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YB Fans im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Neuchatel Xamax, im Stade de Suisse in Bern, am Samstag, 27. Juni 2020. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Aktuell dürfen nur wenige Fans ins Stadion und die müssen Abstand zueinander halten: Blick ins Berner Wankdorf. Bild: keystone

Keine Stehplätze, keine Gästefans – so will der Schweizer Fussball Corona überleben

Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht ausgestanden. Das wird je länger, je klarer. Die Swiss Football League arbeitet deshalb mit Hochdruck daran, die Saison 2020/21 vorzubereiten.



Das oberste Ziel der Swiss Football League ist weiter, dass alle Klubs die Corona-Krise wirtschaftlich überleben. Sie bereitet deshalb intensiv die neue Saison vor. Die laufende wird am Montag abgeschlossen. Bislang dürfen maximal 1000 Personen ins Stadion.

In der neuen Saison soll dies dank eines neuen Schutzkonzepts anders sein. Die Liga hofft, dass mehr Fans in die Stadien dürfen. Ihr Konzept sieht dazu eine Maskenpflicht vor. Mehr als diese Massnahme dürften zwei andere zu reden geben: Im Schutzkonzept der SFL sind auch der Verzicht auf Gästefans und auf Stehplätze vorgesehen.

Unmissverständlich hält die SFL in ihrem Communiqué fest: «Sollte die derzeit geltende Personenbeschränkung in den Stadien nicht gelockert werden, werden viele Fussballklubs die Covid-19-Pandemie nicht überleben.» Auf dem Spiel stünden nicht nur 3000 Arbeitsstellen, «sondern auch ein wichtiger Teil unserer Schweizer Kultur

Zuschauer und Praesident Matthias Hueppi, oben links, bei einem Testspiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Aarau, am Samstag, 13. Juni 2020, in St. Gallen. Die Meisterschaft wird demnaechst fortgesetzt, nachdem sie wegen dem Coronavirus unterbrochen wurde. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der FC St.Gallen würde in seiner momentanen Form in jedem Spiel vor ausverkauftem Haus spielen. Laut Präsident Matthias Hüppi entgehen dem Klub so pro Partie 450'000 bis 500'000 Franken. Bild: keystone

In den Grundfesten erschüttert

Die Liga hofft, dass dank der übergeordneten Massnahmen und verschiedener weiterer Begleitmassnahmen in jedem Stadion mindestens 50 Prozent der Sitzplatzkapazität ausgeschöpft werden kann. Angestrebt wird, dass im ganzen Land die gleichen Grundvoraussetzungen geschaffen werden können. «Bleiben die dringend benötigten Einnahmen aus, droht vielen Fussballklubs die baldige Zahlungsunfähigkeit», macht die SFL klar.

Durch das Verbot von Grossveranstaltungen sei der Fussball in der Schweiz in den Grundfesten erschüttert worden. «Seine wichtigste Einnahmequelle – die Erlöse aus Ticketing, Catering und VIP-Kunden am Spieltag – brach von einem Tag auf den anderen weg.» Eine möglichst rasche Normalisierung sei daher von zentraler Bedeutung für das Überleben der Klubs. Die Liga erinnert daran, dass vom Profibetrieb auch alle anderen Bereiche eines Klubs (Frauen-, Junioren-, Breitenfussball) direkt oder indirekt abhänge. Auch die Nationalmannschaften seien auf einen funktionierenden Betrieb angewiesen. (ram)

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45
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 30.07.2020 06:59
    Highlight Highlight Das Abspecken beim Profifussball wäre auch eine Option!
  • SpitaloFatalo 29.07.2020 22:54
    Highlight Highlight Man erwischt sich diese Tage immer mal wieder dabei wie man etwas naiv hofft, Corona könnte den Fussball verändern... mit Akteuren, mit denen man sich identifizieren kann, ohne überrissene Saläre/Transfersummen. Vielleicht überlebt DIESER Fussball ja nicht, getschuttet wird aber garantiert auch in Zukunft...
  • KnechtRuprecht 29.07.2020 22:49
    Highlight Highlight Keine Gästefans, nur noch Sitzplätze, Registierungspflicht (absehbar)...
    Sollte dieses Wochenende eine ausschweifende Party in Bern aufgelöst werden, dürfte es sich um Karin K. S. mit ihren KKJPD Buddies handeln. Jahrelang gegen Fans des Fussballs und des Eishockey mit allen Mitteln gekämpft und dann löst ein kleiner Virus alle ihre Probleme...
    Schöne neue Welt...


