschaft? Keinen.
    Es werden durch die Geldpresse Milliarden in Sozialsysteme gepumt: Jeder hat mehr Geld, das auch in der Realwirtschaft landet: Inflation. Bestrafung des Sparers.
  • Hansi Meier 04.07.2020 21:33
    Highlight Highlight Erklär das doch den Argentiniern - gefühlte 10x Pleite in den letzten 10 Jahren trotz eigener Währung und souveränem Staat. Wenn dir niemand mehr traut, bringt alles nichts!
    • Bruno Wüthrich 05.07.2020 09:47
      Highlight Highlight Argentinien hat seine Schulden eben nicht in seiner Landeswährung gemacht, sondern in Dollar. Darum nützt es Argentinien jetzt auch nichts, eigene Landeswährung zu drucken, weil niemand diese zur Schuldentilgung akzeptieren würde.

      Wenn Argentinien zusätzliches Geld druckt, heizt es damit lediglich die Inflation im eigenen Land an.
    • Hansi Meier 05.07.2020 22:07
      Highlight Highlight @ Wütherich: klar, das meine ich - das Schneeballsystem wirkt nur 1x. Wenn ich heute mit Franken bezahlen will, aber der Ölhändler (oder wer auch immer) davon ausgeht, dass ich unendlich viele Franken drucken werde, wird er keine Fränkli mehr akzeptieren sondern Dollar.
  • De-Saint-Ex 04.07.2020 20:06
    Highlight Highlight Bin erstaunt, wie viele Spezialisten in Volkswirtschaft hier unterwegs sind. Ich bin keiner und werde das Buch interessiert lesen und mir danach ein immer noch nur leicht erhellteres Bild machen können (so hoffe ich zumindest). Was ich aus bisherigen Diskussionen über diese Thematik mitbekommen habe ist, dass es die eine „Wahrheit“ nicht gibt. Nur weil sich ein System (auf welchem Gebiet auch immer) mal durchgesetzt hat, sollte dieses nicht als sakrosankt alternativlos angesehen werden. Bin auf die Lektüre gespannt.
    • schefti 05.07.2020 05:43
      Highlight Highlight Die Frau braucht ein ganzes Buch um ihre Ansicht zu erklären! Unwahrscheinlich das wir das in wenigen Sätzen besser können 😎😜😎
  • solo31 04.07.2020 20:03
    Highlight Highlight Dass wir unseren Planeten am zerstören sind, ist unbestritten, dafür aber CO2 als Sündenbock hinzustellen ist fatal, hatten wir historisch auf der Erde doch weit höhere Werte, welche keinen Kollaps ausgelöst haben. Wir haben den Schuldigen noch nicht gefunden und jetzt wird an der falschen Front gekämpft. Stichwort Kausalität ist nicht Korrelation, vielleicht mal drüber nachdenken, Mr high IQ Löpfe.
    • RicoH 04.07.2020 21:10
      Highlight Highlight Erklär uns jetzt noch bitte, warum CO2 nicht Auslöser sein soll. Ich bin gespannt, weil sich praktisch alle Wissenschaftler darüber einig sind.
    • Mophisto 05.07.2020 08:07
      Highlight Highlight @solo31 das Problem ist nicht der höhere CO2 Gehalt an sich sondern die starke Veränderung in kurzer Zeit und die hohe Abhängigkeit der Menschen von diesem System. Kleine Veränderungen am System können grosse Auswirkungen auf uns haben. Auftauen des Permafrostbodens, ein Beispiel unter zahlreichen.
    • Sälüzäme 05.07.2020 16:07
      Highlight Highlight Die Natur "produziert" 200 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr, der Mensch 34 Milliarden Tonnen pro Jahr, macht Faktor 170 mal mehr. Bei diesen Zahlen müssen wir nicht mehr das Haar in der Suppe suchen sondern handeln ist angesagt, je schneller desto besser, nicht nur für die zukünftigen Generationen. Dekarbonisierung heisst die Devise, zumal wir auf den Rohstoff Öl für viel Wichtigers als Benzin und Diesel angewiesen sind. Ohne Öl keine Medikamente!
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 04.07.2020 19:52
    Highlight Highlight Hanebüchener Unsinn. Natürlich kann sich der Staat ein Defizit leisten, wenn seine Wirtschaft wächst. Aber das Defizit kann nicht auf Dauer grösser sein als das Wirtschaftswachstum (bzw. das Wachstum seiner Steuerbasis). Aber eine ständig steigende Schuldenquote kann langfristig nur die Notenbank finanzieren, in dem sie Staatsanleihen kauft. Und es gibt historisch wirklich genügend Beispiele, die zeigen, wohin die Staatsfinanzierung über die Notenpresse führt.
  • Grautöne 04.07.2020 19:16
    Highlight Highlight Schulden sind nichts anderes als ein äusseres Spiegelbild der inneren Schuld. Den eigentlich haben wir ein verdammt schlechtes Gewissen...
  • geissenpetrov 04.07.2020 18:59
    Highlight Highlight Top Artikel und auch gute Kommentare.

