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Switzerland's Roger Federer celebrates after defeating Australia's John Millman in their third round match at the Australian Open tennis championship in Melbourne, Australia, Saturday, Jan. 25, 2020.(AP Photo/Lee Jin-man)

Gegner Millman forderte ihm alles ab, doch Federer gewann zum 100. Mal an den Australian Open. Bild: AP

«Mein Gott, das war hart!» – Federer ist nach unfassbarer Wende weiter

Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.



Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.

Die Zusammenfassung des Spiels. Video: SRF

Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende schaffte.

«Zum Glück war es ein Super-Tiebreak, sonst wäre ich jetzt draussen. Ich habe mir nach seinem perfekten Start ins Tiebreak schon überlegt, was ich an der Pressekonferenz zu meinem Ausscheiden sagen soll», gab Federer zu. «Ganz am Ende hatte ich auch das nötige Glück, das es in diesem Moment brauchte.»

Schon bevor das Super-Tiebreak die Entscheidung in der Rod Laver Arena bringen musste, hatte der fünfte Satzes Dramatik geboten. Nachdem Millman das Break zum 2:1 gelungen war, schaffte Federer postwendend das Rebreak, ehe er beim Stand von 3:3 wieder zwei Breakbälle gegen sich hatte. Doch der 38-jährige Baselbieter zog den Kopf noch einmal aus der Schlinge – nicht zum letzten Mal an diesem Abend.

Millman: «Es tut weh»

Federer hatte in der Startphase der Partie lange gebraucht, um seinen Rhythmus zu finden. Insgesamt unterliefen ihm während der ganzen Partie 82 nicht erzwungene Fehler, über 30 davon allein in den ersten zwei Sätzen – eine für Federer aussergewöhnlich hohe Zahl. Die Wende zum Guten für den Favoriten kam gegen Ende des zweiten Durchgangs, als er im Tiebreak plötzlich aggressiver spielte und dank einigen überragenden Punkten den Satzausgleich schaffte.

epa08159219 John Millman of Australia reacts during his third round match against Roger Federer of Switzerland on day five of the Australian Open tennis tournament at Rod Laver Arena in Melbourne, Australia, 24 January 2020.  EPA/SCOTT BARBOUR AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Ärgerte sich über einen durchaus möglichen Coup: John Millman. Bild: EPA

Den dritten Satz entschied Federer dank eines Breaks zum 6:4 ebenfalls für sich, ehe Millman noch einmal zurückschlug. «Es tut weh», so der 30-jährige Australier, der einst auch in der Schweiz Interclub spielte. 2018 hatte Millman Federer am US Open in den Achtelfinals bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit eine empfindliche Niederlage zugefügt.

In den Achtelfinals trifft Federer auf Marton Fucsovics aus Ungarn, der dem Amerikaner Tommy Paul nur sechs Games zugestehen musste. Gegen die Nummer 67 der Welt hat Federer bereits vor zwei Jahren im Melbourne Park in den Achtelfinals gespielt und in drei Sätzen gewonnen. (ram/sda)

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