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Chicago Fire head coach Raphael Wicky, left, gestures as Seattle Sounders defender Kelvin Leerdam throws the ball in during the first half of an MLS soccer match, Sunday, March 1, 2020, in Seattle. (AP Photo/Ted S. Warren)

Raphael Wicky ist seit Dezember 2019 Trainer bei Chicago Fire. Bild: AP

Interview

Chicago-Trainer Raphael Wicky: «Druck und Trainerverschleiss in Europa sind bedenklich»

Corona, Black Lives Matter, Strassenschlachten und die Präsidentschaftswahl: Raphael Wicky hat als Trainer von Chicago Fire ein aufwühlendes Jahr hinter sich. Er hofft, dass mit Joe Biden konstruktive Lösungen für die Probleme im Land gefunden werden.

François Schmid-Bechtel / ch media



Die Playoffs hat Raphael Wicky mit Chicago Fire nur um einen Punkt verpasst. Eine Enttäuschung, aber kein Debakel. Wicky nutzte die Zeit, um mit seiner amerikanischen Frau rund sechs Wochen Urlaub in seiner Walliser Heimat zu machen. Der frühere FCB-Trainer und Nationalspieler macht im Interview nicht einmal den Versuch, die gesellschaftlichen und politischen Probleme, die das Land beschäftigen, zu umschiffen.

Wie unterscheidet sich die Arbeit eines Trainers in den USA von jener eines Trainers in Europa?
Die tägliche Arbeit unterscheidet sich überhaupt nicht. Was in den USA anders ist: Die Distanzen zu den Auswärtsspielen und die von der Liga vorgegebenen Regulatorien wie beispielsweise die Gehaltsobergrenze.

Es gibt grosse Mentalitätsunterschiede. Man beschwört den amerikanischen Spirit. Spüren Sie diesen als Trainer? Beeinflusst das ihre Kommunikation mit der Mannschaft?
Egal in welchem Land, muss man sich als Trainer der Kultur anpassen. Die Amerikaner sind grundsätzlich positive Menschen, die nie aufgeben, an sich glauben, stets das Gute sehen und nach Lösungen suchen. Alle wachsen mit Sport auf. In den Haushalten läuft ständig der Fernseher, wo überall Sport gezeigt wird. Sport begleitet durch den Alltag. Und so ist es beispielsweise für die Spieler selbstverständlich, dass sie während der Winterpause weiterarbeiten, sie sich selbst darum kümmern, einen Fitnesstrainer zu engagieren. Das grosse Arbeitsethos ist in der amerikanischen Sportkultur stark verankert.

Auch die Ambiance an den Spielen ist total anders.
In der Tat. Es ist friedlicher, es geht um Show und Entertainment, es herrscht weniger Negativität. Kaum je wird der Gegner ausgepfiffen oder beschimpft.

Warum ist das so?
Vielleicht hat es damit zu tun, dass es keinen Abstiegskampf gibt, es sportlich weniger um einen Existenzkampf geht. Wenn man mal verliert oder eine schlechte Saison hat, sind die Konsequenzen nicht die gleichen wie in Europa.

KANSAS CITY, KS - OCTOBER 07: Chicago Fire head coach Raphael Wicky argues a call in the first half of an MLS, Fussball Herren, USA match between the Chicago Fire and Sporting Kansas City on October 7, 2020 at Children s Mercy Park in Kansas City, KS. Photo by Scott Winters/Icon Sportswire SOCCER: OCT 07 MLS - Chicago Fire FC at Sporting Kansas City Icon2010070075

In der MLS herrsche weniger Negativität, als im europäischen Fussball. Bild: www.imago-images.de

«Der amerikanische Spieler, der nach Europa wechselt, wird wohl überrascht von der Heftigkeit der Reaktionen auf eine Niederlage.»

Es scheinen traumhafte Bedingungen für einen Trainer zu sein: Der Erfolgsdruck ist nicht zu hoch und die Spieler haben viel Eigenantrieb.
Der Eigenantrieb ist super. Für Europäer ist es gewöhnungsbedürftig, dass es keinen Absteiger gibt. In Europa verlieren Menschen ihren Job, wenn die Saison im Abstieg endet. Diesen Druck hat man in Amerika weniger. Aber verstehen Sie mich nicht falsch. Auch der Amerikaner will immer gewinnen und auch in der MLS gibt es grosse wirtschaftliche Interessen und entsprechend wird hochprofessionell gearbeitet.