    In weiten Teilen habe ich die MMT verstanden. Man könnte sagen, die Theorie sei deskriptiv. Die quantitative Lockerung führte nicht zu einer Inflation. Alle Staaten sind verschuldet. Ausgaben gehen auf das Konto der Staatsverschuldung etc. Alles schon da.

    Als Linker stört mich eine Sache: Wenn die Inflationsrate in erster Linie von den Löhnen abhängig ist und nicht von der Geldmenge, könnte man in Versuchung kommen, zur Regulierung derer, Lohnerdrückerei zu betreiben (anstelle der Regulierung über die Steuern).
    Was sagt das Buch dazu?
  • swisskiss 04.07.2020 18:27
    Highlight Highlight Das altbekannte Problem der Oekonomen, mit ihren geschlossenen Kreislauf-Modellen, nicht über den Tellerrand sehen zu können. Da wird Ausweitung der Geldmenge propagiert, dass eine Währung im Verhältnis zu anderen Währungen schwächt und die Schweizer Nationalbank versucht seit Jahren krampfhaft mit dem Aufkauf von Dollar, Euro und Pfund, diese "schwachen Währungen" im Verhältnis zum Franken zu stärken um die eigene Exportindustrie zu schützen. Solchen Thesen zu propagieren, der zwar die explizite Staatsverschuldung drücken, aber gleichzeitig die implizite Verschuldung erhöhen, sind Schwachsinn
  • praxis 04.07.2020 17:17
    Highlight Highlight Im Versteckten ist es eine Theorie, die die Dollar-Verschuldung löst, für die USA natürlich. Das funktioniert höchstens mit Yen, Dollar, ev. CHF, mit dem Euro schon nicht mehr, weil nicht an einen einzelnen Staat gebunden. Diese Theorie würde der sofortige Finanztod für alle anderen Länder auf der Welt bedeuten. Es läuft darauf hinaus, dass es nur noch eine Weltwährung gibt, den Dollar, und alle anderen die USA so entschulden helfen. Ich denke, wir sollten bei Friedmann mit ein bisschen Keynes bleiben. Zudem: Das Monetarisieren macht den Zins unbrauchbar.
  • Lustiger Baum 04.07.2020 17:02
    Highlight Highlight Ich stimme MMT vollkommen zu.
    Nur sind privat gehaltene Notenbanken da wohl etwas anders gewickelt. Beispielsweise ist die Schweizer Notenbank ist zu wesentlichen Anteilen in Privatbesitz (22%). Wieviel Einfluss diese ausüben können wissen wir nicht...
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/zentralbanken-wem-gehoeren-sie-ld.1523321

    Aber ansonsten. Money Printer goes brrrrr
  • Hana Meier 04.07.2020 15:53
    Highlight Highlight Geld ist nur ein Tauschmittel, man kann nicht mit Geld alleine keine Produktionsfaktoren wie Arbeit, Rohstoffe und Boden schaffen. Ich kann noch so viel frisch gedrucktes Geld ins Gesundheitswesen stopfen, irgendwann gehen mir die Pflegekräfte aus. Wenn sich Leute wegen dem guten Lohn umbilden lassen, fehlen sie in der Industrie. Mehr Geld führt also NICHT zu mehr Wohlstand. Wohlstand hängt NUR von realen Faktoren (Rohstoffe, Arbeiter, Boden) ab. Wenn wir Schulden systematisch wegdrucken, verliert das Geld gleichermassen an Wert. Die Theorie ist dämlich.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 16:02
      Highlight Highlight Wohlstand hängt nur von der realen Wirtschaft ab. Genau dies ist die Kernaussage der MMT.
    • Hana Meier 04.07.2020 16:10
      Highlight Highlight Genau, und wenn ein Politiker fragt "Wie sollen wir das bitte finanzieren?", dann meint er nicht unbedingt: "Woher nehmen wir das Geld" . Geld ist ja nur ein Messwert/Tauschmittel. Die Frage ist dann "Wo ziehen wir Manpower und Rohstoffe ab?" Wenn wir den Klimawandel bekämpfen wollen (was natürlich alternativlos ist) müssen wir zwangsläufig Industrien aufgeben um reale Produktionsfaktoren freizumachen. Dieses freimachen messen die Politiker in Geld, und das ist das Problem. Da nützt es nichts die Skalierung des Messmittels zu ändern, die realen Produktionsfaktoren bleiben gebunden.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 17:21
      Highlight Highlight Nein, Geld ist mehr als ein Taschmittel. OHne Kredit würden wir heute noch in der Höhle wohnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.07.2020 15:29
    Highlight Highlight Eine wichtige Limitation aus dem Englischen Wiki:
    Schulden müssen in Inlandswährung gehalten werden oder aber das Land stellt sicher, dass seine Währung konstant nachgefragt wird.Wäre das nicht mehr der Fall, könne das Land Bankrott gehen, eine Export-Strategie (mehr Ex- als Import) verfolgen oder Auslandsinvestitionen anlocken.
    Unter MMT müssten Schulden dementsprechend renationalisiert werden (wie Japan) , oder aber man bleibt kompetitiv und begehert.
    Dies wird auch mit ein Grund sein, weshalb Länder wie Venezuela massive Inflation haben, Schulden in Dollar und keine der oberen Bedinungen.
  • schefti 04.07.2020 15:20
    Highlight Highlight Liebes Watson Team, ihr müsst Rechnungen Zahlen also schaltet ihr Werbung! Logisch!
    Aber jetzt wo ein Werbe-Link zu einem Schweizer Online Store wirklich Sinn machen würde muss ich selber das Buch finden?



