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epa08259787 Bayern Munich fans display an offensive banner against Hoffenheim's financial backer Dietmar Hopp during the German Bundesliga soccer match between TSG 1899 Hoffenheim and Bayern Munich in Sinsheim, Germany, 29 February 2020.  EPA/ARMANDO BABANI CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Dietmar Hopp darf nicht als «Hurensohn» beschimpft werden, bei Manuel Neuer sieht das schon anders aus. Bild: EPA

Der Abbruch-Plan – in welchen Fällen Schalke und Bayern gemeinsam das Spielfeld verlassen



Am Bundesliga-Wochenende haben mehrere Ultra-Gruppen mit Hasstransparenten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp gegen eine Kollektiv-Bestrafung des DFB protestiert. Das Duell zwischen 1899 Hoffenheim und Bayern München stand kurz vor dem Abbruch, zehn Minuten vor dem Ende wurde die Partie neutralisiert und die Zeit bis zum Schlusspfiff verstrich ohne weitere Action auf dem Feld.

Nun schaut ganz Fussball-Deutschland gebannt auf den Pokal-Kracher zwischen Schalke und Bayern von heute Abend (20.45 Uhr, ARD). Hissen die Fans wieder beleidigende Transparente gegen Hopp und den DFB?

Die Klubs, der Verband und die Schiedsrichter sind für den Fall der Fälle offenbar gut vorbereitet. Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, gibt es bereits einen «geheimen Abbruch-Plan» für die Partie. Demnach werden sich die beiden Klubs nicht an den Drei-Punkte-Plan des DFB halten, sondern direkt beim ersten Hassplakat oder -gesang gemeinsam den Gang in die Kabine antreten. Es soll also keinen Alleingang von einem der beiden Klubs geben.

Bayern und Schalke wollen so den Druck von den Unparteiischen nehmen, selbst Verantwortung übernehmen und gleichzeitig den Druck auf die eigenen Fans erhöhen. Mit Schiedsrichter Tobias Stieler werde man sich am Abend vor dem Spiel noch absprechen.

Gemäss der «Bild»-Zeitung werden die Klubs das Spiel aber nicht gleich bei jedem Hassplakat sofort abbrechen. Beleidigungen wie «Manuel Neuer ist ein Hurensohn», die sich der Bayern-Torhüter seit seinem Wechsel von Schalke nach München immer wieder anhören muss, werden ebenso als Meinungsäusserungen toleriert wie gewisse Sprüche gegen den DFB. Sobald Plakate oder Gesänge aber eine «Rote Linie» überschreiten sollten, werden die Klubs handeln.

Bayern's goalkeeper Manuel Neuer walks to the field prior to the German Bundesliga soccer match between FC Schalke 04 and Bayern Munich in Gelsenkirchen, Germany, Saturday, Aug. 24, 2019. (AP Photo/Martin Meissner)

Manuel Neuer wird sich auf Schalke wieder einiges anhören müssen. Bild: AP

Bayern dementierte zwei Stunden vor Spielbeginn via Twitter, dass es eine Vereinbarung zwischen beiden Klubs gebe.

Kommt es tatsächlich zum – von beiden Mannschaften – provozierten Spielabbruch, gibt es drei Szenarien, wie es weitergehen würde. Die Partie könnte wiederholt werden, der Schuldige könnte ausgemacht und die entsprechende Mannschaft bestraft werden oder beide Mannschaften könnten vom DFB-Pokal ausgeschlossen werden. Die letzte Variante gilt aber eher als unwahrscheinlich.

Nach «Bild»-Informationen werden zumindest im Bayern-Sektor keine Transparente gezeigt werden. Ein Banner der Schalke-Fans gelte dagegen als wahrscheinlicher. (pre)

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