Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hannu Tihinen zeigt den Fans auf dem Helvetiaplatz den Pokal Andreas Meier/freshfocus

Schluss mit WM! Ab Samstagabend geht es in der Super League wieder um dieses begehrte Stück. Bild: Andreas Meier

Starthilfe zum Saisonauftakt

Was, schon wieder Super League? Acht (nicht ganz ernst gemeinte) Gründe, weshalb unsere Liga viel, viel besser als die WM ist

Sie verarbeiten noch Ihre WM-Überdosis und haben null Bock auf Schweizer Fussball? Schwächeln gilt nicht! watson erklärt, weshalb Sie sich unbedingt auf den Saisonstart vom Wochenende freuen sollten.



Wir hatten vier Wochen lang Steak – und jetzt soll es plötzlich wieder Fleischkäse sein? Nur sechs Tage nach Deutschlands emotionalem Triumph im WM-Final steigen am Samstag bei Aarau gegen Basel die ersten Schweizer Kicker wieder in die Hosen. Adios Weltmeisterschaft, willkommen Super League!

Delgado statt Messi, Brügglifeld statt Maracanã? Man könnte jetzt maulen, man könnte jetzt jammern, aber das nützt ja alles nichts. Die nächste WM-Sause steigt erst in vier Jahren – und wer will schon so lange traurig sein? Als kleine Starthilfe liefern wir acht (nicht ganz ernst gemeinte) Gründe, weshalb die Super League eh viel, viel besser als die WM ist.

1. Jeff Saibene ist der Einzige, dessen Frisur ein Thema ist

Sind wir mal ehrlich: Die ganze Hysterie um Xhakas Irokesen, Neymars Strähnchen und «Tingeltangel» David Luiz hat uns während der WM irgendwann nur noch angeödet. Freuen wir uns uns also auf den St. Gallen-Trainer und seine stolze Mähne, die uns seit den 80er-Jahren gleichbleibend gute Unterhaltung bietet. Übrigens: Jeff Saibene ist jetzt auch auf dem Papier ein Schweizer. Nachträglich herzliche Gratulation!

Bild

Drei Typen, drei Frisuren. Doch nur einer ist «Jeff, le Chef». Bild: watson

2. Italiener müssen keine Angst haben, im Stadion gebissen zu werden

Bei uns trifft es meistens nur die Zürcher. Denn was Suarez kann, können unsere Marder schon lange. Ausserdem sind sie viel putziger und lassen sich nicht so leicht von der FIFA aus dem Verkehr ziehen.

Bild

Ex-FCZ-Spieler Loris Benito ringt mit einem Marder, Luis Suarez ringt nach seiner Attacke gegen Chiellini mit den Tränen. Bild: watson

3. Die Chance, dass am Ende ein Deutscher den Pokal hochstemmt, ist ziemlich klein

Die Schnauze voll von jubelnden Deutschen? GC-Trainer Michael Skibbe ist ein grosser Fachmann und auch neben dem Platz ein cooler Typ. Aber gewonnen hat er (ausser 1982 mit Wattenscheid 09 die unfassbar umkämpfte deutsche Meisterschaft der B-Junioren) bisher noch nichts. Auch dieses Jahr wird der Vize-Weltmeister-Coach von 2002 wohl höchstens wieder zweiter Sieger.

Bild

Michael Skibbe hat mehr Bauch, Jogi Löw hat mehr Pokale. Bild: watson

Haben Sie schon wieder Lust auf die Super League?

4. Ein Stadionbesuch ersetzt die Wellness-Oase

Fremder Schweiss, Schminke und Bier am Shirt? Während der WM war das an der Tagesordnung – sogar beim Public Viewing wurde es richtig eng. Wer die entscheidenden Matches in Brasilien sogar live im Stadion sehen wollte, musste der FIFA ein Jahr im voraus seine Seele verkaufen. Ganz anders in der Super League: Zehn Minuten vor dem Anpfiff schlendern wir ans Kassenhäuschen und können uns danach im Stadion unseren eigenen Privat-Sektor aussuchen. Herrlich!

