DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nov 12, 2016; New York, NY, USA;  Conor McGregor (blue gloves) celebrates with his two championship belts after defeating Eddie Alvarez (red gloves) in their lightweight title bout during UFC 205 at Madison Square Garden. Mandatory Credit: Adam Hunger-USA TODAY Sports

Conor McGregor lässt sich und seine zwei Gurte feiern. Bild: X02835

Kommentar

Warum Conor McGregor der neue Muhammad Ali ist

Er ist der grösste Rüpel des UFC. Und der bestverdienende Kämpfer. Nun hat Conor McGregor Geschichte geschrieben und provoziert weiter. Warum er trotzdem ein grandioser Sportler und kein «primitiver Prügler» ist.



Conor McGregor ist der aktuell grösste Star des Mixed-Martial-Arts-Verbandes «Ultimate Fighting Championship» (UFC). Seit Sonntagnacht und dem UFC-205-Event ist der 28-jährige Ire der erste Kämpfer überhaupt, der Champion in zwei verschiedenen Gewichtsklassen ist. 

Scheinbar mühelos verprügelt «The Notorious» auch den amtierenden Champion in der Leichtgewichtsklasse, Eddie Alvarez:

abspielen

Video: streamable

In gewohnter McGregor-Manier verhöhnte er vor, während und nach dem Kampf seine Gegner. 

Vor dem Kampf:

abspielen

McGregor schnappt sich Alvarez' Gurt und meint: «Sorry, I'm late, I just don't give a f***!» Video: streamable

Während des Kampfes:

abspielen

Deckung? Kein Thema bei Conor. Video: streamable

Nach dem Kampf:

abspielen

«Ich will diese Gelegenheit nutzen, um mich zu entschuldigen – bei absolut niemandem!» Video: streamable

Und sofort werden die Hater aktiv. In unserem Artikel McGregor schreibt Geschichte – erst macht er den Gegner lächerlich, dann gibt's Prügel geht die Diskussion um die aufstrebende Sportart schnell los. Es sind hauptsächlich zwei Dinge, die angeprangert werden:

  1. Keiner hat Respekt vor dem Gegner.
  2. Primitives Prügeln ist kein richtiger Sport.

Kein Respekt vor dem Gegner:

Antwort von User «Ganjaflash»:

Man darf nicht vergessen, dass der Sport zur Unterhaltungsbranche gehört. Da gehört Show und Provokation dazu. Und «The Notorious» beherrscht sowohl das Sportliche wie auch die Inszenierung drumherum beinahe in Perfektion. Das bedeutet aber keineswegs, dass er ein «Rüpel» ist oder «keinen Respekt vor dem Gegner» hat.

McGregor beim Handshake kurz nach seinem Sieg:

abspielen

Video: streamable

Oder wie es User «Miko Haefliger» schön sagt:

Zum Vergleich: Die «besten» Sprüche von Muhammad Ali

1 / 52
Die besten Sprüche von Muhammad Ali
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Kommen wir nun zu Vorwurf Nummer zwei.

Kein Sport:

Antwort von User «roger.schmid»:

Alle, die sich schon einmal im Kampfsport versucht haben, wissen, welche körperliche Grundfitness erforderlich ist. Das überhaupt diskutieren zu müssen, ist eine Farce. Dazu kommen eine unfassbare Körperbeherrschung, brutale Kraft und eine mentale Stärke, die seinesgleichen sucht. Zudem ist es eine absolute Kunst, die verschiedenen Kampfsportarten zu kombinieren und dabei jede möglichst perfekt zu beherrschen.

Am eindrücklichsten stellte aber der Russe Khabib «The Eagle» Nurmagomedov all diese Attribute am UFC 205 zur Schau. Nachdem er am Anfang des Kampfes gegen Michael Johnson noch einige Schläge einstecken musste, dominierte er den Fight anschliessend nach Belieben – mit einer beeindruckenden Präzision.

Johnson will nicht K.o. gehen, also dreht ihm Nurmagomedov den Arm um, bis dieser aufgeben muss. Und auch er schüttelt seinem Gegner sofort die Hand.

abspielen

Video: streamable

Der 28-Jährige ist sich sehr wohl bewusst, dass er wohl einer der komplettesten Kämpfer in der illustren Runde ist (24 Siege stehen null Niederlagen als professioneller MMA-Kämpfer gegenüber) und fordert nach seinem Sieg McGregor heraus: «Ihr Iren seid sechs Millionen. Wir Russen 150 Millionen, ich will gegen euer ‹Chicken› kämpfen.»

