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Switzerland's national soccer team coach Ottmar Hitzfeld (2nd R) watches his players during a training session at the stadium in Porto Seguro June 21, 2014. The players pictured are (L to R): Tranquillo Barnetta, Michael Lang, coach Hitzfeld and Gelson Fernandes. REUTERS/Arnd Wiegmann (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Die Strategie gegen den Zauberfloh

So will Hitzfeld Messi stoppen – «ein taktisches Netz spannen, in dem er sich verfängt»

Drei Tage vor dem Schweizer Fussball-Highlight des Jahrzehnts äussert sich Ottmar Hitzfeld erstmals zur Strategie im Spiel gegen das Team mit dem besten Stürmer des Planeten. Er hat gegen Argentinien eine grosse Geschichte im Sinn.



Von Lionel Messi schwärmt der ganze Fussball-Globus - auch Hitzfeld outet sich als grosser Fan des 27-Jährigen: «Es ist ein Genuss, ihm beim Fussballspielen zuzusehen.» Am kommenden Dienstag begegnet der Nationalcoach dem argentinischen Genie im WM-Achtelfinal allerdings nicht als glühender Bewunderer, sondern als ambitionierter Kontrahent: «In dieser Partie wird er mich mit seinem Spiel nicht begeistern können.»

Das letzte (freundschaftliche) Duell mit Messi hat Hitzfeld nicht vergessen. An einem Winterabend vor zwei Jahren erwärmte der weltbeste Stürmer die Herzen der Berner Zuschauer.

Mit einer Tor-Triplette sorgte der Barça-Superstar im Alleingang für die Differenz. Inzwischen ist das Spiel der «Albiceleste» noch mehr auf ihn ausgerichtet - wer den vierfachen WM-Torschützen stoppt, trifft die Gauchos mitten ins Herz.

Argentina's Lionel Messi warms up during a training session at the Beira-Rio Stadium in Porto Alegre, Brazil, Tuesday, June 24, 2014.  Argentina plays in group F of the 2014 soccer World Cup. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Bei Argentinien konzentriert sich alles auf Messi. Bild: KEYSTONE

Stratege Hitzfeld plant, ein taktisches Netz zu spannen, «in dem sich Messi verfängt». Bayern München habe seinen Wirkungskreis in den Champions-League-Halbfinals einst so erheblich eingeschränkt

 Den Fehler, nur eine Strategie gegen den vierfachen Weltfussballer zu entwerfen, dürfte der SFV-Selektionär nicht begehen: «Wir dürfen Messi nicht dramatisieren. Wir konzentrieren uns nicht auf ihn allein.» Die Offensivabteilung sei so gut besetzt, «dass sie jederzeit gefährlich werden kann».

Umschaltspiel entscheidend

Mit seiner Equipe wird Hitzfeld im bedeutendsten Spiel seiner sechsjährigen Amtszeit nicht von der eigenen Philosophie abweichen. Die Lektion gegen Frankreich (2:5) könnte durchaus hilfreich sein. Die Schweiz wird entsprechend das schnelle Umschaltspiel forcieren.

Funktioniert der Plan, «werden wir gegen Argentinien zu unseren Chancen kommen. Wir sind klarer Aussenseiter, wir setzen uns aber nicht selber Grenzen.»

25.06.2014; Manaus; Fussball - WM Brasilien 2014 - Schweiz - Honduras; Ottmar Hitzfeld (SUI)   (Pier Giorgio/Best Photo/fotogloria/freshfocus)

Ottmar Hitzfeld will gegen die Gauchos tief in die Trickkiste greifen. Bild: Pier Giorgio/freshfocus

Der deutsche Maestro, der zusammen mit Brasiliens Luiz Felipe Scolari die mit Abstand grösste Trainer-Vita aller Achtelfinalisten besitzt, spürt die Dimension der Partie in São Paulo: «Wir können am Dienstag Geschichte schreiben, jeder Spieler hat die Chance, seiner persönlichen Historie ein grosses Kapitel beizufügen.» (pre/si)

Die Nati an ihrem freien Tag

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