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Timo Meier ist der erfolgreichste Schweizer Stürmer in der NHL.
Timo Meier ist der erfolgreichste Schweizer Stürmer in der NHL.
Bild: AP/FR171606 AP
Interview

NHL-Star Timo Meier: «Ich hatte das Gefühl, dass die Sharks mich hassen»

Timo Meier hat in San José zum dritten Mal hintereinander in der NHL 20 und mehr Tore erzielt. Der beste Schweizer Stürmer spricht nicht nur über die schwierige letzte Saison, den Alltag in der wichtigsten Liga der Welt und über die Beziehung zu seiner Heimat.
14.12.2020, 18:01

Was war in der schwierigen letzten Saison 2019/20 das Problem in San José?
Timo Meier:
Wenn es nur so einfach wäre, eine Antwort zu finden. Wir haben grosse Qualitäten, aber vieles passte einfach nicht und wir haben als Team nicht zusammengefunden. Wir haben uns nie aus der negativen Dynamik befreien können. Der Trainerwechsel hat nicht geholfen, Peter DeBoer war ein Supercoach. Wir haben ein Team, um den Stanley Cup zu gewinnen, wenn jeder seine Qualitäten einbringt und nicht seine individuelle Show abzieht. Nun hatten wir eine lange Zeit ohne Hockey und jeder hat viel Zeit zum Nachdenken und um Antworten auf die offenen Fragen zu finden. Der Hunger, in der neuen Saison alles besser zu machen, wird sehr gross sein.

Über fehlenden Zusammenhalt klagen auch im Vergleich zur NHL «gewöhnliche» Teams. Ist das Innenleben einer Mannschaft in der NHL gar nicht so anders?
Der Zusammenhalt eines Teams sollte eigentlich kein Problem sein. Wenn sich Owetschkin in Schüsse wirft, dann kann das jeder andere auch.

«Ich bin in der Kabine zu wenig aufgestanden. Das muss ich in Zukunft besser machen.»

Waren zu viele Individualisten das Problem?
Die Playoffs waren für uns vor der Saison selbstverständlich. Wir dachten: Lasst uns einfach spielen, es kommt dann schon. Wir hatten das Gefühl, dass wir doch vorne dabei sein müssten. Als es nicht klappte, waren wir umso mehr überrascht. So ist die ganze Saison zu einer Achterbahnfahrt geworden und auch meine Leistungen waren nicht so, wie sie hätten sein sollen. Für mich als junger Spieler war diese Situation sehr lehrreich.

Timo Meier – Biografie
Geboren: 8. Oktober 1996.
Grösse: 184 cm.
Gewicht: 98 kg.
Karriere: als Junior Herisau (bis 2009/10), Pikes Oberthurgau (bis 2011/12), Rapperswil-Jona (bis 2012/13). Ab 2013/14 bis 2015/16 in der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) auf höchster nordamerikanischer Juniorenstufe (Halifax Mooseheads, Rouyn-Noranda Huskies). – Seit 2016/17 in der NHL bei den San José Sharks. 7 Länderspiele, 2 Tore, 5 Assists. – WM-Silberteam von 2018. – Bisher kein Spiel in der National League.
Letzte Saison Topskorer der Sharks (70 Spiele, 22 Tore, 27 Assists) und von den Medienschaffenden zum «Sharks Player of the Year» gewählt. – Erzielte zum dritten Mal in Serie 20 oder mehr Tore. – Bisher 298 NHL-Spiele (83 Tore, 94 Assists).
NHL-Vertrag: 2020/21: 4,0 Millionen, 2021/22: 6,0 Millionen, 2022/23: 10,00 Millionen.

Was haben Sie gelernt?
Nie den Kopf hängen lassen, jeden Tag als Chance verstehen und positiv bleiben.

Sind Sie in der Kabine auch mal aufgestanden?
Zu wenig. Das muss ich in Zukunft besser machen. Aber es ist eher meine Art, auf dem Eis ein Vorbild zu sein. Als junger Spieler muss man seine Rolle erst finden.

Seinen Status als Free Agent hat der Captain Joe Pavelski zu einem Wechsel nach Dallas genutzt. Wie stark fehlte er letzte Saison?
Joe war auch für die Jungen eine wichtige Ansprechperson. Sein Nachfolger (Logan Couture – die Red.) musste ein schwieriges Erbe übernehmen.

Tat nach einer missglückten Saison die lange Zwangspause gut? (die letzte NHL-Saison ging für San José im März zu Ende, die neue Saison beginnt voraussichtlich erst im Januar – die Red.)
Ich bin noch jung, ich hätte eigentlich lieber gespielt. Aber es ist wichtig, diese Zeit zu nutzen, um herauszufinden, was wir besser machen können. Für mich war es wichtig, etwas aus dieser Pause herauszuholen. Es waren nicht einfach Ferien.

«Von einer Million Salär bleiben in San José nach allen Abzügen, zu denen auch Abgaben an den NHL-Fonds gehören, noch 365 000 Dollar übrig.»

Waren Sie manchmal physisch am Anschlag?
Nein, eigentlich nie, als Spieler willst Du immer mehr spielen und ich hatte immer das Gefühl, dass ich noch mehr Eiszeit aushalten könnte. Ich habe mich wie immer im Sommer sehr gut vorbereitet.

Nach Vorgaben eines persönlichen Fitness-Coaches?
Ja, als Profi kommst du heute ohne persönlichen Fitnesscoach nicht aus.

Das Honorar können Sie wenigstens von der Steuer absetzen.
Nein, eben nicht mehr und die Agentenprovision auch nicht mehr.

Timo Meier – Spielerprofil
Spielertyp:
Ein klassischer, kompletter nordamerikanischer Powerstürmer. Aber mit Schweizer Pass. Er verdankt seinen Platz in der NHL nicht purem Talent, sondern ebenso dem Willen und der Hartnäckigkeit, die «Ochsentour» durch die nordamerikanischen Juniorenligen zu machen, sich nach oben zu arbeiten und jeden Tag besser zu werden.

Stärken:
Kraft, Dynamik und den Mut, unbeeindruckt von der Gegenwehr den direkten Weg aufs Tor zu wählen. Oder, wie es klassisch heisst: dorthin zu gehen, wo es weh tut. Schlaues, instinktsicheres Stellungsspiel für Ablenker und die Verwertung von Abprallern. Standfest. NHL-Scout Thomas Roost bezeichnet ihn gar als «Bulldozer auf Kufen» und als «Schlaumeier» im Abschluss. Gute Schusstechnik. Er nützt jede Gelegenheit zum Abschluss.

Schwächen:
So wie er keine ganz, ganz grossen («high end») Stärken, so hat er eben auch keine Schwächen. Verbesserungsfähig sind höchstens seine Spielmacher-Qualitäten. Zum Spektakelmacher fehlt ihm die läuferische Eleganz.

Wie hoch sind eigentlich die Steuern für einen NHL-Profi?
Die sind höher als Sie denken. Von einer Million Salär bleiben in San José nach allen Abzügen, zu denen auch Abgaben an den NHL-Fonds gehören, noch 365'000 Dollar übrig.

Das heisst, wenn Grégory Hofmann dereinst in die NHL wechseln möchte, sollte er mindestens zwei Millionen Salär haben damit er nicht weniger verdient als in der Schweiz.
Ihre Schätzung dürfte richtig ein.

Ist der Sommer entscheidend, um eine Saison durchstehen zu können?
Ja, die Arbeit im Sommer ist sehr wichtig. Du legst die Basis für eine ganze Saison. Während der Saison hast Du keine Zeit mehr, um Defizite im physischen Bereich wettzumachen. Und es gibt Selbstvertrauen, wenn du weisst, dass du im Sommer alles getan hast, um bereit zu sein. Ich habe die Pause unter anderem auch für eine Operation an der Schulter genützt.

«Irgendwo zwickt es halt immer ein wenig.»

Eine Schulteroperation?
Nichts Grosses, nur ein arthroskopischer Eingriff. Eine kleine, eigentlich unbedeutende Verletzung noch aus den Playoffs vor zwei Jahren. Ohne die lange Pause hätte ich die Operation nicht gemacht.

Sie haben also den Service machen lassen.
Sozusagen und das schon in so jungen Jahren.

Aber können Sie es sich leisten, kleine Verletzungen unbehandelt zu lassen?
Irgendwo zwickt es halt immer ein wenig. Aber es ist gut, wenn man verhindern kann, dass aus einer kleinen Sache ein grösseres Problem wird. Deshalb habe ich den Eingriff gemacht.

Sie verbrachten die Sommerpause in der Heimat. Da sind Sie unter den Schweizer NHL-Profis schon fast eine Ausnahme.
Für mich ist es sehr wichtig, meine Familie und meine Freunde zu sehen: ich schätze es sehr, dass ich das Privileg habe, nach Hause kommen zu dürfen.

Sie werden also nie ein Amerikaner?
Nein, mir gefällt es, ein stolzer Schweizer zu sein.

Bei uns ist die Kritik an Donald Trump ein dominierendes Medienthema. Gibt es diese Kritik auch im Alltagsleben in den USA in vergleichbarer Vehemenz?
Ich äussere mich nicht zu politischen Themen.

Warum nicht?
Weil ich der typische Schweizer bin.

Also neutral und als neutraler Schweizer äussert man sich nicht öffentlich über die politischen Verhältnisse im Gastgeberland?
Genau.

Haben Sie in San José Freunde über die Kreise Ihrer Mannschaftskollegen hinausgefunden?
Ja, auch Schweizer, die in San José wohnen und Amerikaner, die nicht nur am Hockey interessiert sind. Es tut gut, manchmal über andere Themen zu reden.

Wurde in der Mannschaft darüber geredet, wie man Joe Thornton verabschieden wollte?
Er war 15 Jahre lang die zentrale Figur bei den Sharks, ehe er nun in Toronto unterschrieb.Jeder weiss, was er geleistet hat, da gibt es eine gewisse Ehrfurcht und eine grosse Verbundenheit. Für uns war es eine riesige Motivation, ihn mit einem Stanley Cup-Sieg zu verabschieden. Es ist bitter, dass das nicht geklappt hat.

Timo Meier (Mitte) jubelte vergangene Saison zum letzten Mal mit Joe Thornton (links). Der Routinier wechselt von San José nach Toronto.
Timo Meier (Mitte) jubelte vergangene Saison zum letzten Mal mit Joe Thornton (links). Der Routinier wechselt von San José nach Toronto.
Bild: AP

Wie hat er Sie in der Mannschaft aufgenommen?
Seine Verbindung mit der Schweiz – seine Frau ist ja Schweizerin – hat mir geholfen und hat für mich am Anfang einiges einfacher gemacht. Er hat mich und auch Mirco Müller, als er noch bei uns spielte, schon mal zu sich zum Essen eingeladen. Er ist einer, der sich um die jungen Spieler kümmert.

Wie ist es, wenn man auf einmal auf einmal einem Titanen auf Augenhöhe gegenübersteht?
Natürlich ist es ein spezieller Moment. Aber er hat mir nie das Gefühl gegeben, er sei etwas Besseres und die Aufregung hat sich schnell gelegt.

Die Neulinge im Team müssen einmal die gesamte Mannschaft zum Abendessen einladen. Wie viel hat Sie das «Rookie-Dinner» gekostet?
7000 Dollar. Es war während eines Roadtrips in Boston.

Wie viele Rookies waren es?
Vier.

Alle Tore von Timo Meier aus der letzten NHL-Saison.

Dann hat die ganze Sause als 28'000 Dollar gekostet.
Richtig. Aber es waren mit dem Staff auch gut 30 Personen.

Das sind nahezu 1000 Dollar pro Person. Da ist die Post aber gehörig abgegangen.
Wenn zu gutem Essen guter Wein kommt wird die Rechnung schnell teuer.

«Es ist cool, wenn die Leute deine Unterschrift oder einen Stock haben wollen. Das sind Augenblicke, in denen mir bewusst ist, welches Privileg ich habe, in der NHL spielen zu dürfen.»

Aber Alkohol und Spitzensport geht eigentlich nicht.
Das «Rookie Dinner» wird schon so geplant, dass am nächsten Tag kein Spiel ist.

