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epa08666812 Slovenian rider Tadej Pogacar (R) of the UAE-Team Emirates crosses the finish line to win the 15th stage of the Tour de France over 174.5km from Lyon to Grand Colombier, France, 13 September 2020. Pogacar won ahead of his second placed compatriot Primoz Roglic (L) of Team Jumbo-Visma, who retained the overall leader's yellow jersey.  EPA/Anne-Christine Poujoulat / Pool

Slowenische Meisterschaft auf dem Grand Colombier: Pogacar gewinnt vor Gesamtleader Roglic. Bild: keystone

Roglic, Pogacar oder doch ein anderer? Die Favoriten vor der letzten Tour-Woche



Bei der 107. Tour de France bahnt sich ein slowenischer Doppelsieg an. Nach 15 Etappen und 2648,5 Kilometern liegt Primoz Roglic in der Gesamtwertung 40 Sekunden vor seinem Landsmann Tadej Pogacar. Die Kletterer aus Kolumbien hoffen auf die letzte Woche, wenn es über 2000 Meter hoch geht.

Die Top Ten:

Bild

rangliste: letour

Vorjahressieger Egan Bernal (mit 8:25 Min. Rückstand auf Rang 13) ist bereits aus der Entscheidung gefallen, und auch die anderen Kletterspezialisten aus den Anden sind im Hintertreffen. Das sind die Top 4 am zweiten Ruhetag der Tour:

Primoz Roglic

1. der Gesamtwertung
🇸🇮 30 Jahre, Team Jumbo-Visma

Slovenia's Primoz Roglic wearing the overall leader's yellow jersey crosses the finish line of the stage 13 of the Tour de France cycling race over 191 kilometers from Chatel-Guyon to Puy Mary, Friday, Sept. 11, 2020. (Benoit Tessier, Pool via AP)

Bild: keystone

Hat der frühere Skispringer überhaupt keine Schwächen? Auch bei der Bergankunft auf dem Grand Colombier am Sonntag war der Vuelta-Champion jederzeit Herr der Lage. Nicht einmal auf den steilen Rampen konnten ihm die Konkurrenten etwas anhaben. Sein erster Tour-Triumph wird immer wahrscheinlicher. Denn die Berge werden weniger und im Bergzeitfahren am vorletzten Tag nach La Planche des Belles Filles wird Roglic eher noch Zeit auf die Gegner herausholen.

Tadej Pogacar

0:40 Min. zurück
🇸🇮 21 Jahre, UAE-Team Emirates

Slovenia's Tadej Pogacar, wearing the best young rider's white jersey, crosses the finish line ahead of Slovenia's Primoz Roglic, wearing the overall leader's yellow jersey, left, to win stage 15 of the Tour de France cycling race over 174.5 kilometers (108.4 miles) from Lyon to Grand Colombier pass, France, Sunday, Sept. 13, 2020. (Christophe Petit-Tesson/Pool via AP)

Bild: keystone

Der Youngster ist die grösste Gefahr für Roglic – denn Pogacar ist unberechenbar. «Alles oder nichts», ist sein Motto. Das könnte bei Roglics Super-Team Jumbo-Visma für Unordnung sorgen. Will er in Paris ganz oben stehen, muss das 21-jährige Supertalent aber noch ordentlich Zeit auf seinen Landsmann herausfahren. Weitere Attacken sind garantiert. «Im Moment scheint Primoz nicht zu stoppen zu sein. Aber vielleicht gibt es einen Tag, wo er Schwächen zeigt», meinte Pogacar. Allerdings ist er dabei auf sich allein gestellt. Sein Team wird ihm nicht viel helfen können.

Rigoberto Uran

1:34 Min. zurück
🇨🇴 33 Jahre, EF Pro Cycling

epa08601414 Colombian rider Rigoberto Uran of EF Pro Cycling crosses the finish line during the 2nd stage of the Criterium du Dauphine cycling race over 135km between Vienne and Col de Porte, France, 13 August 2020.  EPA/JUSTIN SETTERFIELD/POOL

Bild: keystone

Der Routinier vom Team Education First agiert wie gewohnt im Hintergrund. Die Erfahrung ist Urans grosser Trumpf. Er weiss seine Kräfte bestens einzuteilen. Der Kolumbianer bestreitet bereits die 19. grosse Rundfahrt seiner Karriere, sieben Mal schaffte er es bereits unter die besten zehn. Sein grösster Erfolg war der 2. Platz bei der Tour de France 2017. Dass er es in Gelb nach Paris schafft, scheint eher unwahrscheinlich. An die Slowenen kommt er nicht heran. Ein Podestplatz ist aber in Reichweite.

Miguel Angel Lopez

1:45 Min. zurück
🇨🇴 26 Jahre, Astana Pro Team

epa08603646 Colombian rider Miguel Angel Lopez of Astana Pro Team crosses the finish line during the 3rd stage of the Criterium du Dauphine cycling race over 157km between Corenc and Saint-Martin-de-Belleville, France, 14 August 2020  EPA/JUSTIN SETTERFIELD/POOL

Bild: keystone

Der Sieger der Tour de Suisse 2016 ist ein Heisssporn. Nachdem er beim letztjährigen Giro d'Italia von einem Zuschauer zu Fall gebracht worden war, revanchierte er sich mit einigen Schlägen. Dieses Temperament braucht er auch auf dem Rad, um in den Spitzenkampf noch eingreifen zu können. Bislang schaffte es der Fahrer der Astana-Equipe mit Mühe, das Tempo der slowenischen Stars mitzuhalten. Seine Hoffnungen dürften auf der 17. Etappe am Mittwoch zum 2304 m hohen Col de la Loze ruhen. Das ist genau sein Terrain – wie daheim in Kolumbien. (ram/sda)

Wer gewinnt die Tour de France 2020?