Manifestiert sich so eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber Niederlagen?
Nicht Gleichgültigkeit. Aber wenn gegen Schluss der Saison klar wird, dass die Playoffs verpasst werden, kommt wenig Hektik auf. Dann plant man halt bereits die nächste Saison. Der amerikanische Spieler, der nach Europa wechselt, wird wohl überrascht von der Heftigkeit der Reaktionen auf eine Niederlage.

Fehlt Ihnen in den USA bisweilen der unbarmherzige Erfolgsdruck oder sind Sie froh, sich diesem ein Stück weit entzogen zu haben.
Wenn ich diesen Druck nicht aushalten könnte, wäre ich im falschen Beruf. Druck und Trainerverschleiss in Europa sind bedenklich. Ein Trainer kriegt ja kaum noch Zeit. Das ist in den USA noch etwas besser. Wenn hier ein neuer Trainer engagiert wird, legt dieser oft einen Dreijahresplan vor. Und auch wenn der Erfolg sich nicht sofort einstellt, wird an diesem Plan eher festgehalten. Man kriegt hier mehr Zeit, etwas aufzubauen. Das Prinzip auch bei uns in Chicago ist: Im ersten Schritt säen, im zweiten wässern und im dritten ernten.

Das heisst: Das Verpassen der Playoffs in Ihrer ersten Saison wurde konstruktiv aufgearbeitet?
Ja, wir hatten konstruktive Gespräche, in denen nicht nur das Resultat, sondern auch der Prozess und die Entwicklung bewertet wurden. Wir sind im Plan, auch wenn ein Punkt für die Playoff-Qualifikation gefehlt hat. Klar, wir waren nicht zufrieden mit dem Resultat und dem Verpassen der Playoffs. Aber es war eine schwierige erste Saison. Wegen Corona mussten wir dreimal neu in die Meisterschaft starten. Die langen Unterbrüche haben es erschwert, dass sich das neu formierte Team finden konnte. Nicht, dass Sie einen falschen Eindruck erhalten: Es wird hier schon auch auf das Resultat geschaut. Aber drei Trainerwechsel in einem Jahr und jedes Mal heisst es, ‘wir haben den richtigen Mann gefunden’: So etwas habe ich hier nicht erlebt.

Clearwater, FL - FEB 01: Fire Head Coach Raphael Wicky talks to his team during the pre-season match between the Chicago Fire and the Philadelphia Uniion on February 01, 2020 at Joe DiMaggio Sports Complex in Clearwater, Florida. Photo by Cliff Welch/Icon Sportswire SOCCER: FEB 01 MLS, Fussball Herren, USA - Chicago Fire v Philadelphia Union Icon357200201044

Bild: www.imago-images.de

«Der Amerikaner sagt sich, feel good play good»

Sie sprechen von einer friedlicheren Atmosphäre in den Stadien. Stellt sich die Frage: Kann der Amerikaner Niederlagen besser akzeptieren?
Schwierige Frage. Der Amerikaner geht nicht mit einer negativen Einstellung an einen Sportevent. Für ihn geht es beim Sport nicht – überspitzt formuliert – um Leben und Tod. Er will Spass haben. Er will mit seinen Kindern eine gute Zeit verbringen. Keiner sucht Krawall. Kaum je schwappt über den Gegner eine Welle des Hasses. Das empfinde ich als sehr angenehm. Hier kannst du bedenkenlos mit den Kindern an einen Sportevent.

Show wird im amerikanischen Sport stärker gewichtet. Bedeutet das, Sie müssen mehr von sich preisgeben als in Europa?
Dass alle Journalisten nach dem Spiel Zugang zur Kabine haben, ist in Europa undenkbar. Ein Beispiel: Wenn du mit einem europäischen Team ins Trainingslager fährst, ist alles minutiös durchgetaktet. Gemeinsame Essen, jeder ist gleich angezogen. Alles ist sehr strikt. In den USA ist das total anders. Der Amerikaner sagt sich, feel good play good. Und so kommt zum Beispiel jeder anders angezogen zum Spiel.

Mehr Individualismus?
Wahrscheinlich. Aber das führt nicht zu einem egoistischen und undisziplinierten Verhalten der Spieler.

Von einem Schweizer Eishockeyspieler erfuhr ich, dass nach der Landung in Las Vegas für einen Spieler seines Teams eine riesige Limousine eines Casinos bereitstand. Während das Team in den Bus stieg, wurde jener Spieler ins Casino chauffiert. Dabei hat sich keiner im Team darüber aufgeregt. Nein, man fand es eine coole Aktion.
So etwas ähnliches habe ich nicht erlebt. Aber klar, man geht in den USA anders um mit extrovertiertem Verhalten. Da wird nicht gleich Skandal geschrien. Da herrscht ein anderer Starkult. In den USA ist man grundsätzlich wenig eifersüchtig auf den anderen. Man freut sich mit dem Nachbar, wenn er sich ein neues Auto leisten kann. Und es ist kein Thema, wenn die Superstars des Sports zig Millionen pro Jahr verdienen. Da herrscht keine Neidkultur.

