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epa08694745 St. Gallens goalkeeper Lawrence Ati Zigi during the UEFA Europa League third qualifying round soccer match between FC St. Gallen and AEK Athens in St. Gallen, Switzerland, 24 September 2020.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Erstmals diese Saison muss sich St.Gallens Goalie Zigi bezwingen lassen. Bild: keystone

St.Gallen gibt erstmals Punkte ab – Lausanne trotzt Sion in Unterzahl ein Remis ab

Nach der 4. Runde ist in der Super League kein Team mehr ohne Punktverlust. Leader St. Gallen kam nach drei Siegen in Folge in Luzern trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2.



Luzern – St.Gallen 2:2

Als sich das 2:2 abzeichnete, spielten sich in der 90. Minute im St. Galler Strafraum unglaubliche Szenen ab. Zigi wehrte innerhalb wenige Sekunden auf der Torlinie mit Armen und Beinen und Reflexen drei Schüsse ab, von denen jeder hätte ein Tor bedeuten können. Es war der Schlusspunkt einer vor allem in der zweiten Hälfte spektakulären Partie.

Luzerns Schlüsselspieler Pascal Schürpf, der früh verletzt ausgewechselt werden musste, vergab in der 2. Minute die Luzerner Führung, und nur drei Minuten später erzielte Victor Ruiz auf schöne Vorarbeit von Alessandro Kräuchi, Silvan Heftis Nachfolger auf der rechten Abwehrseite, St. Gallens 1:0. Diese wechselhafte Startphase prägte den Match für längere Zeit. Die St. Galler spielten mit dem Selbstverständnis, das sie aus den drei Siegen aus den ersten drei Spielen mitgebracht hatten.

Alles änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit. Die Spieler von Trainer Fabio Celestini dominierten und drückten etwa 20 Minuten lang und erarbeiteten sich ausgezeichnete Chancen zuhauf. Die beiden Tore von Dejan Sorgic und dem für Schürpf eingewechselten Filip Ugrinic waren dafür ein geringer Lohn, der noch geringer war, weil Jordi Quintilla dazwischen aus dem Nichts zur neuerlichen St. Galler Führung traf. Goalie Marius Müller hätte Quintillas Weitschuss halten müssen.

Die St. Galler hatten grosses Glück, dass sie nicht ab der 30. Minute in Unterzahl spielen mussten. Lukas Görtler, am Boden sitzend, spuckte einen weglaufenden Gegenspieler an. Dies ist eine Unsportlichkeit, die praktisch automatische eine Rote Karte nach sich zieht. Schiedsrichter Fedayi San setzte die Norm an diesem Nachmittag ausser Kraft. Er schaute sich die Szene im Video an und zeigte Görtler nicht einmal Gelb.

Louis Schasub, rechts, von Luzern im Spiel gegen Leonidas Stergiou, links, von St. Gallen beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen vom Sonntag, 18. Oktober 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: keystone

Luzern - St. Gallen 2:2 (0:1)
1569 Zuschauer. - SR San.
Tore: 5. Ruiz (Kräuchi) 0:1. 51. Sorgic (Schaub) 1:1. 59. Quintilla 1:2. 66. Ugrinic (Sidler) 2:2.
Luzern: Müller; Schulz, Lucas, Knezevic, Sidler; Carbonell, Ndenge; Tasar, Schaub (81. Alabi), Schürpf (19. Ugrinic); Sorgic (74. Ndiaye).
St. Gallen: Zigi; Kräuchi, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (80. Staubli); Stillhart (88. Rüfli); Guillemenot (69. Ribeiro), Duah (69. Babic).
Bemerkungen: Luzern ohne Schwegler, Grether, Binous, Burch (alle verletzt) und Frydek (Quarantäne). Schürpf verletzt ausgeschieden. St. Gallen ohne Kamberi, Lüchinger, Alves und Gonzalez (alle verletzt).
Verwarnungen: 27. Ndenge (Foul), 45. Tasar (Unsportlichkeit), 61. Quintilla (Foul), 79. Kräuchi (Foul).

Sion – Lausanne 0:0

Als Schiedsrichter Alessandro Dudic das zähe Ringen nach 95 Minuten abgepfiffen hatte, jubelten einige Lausanner Spieler verhalten. Sie hatten sich ab der 56. Minute in Unterzahl zu einem Punkt gekämpft. Damit blieben die Aufsteiger auch nach dem vierten Spiel ungeschlagen. Dass sie noch vor Meister Young Boys den 2. Platz verteidigten, zeigt auf, wie sehr der Saisonstart den Waadtländern gelungen ist.

Und doch musste sich Trainer Giorgio Contini ein wenig ärgern. Sein Team war bis zur Gelb-Roten Karte gegen Stjepan Kukuruzovic das bessere Team mit den gefährlicheren Torszenen. Mit personellem Gleichstand wäre Lausanne im Tourbillon an diesem Nachmittag durchaus der Siegestreffer zuzutrauen gewesen. Damit wäre der Sprung auf den 1. Platz Tatsache geworden.

Mehr Grund zur Unzufriedenheit hatten indes die Walliser. Sie bleiben unter dem neuen Trainer Fabio Grosso ohne Sieg. Ausserdem war die Leistung gegen Lausanne ein Rückschritt im Vergleich zu den Auftritten vor der Nationalmannschaftspause gegen YB und in Lugano. In Überzahl war Sion in der letzten halben Stunde zwar mehrheitlich überlegen, zu guten Chancen kamen die ideenlosen Walliser indes nicht.

Le milieu valaisan Matteo Tosetti, gauche, et le milieu valaisan Geoffroy Serey Die, centre, luttent pour le ballon avec le milieu lausannois Stjepan Kukuruzovic, droite, lors de la rencontre de football de Super League entre FC Sion et FC Lausanne-Sport (LS) ce dimanche, 18 octobre 2020  au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Bild: keystone

Sion - Lausanne-Sport 0:0
2850 Zuschauer. - SR Dudic.
Sion: Fickentscher; Theler, Bamert, Ndoye, Abdellaoui (89. Luan); Grgic (60. Hoarau), Serey Die, Araz; Tosetti (80. Khasa), Karlen (89. André), Baltazar (60. Itaitinga).
Lausanne-Sport: Diaw; Jenz, Elton Monteiro, Loosli; Boranijasevic, Puertas, Kukuruzovic, Flo; Schneuwly (80. Geissmann); Joël Monteiro (60. Barès), Turkes (80. Guessand).
Bemerkungen: Sion ohne Andersson, Doldur, Iapichino, Martic und Kabashi (alle verletzt) sowie Uldrikis und Zock (beide nicht im Aufgebot), Lausanne ohne Nanizayamo (gesperrt) und Falk (verletzt). 56. Gelb-Rote Karte gegen Kukuruzovic wegen Fouls.
Verwarnungen: 36. Kukuruzovic (Foul). 45. Jenz (Foul). 90. Boranijasevic (Foul). (abu/sda)

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