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Switzerland's national soccer team coach Ottmar Hitzfeld attends a training session at the stadium in Porto Seguro June 21, 2014. REUTERS/Arnd Wiegmann (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Ottmar Hitzfeld fatalistisch

«Wir haben Träume und ob diese in Erfüllung gehen, entscheiden wir selbst»

Während am spielfreien Tag einige Spieler am Strand herumtollten und den Geburtstag von Captain Gökhan Inler feierten, gab Nationaltrainer am Abend dem Schweizer Fernsehen ein Interview. Und verriet, wie man Messi stoppen will.



Ein gutgelaunter Hitzfeld sieht die Schweiz am kommenden Dienstag zwar in der Ausseinseiterrolle, hat aber bereits Vorkehrungen für einen allfälligen Viertelfinal getroffen, wie der Lörracher gegenüber SRF schmunzelnd verriet.

«Das Achtelfinale zu erreichen ist eine grossartige Sache für ein kleines land wie die Schweiz.»

So werden die Zelte in Porto Seguro am Sonntag definitiv abgebrochen. Falls man nämlich die Gauchos besiegen würde, reise man auf seinen Wunsch direkt nach Brasilia weiter, um die Zeit zur nächsten Partie intensiv zur Regeneration nutzen zu können.

Hitzfeld zu seinem Wunsch: «Nur vier Tage später hätten wir das Viertelfinale in Brasilien. Die Reisestrapazen wären zu umständlich, wenn wir in Porto Seguro bleiben. Ausserdem könnte man sich so länger akklimatisieren, schliesslich liegt Brasilia auf 1100 Höhenmeter.»

The Brasilia national stadium is seen as the national soccer players of Cameroon and Brazil sing the national anthem, during their 2014 World Cup Group A soccer match in Brasilia June 23, 2014. REUTERS/David Gray (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Das Stadion von Brasilia: Ziel von Hitzfeld. Bild: DAVID GRAY/REUTERS

«Nochmals das ganze Trainerleben erlebt»

Der 65-jährige gibt zu, in der Gruppenphase ein Gefühls-Achterbahn durchlebt zu haben: «Ich habe alle Facetten eines Trainers in den drei Spielen erlebt. Gegen Honduras der fantastische Last-Second-Sieg, eine deftige Niederlage gegen Frankreich und die Gefühlsexplosion gegen Honduras, wo wir sehr gut organisiert waren.»

«Ich habe alle Facetten eines Trainers in den drei Spielen erlebt.»

25.06.2014; Manaus; Fussball - WM Brasilien 2014 - Schweiz - Honduras; Michel Pont und Ottmar Hitzfeld (SUI)  jubeln nach dem Schlusspfiff  (Pier Giorgio/Best Photo/fotogloria/freshfocus)

Assistenztrainer Michel Pont herzt Hitzfeld. Bild: Pier Giorgio/freshfocus

Argentinien als grosse Herausforderung

«Wir wissen das Argentinien der Favorit ist, aber in einem Spiel ist alles möglich», meinte Hitzfeld. Beim Aufzählen der Stars nannte er neben Messi auch Higuain, der brandgefährlich sei, Angel di Maria, der viel Druck mache sowie Ezequiel Lavezzi, der ein grandioser Fussballer sei. Nach Fernando Gago brach er das Name-Dropping ab, wohl im Wissen darum, dass die Sendezeit begrenzt ist.

«Wir wissen das Argentinien der Favorit ist, aber in einem Spiel ist alles möglich»

Auf die Frage, ob man Superstar Lionel Messi mit Manndeckung aus dem Spiel nehmen könne, wiegelte der deutsche Erfolgscoach ab:« Es macht keinen Sinn, gegen Messi Manndeckung zu machen. Dieser Spieler würde dann im Mannschaftsgefüge fehlen und somit würden sich Löcher in der Defensive auftun. Wenn man als Einzelkämpfer gegen Messi antritt, holt man sich nach einer Viertelstunde bereits die gelbe Karte ab.»

Argentina's Lionel Messi (L) celebrates after scoring against Nigeria during their 2014 World Cup Group F soccer match at the Beira Rio stadium in Porto Alegre June 25, 2014.  REUTERS/Darren Staples (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP TPX IMAGES OF THE DAY)       TOPCUP

Diesen Mann gilt es zu stoppen: Lionel Messi. Bild: DARREN STAPLES/REUTERS

Stattdessen will der Nationaltrainer eine solidarische Elf auf dem Platz sehen: «Messi muss man gemeinsam im Mannschaftsverbund bremsen», ist Hitzfeld überzeugt, «ein enges Netz» muss man um den argentinischen Superstar aufziehen.

«Der Iran hat mit seinen Torchancen gezeigt, dass Argentinien durchaus verwundbar ist», so Hitzfeld. Das soll seinem Team Mut machen: «Wir haben Träume und ob diese in Erfüllung gehen, entscheiden wir selbst!»

Die Spieler ziehen einen genügsamen Tag ein

Während einige Spieler den Tag mit Geburtstagskind Gökhan Inler – der Captain hat nun die 30 auf dem (silber-) Rücken – den Tag am eigenen Hausstrand verbringen, hängen andere Spieler lieber am Pool rum oder lassen sich massieren.

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Screenshot: facebook/LichtsteinerOfficial

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Ricardo Rodriguez schreibt dazu: «Kräfte sammeln für Argentinien.» Screenshot: facebook/ricardorodriguez34

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