    • De-Saint-Ex 04.07.2020 17:20
      Highlight Highlight Hui... geht natürlich gar nicht, ist ja auch sooo kompliziert und zeitaufwendig... hey chillen... ist erst noch Wochenende...
    • schefti 05.07.2020 05:26
      Highlight Highlight War nicht als Angriff gemeint. Wär einfach schöner ein Schweizer Store zu verlinken.
  • Rainbow Pony 04.07.2020 15:05
    Highlight Highlight Bis auf die Steuern als regulierender Faktor fast ein wenig wie Keynes.
  • chrissy_dieb 04.07.2020 14:45
    Highlight Highlight MMT will die Inflation über Steuern kontrollieren. Was muss ich mir da vorstellen:

    1. Wird nur liquides Vermögen versteuert? D.h. ein Haus ist ok, aber nicht 1 Mio. CHF? Oder muss ich mein Haus verkaufen um die hohen Steuern zu bezahlen? Oder kann ich mir nichts mehr leisten, weil die Mehrwertssteuern bei 90% liegen?

    2. Von Privaten wird die Kaufkraft durch die Steuern kontrolliert. Aber wie wird diejenige des Staates kontrolliert? Ist der Staat dann reich, und wir sind arm?

    3. Was verhindert Steuerhinterzug (bei hohen Steuern) oder einen Schwarzmarkt (bei hohen Mehrwertssteuern)?
  • Troxi 04.07.2020 14:42
    Highlight Highlight Dass sich die MMT durchsetzen kann, muss etwas gewährleistet werden. Die Staatsgewalt wird auf die Zentralbank ausgeweitet. Solange die Monetative nicht gleichgestellt mit Judikative, Leglislative und Exekutive ist, wird es nicht funktionieren. Und der Ueli samt Volksurteil sagt dazu wuchtig Nein!
  • Stefan Morgenthaler-Müller 04.07.2020 14:37
    Highlight Highlight Der Bürger kommt sich verschaukelt vor, wenn er das ganze Leben schuftet, sich den Launen seines Vorgesetzten ausetzt, um sich dann von euch erklären zu lassen, dass sein CHF Lohn in Millisekunden vom Staat aus dem Nichts erschaffen werden kann.

    Welcher vernünftige Mensch würde seine Arbeitskraft gegen einen Haufen Shit tauschen wollen?

    Das funktioniert eben nur, weil der Staat seine Währung mit Gewalt durchsetzt. Müsste man die Steuern in Vogelfedern zahlen, würden alle Tauben züchten und für Federn arbeiten.
    • Denk nach 04.07.2020 15:27
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt.... Geld ist eine einheitlich akzeptiertes Zahlungsmittel, damit wir nicht Tauschhandel betreiben müssen. Grundsätzlich steht es dir aber frei weiterhin Tauschhandel zu betreiben, es ist auch nicht verboten... Somit kann von Gewaltsamem durchsetzen des Staates keine Rede sein.

