Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this photo provided by the Korea Football Association, South and North Korean, wearing red uniforms, players play during their Asian zone Group H qualifying soccer match for the 2022 World Cup at Kim Il Sung Stadium in Pyongyang, North Korea, Tuesday, Oct. 15, 2019. South Korea soccer officials say they can't see a telecast of the historic World Cup qualifier in Pyongyang between their national team and North Korea, and think the game was proceeding at an empty Kim Il Sung Stadium. (The Korea Football Association via AP)

Vor leeren Rängen trennten sich Nord- und Südkorea torlos. Bild: AP

Keine Tore, keine Zuschauer, kein TV – historisches Korea-Duell endet unspektakulär



Das mit Spannung erwartete Quali-Duell für die WM 2022 in Katar zwischen den beiden verfeindeten Brüderstaaten Nord- und Südkorea ist ohne Spektakel über die Bühne gegangen. Vor leeren Rängen im Kim-Il-Sung-Stadion in Pjöngjang trennten sich die beiden Teams 0:0. Vier Gelbe Karten wurden gemäss dem südkoreanischen Verband verteilt.

Südkoreanische Zuschauer und Journalisten waren nicht zum ersten koreanischen Duell in Nordkorea seit 29 Jahren zugelassen. Jeder Besuch von Südkoreanern im abgeschotteten Norden der koreanischen Halbinsel muss von der Regierung genehmigt werden. Nur insgesamt 30 südkoreanische Staff-Mitglieder waren mit der Mannschaft nach Pjöngjang gereist.

Eigentlich war erwartet worden, dass das 50'000 Zuschauer fassende Stadion deshalb mit nordkoreanischen Fans gefüllt sein würde. Doch weit gefehlt: Die Partie fand in einem weitgehend leeren Stadion statt. Der südkoreanische Verband wurde von der Asian Football Confederation (AFC) gemäss eigenen Angaben erst etwa 30 Minuten vor dem Anpfiff über das Fehlen von Publikum informiert.

Unter den wenigen zugelassenen Zuschauern befand sich FIFA-Präsident Gianni Infantino, der eigens für das Spiel nach Nordkorea gereist war. «Es ist eine grosse Freude, hier zu sein», sagte der Walliser.

abspielen

Infantino bei der Ankunft in Pjöngjang. Video: YouTube/AFP news agency

Das Duell wurde nicht live im Fernsehen gezeigt, weil Nordkorea nicht auf dementsprechende Anfragen aus Südkorea geantwortet hat. Nordkorea hatte im Vorfeld jedoch versprochen, dass das koreanische Zentralfernsehen (KCTT) wie schon beim Heimspiel gegen den Libanon am Tag nach der Partie Videoaufnahmen zur Verfügung stellen werde.

Kommunikation zwischen Nord- und Südkorea findet derzeit kaum statt. Beide Staaten befinden sich völkerrechtlich seit dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) noch im Kriegszustand. Nach einer Annäherung im letzten Jahr stagniert der Austausch derzeit wieder. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Auftrag des Diktators – Olympia-Tage der Armee der Schönen

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Über 6500 Menschen starben bei Bauarbeiten zur WM 2022 in Katar

Atemberaubende Stadien, neue Strassen und Flughäfen, teure Hotels: Für die WM 2022 in Katar wird viel gebaut. Doch die Lebensumstände für die Gastarbeiter sind unwürdig. Die Zahl der Toten ist schockierend hoch.

Mehr als 6500 Gastarbeiter sind im Rahmen der Vorbereitungen für die WM 2022 in Katar von 2010 bis 2020 gestorben. Das meldet der «Guardian» nach Berechnungen verschiedener Daten. Unter anderem verzeichnet allein die pakistanische Botschaft in Katar 824 Tote Gastarbeiter aus ihrem Land in diesem Zeitraum.

Vor allem in den engen Wohnräumen mangelt es an Hygiene, Sauberkeit und Sicherheit. Acht Personen auf wenigen Quadratmetern sind in Katar Alltag. Die Lebensbedingungen sind unwürdig. Immer …

Artikel lesen
Link zum Artikel