Gibt es eigentlich Regeln über das Verhalten?
Es darf von einem Profi wohl erwartet werden, dass er vor dem Spieltag nicht zu spät heimkommt.

Wird das kontrolliert?
Nein. Bei mir hat jedenfalls noch nie jemand im Hotel an die Zimmertüre geklopft.

Mit 18 kannte Sie noch keiner und nun sind Sie fünf Jahre später ein Star in der wichtigsten Hockey-Liga der Welt. Wie geht man mit einer solchen Transformation um?
Für mich hat sich durch diese Entwicklung eigentlich nichts verändert. Ich arbeite hart, will immer mehr erreichen und ich hatte noch nie das Gefühl, jetzt sei genug.

In der Schweiz nimmt sich Timo Meier auch Zeit für die Kleinen.

Sie werden jetzt in der NHL um ein Autogramm oder einen Stock gefragt…
…es ist cool, wenn die Leute deine Unterschrift oder einen Stock haben wollen. Das sind Augenblicke, in denen mir bewusst ist, welches Privileg ich habe, in der NHL spielen zu dürfen. Und es ist schön, etwas zurückzugeben. Ich weiss doch nicht, wie riesig meine Freude war, wenn ich als Bub im Trainingslager war und ein 1. Liga-Spieler vorbeikam. Wie ich in Herisau zerbrochene Stöcke aus dem Kübel geholt und aus den Resten selber Stöcke gebastelt habe.

Werden Sie abgeschirmt oder bewegen Sie sich viel unter normalen Leuten?
In San José ist alles noch ein bisschen entspannter als etwa in den Hockey-Hotspots in Kanada.

Aber Sie haben auf Twitter schon Mordrohungen gekommen.
Ja, das war während einer Playoffserie gegen St. Louis.

Wie sind Sie damit umgegangen?
Das war irgendwie komisch. Ich entschied mich, dieser Sache kein Gewicht zu geben. Aber angenehm war es nicht.

Und der Klub? Bekamen Sie Personenschutz?
Nein. Wir haben damals entschieden, die Sache nicht aufzubauschen und es hat sich gezeigt, dass das die richtige Entscheidung war.

Wie kam es, dass Sie schon so früh nach Nordamerika gingen? Hatten Sie einen Plan?
In Nordamerika zu spielen war schon immer mein Traum…

… der durchs Internet kam.
Oh ja, ich habe oft die Highlights im Internet geschaut.

Während der Arbeitszeit?
Ja, das auch. Ich habe noch das erste Jahr einer kaufmännischen Lehre absolviert.

Und dann…
…kam ein Anruf aus Halifax (vom dortigen Team, das auch höchstem kanadischen Juniorenlevel spielt – die Red.). Erst meinte ich, ein Teamkollege wolle mich auf den Arm nehmen. Also erkundigte ich mich bei meinem Agenten Sandro Bertaggia, was davon zu halten sei. Er sagte mir, dieser Anruf sei echt und der Entscheid war schnell gefasst, dieses Abenteuer zu wagen.

Vor dem Draft müssen die Kandidaten umfangreiche Fragebögen ausfüllen. War das auch bei Ihnen schon so?
Ja, klar.

Welche Fragen werden da gestellt?
Uff, das ist schon einige Zeit her. Also beispielsweise: Wenn Du vor einem Käfig mit einem Tiger stehst, hast Du Angst?

«Ich hatte das Gefühl, dass die Sharks mich richtiggehend hassen und ganz sicher niemals draften werden»

Aber da wäre ja einer nicht bei Sinnen, wenn er «Ja» hinschreiben würde.
Aber es gab auch viele komplexe Fragen, die rein gar nichts mit Hockey zu tun haben und du kannst den Sinn dahinter nicht erkennen. Wo leben die schönsten Frauen? Möchtest Du lieber wandern oder in einen See springen? Welches Lieblingstier hast du?

Mussten Sie vor dem Draft auch schon zu den Interviews mit den Klubvertretern antraben?
Ja, ich bin von fast allen Klubs befragt worden. Da wird man dann auch provoziert.

