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Roger Federer, of Switzerland, walks on the court to face David Goffin, of Belgium, during the fourth round of the US Open tennis championships Sunday, Sept. 1, 2019, in New York. (AP Photo/Sarah Stier)

Federer spielt schmerzfrei und hat deshalb Lust auf mehr. Bild: AP

Macht Federer bis 40 weiter? «Nicht unmöglich! Habe das Gefühl, ich könnte ewig spielen»



Roger Federer fühlt sich mit 38 Jahren körperlich so gut wie lange nicht mehr. Es ist für ihn nicht mehr undenkbar, auch mit 40 noch zu spielen. Das war nicht immer so.

Es gab Zeiten, da bereitete Roger Federer sogar das Autofahren Mühe. «Wenn ich länger als eine Stunde fahren wollte, musste ich den Sitz schräger stellen, um nicht so lange im 90-Grad-Winkel sitzen zu müssen», verriet der 20-fache Grand-Slam-Champion nach seinem gewonnenen US-Open-Achtelfinal in New York. «Und danach musste ich eine halbe Stunde stretchen und Übungen machen, um wieder halbwegs normal laufen zu können.» Tempi passati.

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Das Interview mit Federer nach dem Sieg gegen Goffin. Video: YouTube/US Open Tennis Championships

Seit zwei Jahren, als es ihn im verlorenen Final des Masters-1000-Turniers in Montreal gegen Alexander Zverev im Rücken gezwickt hat, habe er kein grösseres körperliches Problem mehr gehabt. «Immer mal wieder ein paar kleinere Sachen, aber keine grösseren Rückschläge.» Damit hat sich auch sein Blick auf die letzten Jahre seiner Karriere fundamental verändert.

«Vor ein paar Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, mit 40 noch zu spielen», erzählt er. «Aber wenn es dir wieder gut geht, hast du das Gefühl, du könntest ewig spielen.» So ist es nun. Federer fühlt sich wohl in seiner Haut und kann deshalb auch wieder längerfristig planen. Zuvor stellte er sich die Frage, ob er bei den Olympischen Spielen im kommenden Sommer überhaupt in der Lage sein würde, zu spielen. Nun lautet die Frage, ob er denn will und ob es in die Jahresplanung passt.

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Das Platzinterview mit Federer nach dem Goffin-Match (Englisch). Video: streamable

Daneben spürt Federer auch nicht mehr den gleichen Druck wie noch vor etwa zehn Jahren. «Damals wurde ich von den Medien und den Leuten fast immer gefragt, ob ich das oder dies schaffen würde. Es setzt dich schon etwas unter Druck, wenn du den Rekord von Borg oder Sampras schlagen kannst, und sie sitzen im Stadion und schauen zu», erinnert sich der Basler. «Nun geht es höchstens noch darum, wie viele Grand-Slam-Titel ich am Ende habe.»

Körperlich fit, mit Freude am Spiel und einer unbeschwerten Einstellung: Die Voraussetzungen dafür, dass Federer auch mit 40 noch über die grossen Tennisplätze der Welt fliegen wird, könnten im Moment nicht besser sein. (pre/sda)

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