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epaselect epa07878085 Real Madrid's Welsh winger Gareth Bale (R) in action during the LaLiga match between Atletico Madrid and Real Madrid at the Wanda Metropolitano stadium, in Madrid, Spain, 28 September 2019.  EPA/Rodrigo Jimenez

Wird man Gareth Bale noch lange im Dress von Real Madrid sprinten sehen? Bild: EPA

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real



Zum zweiten Mal nach 2016 nimmt Wales im nächsten Sommer an einer Fussball-EM teil. Die Briten qualifizierten sich dank einem 2:0-Sieg über den direkten Konkurrenten Ungarn.

Kein Wunder, wurde dies in Cardiff ausgiebig gefeiert. Unter anderem mit dieser Fahne:

«Wales. Golf. Madrid. In that order», steht auf der Fahne, die ein Zuschauer ins Stadion mitgebracht hatte. Das soll die Reihenfolge sein, die Gareth Bale wichtig sei: Zuerst sein Land, dann sein liebstes Hobby, dann Real Madrid.

Die Aussage stammt nicht von Bale selber, sondern vom früheren Real-Star Predrag Mijatovic. Der hatte kürzlich in einer Radio-Sendung über Bale gelästert: «Das erste, woran er denkt, ist Wales, dann kommt Golf und erst dann Real Madrid. Ich habe nicht mit ihm gesprochen, aber so kommt es rüber.»

Auf der Insel wurde die Aussage als Steilpass angenommen. Schon beim Auswärtssieg in Aserbaidschan am Wochenende feierten die walisischen Fans ihren Star mit dem Gesang «Wales. Golf. Madrid».

«Ich habe es gehört», sagte Bale danach, «das ist ein lustiges Spässchen.» Wie sie das wohl in Madrid sehen?

Das untenstehende Video zeigt angeblich, wie Bale und Goalie Wayne Hennessey auf der Ehrenrunde nach dem Sieg gegen Ungarn die «Wales. Golf. Madrid.»-Fahne entdecken, die nun um die Welt geht. Die zwei Spieler lachen sich krumm:

Im Sommer hatte Real Madrid vergeblich versucht, für Bale, den die Teamkollegen dort «Golfer» rufen, einen Abnehmer zu finden. Trainer Zinédine Zidane setzte eher notgedrungen doch auf den 30-jährigen Angreifer, der bei den «Königlichen» noch bis 2022 unter Vertrag steht. Bale begann die Saison als Stammspieler, erzielte in sieben Einsätzen zwei Tore, fehlte bei Real aber ab Anfang Oktober wegen einer Wadenverletzung.

Mit der Provokation mit dem Fahnen-Jubel in Cardiff hat Bale – ob kalkuliert oder nicht – weiter daran gearbeitet, dass er kaum mehr bis Vertragsende bei Real Madrid bleiben wird. Die Beziehung zwischen Spieler und Klub sei mehr denn je zerbrochen, schreibt etwa die «Marca», ein Abgang im Winter scheine fast zwingend zu sein. Für die «AS» liegt der Ball nun bei Trainer Zidane. Er müsse entscheiden, ob er weiter auf Bale setzt oder ob es endgültig zum Bruch kommt.

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