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St. Gallen's players, left, celebrate the 1 - 0 in front of Sion's goalkeeper Kevin Fickentscher, center, and Sion's midfielder Pajtim Kasami, right, during the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between FC Sion and Sankt-Gallen, at the Stade de Tourbillon in Sion, Switzerland, Saturday, June 20, 2020. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die St.Galler feiern ihren zweifachen Torschützen Cedric Itten. Bild: keystone

Dank dem doppelten Itten jubelt St.Gallen in Sitten und ist wieder Leader



Sion – St. Gallen 1:2

Nach den Young Boys gestaltete auch St. Gallen seinen Super-League-Neustart erfolgreich. Das Team von Trainer Peter Zeidler gewann in Sitten 2:1 und behauptete sich an der Tabellenspitze.

War es nur ein famoser Lauf, oder hat dieser FC St. Gallen die Qualität für den Meistertitel? Das erste Spiel nach dem fast viermonatigen Corona-Unterbruch bestätigte fürs Erste, was die Testspiele bereits hatten erahnen lassen: dass die junge Equipe von Trainer Peter Zeidler nach wie vor harmoniert, dass sie ihren Schwung konservierte. Die punktbeste Auswärtsmannschaft der Liga startete mit einem verdienten 2:1 beim FC Sion ins happige Restprogramm, das bis zum 2. August 13 Runden vorsieht. Cedric Itten erzielte beide St. Galler Tore, Pajtim Kasami verkürzte für Sion in der Nachspielzeit vom Penaltypunkt.

Sion, bei dem Paolo Tramezzani nach seinem ersten Gastspiel vor knapp drei Jahren wieder an der Seitenlinie stand, wurde dem Gegner aus der Ostschweiz nur ansatzweise gefährlich. Einfach machten es die Walliser dem spiel- und laufstarken Widersacher aber nicht. Mit einer Fünferabwehr, wie man sie von Tramezzani kennt, machten sie die Räume bei gegnerischem Ballbesitz in der eigenen Zone eng. Durch den von Kasami selbst herausgeholten Penalty konnten sie in den letzten 90 Sekunden noch kurz auf einen Punkt hoffen.

Die Sittener Herangehensweise funktionierte gut, aber eben nicht immer: Nach 19 Minuten sahen die 75 per Losverfahren erlesenen Zuschauer im Tourbillon, wie St. Gallen in seiner typischen Manier in hohem Tempo nach vorne preschte und Itten nach Flanke von Ermedin Demirovic aus sechs Metern nur noch den Fuss hinhalten musste, um seinen zehnten Saisontreffer zu verbuchen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kombinierten sich die Gäste dann durch die massierte Sittener Abwehr, obwohl diese Zeit hatte, sich zu formieren. Nach ein paar zügigen Pässen hatte Hefti Platz zum Flanken, Itten stieg hoch und doppelte per Kopf nach. Was sich phasenweise nicht einfach gestaltete, klappte in diesen Szenen so, als läge keine lange Pause zwischen den 23 vorangegangenen Liga-Auftritten.

Im Spiel nach vorne fiel bei den Wallisern ins Gewicht, dass der Ideengeber Bastien Toma verletzungsbedingt ausfiel. Kasami musste dadurch mehr Defensivarbeit verrichten und fehlte verschiedentlich in der Offensive. Während St. Gallen seine Leaderposition verteidigte, schrumpfte Sions Polster auf den Barrageplatz nach nunmehr einem Sieg aus den letzten 16 Spielen durch Xamax' 2:1-Erfolg gegen Thun auf einen Punkt.

Sion - St. Gallen 1:2 (0:1)
SR Piccolo. -
Tore: 20. Itten (Demirovic) 0:1. 53. Itten (Hefti) 0:2. 93. Kasami (Foulpenalty) 1:2.
Sion: Fickentscher; Bamert, Abdellaoui, Jean Ruiz; Maceiras (71. Cavaré), Kasami, Ndoye, Grgic (71. Baltazar), Facchinetti; Lenjani (71. Stojilkovic), Luan (60. Itaitinga).
St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Fazliji, Rüfli (75. Alves); Görtler, Quintilla, Guillemenot (71. Ribeiro), Victor Ruiz (88. Staubli); Demirovic (71. Bakayoko), Itten.
Bemerkungen: Sion ohne Toma, Fortune, Raphael, Zock und Andersson (alle verletzt). St. Gallen ohne Muheim (krank/Coronatest negativ), Letard, Babic, Ajeti, Gonzalez und Lüchinger (alle verletzt). Verwarnungen: 28. Fazliji (Foul), 32. Görtler (Foul). 33. Ndoye (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 38. Jean Ruiz (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 47. Itten (Foul). 78. Kasami (Foul). 87. Baltazar (Foul).

