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epa07106864 Real Madrid's head coach Julen Lopetegui reacts during the Spanish La Liga soccer match between Real Madrd and Levante UD at Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 20 October 2018.  EPA/Rodrigo Jimenez

Das Gesicht, das du als Real-Trainer machst, wenn du zuhause gegen Levante verloren hast. Bild: EPA/EFE

«Dieses Real ist eine Ruine» – Trainer Lopetegui und die letzte Gnadenfrist



Nach der 1:2-Heimniederlage von Real Madrid gegen Levante ist – mehrheitlich in den spanischen Medien – spekuliert worden, ob Trainer Julen Lopetegui noch am Wochenende entlassen wird. Trotz der Krise, die mittlerweile ein historisches Ausmass annimmt, bleibt der Spanier aber im Amt. Noch. 

epa07106924 Real Madrid's Sergio Ramos (L) reacts after the Spanish La Liga soccer match between Real Madrd and Levante UD at Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 20 October 2018.  EPA/Rodrigo Jimenez

Sergio Ramos kann nicht fassen, wie wenig Tore seine Teamkollegen schiessen. Bild: EPA/EFE

Die Krise

Seit exakt einem Monat wartet Real Madrid auf einen Sieg. In den letzten fünf Partien gab es gerade mal beim 0:0 gegen Atlético Madrid einen Punktgewinn.

In der Tabelle sind die «Königlichen» deshalb bis auf Rang sieben abgerutscht. Weil auch Dauerkonkurrent Barcelona mehrmals gepatzt hat, beträgt der Rückstand auf Rang eins aber immerhin bloss vier Punkte.

Bild

Die obere Tabellenhälfte der La Liga. tabelle: srf

Die Erfolgslosigkeit hängt derzeit vor allem mit der offensiven Torimpotenz von Real zusammen. Bis Marcelo (sinnbildlich ein Verteidiger) gegen Levante zum 1:2 traf, blieb Real Madrid satte 482 Minuten ohne Torerfolg. 

Eine historische Flaute, allerdings kein Rekord in der 116-jährigen Vereinsgeschichte wie zuerst angenommen. 1985 gab es eine Phase von 495 Minuten ohne Tor. Ein schwacher Trost, zumal der Klub, der zuletzt drei Mal in Serie die Champions League gewann, mit Asensio, Bale, Vazquez, Benzema und Diaz eigentlich viel Offensivpower zur Verfügung hat.  

Die Stimmen 

«Wir stehen bis zum Tod hinter ihm. Er geht mit uns sehr gut um. Wie mit ihm umgegangen wird, ist unfair.»

Marcelo über Lopetegui

Real Madrid's Marcelo reacts after a missed opportunity during a Spanish La Liga soccer match between Real Madrid and Levante at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, Saturday, Oct. 20, 2018. (AP Photo/Paul White)

Ob bei Real Madrid nur noch beten hilft? Bild: Ap

«Es ist nie gut, wenn man den Trainer wechselt. Wir Spieler treffen die Entscheidungen nicht. Aus meiner Sicht als Kapitän hat Lopetegui aber die Unterstützung der Mannschaft.»

Sergio Ramos

«Dieses Madrid ist eine Ruine.»

«Marca»

«Lopetegui verliert nach dem erneuten Debakel sämtlichen Kredit. Er darf nur bleiben, weil es noch keinen Ersatz gibt und der Spielplan voll ist.»

«Marca»

«Unvermögen. Die Zukunft von Lopetegui hängt nach der Blamage gegen Levante am seidenen Faden.»

«AS»

«Auch wenn diese Krise viele Väter hat: Lopetegui ist bereits seit der Niederlage in Moskau verurteilt. Nur ein Sieg im Clásico könnte ihn noch retten.»

«AS»

«Mega-Krise!»

«Mundo Deportivo»

«Madrid verliert schon wieder und die Tage von Lopetegui sind gezählt.»

«Mundo Deportivo»

Das Schicksalsspiel

Für Real Madrid geht es schon morgen in der Champions League mit einem Heimspiel gegen Viktoria Pilsen weiter. Doch der Fokus ist wohl bereits auf das kommende Wochenende gerichtet. Dann ist Real Madrid im Clásico im Camp Nou beim FC Barcelona zu Gast.

Der erste Clásico ohne Messi oder Ronaldo seit 2007:

Obwohl Lionel Messi mit einem Armbruch ausfällt, gibt es einfachere Aufgaben, als bei Barça ein positives Resultat zu erzielen. Gut möglich, dass eine Niederlage das Schicksal des Julen Lopetegui besiegeln würde.

Der mögliche Nachfolger

Als möglicher Nachfolger von Julen Lopetegui geistert vor allem ein Name durch die Medien: José María Gutiérrez Hernández, kurz Guti. Der ehemalige Publikumsliebling war bis letzte Saison bei Real Madrids U19 tätig und amtet jetzt als Co-Trainer bei Besiktas Istanbul. 

Real Madrid player Guty, right, controls the ball against Betis Swiss player Johann Vogel during their Spanish league soccer match at Ruiz de Lopera stadium in Seville, Saturday Sept. 23, 2006. (KEYSTONE/AP Photo/Javier Barbancho)

Guti als Real-Spieler im Zweikampf mit Johann Vogel. Bild: AP

Guti hat kaum Trainererfahrung, kennt dafür den Verein schon sehr gut und geniesst hohes Ansehen. Wie gut diese Kombination bei Lopetegui-Vorgänger Zinédine Zidane funktionierte, muss wohl nicht genauer erklärt werden.

Vorerst hat Lopetegui noch die Chance, seine Haut zu retten. Dafür braucht er aber Siege und vor allem Tore. Ein Problem, das man in Madrid die letzten Jahre nicht kannte. Damals stand schliesslich noch ein gewisser Cristiano Ronaldo zur Verfügung. 

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