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epa06908202 The pack of riders in action during the 16th stage of the 105th edition of the Tour de France cycling race over 218km between Carcassonne and Bagneres-de-Luchon, France, 24 July 2018.  EPA/YOAN VALAT

Auch der Teufel wird wieder da sein, wenn Thomas, Froome, Dumoulin und Co. ums Maillot Jaune fahren.  Bild: EPA

Bergsprint mit Formel-1-Start – darum wird die heutige Tour-Etappe so speziell

65 Kilometer kurz, drei steile Pässe und ein Start wie in der Formel 1 – das sind die Eckdaten der 17. Etappe der Tour de France in den Pyrenäen. watson tickert sie live ab 15 Uhr.



Die erste Pyrenäen-Etappe nach Bagnères-de-Luchon hat gestern keine Änderungen im Gesamtklassement gebracht. Beim Sieg von Bergpreis-Leader Julien Alaphilippe blieben die Anwärter aufs Podest in Paris beisammen. Somit sehen die Top 10 vor der 17. Etappe so aus:

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rangliste: srf

Das Profil der Etappe

Heute Abend könnte das Klassement allerdings anders aussehen. Auf dem Programm steht eine mit 65 Kilometern zwar extrem kurze, aber mit drei Anstiegen ziemlich happige Etappe auf dem Programm (Start um 15,15 Uhr). Vom ersten Meter an und insgesamt während 43 Kilometern geht's bergauf, flache Abschnitte gibt's praktisch nicht und auf den zwei Abfahrten von den ersten beiden Pässen auch nicht viel Zeit, um sich zu erholen.

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grafik: letour

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Die Etappe abgefahren und die Schlüsselstellen analysiert (englisch, 6 Min.). Video: YouTube/Global Cycling Network

Der spezielle Start

Nicht nur wegen der ungewohnten Kürze ist mit Spektakel zu rechnen, sondern auch wegen des Starts zu diesem «Bergsprint». Es gibt keine neutralisierte Strecke – fällt der Startschuss, kann gleich attackiert werden. Weil es kein Einrollen gibt, müssen sich die Fahrer noch besser aufwärmen als sonst.

Die besten des Gesamtklassements dürfen sich ganz vorne einreihen, so wie es in der Formel 1 oder bei Töffrennen üblich ist. Die Top 10 formieren sich pfeilförmig: Das Maillot Jaune Geraint Thomas steht alleine ganz vorne an der Startlinie, hinter ihm folgen Chris Froome und Tom Dumoulin, dann Reihen mit drei und vier Fahrern. Die Fahrer auf den Rängen 11 bis 20 im Gesamtklassement folgen mit etwas Abstand in zwei Fünferreihen, die weiteren Fahrer in Blöcken à 20 Fahrern, wobei sie ihre Position dort selber wählen können.

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So funktioniert der spezielle Start. Video: streamable

Meinungen zur speziellen Etappe

Geraint Thomas, Leader:

«Ich denke, dass diese Etappe extrem entscheidend sein wird. Wir werden grosse Abstände sehen. Der Schlussaufstieg auf den Col de Portet ist vielleicht der härteste Berg dieser Tour.»

epa06908239 Team Sky rider Geraint Thomas of Britain celebrates on the podium wearing the overall leader yellow jersey following the 16th stage of the 105th edition of the Tour de France cycling race over 218km between Carcassonne and Bagneres-de-Luchon, France, 24 July 2018.  EPA/KIM LUDBROOK

Bild: EPA

«Es ist das erste Mal, dass wir so etwas auf dem Programm haben und jeder ist gespannt darauf. Es wird einige Angriffe geben, aber ich bin mir nicht sicher, ob diese Startaufstellung einen grossen Einfluss auf das Rennen haben wird. Wenn einer aus den Top 10 gleich angreift, dann ist das mutig, denn es ist riskant.»

Nicolas Portal, sportlicher Leiter Sky:

«Das wird eine sehr, sehr schnelle Etappe. Wir werden am Morgen wohl eine einstündige Ausfahrt machen und uns dann ausgiebig aufwärmen.»

Robert Gesink:

«Vielleicht fahre ich ohne Sattel und Sattelstütze. Bergab kauern wir uns eh auf den Rahmen und wie es aussieht, benötige ich auch bergauf keinen Sattel …»

Matt White, sportlicher Leiter Mitchelton-Scott:

«Die Hälfte des Feldes wird diese Etappe hassen. Besonders jene, die mehr als 65 Kilogramm wiegen. Es ist ein sehr harter Start für alle, die keine Kletterer sind.»

Max Sciandri, sportlicher Leiter BMC:

«Es gibt das alte Sprichwort, dass es die Fahrer sind, die das Rennen machen. Ich denke nicht, dass dieser Start es gross ändern wird. Es geht in erster Linie um die Show.»

Darum zittern viele

Die 17. Etappe kann nicht nur über den Gesamtsieg entscheiden, sondern auch darüber, ob es ein Fahrer ins Ziel in Paris schafft. Wer schon am ersten Anstieg abgehängt wird, bekommt Probleme, es innerhalb des Zeitlimits ins Ziel zu schaffen. Das wurde auf den Alpenetappen schon zahlreichen Sprintern zum Verhängnis. Den verbliebenen endschnellen Männern und den gesundheitlich angeschlagenen steht ein harter Tag bevor. Wer das Zeitlimit überschreitet, muss die Tour de France verlassen.

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Video: srf

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