Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07251512 (L-R) Second placed Christof Innerhofer of Italy, winner Dominik Paris of Italy and third placed Beat Feuz of Switzerland celebrate on the podium after the Men's Downhill race at the FIS Alpine Skiing World Cup event in Bormio, Italy, 28 December 2018.  EPA/ANDREA SOLERO

Feuz duscht Sieger Paris. Bild: EPA/ANSA

Interview

Beat Feuz: «Eines der schwierigsten Rennen, das ich je gefahren bin»

Weltmeister Beat Feuz schafft mit dem 3. Rang in der Weltcup-Abfahrt in Bormio schon wieder Erstmaliges – wie zuvor schon in Beaver Creek und in Gröden.



Beat Feuz, es ist ein Winter der Premieren für Sie. In Beaver Creek hatten Sie erstmals die Abfahrt gewonnen, in der Abfahrt in Val Gardena standen Sie als Dritter erstmals auf dem Podium, und nun schafften Sie das Gleiche hier in Bormio.
Beat Feuz:
Ich habe ja schon zuvor gesagt, dass ich nach einer «To-do-Liste» fahre (lacht). Nun kann ich in dieser Liste bereits wieder einen Haken machen.

Sie wirkten nach Ihrer Fahrt zufrieden. Sie wussten wohl, dass es eine gute Leistung war, zumal Sie auf den zu jenem Zeitpunkt führenden Christof Innerhofer nur sechzehn Hundertstel eingebüsst hatten.
Ich hatte natürlich gewusst, wer schon alles nach den ersten vier Nummern im Ziel war. Da waren mit Innerhofer, Vincent Kriechmayr und Aleksander Kilde «Hochkaräter» dabei. Deshalb hatte ich gehofft, dass es heute ein gutes Ergebnis werden könnte.

Nach dem zweiten Training am Donnerstag hatten Sie von den härtesten Bedingungen gesprochen, bei denen Sie je trainiert hätten. Im Rennen war es wohl ähnlich schwierig.
Die Strecke hatte sich wegen der gestiegenen Temperatur zwar etwas verändert. Aber sie war trotzdem wie an den Vortagen eisig und ruppig. Deshalb war das sicher eines der schwierigsten Rennen, das ich je gefahren bin.

Besonders stark war Ihre Fahrt wieder einmal im untersten Streckenteil. Wie ist das möglich, da Sie im Training ja immer Rücksicht auf Ihr linkes Knie nehmen müssen?
Ich trainiere nicht in dosiertem Umfang, nur anders. Weshalb ich auf dem unteren Abschnitt oft schnell bin, weiss ich nicht. Ich werde ja auch müde wie alle anderen auch. Möglicherweise hilft mir meine zentrale Position auf den Ski, mit der ich den Unterschied machen kann.

epa07251644 Beat Feuz of Switzerland speeds down the slope during the Men's Downhill race at the FIS Alpine Skiing World Cup event in Bormio, Italy, 28 December 2018.  EPA/ANDREA SOLERO

Die Stelvio verlangte den Fahrern alles ab. Bild: EPA/ANSA

In den vergangenen Wintern hatte es nach der Rückkehr aus Nordamerika in den folgenden Speed-Rennen in Val Gardena und Bormio nicht nach Wunsch geklappt. Wieso stellte sich der Erfolg nun auch in diesen beiden Abfahrten ein?
Dass es zuvor schon in Gröden geklappt hatte mit dem ersten Podestplatz, war natürlich sehr schön. Die Ergebnisse bestätigen mir, dass es mit der Materialabstimmung passt, und dass ich mich auf den Ski sehr wohl fühle.

Entsprechend hoch werden Ihre Erwartungen mit Blick auf die Klassiker in Wengen und Kitzbühel sein.
Natürlich habe ich da gewisse Erwartungen. Das Ziel ist immer ein Podestplatz. (ram/sda)

Stand im Abfahrts-Weltcup

Nach 4 von 9 Rennen:
1. Beat Feuz 260 Punkte.
2. Max Franz (AUT) 222.
3. Dominik Paris (ITA) 196.
4. Christof Innerhofer (ITA) 181.
5. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 155.
10. Mauro Caviezel 137.
17. Niels Hintermann 54.
22. Carlo Janka 37.

Alle Weltcupsiege von Beat Feuz

2018 – Jahr der Wetterextreme

Video: srf

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

Link zum Artikel

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

Link zum Artikel

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

Link zum Artikel

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

Link zum Artikel

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

Link zum Artikel

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Der Ski-Salto wird zu Didier Cuches Markenzeichen: «Die Fans glaubten, das war geplant …»

5. Januar 2002: Didier Cuche gewinnt in Adelboden überraschend den Riesenslalom am Chuenisbärgli. Im Ziel feiert der Schweizer den Triumph mit einem – noch nie gesehenen – Ski-Salto. Die Fans sind begeistert, der Trick wird zu seinem Markenzeichen. Doch eigentlich war das gar nicht so geplant.

Wenn wir heute Didier Cuche hören, denken wir sofort an seinen Ski-Salto. Immer, wenn ihm eine besonders gute Fahrt gelingt, zeigte der Neuenburger seinen Jubel: Bindung des rechten Skis hinten lösen und dann mit Schwung das Sportgerät in die Höhe wirbeln. Genau so, dass dieses sich um die eigene Achse dreht und dann in Cuches rechter Hand landet.

Entstanden ist der Trick 2002 in Adelboden. Aus Zufall. Cuche näherte sich über die Saison hin dem Sieg im Riesenslalom. Nach einem Rang 17 in …

Artikel lesen
Link zum Artikel