Bild

Endlich ungestört Fussball gucken! Bild: watson

5. Auch Teams, die richtig unter die Räder kommen, dürfen bis zum Schluss mitspielen

Wäre ja auch total fies, wenn Vaduz schon nach drei Spielen nicht mehr mitmachen dürfte. Stimmt's liebe Engländer, Spanier und Italiener?

Bild

Englische Fans mussten sich bei der WM mit Deutschland freuen. Wenigstens dieses Schicksal bleibt Aufsteiger Vaduz sicher erspart. Bild: watson

6. Wir können wieder tagelang über strittige Torszenen diskutieren

Eher früher als später wird die Torlinientechnologie auch in den Schweizer Stadien zum Standard-Inventar gehören. Bis es so weit ist, dürfen wir uns weiterhin ungeniert wie kleine Kinder darüber zanken, ob der eine Ball in der Nachspielzeit jetzt knapp drin war oder nicht. Hurra!

Basels Marco Streller reklamiert ein Handspiel bei Schiedsrichter Stephan Studer beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Basel 1893 am Sonntag, 23. September 2012, im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Marco Streller diskutiert gern und lange mit dem Schiedsrichter. Sein Penalty an der WM 2006 wäre wohl auch mit der neuen Torlinientechnologie eher nicht drin gewesen. Bild: watson

7. Wir dürfen verkleidete Fans hemmungslos auslachen

Während der WM gehörte das schrille Outfit fast schon zum guten Ton. Das passte längst nicht jedem. Wer die nachvollziehbare Meinung vertritt, dass ausgefallene Kostüme eigentlich nur an der Fasnacht, im Kindergarten oder im Schlafzimmer in Ordnung sind, der kann jetzt wieder beruhigt ins Stadion fahren. 90 Prozent der Fans tragen in der Super League sowieso eine schlichte Jeans- und T-Shirt-Uniform. Wer sich trotzdem verkleidet, hat ziemlich sicher einen an der Waffel.

Bild

Kommt an der WM gut, in der Super League eher nicht: Sich lustig verkleiden. Bild: watson

8. Endlich wieder anständige Verpflegung

Was verbindet Fussballmatches und Kunstvernissagen? Der Apéro ist oft der Höhepunkt. Und in der Super League gibt es, im Gegensatz zur WM, wenigstens anständiges Bier und eine feine Bratwurst zu jedem Gurken-Kick. Profi-Fans vergessen übrigens nie den Senf zuhause, wenn es zur Auswärtsfahrt nach St. Gallen geht. 

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: Der legendäre Fackelspiess im Brügglifeld schmeckt noch besser als jede Leckerei an der gesamten Copacabana. En Guete!

Super League, 1. Runde

Sa. 17.45 Uhr: Aarau – Basel
Sa. 20.00 Uhr: St. Gallen – YB
So. 13.45 Uhr: Luzern – Sion
So. 13.45 Uhr: Thun – Vaduz
So. 16.00 Uhr: Zürich – GC

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Akanjis Revier

Mein Körper ist mein Kapital – was ich alles mache, um fit zu bleiben

Als Fussballer macht mir nichts so viel Spass wie das Spiel mit dem Ball. Doch es gehört noch vieles mehr dazu, damit ich die Robustheit, das Tempo und die Form habe, meine beste Leistung abzurufen.

Mit 25 Jahren gehöre ich zwar noch lange nicht zum alten Eisen. Mir geht es zum Glück wirklich gut. Trotzdem spiele ich schon viele Jahre Fussball und ich spüre, dass in meinem Körper nicht mehr alles so ist, wie es einmal war. Deshalb arbeite ich mit Spezialisten zusammen, damit ich auf dem Platz weiterhin meine Leistung bringen kann.

Man ist sich als Spieler zwar schon früh bewusst, dass der eigene Körper das Arbeitsinstrument ist. Wie sehr man tatsächlich von einem gesunden Körper …

Artikel lesen
Link zum Artikel