Provoziert?
Ja, ich bin beispielsweise gefragt worden, wer die drei schnellsten Spieler in meinem Juniorenteam seien. Ich nannte Nikolaj Ehlers und noch einen und sagte, dann komme wohl ich. Da haben die gesagt: Sie schon als Nummer 3? Dann muss dein Team aber ganz schön langsam sein.

Wie war das Gespräch mit den Vertretern von San José?
Es ist seltsam. Ich hatte nach dem Gespräch das Gefühl, dass die mich richtiggehend hassen und ganz sicher niemals draften werden. Ich habe nach dem Daft drüber mit dem Chefscout gesprochen. Er sagte mir, es gehe bei diesen Interviews eben auch darum, herauszufinden, ob jemand Sinn für Humor habe und wie kritikfähig man sei.

Ganz offensichtlich haben Sie diesen Test mit Bravour bestanden. Arbeiten Sie mit einem Mentaltrainer?
Ab und an mit den Mentaltrainern des Klubs. Aber persönlich habe ich keinen.

«Sie sagen es. Ein Appenzeller Käsefondue und alles ist wieder gut.»

Das ist recht ungewöhnlich.
Ich hatte noch nie Zweifel, ich weiss, was ich kann. Es hat noch keinen Moment gegeben, bei dem ich ans Aufgeben dachte. Ich war nie der talentierteste Spieler. Nach meiner ersten Saison in Halifax hat niemand erwartet, dass ich überhaupt je im NHL-Draft zum Zuge kommen könnte. Das war für mich erst recht der Ansporn, noch mehr zu leisten und mein erstes Ziel war es, wenigstens unter die ersten 100 im Draft zu kommen. Diese Einstellung versuche ich zu bewahren. (Timo Meier ist 2015 von den Sharks als Nummer 9 in der ersten Runde gezogen worden – die Red.)

Was ist jetzt das grosse Ziel? 40 Tore und 80 Punkte?
Ich setzte keine Ziele mit solchen Zahlen. Ich will der beste Spieler für die Mannschaft sein und ich weiss, dass die Tore kommen, wenn ich Vollgas gebe. Es gibt Spiele da hatte ich kein Tor und war doch gut. Und umgekehrt Spiele, da habe ich gepunktet und war nicht so gut, wie ich hätte sein müssen.

Wahrscheinlich gibt es noch einen Grund, warum Sie keinen Mentaltrainer brauchen.
So?

Appenzeller brauchen keine Mentaltrainer.
Sie sagen es. Ein Appenzeller Käsefondue und alles ist wieder gut.

Geniessen Sie auch in San José mal ein Fondue?
Ja, aber die sind in Amerika nicht so gut wie im Appenzell.

Wie hat sich die NHL seit Ihrem Debut vor fünf Jahren verändert?
Weniger Fights. Das ist der einzige Unterschied.

Aber die Liga wird jünger.
Ja, die Jungen bekommen inzwischen eher eine Chance.

Timo Meier holte 2018 mit der Schweiz in Kopenhagen WM-Silber.
Timo Meier holte 2018 mit der Schweiz in Kopenhagen WM-Silber.
Bild: KEYSTONE

So gesehen war San José letzte Saison mit Joe ein wenig «Old school» und langsam.
Nun ja, das Tempo war wohl eines unserer Probleme.

Wie arbeiten Sie an Ihrer Schnelligkeit?
Im Sommer unter anderem mit Sprintübungen mit Gewichten.

Mit Gewichten?
Ja, mit bis zu 80 Kilo. Das ist dann aber bloss noch ein Versuch, zu sprinten.

Machen Sie auf dem Eis auch solche Übungen mit Zusatzbelastung?
Nein, auf dem Eis habe ich es noch nie versucht. Da habe ich höchstens Mal ein Tor geschoben.

Weil Sie mit San José die Playoffs verpasst haben, hätten Sie bei der WM in Zürich spielen können. Trauern Sie dieser WM nach?
Ich hätte diese WM sehr gerne gespielt. Es gibt nichts Grösseres, als daheim das Nationaldress zu tragen und vor meinen Freunden und Kollegen spielen zu können.

Wäre die Schweiz Weltmeister geworden?
Klar.

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