      Und es ist wohl verständlich, dass der Staat Steuern in monetärer Form einzieht, mit Kuh und Ziege kannst du schlecht eine Strasse bauen.... und das Steueramt müsste das Vieh auch füttern...
    • Pafeld 04.07.2020 18:21
      Highlight Highlight Hinter diesem Gedanken steckt ein grundlegender Denkfehler, der sich geradezu parasitär in unserem Geist festgefressen hat: Wir besitzen Geld nicht. Wir verfügen über eine bestimmte Menge, die sich aus unserer Tätigkeit ergibt. Aber wir besitzen als Privatperson das Geld nicht. Du kannst nicht deiner Bank sagen, dass sie den Geldbetrag auf deinem Konto einfach löschen soll. Genausowenig kommst du straffrei davon, wenn du das Geld abhebst und verbrennst. Wenn wir nicht die Existenzhoheit über unseren Besitz haben, ist es nicht unser Eigentum.
    • kerisma 04.07.2020 21:41
      Highlight Highlight @Pafeld: Der Besitz des Geldes manifestiert sich durch Eingang auf deinem Konto. (Ähnlich z. B. einem Pferd, das du in einem gemieteten Stall hältst & nicht bei dir daheim.)
      Dass du es direkt der Bank verleihst, damit sie damit handeln kann, ist natürlich richtig. Dafür gibts für dich Zinsen. Du könntest es dir aber auch holen & nicht auf der Bank lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Balabatar 04.07.2020 14:23
    Highlight Highlight Bitte korrigiert mich, falls ich jetzt etwas falsches behaupte aber das Argument, dass Zentralbanken Geld drucken können ohne eine Inflation auszulösen mag aktuell für Länder wie die Schweiz gelten. Jedoch liegt der grösste Teil des gedruckten Zentralbankgeldes auf den SNB-Konti der Geschäftsbanken. Solang das Geld nicht in der Realwirtschaft angelangt, kommt's auch zu keiner Inflation. Verschuldet sich der Staat über die Zentralbank und erhöht seine Ausgaben gelangt das Geld in die Realwirtschaft und die Preise steigen an.

    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:41
      Highlight Highlight Nein, du hast die MMT nicht richtig verstanden. Lies doch Keltons Buch.
    • Rainbow Pony 04.07.2020 14:57
      Highlight Highlight Dann erleuchten Sie uns doch.
    • Balabatar 04.07.2020 14:59
      Highlight Highlight Kann sein dass mir ein Denkfehler unterlaufen ist... wie siehts damit aus:
      Erhöht der Staat seine Ausgaben führt dies normalerweise zu einer Inflation, unabhänig davon wie der Staat seine Ausgaben finanziert (ob über öffentliche Schulden oder bei der Zentralbank).
      Es gibt jedoch ein Anreizproblem. Verschuldet sich der Staat auf den Finanzmärkten gibt es eine Art Verschuldungsgrenze (je höher dir Verschuldung desto höher das Ausfallsrisiko und dir Zinsen, desto schwiriger wird die Kreditaufnahme).
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  • Balabatar 04.07.2020 14:20
    Highlight Highlight "Menschen brauchen Anreize. Mit den Steuern hält uns der Staat zur Arbeit an."

    Demnach würde in Ländern wie den VAE niemand arbeiten da dort privates Arbeitseinkommen steuerfrei ist...

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  • Share 04.07.2020 14:06
    Highlight Highlight Wer hätte gedacht dass Kommunismus sich als Synonym für Kapitalismus gebrauchen lässt? Diese Theorie setzt voraus, dass Güter auch wirklich verfügbar sind. Wie war das nochmal mit der Produktion von Remdesivir? Für die nächsten drei Monate alles von Lumpi vorreserviert? Zur Meditation empfiehlt sich die unglaublich kunstvoll geschaffene Skulptur von Auguste Rodin: die Bürger von Calais.
    Benutzer Bild
  • Knut Knallmann 04.07.2020 13:59
    Highlight Highlight Ein Problem habe ich mit der MMT. Wenn man sagt Defizite sind egal, gibt es innerhalb des Staates viel weniger Druck eine Ausgabendisziplin einzuhalten.

    Ob man als Verwaltung dann effizient arbeitet oder nicht ist ja dann egal; ob man unnötig viel Geld für aufgeblähte Projekte investiert ist auch egal (Man kann‘s sich ja leisten).

    Ich bin kein bürgerlicher Sparpolitiker, der den Staat kleinhacken will. Ich bin für gut ausgebaute staatliche Leistungen. Ich bin lediglich der Meinung der Staat sollte diese Leistungen so effizient wie möglich erbringen...
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:42
      Highlight Highlight Das wird von der MMT genauso gesehen.
    • FrancoL 04.07.2020 14:47
      Highlight Highlight Das wäre nur so, wenn für das Geld nichts Brauchbares erstellt würde.
      Die Ausgabedisziplin ist sinnvoll, wenn der Gegenwert missachtet wird, sonst kann sie durchaus larger aufgefasst werden.
  • N. Y. P. 04.07.2020 13:58
    Highlight Highlight Ich könnte mir vorstellen, dass die MMT ursprünglich aus der Ecke der Goldmann Sachs - Jünger kommt. Die Hohepriester des globalen Monopoly. Der Zirkus muss nun mal am Laufen gehalten werden.