  • Terraner 29.07.2020 19:14
    Highlight Highlight Führt keine Gästefans nicht zu einem noch grösserem Heimvorteil? Wieso sind Gäste ein Problem? Immer diese unlogische Schutzkonzepte. Viel wichtiger wäre doch ein gestaffelte ein und auslas der Menschenmengen. Dafür müsste deutlich mehr Zeit eingerechnet werden. Ebenfalls bräuchte es Überlegungen ob Verpflegung erlaubt sein soll. Da kommt man sich ja auch wieder näher. Leicht wird es nicht ein vernünftiges Konzept zu bringen, möglich sollte es aber sein.
  • sansibar 29.07.2020 17:53
    Highlight Highlight GC: für unsere Spiele interessiert sich eh keiner, dürfen wir trotzdem aufsteigen?
    Vaduz: hold my beer...
    Sorry den musste ich mal irgendwo platzieren 😂😂
  • Joe Meier 29.07.2020 16:24
    Highlight Highlight Mit der Maskenpflicht wird der Grossteil der Fans zuhause bleiben und die Strategie wird zum Eigentor.
    • Eiswalzer 29.07.2020 17:02
      Highlight Highlight Warum? Ich gehe sicher mit Maske ins Stadion. Was soll da das Problem sein???? Wichtig ist, dass die Stadien wieder aufgehen.
    • Max Müsterlein 29.07.2020 20:00
      Highlight Highlight Ich auch. Saisonkarte gekauft. Würde auch im Kopfstand schauen wenn dies eine Auflage wäre.
  • Colluci5 29.07.2020 16:21
    Highlight Highlight Wie sieht es dann mit Vereinen aus, die fast keine Sitzplätze haben? Siehe Aarau, wo nur ein kleiner Teil aus Sitzplätzen besteht. 1200 Sitzplätze, sprich nach diesem Schutzkonzept nur noch 400 Fans pro Spiel und nicht mehr 1000 wie aktuell
    • Mr. Peabody 29.07.2020 16:37
      Highlight Highlight Sitzplatzpflicht soll nur in der NLA gelten.

      „... Verzicht auf Gästefans in beiden Ligen und Stehplätze in der Raiffeisen Super League.“
    • Oberon 30.07.2020 06:06
      Highlight Highlight Wir haben ganz andere Probleme beim FCA.

      Eigentlich müsste man die heutige Situation nutzen um den Fussball in der Schweiz wieder besser auszurichten.
      Leider fehlt es wohl noch immer am willen oder der Fähigkeit.
  • PETER HENGARTNER 29.07.2020 16:08
    Highlight Highlight Blödsinnige 1000-Personen-Corona-Regel. wie kann man nur alle Veranstaltungen verallgemeinen? In einem geschlossenem Club sind doch 1000 Leute viel zu viel, hingegen in einem offenen Stadion wie In Basel, Genf könnten ohne Bedenken 10000 Zuschauer rein. In St.Gallen 5000.....
    • jojimen 29.07.2020 18:10
      Highlight Highlight 50 % pro Sektor wäre bestimmt machbar! Gesunder Menschenverstand hat noch nie geschadet!
    • Gigle 29.07.2020 18:29
      Highlight Highlight Logisch wäre es für 10‘000 Personen in einem Stadion mit 30‘000 Plätzen theoretisch möglich Abstand zu halten. Das Problem ist jedoch das rein und raus kommen.
    • inVain 29.07.2020 18:41
      Highlight Highlight Es geht ja auch irgendwie darum, dass 10000 Zuschauer auch irgendwie an- und wieder abreisen können müssen. Was nützt ein Abstands-Konzept in einem offenen Stadion, wenn Zuschauer nach einem Sieg emotional und überschwänglich in einem total überfüllten Bus/Tram/Zug heim fahren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sverige 29.07.2020 15:42
    Highlight Highlight Also bei Maskenpflichtkeine Gästefans ist ein rieser Witz. Und die Heimfans stecken sich mit der Maskeauch nicht an? Die Maskenpflicht ist eh lächerlich, wenn man die, Statistiken sieht. Es hat sich rein gar nichts verändert.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 29.07.2020 18:08
      Highlight Highlight Die Clubs sind sowieso nicht an den Gästen interessiert. Diese werden nur als Risiko gesehen.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 30.07.2020 01:27
      Highlight Highlight Die Zahlen steigen seit zwei Wochen. Ja, den Schweden fällt es schwer zu verstehen, dass es ohne Maske deutlich höhere Fallzahlen geben könnte, ja sogar ziemlich sicher würde.

      Gäste müssten i.d.R. von weiter her im Kombipack anreisen. Das birgt durchaus gewisses Risikopotenzial. Ist noch Alkohol bei der Anreise im Spiel, fällt die Maske schnell. Ganz zu schweigen von eventuellen Auseinandersetzungen nach dem Spiel. Man denke nur an die prügelnden Coronigans.
  • Chef_baba 29.07.2020 15:41
    Highlight Highlight Der Schweizer-Fussball hat nie gelebt.
  • Posersalami 29.07.2020 15:15
    Highlight Highlight Super!

    Aber was macht die SL, wenn sich die Fans nicht an das Konzept halten? Gibts dann einen Spielabbruch?

    Ab wie vielen nachgewiesenen Infektionen im Stadion wird die Saison ohne Zuschauer weitergeführt? Übernimmt die SL die Kosten, die durch Infektionen im Stadion entstehen?