Swiss made in Chicago

Es war Marco Streller, der Nachfolger von Georg Heitz als Sportchef beim FC Basel, der Raphael Wicky im Sommer 2017 als Trainer einstellte. Obwohl die Basler die beste Champions-League-Kampagne der Geschichte spielten, wurde der Walliser am 26. Juli 2018 entlassen. Am 8. März 2019 bekam der frühere Nationalspieler (75 Länderspiele) den Job als U17-Nationaltrainer der USA. Nachdem Georg Heitz zum Sportdirektor bei Chicago Fire ernannt wurde, kam es doch noch zur Zusammenarbeit mit Wicky. Die beiden Schweizer arbeiten seit Dezember 2019 zusammen in der 2,7-Millionen-Einwohner-Metropole. Wicky, 43, war schon als Spieler in den USA. 2008 liess er seine Karriere bei CD Chivas ausklingen. (fsc)

«Rassismus ist ein grosses Problem in diesem Land.»

Auch das tönt sehr angenehm.
Ich will die kulturellen Unterschiede im Sport zwischen Europa und den USA nicht werten. Es ist einfach vieles anders. Als ich als Spieler von Chivas die erste Heimniederlage erlebte, war ich sehr erstaunt, wie die Fans reagierten. Wir wurden nicht ausgebuht. Nein, die Leute lobten uns für unsere Leistung, sprachen Mut zu für die nächsten Aufgaben und fragten mich, ob ich für ein Foto ihr Kind hochheben könne. Das war sehr ungewöhnlich. Aber ich sagte mir: Okay, ist auch gut so.

United States head coach Raphael Wicky before the FIFA U-17 World Cup Brazil 2019 Group D match between United States 1-4 Senegal at Estadio Kleber Andrade in Cariacica, Brazil, October 27, 2019. Noxthirdxpartyxsales PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY 115923544

Raphael Wicky betreute 2019 die U17 der USA. Bild: www.imago-images.de

Corona, Strassenschlachten, Black-Lives-Matter-Bewegung, die Wahlen: Wie haben Sie dieses Jahr in den USA erlebt?
Black Lives Matter ist eine Bewegung, welche sich sehr schnell im ganzen Land verbreitet hat. Ob in grossen Städten oder in kleineren Orten. Ich registrierte eine grosse Solidarität mit der Bewegung. Für mich ist die Bewegung auch Beleg dafür, dass sich eine grosse Mehrheit der Amerikanerinnen und Amereikaner auflehnt gegen Ungerechtigkeit, Intoleranz und Menschenverachtung. Rassismus ist ein grosses Problem in diesem Land. Aber das ist kein neues Problem, sondern zieht sich schon seit Jahrzehnten hin. Und zu den Wahlen…

…ja bitte?
Die sind ein riesiges Ereignis, haben eine extreme Wichtigkeit. Dieses Mal noch mehr, weil das Land stark gespalten ist.

Wie nehmen Sie das wahr?
Das Land ist traditionell gespalten. Man ist entweder Republikaner oder Demokrat. In den letzten vier Jahren sind die Gräben tiefer geworden, sagt meine Frau, die Amerikanerin ist. Ich fragte sie, wie man früher damit umgegangen ist. Sie sagte mir, es sei problemlos gewesen, innerhalb der Familie über politische Angelegenheiten zu diskutieren, auch wenn Menschen aus beiden politischen Lagern zusammengekommen sind. Aber jetzt ist es tatsächlich so, dass man selbst im Familien- und Freundeskreis nicht mehr über politische Angelegenheiten diskutiert, aus Angst, es könnte ausarten.

«Auch in Chicago kam es zu Unruhen, Plünderungen, Strassenschlachten.»

Befürchteten Sie, es könnte zu einem Bürgerkrieg kommen?
Meine schlimmsten Befürchtungen gingen schon in diese Richtung. Und ich befürchte, dass es noch nicht ausgestanden ist, wie man zuletzt beim Sturm auf das Kapitol gesehen hat. Ich habe die Nachrichten verfolgt. Aber irgendwann wurde es mir zu viel. Der eine Sender behauptet dies, der andere Sender behauptet das Gegenteil. Auch hier eine tiefe Spaltung. Du weisst irgendwann nicht mehr, was du glauben, auf was du dich verlassen kannst.