    Da die Länderdefizite der Welt über den Kopf wachsen, müssen neue Theorien her. Dank dem MMT können wir jetzt (wieder) ja korbweise Geld drucken.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:42
      Highlight Highlight Nein. Goldman Sachs hat nichts mit MMT zu tun.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.07.2020 15:12
      Highlight Highlight @NYP
      Goldman Sachs hat wohl kaum was damit zu tun.
      Mit Blick auf die Personen hinter der Theorie, wer sie aufgegriffen hat und der damit verbreiteten "Visionen" sind die Vertreter wohl eher der amerikanischen Linken zuzuordnen.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Modern_Monetary_Theory
      So nach dem Motto, wenn dir ständig gesagt wird, für diese 15 Sozialprogramme sei kein Geld vorhanden und Steuern will auch niemand zahlen, schau mal, ob das mit den Schulden wirklich so ein Problem ist.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.07.2020 13:50
    Highlight Highlight Unter diesem Links sieht man die Länder und die aktuelle Inflation?
    https://en.wikipedia.org/wiki/Inflation
    Weshalb gelingt es keinem dieser Länder, die Inflation zu kontrollieren? Aus den Reviews zum Buch, die ich gelesen habe, drückt durch, Inflation gäbe es nicht mehr im Westen. Ist nicht der Anstieg der Immobilien- und Aktienpreise als Folge von QE Inflation?
  • AnTu 04.07.2020 13:46
    Highlight Highlight Warum jeder "Fabian der Goldschmied" anschauen sollte!
    Play Icon
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.07.2020 13:45
    Highlight Highlight Bin sehr skeptisch, aber schon vorbestellt.
    Frage an Herrn Löpfe, da ich das Buch noch nicht gelesen habe:
    Weshalb spalten wir die CH nicht in 26 Länder mit souveränen Nationalbanken auf und machen einen Staatenbund daraus, der nur noch gemeinsame Aussen-, Sicherheits- und Forschungspolitik betreibt?
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:43
      Highlight Highlight Was würden wir damit gewinnen?
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.07.2020 15:07
      Highlight Highlight MMT setzt ja souveräne Nationalbanken voraus, dies ist nur auf nationaler Ebene gegeben, nicht kantonal oder auf gemeinde-Ebene, MMT lässt sich dementsprechend nicht auf kantone und Gemeinden anwenden.
      In der CH würde MMT zu einer massiven Zentralisierung führen, weil de facto nun eine staatsebene praktisch unlimitierte Ressourcen hat.
      Auf ihre Frage bezogen, man würde Subsidiarität gewinnen.
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 05.07.2020 05:13
      Highlight Highlight Ich platziere hier mal eine Kommi, um Philipps Antwort nicht zu verpassen. Spannende Frage.
  • Adrian Ochsner 04.07.2020 13:37
    Highlight Highlight Für die Amis mag das funktionieren. Man macht Staatsschulden in einer Weltwährung. Der Dollar verliert seit Jahrzehnten an Wert. Damit sind die Guthaben der Gläubiger im Ausland immer weniger wert. Und die Schuldenlast in Dollar zwar nominell immer noch hoch. Aber real nicht mehr. Die Schweiz macht aber ihre Schulden nicht in USD und kontrolliert keine Weltwährung. Geldentwertung funktioniert da nicht in der selben Art. Die Amis haben eine lange Tradition der Schuldenwirtschaft. Gross genug, sich das leisten zu können. Die Last tragen andere. Funktioniert das für die CH? Kaum.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:44
      Highlight Highlight Bei den Japanern funktioniert es seit Jahrzehnten.
    • Adrian Ochsner 04.07.2020 15:27
      Highlight Highlight „Der Markt wiegt die Welt nur in falscher Sicherheit“, warnt der bekannte japanische Wirtschaftsprofessor Keiichiro Kobayashi ...Er spricht von einem „prekären Mythos der fiskalpolitischen Unfehlbarkeit Japans“. Sogar die Amis warnen vor der Strategie Japans. Und die Sonderstellung der USA mit ihrer Kontrolle über die Weltwährung Dollar ist wohl unbestritten.
  • loquito 04.07.2020 13:34
    Highlight Highlight Ich hab nur ein Problem mit dem Ganzen. Es scheibt nur für USA, Japan, Europa ubd evtl. Australien zu gelten. Kein 3. Welt Land kann sich das erlauben, denn die Nachfrage nach Bolivares, kongolesische Dollar oder nicaraguanischen Cordobas würde augenblicklich auf 0 Sinken, würden diese Geld drucken. Diese Theorie scheint auf Dollar ubd andere starke Währungen zu gelten. Ist wie Brot, das auch 3x Teurer werden könnte und gekauft würde, da kaum darauf verzichtet werden kann.... Macht das mal mit einem verzichtbaren Gut, da kann ich kaum glauben, dass man etwas gegen Inflation tun kann...
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:45
      Highlight Highlight Es stimmt, dass Entwicklungsländer ein Problem haben. Doch ich kann nicht in einem Artikel die ganze Welt erklären. Sorry.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 04.07.2020 14:50
      Highlight Highlight Ausschlaggebend für das Preisniveau ist nicht die Geldmenge, sondern die Verwendung des Geldes.

      Das Geld der US Zentralbank oder der EZB lässt sich für das Investieren an den Finanzmärkten verwenden. Die Währung von den Staaten, die du 3. Welt Länder bezeichnet hast, weniger oder nicht. Das ist der springende Punkt.
  • Cpt. Jeppesen 04.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Wenn das Ziel von Steuern ist die Leute zum Arbeiten zu bewegen, dann wären die jetzige Subventionswirtschaft eigentlich Gift. Mit der Erhalt nicht konkurrenzfähiger Wirtschaftszweige werden meistens nur Arbeitsplätze vernichtet. Stattdessen müsste der Staat als Grossinvestor auftreten, z.B. für Erneuerung der Energiewirtschaft oder Infrastrukturprojekte, Forschungsgelder etc., also alles womit Arbeitsplätze geschaffen werden.
    Denn in letzter Konsequenz ist der Wert des Franken dadurch bestimmt wie viele ihm vertrauen schenken und damit indirekt auf die Schweizer Volkswirtschaft bauen.
  • N. Y. P. 04.07.2020 13:27
    Highlight Highlight Super spannender Artikel.

    IKönnte man sagen, mit MMT ist die ganze monetäre Welt auf Speed ? Als würde man sich alle sechs Stunden eine Linie ziehen ?

    Ich hatte eigentlch immer ein Urvertrauen in die Zentralbanken. Als ich aber mal mitbekommen habe, dass die EZB italienische Schrottanleihen aufkauft, zweifle ich.

    Und dass die Japaner monetäre Inzucht betreiben, die Bank of Japan besitzt die meisten Schuldscheine von Japan, wie hier beschrieben, kann auf lange Sicht nur mit Hyperinflation enden. Egal wenn Experten das Gegenteil labern..
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:46
      Highlight Highlight Tatsache ist, dass Japan das seit Jahrzehnten macht, und alle pleite gegangen sind, die auf das Gegenteil gewettet haben.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 04.07.2020 14:56
      Highlight Highlight @N.Y.P.

      Was Sie nicht verstehen: US Dollar, Yen oder Euro können an den Finanzmärkten investiert werden. Was das Geld von ökonomisch schwachen Ländern nicht in diesem Umfang kann. Darum kann es bei solchen Staaten zur Hyperinflation kommen.

      Nicht die Geldmenge ist für das Preisniveau entscheidend, sondern der Verwendungszweck.
    • N. Y. P. 04.07.2020 19:26
      Highlight Highlight Ok.

      Dann sollten wir schauen, dass wir hier nie in eine Depression rutschen.

      Ich staune wirklich, wie die Japaner das bis heute handeln.
  • Peter Ronaldo 04.07.2020 13:17
    Highlight Highlight Bezüglich der Schulden: Was wenn es mittelfristig Deflation gibt?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 04.07.2020 14:57
      Highlight Highlight Was wenn meine Grossmutter das Portemonnaie verloren hat?
  • John Henry Eden 04.07.2020 13:11
    Highlight Highlight Merci für den Artikel. Alternative Systeme sind

    Skeptisch werde ich jedoch immer, wenn Japan als Beispiel genommen wird.

    Japan will japanisch bleiben, das ist ein entscheidender Punkt. Mit einer gesellschaftlichen Revolution muss da niemand rechnen. Entsprechend ist das Land auch hochverschuldet noch vertrauenswürdig und der Yen was wert.