    • Hamudi Dudi 29.07.2020 16:01
      Highlight Highlight Warum sollte die SL die Kosten der eventuell im Stadion stattgefundenen Übertragungen übernehmen? Das wäre eine krasse Benachteiligung gegenüber jeder anderen Firma in der Schweiz und unfair. Oder haben sie mal gelesen, dass Detailhändler, SBB, Clubs/Bars, Coiffeure, etc. für Behandlungskosten aufkommen mussten?
    • Eiswalzer 29.07.2020 16:25
      Highlight Highlight Übernehmen Geschäfte die Kosten, wenn sich jemand dort ansteckt? Läden? Restaurants? Und und und. Leben wir eigentlich in einer Vollkaskogesellschaft?! Wir haben hier kein Killervirus vor uns, und es gilt Verhältnismässigkeit zu wahren. Langsam aber sicher will ich mal Strategien sehen und wer das alles bezahlen soll. An die heiklen Themen wagt sich keiner ran (zahlen Rentner einen Coronabeitrag? Usw.). Aber jeden Tag Medienkonferenzen mit Zahlenfetischismus abhalten. Langsam aber sicher reichts. Vor Ende 2021 können wir eh vergessen, dass eine breitere Immunität vorhanden ist.
    • Eiswalzer 29.07.2020 16:53
      Highlight Highlight Übrigens, Posersalami, passen deine Forderungen genau ins Schema der Ungleichbehandlung, welche Sportklubs/Kulturunternehmen seit Anfang an bemängeln. Egal ob Kurzarbeit, Kreditvergabe, finanzielle Zuwendungen, Lohnzahlungen: Immer gelten komische Sonderregelungen, oft vom Bund. Absurd hoch 10, in keiner anderen Branche würde das akzeptiert. Spezielle Kurzarbeitsregelungen (nachteilig), Solidarhaftung bei Krediten (gehts eigentlich noch??), usw. Als zu Beginn der Pandemie erst nur Sport und Kultur geschlossen wurden, sprach Parmelin davon, dass es sicher kein Geld gäbe. Katastrophal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Mächlicher 29.07.2020 15:12
    Highlight Highlight Keine Gästefans. Keine Stehplätze. Klar für viele Fans ist dies ein Verlust, und macht sicher nicht gleich viel Spass. Den Clubs, und der Gesundheit wegen, sollte dies aber doch für eine Saison zu schaffen sein. Ein totaler Verzicht auf Fans im Stadion hätte dann schon verheerendere Auswirkungen. Und diese über einige Jahre. Auch für all die tausenden Junioren.
    • mikel 29.07.2020 17:12
      Highlight Highlight Was das Ganze unmittelbar mit Junioren und dem Breitensport zu tun hat, muss mir erst jemand erklären. Auch wenn der SFV bei den Zuschauereinnahmen mitverdient.
    • Globidobi 29.07.2020 22:45
      Highlight Highlight Die Jugendausbildung wird von den Vereinen finanziert. Fehlt das Geld, werden Juniorenteams eingestellt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 30.07.2020 01:15
      Highlight Highlight Verheerende Auswirkungen. Du meinst, statt Hunderten von Millionen würden die Spieler nur noch Hunderte von Tausenden verdienen? Werden sie wohl nur knapp verkraften. Aber sie werden's überleben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • O.Brady 29.07.2020 15:07
    Highlight Highlight Endlich fertig mit den Gästefans!!!
  • bokl 29.07.2020 14:17
    Highlight Highlight - Darf man auf einem Sitzplatz auch Stehen oder wird es eine Sitzpflicht geben?

    - Wie wird die Einteilung in Heim-/Gast-Fan gemacht? Jeder darf nur in das am Wohnort nächste Stadion?
    • Eiswalzer 29.07.2020 14:39
      Highlight Highlight Keine Gästefans, würde ich sagen. Macht keinen Sinn. Nur Heimfans, nur Sitzplätze und allenfalls mit Maske. Auf jeden Fall würde ich mich da sicherer fühlen als in jedem Club oder Bar...
      Und falls der BR ein Verbot bis März 2021 beschliesst (über 1 Jahr!!!!!), dann muss die Staatskasse ordentlich geöffnet werden. Alles andere ist inakzeptabel gegenüber Sport, Kultur und anderen Branchen.
    • Posersalami 29.07.2020 15:17
      Highlight Highlight @Eiswalzer: Ah, es soll also der Staat (sprich die Steuerzahler) zahlen, auch wenn sie Fussball nicht interessiert? Das finde ich etwas daneben.

      Wieso können sich nicht die Fans solidarisch zeigen und Tickets kaufen, ohne ins Stadion zu gehen? Als Gegenleistung könnte es zB. einen Livestream geben.

      Der BR kann nichts für die Pandemie..
    • rburri38 29.07.2020 15:22
      Highlight Highlight Das geht ganz einfach, hier zwei Beispiele: Nur Abobesitzer und nur Abobesitzer können zusätzliche Tickets kaufen und an Freunde geben. Zweite Variante: Nur Persnen mit Ticket-Historie können Tickets kaufen. Sollte kein grosses Problem sein.
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