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epa06606799 Milan's goalkeeper Gianluigi Donnarumma (R) argues with Swedish referee Jonas Eriksson (C) during the UEFA Europa League round of 16, second leg soccer match between Arsenal FC and AC Milan in London, Britain, 15 March 2018.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Die Milan-Spieler sind ausser sich: Der schwedische Torrichter Stefan Johannesson hat mit einem krassen Fehlentscheid ihr Schicksal besiegelt. Bild: EPA/EPA

Kommentar

Die dümmste Erfindung der Fussballgeschichte: der Torrichter

Die UEFA setzt in der Champions League und Europa League weiterhin auf Torrichter. Zwei zusätzliche Schiri-Assistenten auf der Grundlinie neben den Toren. Das Problem daran: Ich habe noch nie einen dieser Torrichter gesehen, der eine richtige Entscheidung fällt. Sie gehören abgeschafft und am besten durch den Videobeweis ersetzt.



Arsenal gegen Milan in der Europa League. Viel mehr darf man aus fussballerischer Sicht von einem Donnerstagabend eigentlich nicht erwarten – auch wenn beide Klubs schon sonnigere Zeiten erlebt haben. Die Londoner haben nach dem 2:0 in Mailand eine hervorragende Ausgangslage, geraten aber mit 0:1 in Rückstand. Der Spielverlauf verspricht Spannung. 

Doch vier Minuten nach der Milan-Führung fällt Danny Welbeck im Strafraum. Was wie eine billige Schwalbe aussieht, ist auch eine billige Schwalbe, denn unser Nati-Spieler Ricardo Rodriguez berührt seinen Gegner nicht mal. Das hat im Stadion jeder gesehen – ausser der Torrichter, der den Schiedsrichter tatsächlich dazu bringt, einen Elfmeter zu pfeifen. 

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Hier entscheidet der Torrichter auf Foul und Penalty. Video: streamable

Welbeck hat nach seiner Schauspieleinlage die Dreistigkeit, gleich selbst anzutreten und verwandelt. 

Ob Milan die Qualität gehabt hätte, Arsenal gestern zu fordern, ist ein anderes Thema. Vielleicht nicht. Ich hätte es gerne erfahren. Das Spiel hat aber leider der Torrichter entschieden.

Dass Torrichter Stefan Johannesson einen Fehler begeht, das darf passieren. Dass Johannesson überhaupt als Torrichter dasteht, ist aber grosser Humbug. Seit Jahren beharrt die UEFA auf diese «Unterstützung» für die Schiedsrichter. 

epa06606977 Arsenal's Danny Welbeck (C) reacts in the penalty box during the UEFA Europa League round of 16, second leg soccer match between Arsenal FC and AC Milan in London, Britain, 15 March 2018. Arsenal won 5-1 on aggregate.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Ricardo Rodriguez hält die Hände hoch – er hat nichts gemacht. Bild: EPA/EPA

Das Problem ist nur, der Torrichter hat 89 von 90 Minuten nichts zu tun und muss dann in ein bis zwei Szenen mitentscheiden. Und weil es immer um Elfmeter oder Tor geht, sind das jeweils matchentscheidende Szenen. Das geht nicht gut. Spontan fällt mir keine Szene ein, in der ich sagen konnte «Doch, da hat's den Torrichter gebraucht». 

Es ist ja nicht so, dass es keine anderen Hilfsmittel gäbe. Der Videobeweis, dessen Umsetzung sicher noch grosses Verbesserungspotential hat, ist die Zukunft. In verschiedenen Ligen wird er bereits angewendet. Die UEFA sträubt sich dagegen. Noch.

Brauchen die Fussball-Schiedsrichter Hilfe?

Oft liegt das Problem auch darin, dass sich die Torrichter gar nicht erst trauen, einzugreifen. Wie vor einer Woche, als ein klares Foul von Vertonghen an Costa nicht geahndet wurde. Der Videobeweis hätte die Situation aufgeklärt – genau wie die Aktion von Rodriguez gegen Welbeck.

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Der Torrichter steht perfekt, sieht aber kein Foul.  Video: streamable

Ich verstehe Stimmen, die sich gegen den Videobeweis richten. Für ein klares Plädoyer ist in diesem Jahr bei der Umsetzung zu viel schief gelaufen. Was aber ganz sicher ist, dieser Kompromiss-Entscheid mit dem Torrichter ist die dümmste Erfindung der Fussball-Geschichte. Liebe UEFA, du musst dich betreffend Schiri-Unterstützung entscheiden: Ganz oder gar nicht. 

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