    Gerade hier in Europa ist das anders. Diplomatisch ausgedrückt ist offen, wohin wir gehen. Ein Wahlsieg kann alles auf den Kopf stellen. Kommen dann noch Schulden dazu, ist das Vertrauen vom Rest der Welt weg und die Inflation so gut wie sicher.
  • MarZ 04.07.2020 13:11
    Highlight Highlight Durch das Drucken von Geld erhöht sich die Menge der verfügbaren Waren nicht. Dadurch wird das bereits verfügbare Geld automatisch entwertet. Geld drucken ist also, genau wie Steuererhöhungen, nichts anderes als Diebstahl.
    • kerisma 04.07.2020 13:55
      Highlight Highlight Wenn neu Gedrucktes investiert wird & so mehr Personen Beschäftigung finden, die dann mehr Geld zur Verfügung haben, um zu konsumieren, steigt auch die Nachfrage & es verlangt nach höheren Warenmengen, die von der höheren Anzahl Beschäftigter produziert werden können.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:37
      Highlight Highlight Du wirst es nie begreifen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 04.07.2020 14:42
      Highlight Highlight Eben nicht. Sie haben es nicht verstanden. Nicht der Umfang der Geldmenge, sondern die Verwendung des Geldes ist entscheidend für das Preisniveau.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kerisma 04.07.2020 13:08
    Highlight Highlight Sich nur an der Zukunft zu orientieren, die man noch gar nicht kennen kann, mit Strategien, von denen man noch gar nicht wissen kann, ob sie dann überhaupt funktionieren: nie eine gute Idee, egal ob als Staat oder Person.
  • Denk nach 04.07.2020 13:06
    Highlight Highlight MMT ist somit die perfekte Argumentation wieso der Euro als Einheitswährung zum scheitern verurteilt ist:
    "Ein souveräner Staat mit einer eigenen Währung kann niemals pleite gehen. Solange seine Wirtschaft Güter und Dienstleistungen produziert, die begehrt sind,. Etc. "

    Die EU Länder scheitern in folgenden Punkten:
    - kein souveräner Staat
    - keine eigene Währung
    - sollte Deutschland billiger produzieren als beispielsweise Italien mit der selben Währung ist wohl das italienische Produkt nicht mehr begehrt da teurer

    Oder hab ich was falsch verstanden?

    • DerTaran 04.07.2020 13:50
      Highlight Highlight Ja, nämlich, dass das Buch Schrott ist und bestenfalls für die USA richtig ist.

      Inflation ist eine indirekte Steuer, die die Menschen am Ende in die Knie zwingt. Italien und Griechenland waren ohne Euro nicht schlechter dran als jetzt, nur konnten die Politiker es einfacher verschleiern.

      Der USA Dollar war mal bei 5 Franken, jetzt haben wir Parität, bei marginaler Lohnsteigerung hat das eine Verarmung der Bevölkerung zur Folge. Für Staaten ist Geld drucken eine einfache Lösung, die eigene Bevölkerung auszubeuten. Für eine Volkswirtschaft mag das ok sein, für die Menschen nicht.
    • kerisma 04.07.2020 13:59
      Highlight Highlight Natürlich sind es nach wie vor souveräne Staaten. Beschränkungen ergeben sich durch Verträge, an die man sich hält.
      Die gemeinsame Währung bindet stark, aber: nicht alle EU-Staaten haben die. Und sobald Produkte "knapp" werden, werden die teurer hergestellten wieder interessant.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:39
      Highlight Highlight Du hast grundsätzlich Recht. Doch die EZB entwickelt sich in Richtung einer europäische Fed. So wird es wahrscheinlich zum ersten mal gemeinsame Anleihen geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 04.07.2020 13:06
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel!

    Ich habe erst vor einigen Wochen erstaunt gelernt, was Zentralbanken (wie die SNB) eigentlich machen. Und das sie laut Definition niemals pleite gehen können...
  • De-Saint-Ex 04.07.2020 13:05
    Highlight Highlight Herr Löpfe. Danke! Für mich um einiges „verständlicher“ als die Rezensionen die ich bisher gelesen (oder versucht) habe. Habe mir das Buch eben bestellt.
    Und am Rande:
    „Niemand, dessen IQ grösser als seine Schuhnummer ist, bestreitet heute noch, dass wir unsere Wirtschaft und Gesellschaft radikal dekarbonisieren müssen, um eine Katastrophe zu verhindern.“
    Wunderbar!
  • Baum3000 04.07.2020 13:02
    Highlight Highlight Was im Artikel zu wenig beschrieben wurde (oder ich nicht nachvollziehen kann) ist wenn dr Staat beliebig viel Geld drucken kann, die Inflation bei hohen Ausgaben schnell durch die Decke gehen würde.

    Kann mit das jemand erklären?
    • kerisma 04.07.2020 14:03
      Highlight Highlight Wenn jeder genug hat, um alles zu kaufen, was er will, sind die Produkte nichts mehr "wert". Sie werden dann verteuert, sodass nicht mehr jeder alles kaufen kann, was er will. Eine Person hat dann noch gleich viel Geld in der Tasche wie zuvor, aber bekommt nicht mehr so viele Dinge dafür. Ihr Geld ist also weniger wert. = Inflation.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:47
      Highlight Highlight Ja, er steuert die Inflation nicht mit der Geldpolitik, sondern via Steuern (steht so im Artikel).
  • Lowend 04.07.2020 13:00
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Im Grunde erleben wir diese MMT gerade mit dem Boom, oder besser gesagt mit dem Abkoppeln der Aktienmärkte von der Realwirtschaft.