Auch da ein grosser Unterschied zu Mitteleuropa.
Und wie! Egal, ob man die Nachrichten auf SRF, ZDF, RTL oder ORF schaut, erhält man zu einem Thema etwa die gleichen Informationen. Aber hier, in den USA, ist das komplett anders. Da wird über das gleiche Thema total gegensätzlich berichtet.

coach Raphael Wicky of USA U18 during the International Friendly, Länderspiel, Nationalmannschaft match between The Netherlands U18 and United States of America U18 at Sportpark Marsdijk on September 07, 2018 in Assen, The Netherlands International Friendly 2019/2020 xVIxVIxImagesx/xGerritxvanxKeulenxIVx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 201872071

Raphael Wicky konnte irgendwann keine Nachrichten mehr schauen. Bild: www.imago-images.de

Noch einmal: Hatten Sie Angst vor einem Bürgerkrieg?
Keiner weiss, was in nächster Zeit passiert. Auch in Chicago kam es zu Unruhen, Plünderungen, Strassenschlachten. Ich selbst wohne nicht Downtown. Aber es gibt Spieler und Staff-Mitglieder, die mir aus Downtown von schlimmen Szenen berichteten.

Mit welchen Gefühlen sind Sie nach dem Urlaub im Wallis nach Chicago zurückgekehrt?
Ich habe keine Angst, dass ich in irgendeine schlimme Situation gerate. Ich spüre eine Ungewissheit. Aber noch grösser ist meine Hoffnung, dass man in den USA nach dem Präsidentenwechsel konstruktive Lösungen für die Probleme im Land findet.

Es gilt auch das Coronaproblem zu lösen. Es war erschreckend, wie die Trump-Administration damit umgegangen ist, oder eben nicht.
Auch bei diesem Thema war es schwierig, sich ein Bild zu machen, weil so unterschiedlich berichtet worden ist. Grosse Medienhäuser behaupteten Corona sei harmlos, andere sprachen früh von der schlimmsten Pandemie seit Menschengedenken. Und dann hat man einen Präsidenten, der sagt, was zu tun oder eben nicht zu tun ist. Das ist verwirrend. Zum Glück sind wir im Fussball einer Organisation angeschlossen, die politisch unabhängig ist und uns gut informiert hat. Es gab die Protokolle, die wir einhalten mussten. Und danach haben ich und meine Frau ab Mai auch gelebt. Ich bin nur raus für die Arbeit und um einzukaufen. Wir hatten keine sozialen Kontakte mehr ausserhalb unseres Trainerstaffs.

Sind Sie coronamüde?
Klar, so wie alle anderen auch. Aber Coronamüdigkeit ist kein Grund, um die Regeln zu missachten. Coronamüdigkeit gibt niemandem das Recht, unvorsichtig zu sein. Das fällt auch mir nicht immer leicht. Ich hatte vor der Winterpause meine Familie elf Monate nicht gesehen. Trotzdem habe ich mich im Wallis extrem vorsichtig verhalten. Auch, um die Eltern zu schützen.

Wie gefällt Ihnen Chicago?
Grossartig. Wir haben einen See, der die Dimensionen eines Ozeans hat. Es gibt viel Grün. Es ist eine Sportstadt. Und Downtown ist überwältigend. Chicago ist das kleinere, aber sauberere New York.

Bild

Blick auf den Lake Michigan in Chicago Bild: Shutterstock

Erstaunlich ist, wie viele junge, hochbegabte amerikanische Fussballer in Europa für Furore sorgen. Sind die Amerikaner 2026 an der Heim-WM ein Titelkandidat?
Die USA haben ein grosses Potential. Allein schon aufgrund der 330 Millionen Einwohner. Der Stellenwert des Fussballs wächst. Und die vor etwas mehr als zehn Jahren intensivierte Nachwuchsförderung zahlt sich nun aus. Die USA haben sehr viele junge, interessante Spieler. Giovanni Reyna von Dortmund ist erst 18. Und es gibt einige Spieler dieser Güteklasse. Deshalb liegt für 2026 etwas drin. Aber es ist noch ein langer Weg.

Die USA rocken 2026 mit Trainer Wicky die Fussball-WM?
Das glaube ich nicht. Man soll im Fussball zwar nichts ausschliessen. Aber die Nationalmannschaft ist mit Trainer Gregg Berhalter auf einem guten Weg.

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