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epa08226566 Liverpool's winger Mohamed Salah (C) and midfielder Fabinho (R) react after the conceding 1-0 goal during the UEFA Champions League round of 16 first leg match between Atletico de Madrid and Liverpool FC at Wanda Metropolitano in Madrid, Spain, 18 February 2020.  EPA/RODRIGO JIMENEZ

Am Ende blieb Liverpool in Madrid nur der Frust. Bild: EPA

Kein einziger Schuss aufs Tor – das waren Liverpools Probleme gegen Atlético

Liverpool verliert das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Atlético Madrid mit 0:1. Der überlegene Premier-League-Leader war für einmal chancenlos, weil der Matchplan von Diego Simeone perfekt aufging. Jürgen Klopp bleibt trotzdem optimistisch.



In der Premier League hat Liverpool in dieser Saison noch kein einziges Mal verloren und marschiert unaufhaltsam in Richtung ersten Meistertitel seit 1990. Doch in der Champions League haben die «Reds» mehr Mühe, insbesondere wenn sie auswärts antreten müssen. So setzte es gestern im Achtelfinal-Hinspiel gegen Atlético Madrid eine 0:1-Niederlage ab.

Die Highlights des Spiels. Video: SRF

Es war der enttäuschendste und blasseste Auftritt Liverpools in dieser Saison – auch weil der Spielplan von Atlético Madrid und Trainer Diego Simeone perfekt aufging.

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So spielte Atlético gegen Liverpool. Bild: createformation.com

In den Startminuten überrumpelte das Vierer-Mittelfeld und die beiden Stürmer Atléticos die Abwehr von Liverpool und profitierten davon, dass Star-Verteidiger Virgil van Dijk neben den Schuhen stand und viele Zweikämpfe und Luftduelle verlor. Nach einem Eckball in der 4. Minute landete der Ball vor den Füssen von Saul Niguez, der problemlos zur frühen Madrider Führung einschieben konnte.

Ein früher Rückstand im Wanda Metropolitano – schlechter konnte es für Liverpool kaum kommen. Danach zeigte Atlético-Trainer Simeone, dass er immer noch ein Meister des defensiven Betonmischens ist. Der 49-jährige Argentinier dirigierte an der Seitenlinie als gäbe es kein Morgen.

«Sie haben Sadio Mané ganz klar ins Visier genommen.»

Jürgen Klopp, Trainer FC Liverpool

Mal liess er sein Team Manndeckung spielen, dann befahl er Koke, sich in die Verteidigung zurückfallen zu lassen, damit eine Fünferkette entstand. Die Spanier überliessen dem Gegner den Ballbesitz – nur zu 27,5 Prozent kontrollierten sie das Spielgerät. Das ist der tiefste Wert eines Siegerteams, seit Basel 2018 Manchester City mit 22 Prozent Ballbesitz geschlagen hat.

Atlético profitierte aber auch davon, dass bei Liverpool neben van Dijk auch noch weitere Akteure den schlechtesten Tag der bisherigen Saison einzogen. Sadio Mané wurde von den Spaniern in die Mangel genommen und war nach einer frühen Gelben Karte gar rotgefährdet. «Sie haben ihn ganz klar ins Visier genommen», sagte Jürgen Klopp, der seinen Stürmer zur Halbzeit auswechselte. «Er spielte gute 45 Minuten, alles was sie interessierte, war dass Sadio die zweite Gelbe Karte kassiert.»

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So spielte Liverpool. Bild: createformation.com

Manés Auswechslung schwächte die sonst schon blasse Liverpool-Offensive noch mehr. Es war offensichtlich, dass dem Dreier-Mittelfeld mit Jordan Henderson, Fabinho und Georginio Wijnaldum die Kreativität fehlte, um den Sturm-Dreizack gegen gut organisierte Madrilenen richtig in Szene zu setzen.

«Sie taten so, als hätten sie bereits die Viertelfinals erreicht.»

Andrew Robertson, Spieler FC Liverpool

Und für einmal konnten auch Trent Alexander-Arnold und Andrew Robertson die Kohlen nicht aus dem Feuer holen. Zu oft landeten ihre Flanken beim Gegner – von 33 Versuchen kamen nur sieben beim Mitspieler an. So brachten die «Reds» über 90 Minuten keinen einzigen Schuss aufs Tor von Atlético-Goalie Jan Oblak. Zum ersten Mal in dieser Saison über alle Wettbewerbe hinweg.

So blieb den «Reds» am Ende nur der Frust. Robertson störte sich daran, dass Atlético und insbesondere Trainer Simeone nach dem Schlusspfiff enthusiastisch jubelten: «Sie taten so, als hätten sie bereits die Viertelfinals erreicht. Wir haben jetzt noch die Premier League im Kopf – bis sie dann ins Anfield kommen.»

Van Dijk bemängelte die Theatralik der Spanier: «So ist ihr Spiel, so ist der spanische Fussball. Wir haben uns darauf eingestellt, aber es ist manchmal nicht einfach.»

Jürgen Klopp dagegen blieb optimistisch: «Wir haben verloren, aber in meinen Augen haben wir eben nicht verloren. Es ist erst Halbzeit, und wir liegen mit 0:1 zurück. Unsere Leute, unsere Fans werden bereit sein. Es ist noch nicht vorbei.»

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