    Auch dort werden die Kurse durch das gedruckte Geld gestützt, dass die Staaten über die Nationalbanken einschiessen, um angeblich die Wirtschaft zu stützen, was aber nur zu einer Staatsgarantie auf Gewinne für private Investoren führt.

    Unterschiedlich sind nur die Namen, wie Rettungsschirm, oder Quantitative easing usw., aber der Effekt ist überall der gleiche; Wer Geld hat bekommt mehr davon. Wer keines hat geht leer aus.
  • forest high 04.07.2020 12:59
    Highlight Highlight Danke Phillip Löpfe, ein sehr interessanter und guter Artikel. Dieses Buch werde ich mir antun.
  • walsi 04.07.2020 12:56
    Highlight Highlight Zitat: "Der Staat garantiert, dass jeder willige Arbeitnehmer einen Job mit einen anständigen Mindestlohn erhält."

    Wurde schon ausprobiert in der DDR und anderen Ländern. Hat super funktioniert. Darum waren diese Ländern den anderen Ländern wirtschaftlich auch so überlegen. ;-)
    • pali2 04.07.2020 14:15
      Highlight Highlight Vor allem in einer kleinen, offenen Volkswirtschaft mit PFZ, wie der Schweiz, würde das super funktionieren. Sehe schon die krassen Zuwanderungsströme in die Schweiz und dann jammern alle über zu hohe Mieten etc. - aber keine Angst, die Notenbank wird's schon regeln.
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:48
      Highlight Highlight MMT hat mit Sozialismus nichts an Hut, und schon gar nichts mit dem ehemals real existierenden à la DDR.
  • ein_dicken_huhn 04.07.2020 12:46
    Highlight Highlight Wenn das Thema mal nicht Trump ist, sind Philipp Löpfes Artikel durchaus lesenswert!

    Wie verhindert man in der MMT, dass die nicht mehr unabhängige Notenbank zum Selbstbedienungsladen der Politiker verkommt?
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:49
      Highlight Highlight Was hast du gegen meine Trump-Artikel?
    • _kokolorix 04.07.2020 15:53
      Highlight Highlight Durch demokratische Kontrolle. Genau so verhindert man heute, dass die Steuereinnahmen direkt in die Taschen der Politiker fliessen. In disfunktionalen Demokratien und Diktaturen ist nämlich genau das der Fall, darum kommen diese Staaten nicht aus der Misere
    • ein_dicken_huhn 04.07.2020 16:53
      Highlight Highlight @Philipp Löpfe: Es sind einfach viel zu viele und die meisten ohne Erkenntnisgewinn. Aber die meisten Medien machen diesen Fehler.
  • blueberry muffin 04.07.2020 12:46
    Highlight Highlight Also neu ist die Idee nicht. Das ist der New Deal der erstmals eine breite Mittelschicht bildete.

    Das Thatchers Menschenverachtende Wirtschaftsideen Quatsch sind ist gut zu sehen in der Real Wirtschaft. Die Boomer sind die letzte Generation die reicher war als die davor.
  • Chili5000 04.07.2020 12:45
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel. Das würde bedeuten hätte Griechenland eine eigene Währung gehabt wäre es nie zum Bankrott gekommen. Werde mir das Buch besorgen!
    • pali2 04.07.2020 14:16
      Highlight Highlight Auch unter den orthodoxen Ökonomen ist klar, dass der Euro Griechenland ruiniert hat. Und das haben die allermeisten Ökonomen lange vor der Einführung des Euroraums prophezeit.
  • Therealmonti 04.07.2020 12:44
    Highlight Highlight Der Maurer und ein Buch lesen? In Englisch? Da seichsch in Ofe!
    • Harry Zimm 04.07.2020 13:50
      Highlight Highlight «Ka Luscht.»
  • Marc Oh Polo 04.07.2020 12:33
    Highlight Highlight Einmal mehr sackstarker Journalismus! Danke Watson!
  • TanookiStormtrooper 04.07.2020 12:25
    Highlight Highlight Gibts das Buch schon auf deutsch?
    Sonst hat unser Ueli damit wohl ziemlich Mühe...
    "I can nothing say"
    • _kokolorix 04.07.2020 14:13
      Highlight Highlight Das Buch wird Ueli auch auf Deutsch überfordern. Die SVP ist ein entschiedener Anhänger der schwäbischen Hausfrauen-Theorie, auch wenn sie die Frauen als solche eher in der Sklavenrolle sieht...
    • Philipp Löpfe 04.07.2020 14:50
      Highlight Highlight Na ja, vielleicht kann es ihm jemand übersetzen.

Muss Kesb auch Affen schützen? Basler Primaten-Initiative kommt vors Bundesgericht

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