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Nach Vergewaltigungsvorwürfen: Ermittler wollen Ronaldos DNA



Infolge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo hat die Polizei in Las Vegas eine DNA-Probe des Fussballstars aus Italien angefordert. Das berichtete das «Wall Street Journal» am Donnerstag unter Berufung auf einen Strafverfolger.

Juventus' Cristiano Ronaldo reacts during the UEFA Champions League group stage group H matchday 6 soccer match between Switzerland's BSC Young Boys Bern and Italy's Juventus Football Club Turin, at the Stade de Suisse in Bern, Switzerland, Wednesday, December 12, 2018. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Cristiano Ronaldo muss eine DNA-Probe abliefern. Bild: KEYSTONE

Ronados US-Anwalt Peter Christiansen bestätigte die Aufforderung am Donnerstag. Die Polizei erklärte, dass ein «offizieller Antrag» an Behörden in Italien ergangen sei. DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe.

Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Sie hat in Las Vegas Zivilklage gegen ihn erhoben. Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtclub kennengelernt, in seine Hotel-Suite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heisst es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei «normalerweise ein Gentleman».

Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das «Wall Street Journal». Die Probe aus Italien, wo Ronaldo für den Verein Juventus Turin Fussball spielt, soll mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet.

Ronaldo hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, sagte sein Anwalt Peter Christiansen am Donnerstag. «Es würde deshalb nicht verwundern, wenn DNA vorhanden wäre oder die Polizei diesen sehr üblichen Antrag als Teil ihrer Ermittlungen stellen würde.» Im Oktober hatte der 33-jährige mehrmalige Weltfussballer der französischen Zeitschrift «France Football» gesagt, dass «die Wahrheit ans Licht kommen» werde. (sda/dpa/afp/ap)

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