«The Eagle» will gegen «The Notorious» in den Käfig steigen.

abspielen

Video: streamable

Nurmagomedov könnte gegen ein «Chicken» durchaus Chancen besitzen, gegen Bären hat er bereits als kleiner Junge reüssiert.

abspielen

Video: YouTube/MMA House

«The Eagle» gegen «The Notorious»: Es könnte das grösste Spektakel seit Rumble in the Jungle werden. Möge die UFC diesen Kampf ermöglichen – auch wenn dem amerikanischen Verband ein russischer Champion nicht sonderlich behagt.

Unvergessene Kampfsport-Geschichten

05.11.1994: 20 Jahre nach dem «Rumble in the Jungle» wird George Foreman ältester Boxweltmeister aller Zeiten

Link zum Artikel

08.03.1971: Der «Kampf des Jahrhunderts» und die Auferstehung eines Champions

Link zum Artikel

Kilian Wenger stürzt König Abderhalden und darf sich selber krönen lassen

Link zum Artikel

01.10.1975: Der «Thrilla in Manila» zwischen Ali und Frazier wird zum (ewigen?) Höhepunkt der Box-Geschichte

Link zum Artikel

22.01.2010: Beim Einmarsch ist «Uzzy» mindestens Ali oder Tyson – dann fällt er wie ein Sack

Link zum Artikel

30.10.1974: Die «Biene» Ali sticht «Bär» Foreman im «Rumble in the Jungle»

Link zum Artikel

04.01.2010: Stucki Christian fliegt nach Japan, um sich mit Sumoringern zu messen – dabei entsteht dieses witzige Bild

Link zum Artikel

Boxer Norbert Grupe gibt ein «Interview», bei dem er einfach schweigt

Link zum Artikel

24.06.1998: Ein MMA-Fight mit 196 Kilo Gewichtsunterschied – und einem unerwarteten Ende

Link zum Artikel

06.02.1988: Der berühmteste Griff in die Eier 

Link zum Artikel

11.02.1990: Gegen 42:1-Aussenseiter James Douglas geht Mike Tyson im 38. Kampf erstmals k.o.

Link zum Artikel

25.01.1995: King Cantona flippt aus – er setzt zum legendärsten Kick der Fussball-Geschichte an

Link zum Artikel

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel

13.12.1997: Stefan Angehrn zermürbt Torsten May und träumt vom grossen Geld – stattdessen landet er in der Schuldenfalle

Link zum Artikel

28.06.1997: Mike Tyson beisst im legendärsten Boxkampf aller Zeiten ein Stück von Evander Holyfields Ohr ab

Link zum Artikel

24.09.1983: Der «Schlächter von Bilbao» setzt Maradona mit der «brutalsten Blutgrätsche aller Zeiten» für 108 Tage ausser Gefecht

Link zum Artikel

03.04.1999: Titan Kahn tickt komplett aus – erst knabbert er Herrlich an, dann fliegt er in Kung-Fu-Manier auf Chapuisat zu

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

20.08.1931: Happy Birthday, Don King! Die schrägste und kontroverseste Figur der Sportwelt erblickt das Licht der Welt

Link zum Artikel

13.09.1985: Gabet Chapuisat zertrümmert Lucien Favres Knie – das schlimmste Foul im Schweizer Fussball lässt beide bis heute nicht los

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Er ist bereits eine Legende – Das Leben und die Karriere von Muhammad Ali in Bildern:

1 / 37
Das Leben und die Karriere von Muhammad Ali in Bildern
quelle: ap ny / john rooney
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11 legendäre Wrestling-Helden deiner Kindheit – und was aus ihnen wurde

Das Ranking basiert in erster Linie auf persönlichen Vorlieben. Einwände dagegen prallen ab wie ein Elbow Slam von Mr. Perfect an Yokozuna.

«And that's the bottom line, because Stone Cold said so.» Will heissen: Was Steve Austin sagt, das gilt, denn er hat es ja gesagt. Der Texaner gehörte zu den populärsten Wrestlern, wo er hinkam, lagen die Fans dem Dosenbier trinkenden Glatzkopf zu Füssen.

Steve Austin – nach einer Änderung seines Namens heisst er auch im echten Leben so – gewann drei Mal die Royal Rumble und trat 2003 zurück. Seither ist «Stone Cold» nur noch in Nebenrollen mit dem Wrestling verbunden, tritt dafür …

Artikel lesen
Link zum Artikel