St. Gallen's players celebrate the victory after the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between FC Sion and Sankt-Gallen, at the Stade de Tourbillon in Sion, Switzerland, Saturday, June 20, 2020. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Der FC St. Gallen macht da weiter, wo er aufgehört hat. Bild: keystone

Xamax – Thun 2:1

Neuchâtel Xamax hat den FC Thun im Duell des punktgleichen Schlussduos der Super League daheim 2:1 bezwungen. Das Siegestor erzielte Raphaël Nuzzolo nach 86 Minuten per Foulpenalty.

Xamax

Raphael Nuzzolo trifft per Elfmeter zum Sieg für Xamax. Bild: keystone

Die wohl wichtigste Szene des wichtigen Spiels sahen die Fernsehzuschauer in der 38. Minute. Der bereits verwarnte Thuner Leonardo Bertone riss den durchbrechenden Musa Araz vor dem Strafraum am Leibchen zurück. Schiedsrichter Adrien Jaccottet musste Bertone zwingend zum zweiten Mal verwarnen. Auf die Aussichten der Gäste hatte der Platzverweise schwerwiegende Auswirkungen. Die Thuner verloren ihren Schlüsselspieler und Trainer Marc Schneider musste mit einer Auswechslung den Stürmer Simone Rapp opfern. Kenan Fatkic kam ins Spiel, um die Defensive bei der Stange zu halten.

Die dritte Auswirkung von «Leo» Bertones Aussetzer war das prächtige Neuenburger Führungstor. Ramizi erzielte es Sekunden vor der Pause mit einer Direktabnahme auf ein Aussenrist-Zuspiel des ewig jungen Nuzzolo.

Seit dem Zuzug von Bertone in der Winterpause und seit der frühere Meisterspieler der Young Boys das Thuner Defensivspiel leitet, holten die Berner Oberländer in fünf Spielen zehn Punkte – einen Punkt mehr als in den 18 Spielen des Herbsts.

Thuns Leonardo Bertone freut sich ueber einen Treffer in einem Fussball Testspiel zwischen dem FC Thun und dem SC Kriens, am Samstag, 13. Juni 2020, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: keystone

Vor dem Platzverweis hatten die anfänglich dominierten Thuner die Kontrolle über die Partie gewonnen. Sie erarbeiteten sich auch die beste Chance. Nach 22 Minuten wehrte Xamax' Goalie Laurent Walthert einen Kopfball von Ridge Munsy mit einem tollen Reflex auf der Linie ab.

Wie sich die Thuner in Unterzahl schlugen, war bemerkenswert. Sie ermöglichten den Neuenburgern wenig gute Torchancen und schafften sogar noch den zeitweiligen Ausgleich durch Munsy, der nun in vier Meisterschaftsspielen am Stück getroffen hat. Aber gut zehn Minuten später führte ein Foul von Thuns Innenverteidiger Nikki Havenaar im Strafraum zum Penalty und zum 2:1.

Neuchâtel Xamax - Thun 2:1 (1:0)
SR Jaccottet.
Tore: 45. Ramizi (Nuzzolo) 1:0. 75. Munsy (Hefti) 1:1. 86. Nuzzolo (Foulpenalty) 2:1.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Djuric, Djourou, Neitzke; Gomes (91. Xhemajli), Ramizi (86. Tafer), Kouassi, Araz, Kamber (78. Seydoux); Seferi (78. Corbaz), Nuzzolo.
Thun: Faivre; Glarner, Havenaar, Sutter, Kablan (63. Hefti); Bertone; Hasler (63. Tosetti), Stillhart; Castroman; Munsy (83. Salanovic), Rapp (44. Fatkic).
Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Mveng (gesperrt), Doudin (verletzt) und Oss (Trainingsrückstand). Thun ohne Rodrigues und Bigler (beide verletzt). 39. Gelb-rote Karte gegen Bertone (Foul). Verwarnungen: 16. Bertone (Foul), 44. Araz (Foul), 78. Djuric (Foul), 85. Havenaar (Foul).

Die Tabelle

(zap/sda)

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