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Wolfsburgs Ingo Eismann – wie passend auf diesem Geläuf! – wird gleich an den Pfosten schiessen. bild: arnd zeigler

Unvergessen

Was aussieht wie beim Grümpi, war Deutschlands erstes Penaltyschiessen der Profis

23. Dezember 1970: Erstmals entscheidet ein Penaltyschiessen über den Sieger eines Fussballspiels. In der DFB-Pokal-Partie zwischen Schalke und Wolfsburg wird Torhüter Dieter Burdenski zum ersten Helden.



Die FIFA befasste sich ab 1969 mit der Einführung des Penaltyschiessens. Der Fussballverband Israels brachte den Stein ins Rollen, nachdem die Israelis an den Olympischen Sommerspielen 1968 im Viertelfinal wegen des Münzwurfs ausgeschieden waren. Die Idee der heutigen Form des Penaltyschiessens soll der deutsche Schiedsrichter Karl Wald gehabt haben.

Dieter Burdenski, damals 20 Jahre jung und später in Deutschland Nationaltorhüter, parierte für Schalke auf schneebedecktem, gefrorenem Boden zwei Elfmeter und wurde so der erste Penalty-Held in Deutschland. Vorher entschied ein Münzwurf oder ein Wiederholungsspiel über den Sieger.

Ein Schütze für alle Versuche

Varianten des Penaltyschiessens gab es schon früher, insbesondere auch in der Schweiz. Im sogenannten Jugend-Cup wurde das Penaltyschiessen schon in den 60er-Jahren praktiziert, wobei nach fünf Schützen im Fall eines Unentschiedens gleich fünf neue Schützen antreten mussten.

Auch beim Uhrencup gab es schon vor der offiziellen Annahme durch die FIFA im Juni 1970 das Elfmeterschiessen. Am Uhrencup verlangten die Regeln aber, dass ein Schütze gleich alle fünf Penaltys ausführte.

In Erinnerung bleiben oft die Versager und nicht die Helden

Das erste grosse Turnier, das durch ein Penaltyschiessen entschieden wurde, war die EM 1976 im damaligen Jugoslawien. Die Tschechoslowakei gewann es im Final gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland. Uli Hoeness schoss für Deutschland weit übers Tor, derweil Antonin Panenka seinen Elfmeter gegen Sepp Maier mit einem Lupfer in die Tormitte verwandelte.

Das längste Penaltyschiessen im Profifussball gab es am 23. Januar 2005 in Namibia im Cup: KK-Palace gewann gegen Civics FC mit 17:16 (48 Elfmeter). Und das vielleicht traurigste aus Schweizer Sicht fand eineinhalb Jahre später statt: Beim Ausscheiden im WM-Achtelfinal 2006 gegen die Ukraine versagten allen drei Schweizer Spielern die Nerven. (ram/sda)

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Unvergessen

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23. Februar 1982: Der Titel 1980 kam überraschend, der 2. Rang 1981 war dann die Bestätigung und mit der neunten Schweizer Meisterschaft meldet sich Arosa definitiv im Konzert der ganz Grossen zurück. Der Klub wird als gesundes, erfolgreiches Unternehmen gelobt – doch vier Jahre später folgt der überraschende Abschied aus dem Profisport.

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