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FILE - In this Jan. 28, 2017, file photo, U.S. President Donald Trump speaks on the phone with Prime Minister of Australia Malcolm Turnbull in the Oval Office of the White House in Washington. For decades, Australia and the U.S. have enjoyed the coziest of relationships, collaborating on everything from military and intelligence to diplomacy and trade. Yet an irritable tweet President Donald Trump fired off about Australia and a dramatic report of an angry phone call between the nations' leaders proves that the new commander in chief has changed the playing field for even America's staunchest allies. (AP Photo/Alex Brandon, File)

Bild: AP

Jetzt behauptet Trump, der britische Geheimdienst habe ihn ausgehorcht



In der Affäre um weiterhin nicht bewiesene Abhörvorwürfe von US-Präsident Donald Trump an seinen Vorgänger Barack Obama hat Washington seine Anschuldigungen auf den britischen Geheimdienst GCHQ ausgeweitet. Dieser wies die Vorwürfe umgehend zurück.

Trumps Pressesprecher Sean Spicer zitierte am Donnerstag vor den Medien umfassend einen Bericht des rechtsgerichteten Senders Fox News. Darin wird Obama vorgeworfen, er habe zur Überwachung von Trump den britischen Geheimdienst GCHQ genutzt, um «keine amerikanischen Fingerabdrücke zu hinterlassen».

In dem von Spicer zitierten Bericht von Fox News erklärte der Justizexperte und Kommentator Andrew Napolitano, der Sender sei von «drei Geheimdienstquellen» darüber informiert worden, dass Obama die «Kommandokette» verlassen habe, um das Abhören anzuordnen.

Er habe weder die eigenen Geheimdienste NSA und CIA, noch die Bundespolizei FBI oder das Justizministerium genutzt. Stattdessen habe er sich an GCHQ gewandt. Auf die Frage, ob Trump zu seinen Vorwürfen noch stehe, antwortete Spicer: «Er steht dazu».

Vollkommen lächerlich

Die Vorwürfe sorgten bei dem britischen Geheimdienst für Unmut. In einem aussergewöhnlichen Schritt äusserte sich GCHQ zu den Abhörvorwürfen. Ein Sprecher bestritt in der Nacht zum Freitag jede Beteiligung der Briten und bezeichnete entsprechende Vorwürfe aus Trumps Umfeld als «vollkommen lächerlich» und «Unsinn». Sie sollten schlicht «ignoriert» werden.

Trump hatte Anfang März per Twitter behauptet, Obama habe die Telefone im Trump Tower anzapfen lassen. Belege für diese Behauptungen lieferte er nicht. Obama liess die Vorwürfe zurückweisen.

Keine Hinweise

Der Geheimdienstausschuss des Senats erklärte noch am Donnerstag, er habe aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen keine Hinweise, dass «der Trump Tower vor oder nach dem Wahltag 2016 das Objekt einer Überwachung durch irgendeinen Teil der US-Regierung gewesen ist.»

Trump selber sagte am Mittwoch in einem Interview mit Fox News, er habe sich bei seinen Vorwürfen auf Medienberichte gestützt. In dem von ihm genannten Bericht in der «New York Times» sowie von einem Fox-News-Interview mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, war aber nicht die Rede davon, dass Obama die Telefone im Trump Tower habe anzapfen lassen, wie Trump Anfang März behauptet hatte. (sda/afp/dpa)

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