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • champedissle 14.09.2020 20:03
    Highlight Highlight Es fehlt an Sympathieträgern bei den Favoriten. Die Tschechen und Kolumbianer sind starke Velofahrer aber haben keinerlei Ausstrahlung. Die eignen sich sehr schlecht als "Siegfahrer". Das ärgert die Sponsoren, zumal wenn es wie bei Roglic in unsportliche Auswüchse gegenüber Gegnern ausartet, das wird gar nicht gerne gesehen.
  • egemek 14.09.2020 16:32
    Highlight Highlight Kann mir einer der Radsport-Experten sagen, warum Hirschi nicht versucht das Bergtrikot zu holen? Etappensieg hat er ja bereits, sein Teamkollege gewann diese Woche auch noch und im Bergpreisklassement liegt er immer noch an 5. Stelle, ohne dass er in den letzten Tagen gepunktet hat. Gestern wären doch die zwei 1.-Kat.-Berge ideal gewesen, um das Trikot zu erobern, da hätte er doch sicher 10-15 Punkte geholt und wäre nun vorne.

    Traut er sich das nicht zu, wird schlussendlich sowieso einer der Slowenen zu stark sein oder wartet er noch auf Madeleine und Co.?
    • dä dingsbums 14.09.2020 16:44
      Highlight Highlight Ich bin kein Experte, aber zuerst war eine Fluchtgruppe voraus und die haben schon die meisten Punkte eingesammelt.

      Im Peloton war das Tempo von Jumbo-Visma sehr hoch, da war es wohl einfach nicht möglich vorne in der Gruppe mitzuhalten und kurz vor dem Gipfel noch einen Sprint hinzulegen.
    • N. Y. P. 14.09.2020 16:57
      Highlight Highlight Es bleiben noch 3 Bergetappen.

      Er hat schon drei Fluchten veranstaltet. Davon eine gewonnen. Das muss verdaut werden.

      Tippe auf morgen Dienstag: Fluchtgruppe nach 10 km mit Hirschi, weil da schon der erste Berg wartet und noch weitere folgen.

      Mittwoch sehe ich keine Chance für eine Flucht, da es vom Profil her, zwei steile, hohe Berge hat mit Bergankunft. Die Gesamtersten werden sich eine Schlacht liefern.
    • N. Y. P. 14.09.2020 16:59
      Highlight Highlight @dä dingsbums

      Hirschi war an diesem Tag im Grupetto. Zur Erholung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 14.09.2020 16:18
    Highlight Highlight Die Nachwuchsförderung in Slowenien ist beeindruckend!
    • Jacques #23 14.09.2020 20:47
      Highlight Highlight ... Sie treiben es auf die Spritze! Spitze natürlich! Die Auto Tastatur wieder bei der Tour de France... Tststs
  • dä dingsbums 14.09.2020 15:35
    Highlight Highlight "Denn die Berge werden weniger"

    Die Berge werden erst am Sonntag weniger.

    Von den verbleibenden Etappen sind drei Bergetappen (1x hart, 1x sehr hart, 1x krass). Dann kommt eine hügelige Etappe, am Samstag das Bergzeitfahren, und dann erst die "Spazierfahrt" nach Paris.

    Die Slowenen sind stark und haben sehr gute Chancen auf den Sieg, aber die nächsten Tage werden äusserst hart und jede noch so kleine Schwäche bei einem Aufstieg kann verheerende Folgen haben.

    Eine tolle Tour-Woche steht bevor.
  • Bert der Geologe 14.09.2020 15:33
    Highlight Highlight Die Ueberlegenheit der beiden Slowenen und gestern der Jumbo-Visma-Mannschaft ist sehr augenfällig. Leider bestehen einige Verbindungen der Slowenen zur Blutdopingmafia (siehe Artikel vom 12.09.2020). Egal, ob sauber oder nicht, wird auch dieser TdF-Sieg ein "Gschmäckle" mitnehmen.
    • Illuminati 14.09.2020 15:50
      Highlight Highlight Es bleibt immernoch die Unschuldsvermutung...
      Und die Überlegenheit von Lotto Jumbo ist jetzt noch nicht so extrem wie die letzten Jahre bei Ineos/SKY. Und das Team ist natürlich auch für Roglic ausgelegt. Ein Van Aert und Doumoulin oder Tony Martin sind natürlich absolute Edelhelfer!
    • Magnum 14.09.2020 15:53
      Highlight Highlight Wenn die Staatsangehörigkeit allein schon für einen undifferenzierten Generalverdacht ausreicht, dann wird wohl nie jemand dieses Rennen ohne «Gschmäckle» gewinnen. Die Frage ist, ob solche pauschalen (Vor-)Urteile angebracht und sinnvoll sind.
    • Bert der Geologe 14.09.2020 17:42
      Highlight Highlight @Blitzer: Natürlich ist es nur ein Verdacht, aber es gibt doch einige ziemlich konkreste Hinweise. Man lese den Artikel:https://www.watson.ch/!581841441. Bei Armstrong galt auch über Jahre die "Unschuldsvermutung". Das hat dem Image des Radsportes sehr geschadet. Also besser genau hingucken, als unschuldsvermuten.

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