DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

In St.Moritz wird Gillian Cookes unfreiwillig weltberühmt. bild: david942k

Unvergessen

17.01.2010: Füdligate in St.Moritz – Bob-Weltmeisterin Gillian Cooke platzt am Start die Hose

17. Januar 2010: Der Wind, der Wind, das himmlische Kind! Beim Weltcup-Rennen in St.Moritz saust er der britischen Zweierbob-Weltmeisterin Gillian Cooke gnadenlos um den nackten Po. Ihr Testanzug für Olympia ist gerissen und die TV-Kamera hält voll drauf.



«Wiege des Bobsports», die älteste Bobbahn der Welt – St.Moritz ist stolz auf seine grosse Kufen-Tradition. Wenn die wagemutigen Athleten im Weltcup mit bis zu 130 Stundenkilometern durch den Eiskanal brettern, dann halten auch die Schönen und Reichen im Nobelort gebannt den Atem an.

Zu bestaunen gibt es scharfe Manöver und den erbitterten Kampf um Hundertstelsekunden – nur im Olympiajahr gehen die Fahrer den Kurs etwas gemächlicher an. Denn mit dem traditionellen Januar-Termin findet das Weltcup-Rennen in St.Moritz jeweils wenige Wochen vor der olympischen Eröffnungsfeier statt.

Second placed Beat Hefti and brakesman Thomas Lamparter from team Switzerland during the two-men's Bobsled World Cup competition in St. Moritz, Switzerland, Saturday, January 29, 2011. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

In St.Moritz donnern die Bobs durch die letzte übriggebliebene Natureispiste der Welt. Bild: KEYSTONE

Anzugtest geht in die Hose

So auch 2010, die Spiele in Vancouver stehen vor der Tür. Die angehenden Bob-Olympioniken nutzen den Termin im Engadin, um ihre Ausrüstung und ihre Technik noch einmal unter Wettkampfbedingungen zu testen.

Bei Gillian Cooke, der britischen Zweier-Weltmeisterin von 2009, steht ein neuer Anzug auf dem Prüfstand. Doch der ist offenbar noch nicht ganz ausgereift. Als die 27-Jährige am Start einen Tick zu dynamisch in die Hocke geht, platzt eine Naht und präsentiert der TV-Kamera freien Ausblick auf den weltmeisterlichen Po.

abspielen

Bei diesem Anblick interessieren sich sogar die Belgier plötzlich extrem für die hohe Kunst des Bobsports. Video: youtube/david942k

In Grund und Boden geschämt

Der kalte Wind flattert gnadenlos um die von einem Mini-Slip nur spärlich bedeckten Backen, doch Gillian Cooke bleibt cool. Zusammen mit ihrer Beifahrerin Nicola Minichiello schwingt sie sich trotz der Garderobenpanne in den Schlitten und landet am Ende auf Platz 7. 

Im Ziel erklärt die Britin, dass ihr keine andere Wahl geblieben ist: «Ich habe mich in Grund und Boden geschämt, doch die Uhr hat bereits die Zeit bis zum Start heruntergezählt – ich musste das einfach durchziehen.»

Später kann Cooke dem Missgeschick doch noch eine positive Seite abgewinnen: «Durch die ganze Aufmerksamkeit wurde das Profil des Bobsports so kurz vor den olympischen Spielen ziemlich angehoben. Wir haben jetzt jede Menge neue Fans – und das ist grossartig.»

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

21 Winterspiele auf einen Blick

1 / 24
22 Winterspiele auf einen Blick
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Feuz im Glück – erste Abfahrt von Saalbach wegen Nebels abgebrochen

Das Wetter spielt in Saalbach-Hinterglemm nicht mit. Die erste von zwei Weltcup-Abfahrten der Männer muss nach neun Fahrern abgebrochen werden.

Vorerst war es der Nebel, der ein Rennen auf der gesamten Strecke verunmöglichte. Nach der Herabsetzung des Starts und einer geringen Verzögerung ging es dann bei vertretbaren Bedingungen los. Doch die Verhältnisse änderten schon bald wieder. Zum Nebel gesellte sich Schneefall, was nach neun Fahrern zum Unterbruch führte. Weil sich die Hoffnung auf eine Wetterbesserung nicht erfüllte, blieb nach einer 90-minütigen Pause nur der Abbruch.

Beim vorzeitigen Ende lag Dominik Paris in Führung. Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel