Sport
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Bundesraetin Viola Amherd spricht an einer Medienkonferenz ueber die Begleitmassnahmen zur Stabilisierung des Schweizer Sports, am Mittwoch, 13. Mai 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bundesrätin Viola Amherd hebt den Warnfinger:« Die Profiklubs müssen jetzt auch ihren Effort leisten.» Bild: KEYSTONE

Viola Amherd: «Man kann nicht zuschauen und abwarten, ob der Sport die Krise überlebt»

Die Bundesrätin verteidigt die Finanzspritze in der Höhe von 500 Millionen Franken für den Schweizer Sport, verlangt von den ­Profiklubs aber im Gegenzug ein Umdenken – im Interview erklärt sie, warum dies fürs Überleben notwendig ist.

rainer sommerhalder, etienne wuillemin / ch media



Waren Sie seit dem 11. Mai schon im Fitnesscenter oder im Schwimmbad?
Viola Amherd: Keines von beiden. Es hat zwar Tage gegeben, an denen ich am Schwimmen war. Aber nicht in einem Schwimmbad (lacht).

Wo sonst?
Hier im Büro in den vielen Akten, die alle innert kürzester Zeit hereingeflattert sind.

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Wie halten Sie sich fit?
In normalen Zeiten gehe ich tatsächlich ab und zu ins Fitnessstudio. Sehr viel gehe ich Laufen oder Wandern und Velofahren. Und im Winter natürlich Skifahren.

Mussten Sie Ihr Sportprogramm während des Lockdowns anpassen?
Ich musste meine sportlichen Tätigkeiten aus Zeitgründen aufs Wochenende beschränken. Samstags und sonntags ging ich regelmässig am Morgen eine Stunde Laufen und am Nachmittag war ich eine Stunde mit dem Velo unterwegs.

Der Stillstand des Sports ist Grund für das Stabilisierungspaket in der Höhe von 500 Millionen. Geld für Profisportler ist ein Thema mit grosser emotionaler Wirkung. Wie liessen Sie sich von der Notwendigkeit überzeugen?
Als Sportministerin war mir klar, dass wir schnell und unkompliziert handeln müssen. Wir können uns nicht leisten, dass die Strukturen des Schweizer Sports durch diese Krise kaputt gehen. Sie sind sowohl für die Profisportler wie auch für die Nachwuchsförderung und die Freizeitsportler von eminenter Wichtigkeit. Auch viele Menschen im Umfeld der Wettkämpfe, wie Medienschaffende oder Personen im Bereich Hospitality, sind davon abhängig. Insgesamt hängen 100'000 Arbeitsplätze an der Schweizer Sportwirtschaft. Das darf man nicht vergessen. Der Sport generiert 1,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Mehr als die Landwirtschaft. Deshalb kann man nicht einfach zuschauen und abwarten, ob der Sport die Krise überlebt oder nicht.

«Selbstverständlich habe ich auch die eine oder andere kritische Rückmeldung gelesen – das ist nachvollziehbar, denn das sind Steuergelder, die wir ausgeben.»

Offensichtlich waren diese Argumente stark genug, um den Gesamtbundesrat zu überzeugen?
Der Bundesrat ist sich bewusst, dass der Sport in unserem Land einen sehr grossen gesellschaftspolitischen Stellenwert hat. Im sozialen Bereich, für die Integration und die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Im Sport kann man so viel lernen, dass einem im Leben hilft. Und mehr als 80 Prozent der über 15-Jährigen betreiben regelmässig Sport.

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS AB DEM 11. MAI UNTER DER EINHALTUNG DER SCHUTZMASSNAHMEN IM PROFI- WIE IM BREITENSPORT WIEDER TRAINIERT WERDEN DARF - Adrian Winter im Trainingsauftakt vom FC Zuerich im Heerenschuerli in Zuerich, aufgenommen am Freitag, 3. Januar 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Schweizer Sportwelt reagierte erleichtert auf das Hilfspaket des Bundesrats. Bild: KEYSTONE

Welche Reaktionen haben Sie erhalten auf das Sportpaket?
Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen erhalten. Man war erleichtert, dass Entscheidungen gefallen sind. Klar gibt es noch Details zu klären, wir haben am Mittwoch die Eckpunkte beschlossen. Ich spürte eine grosse Erleichterung, weil die Sportwelt gemerkt hat: Ja, wir werden nicht vergessen. Selbstverständlich habe ich auch die eine oder andere kritische Rückmeldung gelesen – das ist nachvollziehbar, denn das sind Steuergelder, die wir ausgeben. Es sind grosse Beträge, darum ist Vorsicht geboten und wir müssen die Risiken so weit wie möglich minimieren.

Das Gefühl, «wir sind vergessen worden». Im Rückblick: Fühlte sich der Sport zurecht vernachlässigt?
Da müssen wir zwischen Empfindungen und Fakten unterscheiden. Der Bundesrat hat schon sehr früh ein erstes Sofortpaket über 100 Millionen beschlossen. Das wurde vielleicht zu wenig wahrgenommen. Aber Fakt ist, dass es schon früh eine politische Reaktion gab.

«Wer sich die Situation in der Schweiz genau anschaut, erkennt: Wir haben nicht die Zustände wie im Ausland. Es gibt kaum Fussball-Millionäre.»

Den Sportfunktionären wurde vorgeworfen, die Lobbyarbeit in Bundesbern sei schwach. Ihre Meinung?
Ich sehe das anders. Der Lauteste ist nicht immer der Effizienteste. Ich bin der Meinung, der Sport hat eine gute Lobby.

Kritisch wurden die Kredite für Fussballer beäugt. Sie haben in der Gesellschaft den Ruf, verwöhnt zu sein. Warum müssen Sie trotzdem unterstützt werden?
Unsere beiden Profiligen im Fussball und Eishockey haben eine sehr wichtige Funktion in diesem Land. Gerade wenn wir an die Nachwuchsförderung denken. Das Image der Fussballer ist teilweise tatsächlich so, wie Sie es beschrieben haben: verwöhnt, überbezahlt. Wer sich die Situation in der Schweiz genau anschaut, erkennt: Wir haben nicht die Zustände wie im Ausland. Es gibt kaum Fussball-Millionäre. Wir haben aber Bedingungen an die Hilfe geknüpft. Die bestehenden Löhne müssen eingefroren werden, dazu in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent gesenkt werden. So können wir Einfluss nehmen auf die Entwicklung. Zudem legten wir fest: Die Ligen müssen die Beträge zurückzahlen. Schliesslich muss ein Sicherheitsfonds gegründet werden, damit der Betrieb bei einer allfälligen neuen Krise mindestens sechs Monate aus eigener Kraft weitergeführt werden kann. Das zeigt, auch die Vereine selbst müssen einen Effort leisten.

Das tönt gut. In der Praxis wird es in der Schweiz aber etliche Vereine geben, die Gelder nicht zurückzahlen können aufgrund der wirtschaftlichen Realitäten.
Ich finde: Wenn man fünf oder zehn Jahre Zeit hat, um diese Gelder zu amortisieren, dann muss das drin liegen. Zudem können die Darlehen höchstens 25 Prozent der Betriebsausgaben absichern, nicht den Gesamtbetrieb. Das bedeutet, es braucht sowieso eine gesunde wirtschaftliche Struktur.

Ist der Schweizer Profisport krank?
Es gibt sicher Verbesserungspotenzial. Ich würde mir erhoffen, dass die Krise dazu führt, dass die Klubs und die Ligen eine Struktur aufbauen, um dank einem finanziellen Polster in Zukunft Krisen besser zu überstehen. Dass man nicht einfach nur von der Hand in den Mund lebt. Das war in der Finanzkrise bei den Banken dasselbe. Man schrieb ihnen vor: Es braucht eine gewisse Summe Eigenkapital, dass ihr eine gewisse Substanz habt, um euch selber zu helfen. Das verlangen wir nun auch von den Profiklubs im Sport.

Begrüssen Sie es, dass mit diesen Plänen eine öffentliche Debatte über Grossverdiener im Sport ausgelöst wird?
Ich habe Verständnis, dass dieses Thema diskutiert wird. Vor allem, wenn Steuergelder dafür eingesetzt werden. Aber man muss fair diskutieren und sauber analysieren, wie viele Topverdiener wir wirklich haben – und wie es für die Mehrheit aussieht.​

«In letzter Zeit wurde bei der Frauenförderung im Sport gute Arbeit geleistet.»

Wie stellen Sie denn sicher, dass kritische Stimmen nicht Überhand nehmen – und plötzlich via Parlament die geplante Sporthilfe ausbremsen?
Das Parlament ist frei zu entscheiden, das ist seine Aufgabe. Aber ich war selbst lange im Parlament – und ich muss sagen: Den Parlamentarierinnen und Parlamentariern ist die Wichtigkeit des Sports sehr wohl bewusst. Und ich gehe davon aus, dass sie sich an Fakten orientieren, dass sie das Geschäft studieren – und nicht nur die Kommentarspalten lesen. Darum bin ich guter Hoffnung, dass es durchkommt.

Fürs Pflegepersonal klatschen wir – dem Profifussballer geben wir Geld. Sind solche Quervergleiche zulässig?
Sie sind einfach nicht treffend! Das Pflegepersonal erbringt eine riesige Leistung und erhält dafür einen Lohn, der selbstverständlich ist. Und jetzt kann man darüber diskutieren: Ist er hoch genug oder nicht? Aber auch die Spitäler konnten von den Unterstützungsmassnahmen des Bundes profitieren, Stichwort Kurzarbeit und nicht zuletzt auch die Unterstützung durch Armee und Zivilschutz. Darum: Nein, so ein Quervergleich ist nicht treffend.

«Eine Lohnobergrenze, nicht nur im Sport, ist für mich ein ziemlicher Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit.»

An die Finanzhilfe für Fussball und Eishockey ist auch ein Bekenntnis zum Nachwuchs gekoppelt, nicht aber Engagements zur Frauenförderung – warum nicht?
Das könnte man diskutieren. In letzter Zeit wurde aber bei der Frauenförderung im Sport gute Arbeit geleistet. Gerade im Fussball, wo der Verband eine Stelle dafür geschaffen hat. Ich denke, der Trend zum Frauenfussball wird anhalten. Das hat sich auch bei der vergangenen Fussballweltmeisterschaft der Frauen gezeigt.

Braucht der Schweizer Profisport – also Fussball oder Eishockey – eine Lohnobergrenze?
Eine Lohnobergrenze, nicht nur im Sport, ist für mich ein ziemlicher Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit. Darum sollte man von Obergrenzen absehen und an die Vernunft appellieren. Ich denke, durch die Krise wird es sowieso ein Umdenken geben – geben müssen – und unsere angedachten Mittel werden wirksam sein. Die Klubs müssen sich trotz Bundeshilfe ziemlich anstrengen, um die Krise zu bewältigen.

«Vernunft» war noch nie der erste Ratgeber im Sport. Sei es, um den nächsten Titel zu gewinnen, oder den Abstieg zu verhindern. Es gibt immer Gründe, um noch mehr Geld auszugeben. Glauben Sie wirklich, dass Corona daran etwas ändert?
Das kann ich nicht mit Sicherheit unterschreiben. Man diskutiert ja auch: Hat die Coronakrise einen langfristigen Einfluss auf das Verhalten der Bevölkerung, auf die Mobilität zum Beispiel. Ob das dann tatsächlich eintrifft, kann ich auch nicht sagen...

… wir befürchten: nein, wird es nicht!
Ich bin auch eher skeptisch! Aber ich habe von vielen Klubvertretern vernommen, dass sie eine Chance sehen, jetzt umzudenken. Sie müssen. Darum darf man nicht zum Vornherein sagen: Es funktioniert nicht.

«Der bestmögliche Termin für einen Sportanlass mit Fans is der 1. September. Aber das kann man heute noch nicht versprechen.»

Wie lange müssen die vielen Nachwuchssportlerinnen und -sportler oder Amateure in der Leichtathletik, im Radsport oder beim Beachvolleyball noch warten, bis sie sich im Wettkampf messen können?
Ich kann momentan leider kein Datum nennen. Ich hoffe, so schnell wie möglich. Gerade für die vielen Nachwuchssportler ist das sportliche Messen im Wettkampf sehr wichtig. Wir müssen aber abwarten, wie sich die ersten Lockerungsschritte auf die Infektionszahlen auswirken. Bis jetzt ist es Gott sei Dank sehr gut verlaufen, da sich die Bevölkerung verantwortungsvoll an die Massnahmen hält. Nun kommt es auf die Folgen des zweiten Lockerungsschrittes an. In zwei Wochen wissen wir mehr und Ende Mai wird der Bundesrat über die weiteren Schritte entscheiden.

Es gibt einen Fahrplan für den Profifussball und für Grossveranstaltungen. Aber die vielen kleinen Wettkämpfe befinden sich im Ungewissen.
Ich habe volles Verständnis für die Organisatoren dieser Anlässe. Es wird sicherlich ein Thema sein, wenn der Bundesrat am 27. Mai über die nächsten Lockerungsschritte befindet.

Und wann können Sie erstmals wieder einen grossen Sportanlass mit vielen Fans besuchen?
Grossveranstaltungen ab 1000 Personen bleiben ja bis Ende August verboten. Der bestmögliche Termin für einen solchen Sportanlass ist also der 1. September. Aber das kann man heute noch nicht versprechen, weil wir stets die Entwicklung der Pandemie im Auge behalten müssen. Wenn die Entwicklung anders verläuft, als dass wir uns alle erhoffen, müssen wir diesen Zeitplan neu beurteilen, auch wenn das für die Sportveranstalter sowie die Athletinnen und Athleten natürlich hart ist.

Es gibt deshalb Veranstalter im Herbst – etwa das Leichtathletik-Meeting Weltklasse Zürich – die ihre Veranstaltungen bereits jetzt absagen. Ganz einfach, weil es ohne Planungssicherheit nicht funktioniert. Damit hat die Einschränkung noch viel länger negative Auswirkungen?
Das ist so. Und bei Veranstaltungen wie Weltklasse Zürich kommt erschwerend die internationale Dimension dazu. Können Athleten aus dem Ausland überhaupt in die Schweiz reisen? Viele Sportlerinnen und Sportler sind ja auch besorgt um ihre Sicherheit. Der Körper ist ihr wichtigstes Werkzeug. Da können sie keine Risiken eingehen.

The winners of the Diamond League trophies pose at the ceremony during the Weltklasse IAAF Diamond League international athletics meeting in the stadium Letzigrund in Zurich, Switzerland, Thursday, August 29, 2019. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Keine Spitzenleichtathletik dieses Jahr im Letzigrund. Weltklasse Zürich wurde abgesagt. Bild: KEYSTONE

Sportvereine müssen und wollen jetzt kreativ sein. Sind Sie offen für Ideen? Beispielsweise in ein Stadion, das für 30 000 Leute Platz hat, halt eben nur 3000 Leute zulassen – mit genügend Abstand. Vielleicht schon in einem nächsten Schritt der Lockerungen?
Ich verschliesse mich solchen Ideen sicher nicht. Man muss das sehr genau anschauen, klar. Es dürfte dann aber sicher nicht sein, dass plötzlich noch Tausende vor dem Stadion stehen, die auch noch rein wollen. Aber es stellen sich auch andere Fragen: Der Sport lebt von den Emotionen – wären diese auch gegeben mit ein paar verlorenen Leute in einer riesigen Arena.

Viele auch kleinere internationale Sportverbände machten in den letzten Jahren Schlagzeilen wegen Korruptionsverdacht. Wie wollen Sie verhindern, dass man nun mit Schweizer Steuergelder so jemanden unterstützt?
Die Kredite werden nicht leichtfertig verteilt. Es müssen Gesuche für die Darlehen gestellt und dabei die Finanzen offen gelegt werden. Die Gesuche werden zusammen mit Spezialisten und dem IOC genau geprüft. Ich möchte nie die Verantwortung dafür übernehmen müssen, dass wir Steuergelder zur Verfügung stellen und diese danach irgendwo verschwinden. Eine hundertprozentige Garantie, dass jemand nicht betrügen will, gibt es aber nirgendwo auf der Welt.

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 16.05.2020 06:09
    Highlight Highlight Sportlerleistungen werden im Vergleich zu anderen Berufen überschätzt.Der Profisport generiert Millionen von Sponsorengeldern (Sind das vielleicht die Gleichen, welche beim Steuern bezahlen kneifen?).Es werden in einzelnen Sportarten Millionen für Transfers und unanständig hohe Löhne für Profisportler und Trainer ausgegeben. Die gebührenfinanzierten Medien zahlen hohe Summen für die Übertragungsrechte. Zuschauersport ist ein Wunschbedarfsgut.Der Profisport zeigt die dekadenten Seiten des Sports (zu viel Geld, Doping, Verletzungen, Starallüren) der Gesellschaft und des Kapitalismus deutlich auf
  • Rethinking 15.05.2020 12:54
    Highlight Highlight Brot und Spiele fürs Volk...

    Auf dass es sich damit besänftigen lässt...
  • d10 15.05.2020 09:52
    Highlight Highlight Starkes Interview von Amherd, das die diesbezüglichen Gedanken und Begründungen des Bundesrats gut aufzeigt. Sie wird mir immer sympathischer.

    Und alle Kommentaren so mimimimi what about...

    Welche schärferen Auflagen sollten denn aus Eurer Sicht dem Profisport gestellt werden? Die Swiss und die KMU's kriegen gar keine Auflagen, die Klubs müssen immerhin 20% Lohnkosten reduzieren.
  • ridega 15.05.2020 09:36
    Highlight Highlight Der SPORT überlebt so oder so. Ihr schützt hier nur irgendwelche reichen Klubs...
  • Hans Jürg 15.05.2020 09:21
    Highlight Highlight Frau Amherd kann jetzt natürlich viel Geld für den Sport ausgeben, denn sie verzichtet ja auf die sauteuren Kampfjets und setzt das Geld für Wichtigeres ein...
    • Glaedr 15.05.2020 09:44
      Highlight Highlight Es gibt Leute die lernen es nie
      Ein eigenes Land braucht eine Luftpolizei und die braucht Jets.
      Ein neutrales Land braucht eine Armee und die brauchen Kampfflugzeuge.
      Die Armee möchte die Flugzeuge vom eigenen Budget kaufen, heisst es gibt für Steuerzahler keine extra Kosten
    • Hans Jürg 15.05.2020 10:03
      Highlight Highlight @Glaed: Auch wenn es ein Budget gibt, Kosten entstehen und die werden vom Bund (wir...) bezahlt.

      Oder lebst Du auch nach dem Motto: jetzt musste ich viel mehr ausgeben, als ich habe, aber da es auf dem Budget stand (das wegen den neuen Ausgaben nicht mehr stimmt), kaufe ich mir jetzt doch ein neues Auto und fahre in die Ferien?
    • ridega 15.05.2020 10:13
      Highlight Highlight @Glaedr: Und dann nur zu Bürozeiten fliegen. Echt toll die Leute. Weisst du was war als wir sie brauchten ausserhalb der Bürozeiten? Nichts. Italien hat einfach ihre geschickt. Weisst du wieso? Weil wir umzingelt sind von Freunden...

      Ist dir so eine Armee 10 Milliarden wert? Eine Armee die gegen kein anderes Land eine Chance hätte.
      Wir würden das Geld lieber zur Seite legen - und falls uns jemand Angreiffen will - kaufen wir einfach eine Armee für das Geld. :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat_ 15.05.2020 08:52
    Highlight Highlight Dem Profisport 650 Millionen, der Kinderbetreuung 65 Millionen...
    Bin nicht überzeugt, dass die Prioritäten richtig gesetzt wurden.
    • greeZH 15.05.2020 09:19
      Highlight Highlight Könnte daran liegen dass der Profisport das grössere Business ist in dem mehr Angestellte beschäftigt sind? Nur so eine Idee..
    • Hans Jürg 15.05.2020 09:22
      Highlight Highlight Und dazu noch 6 Mia. (nur der Kaufpreis) für nutzlose Kampfjets nicht vergessen...

      Das Militär und der Profisport sind eben viel wichtiger als die unwichtigen Kinder, die in der Zukunft die Schulden, die wir jetzt machen, bezahlen müssen.
  • Luthiena 15.05.2020 08:51
    Highlight Highlight Ach und ich schxxxx auf die Wirtschaftsfreiheit!

    Dank dieser „Freiheit“ können zig Unternehmen ihre Mitarbeiter zu den unglaublichsten Löhnen beschäftigen und sich selber ne goldene Nase verdienen. Wenn die „Freiheit“ einem so wichtig ist, sollte es wohl auch keine Gesetzte geben.

    Eine nachvollziehbare Lohnober- und untergrenze wäre das beste das passieren könnte.
    Niemand braucht mehr wie 20‘000 / Monat um glücklich zu sein. Jedoch würde es viele Menschen glücklich machen mind. 6‘000 / Monat zu verdienen...
    • Sternentraum 15.05.2020 09:04
      Highlight Highlight Ich würde es so sagen: «Eine Lohnobergrenze, nicht nur im Sport, ist für mich ein ziemlicher Eingriff in die Selbstbedienungsmentalität der Grossverdiener.»
    • Luthiena 15.05.2020 09:07
      Highlight Highlight Genau!
  • Rolf_N 15.05.2020 08:49
    Highlight Highlight US Profiligen kennen die Lohnobregrenze, weil es ohne komplett ausufern würde. Bei uns ist das aber ein Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit. Man hofft noch immer auf vernunft, obwohl man schon lange weiss dass das nicht funktioniert.
    • greeZH 15.05.2020 09:17
      Highlight Highlight Schon mal nachgelesen was die in den USA verdienen? Salary Cap oder nicht, die Stars werden ihr Geld bekommen.
  • landre 15.05.2020 08:48
    Highlight Highlight Wenn es darum geht "Sport" zu unterstützen gar zu retten und nicht nur Geld in die Liga-, Vereins- oder Club-Taschen, nota bene juristische Personen fliessen zu lassen, dann darf man sich schon fragen ob oder wie viel von diesem Hilfspaket in die Infrastrukturen investiert wird/ werden muss?
  • Antichrist 15.05.2020 08:47
    Highlight Highlight Diese Steuergelder an den Fussball und Eishockey sind völlig überflüssig und absurd hoch. Die Sportler und ihre nutzlosen Funktionäre erhalten schon Geld über die Kurzarbeit. Die Eishockeysaison ist schon lange vorbei. Warum kriegen die Tennisspieler keine Unterstützung, sind die nicht wichtig? Zudem wurde es verpasst, den Clubs endlich Vorschriften und finanzielle Beteiligung für Sicherheit und dem Hooliganproblem zu machen. Im Moment ist die Staatskasse ein Selbstbedienungsladen.
  • Luthiena 15.05.2020 08:43
    Highlight Highlight Warum sollte sich „der Sport“ nicht erholen können?
    Wenn die Sportler endlich einen vernünftigen Lohn erhielten wäre das kein Thema.

    Das viele Geld kann man gut für:
    - die Obdachlosen, ohne Dach überm Kopf während der Quarantäne
    - Familien am Existenzminimum, welche die Krise begünstigt hat
    - Bildungssystem, die das Geld nötig hat
    - angemessene Löhne für die Menschen im Gesundheitssystem
    - das Gesundheitssystem an sich, gemäss watson Artikel
    - und vieles mehr

    ... ausgeben. - LEUTE! Diese Krise sollte uns ENDLICH aufwecken und die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch weiter öffnen!!!
    • greeZH 15.05.2020 09:13
      Highlight Highlight Müssten die Obdachlosen dann auch das Geld zurückzahlen?
    • Luthiena 15.05.2020 16:43
      Highlight Highlight @Silent_Revolution - versteh die ganzen Blitze nicht, hast Recht meiner Meinung nach :)
  • Alteresel 15.05.2020 08:37
    Highlight Highlight Corona trifft alle. Auch Profisportler. Aber weshalb man denen nun Bundesgelder mit nur geringen Auflagen zuschiebt und dem Pflegepersonal nur Applaus, das verstehe ich nicht.
  • Mecker Ziege 15.05.2020 08:33
    Highlight Highlight Sport ist gesund und tut allen gut. Es ist etwas das kommt nachdem man alles notwendige fürs Überleben hat. Wie Kultur und Spass. Jeder sollte das selber machen und finanzieren.
  • RandomNicknameGenerator 15.05.2020 08:24
    Highlight Highlight Warum ist man bei den Unterstützungen im Sport so viel vorausschauender als bei der Luftfahrt?
  • Peter R. 15.05.2020 08:20
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum die Fussball- und Eishockey-Profiklubs mit derart hohen Summen unterstützt wird. Irgendwann sollte man aufhören mit der Vollkasko-Mentalität.
    • RandomNicknameGenerator 15.05.2020 08:34
      Highlight Highlight Die müssen ja jeden Rappen zurückzahlen und dazu noch langfristig Sachen ändern (Löhne -20%). Von Vollkasko kann da wirklich nicht die rede sein...
    • michiOW 15.05.2020 08:45
      Highlight Highlight Es ist ein Darlehen.
    • FACTS 15.05.2020 09:08
      Highlight Highlight Ja, es ist ein Darlehen - aber ein weitgehend ungesichertes und in Realität wohl telweise a-fond-perdu! Zu Marktkonditionen wäre da niemand eingesprungen...
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Eismeister Zaugg

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Seit der Saison 2004/05 ist Joe Thornton ein Teil der HCD-Kultur. Er verbrachte damals die verlorene NHL Saison («Lockout») zusammen mit Rick Nash und Niklas Hagmann bei Davos, feierte den Meistertitel und den Spengler Cup-Triumph. In 40 Partien produzierte er 54 Punkte und in den Playoffs schwebte er über dem Eis: 29 Punkte in 14 Partien. Beim zweiten Lockout (2012/13) kehrte er erneut zum HCD zurück (33 Spiele/36 Punkte).

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