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St. Gallen's headcoach Peter Zeidler during the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between FC Sion and Sankt-Gallen, at the Stade de Tourbillon in Sion, Switzerland, Saturday, June 20, 2020. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

FCSG-Trainer seit Sommer 2018: Peter Zeidler. Bild: keystone

FCSG hält an Erfolgsduo fest: Zeidler und Sutter verlängern bis 2025



Der FC St.Gallen geht mit der bewährten sportlichen Leitung in die Zukunft. Gleich bis Ende Saison 2024/25 hat der Klub die Verträge mit Cheftrainer Peter Zeidler und Sportchef Alain Sutter verlängert. «Im Fussballbusiness ist das nicht normal», weiss Präsident Matthias Hüppi, «dennoch sind wir davon überzeugt, dass es für den FC St.Gallen der beste Weg ist. Wir wollen langfristig für Kontinuität und Nachhaltigkeit sorgen.»

«Es ist ein besonderer Klub, man kriegt das jeden Tag mit. Meine Frau und ich fühlen uns sehr, sehr wohl hier. Es gibt keinen Grund, wegzugehen.»

Peter Zeidler

Hüppi sprach von einem Signal an Fans und Aktionäre. «Wir wollen transparent und berechenbar sein für alle, die den Klub eng begleiten.»

Zeidler: «Ich kann Rente nicht mal buchstabieren»

Sportchef Sutter sagte, für ihn sei die Zusammenarbeit im Führungstrio «einzigartig. Ich freue mich jeden Tag, Peter bei der Arbeit zu sehen. Man kann sagen, dass wir uns blind verstehen.» Der Ex-Nationalspieler betonte, wie sehr die Corona-Krise ihn dem Klub nochmals näher gebracht habe. «Die Solidarität von Anhängern und Sponsoren ist absolut ungewöhnlich und nicht selbstverständlich. Das hat mir einmal mehr gezeigt, wie speziell der FC St.Gallen ist und wie sehr er in der Region verankert ist. Es lohnt sich für mich, meine Zeit für so ein Projekt einzusetzen.»

Nachdem klar war, dass die Saison mit Geisterspielen fortgesetzt werden muss, verzichteten mehr als 5000 Inhaber von Saisonabos auf eine Rückerstattung – und bestellten gleich auch ein Abo für die nächste Saison.

Sportchef Alain Sutter bei einem Testspiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Aarau, am Samstag, 13. Juni 2020, in St. Gallen. Die Meisterschaft wird demnaechst fortgesetzt, nachdem sie wegen dem Coronavirus unterbrochen wurde. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

FCSG-Sportchef seit Januar 2018: Alain Sutter. Bild: keystone

Der 57-jährige Trainer Zeidler wurde gefragt, ob er nun mit diesem langfristigen Vertrag in St.Gallen in Rente gehe. «Sehe ich so alt aus? Ich denk' mir das manchmal auch, wenn ich mich im Spiegel sehe …», sagte Zeidler im Scherz. Er gab zu, dass es konkrete Anfragen anderer Klubs gegeben habe. «Aber ich fühle mich so wohl in der Region und in der Zusammenarbeit, dass das für mich die beste Option ist. Wieso sollte ich weggehen? Wir haben noch einiges vor beim FC St.Gallen. Ich habe so viel Energie, das spüre ich jeden Morgen, ich kann Rente nicht mal buchstabieren.»

Nach 20 Jahren wieder Meister?

Der FC St.Gallen ist auf dem Weg zur besten Saison seit dem Gewinn des Meistertitels im Jahr 2000. Nach 30 Runden führen die Ostschweizer mit ihrem jungen Team die Tabelle der Super League an. Sie haben einen Punkt Vorsprung auf YB, das zuletzt zwei Mal Schweizer Meister wurde.

Der FCSG-Führungsriege ist bewusst, dass auch wieder andere Zeiten auf den Klub zukommen können. «Wenn schönes Wetter ist, dann können alle fliegen. Aber wenn es mal regnet, ist es nicht ganz so einfach», sinnierte Sutter. Zeidler nahm diesen Ball an und betonte ebenfalls: «Es scheint nicht jeden Tag die Sonne. Es wird auch mal regnen, es wird mal richtig kalt sein.» Auch bei einem allfälligen Abstieg in die Challenge League gilt Zeidlers Kontrakt. «Aber St.Gallen ist ein Super-League-Klub und natürlich wollen wir oben bleiben.»

Momentan herrscht allerdings eitel Sonnenschein bei den Grün-Weissen. Präsident Matthias Hüppi hielt am Tag vor dem Heimspiel gegen den FC Luzern fest: «Diese Mannschaft hat Ausserordentliches geleistet, egal was jetzt noch kommt.» (ram)

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Die turbulente Zeit des FCSG seit dem Meistertitel 2000

«Hört auf, den St.Galler Dialekt zu hassen!»

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