Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
YBs Fabian Lustenberger, vorne, Jordan Lefort, rechts, und Quentin Maceiras, links, in Aktion im ersten Training von YB in der Saisonvorbereitung der Saison 2020/2021, am Dienstag, 18. August 2020 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Young Boys bereiten sich auf die neue Saison vor – als erster Gegner wartet in der Champions-League-Qualifikation Klaksvik von den Färöern. Bild: keystone

Darum spielt YB in der CL-Quali gegen einen krassen Aussenseiter von den Färöern



Fussball ist in Corona-Zeiten noch etwas komplizierter geworden. Insbesondere, wenn es um internationale Wettbewerbe wie die Champions League oder die Europa League geht. Das hat auch Schweizer Meister YB erfahren müssen. Morgen spielen die Berner in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League gegen den Färöer Klub KI Klaksvik. Bis gestern wussten sie aber noch nicht, wie ihr Gegner heisst.

Die Hauptschuldigen daran: Slovan Bratislava, die Färöer Behörden und das Coronavirus. Drehen wir doch das Rad der Zeit um gut eine Woche zurück.

17. August:

Vor dem Abflug auf die Färöer werden bei Slovan Bratislava Routinier Vladimir Weiss und ein Staff-Mitglied positiv auf das Coronavirus getestet. Beide Teammitglieder begeben sich umgehend in Quarantäne und bleiben in der Slowakei. Der Rest der Mannschaft reist für das Qualispiel auf die nordatlantischen Inseln.

Ukraine's Oleksandr Karavaev, left, and Slovakia's Vladimir Weiss challenge for the ball during the UEFA Nations League soccer match between Ukraine and Slovakia at the Arena Lviv stadium in Lviv, Ukraine, Sunday, Sept. 9, 2018. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

Vladimir Weiss (hier im Einsatz für die slowakische Nationalmannschaft) wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Bild: AP/AP

19. August:

Das für diesen Tag vorgesehene Qualifikationsspiel zwischen Klaksvik und Slovan Bratislava wird abgesagt. Bei der Einreise auf den Färöern wird ein weiteres Staff-Mitglied von Slovan positiv getestet. Zudem erheben die Färinger den Vorwurf, dass die Slowaken ihr Teamhotel verlassen haben, bevor die Resultate der Tests bei der Einreise bekannt gewesen seien. Das wäre ein Verstoss gegen das UEFA-Protokoll in solchen Fällen.

Eine Sonderkommission lokaler Epidemiologen auf den Färöern entscheidet, dass sich Slovan entweder während zweier Wochen in Quarantäne begeben oder das Land sofort verlassen muss. Siegt Klaksvik etwa Forfait? Die UEFA lässt Gnade walten: Slovan kann zwei Tage später doch zum Spiel antreten – allerdings nur mit der zweiten Mannschaft, die extra eingeflogen wird.

In der Schweiz kommt derweil ein anderes Thema auf. Sollte Klaksvik gewinnen, besteht die Möglichkeit, dass YB für das Spiel ins Ausland ausweichen muss. Schliesslich stehen die Färöer wegen den Corona-Zahlen auf der roten Liste des Bundesamts für Gesundheit. Doch wenig später geben die Berner Behörden Entwarnung: Das Spiel findet auf jeden Fall in Bern statt.

21. August:

Ganz im Gegensatz zum Nachtragsspiel auf den Färöern. Wieder wird ein Slowake positiv auf das Coronavirus getestet, wieder wird die Partie abgesagt. Dieses Mal ist es ein Spieler der zweiten Mannschaft und auch diese muss deshalb in Quarantäne oder heimreisen. Der Sieg der Färinger am grünen Tisch scheint nun beschlossene Sache.

24. August:

Am Montagmorgen meldet sich aber zuerst einmal Slovan Bratislava zu Wort. Die Slowaken erheben schwere Vorwürfe: Alle Spieler und Betreuer der ersten Mannschaft, die die Auswärtsreise angetreten haben, seien nach der Rückkehr in die Slowakei negativ getestet worden. Der Klub behauptet, die Färöer Behörden hätten die Spiele absichtlich verhindert.

Slovan schickt die negativen Testresultate auch umgehend an die UEFA. Doch diese hat dieses Mal kein Gehör und spricht Klaksvik einen Forfait-Sieg und damit die Qualifikation für die zweite Runde gegen YB zu. Bratislava kündigt jedoch an, das Urteil der UEFA noch anzufechten.

Und wie geht es nun weiter? Statt in der Champions-League-Qualifikation muss Slovan Bratislava nun in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation ran. Und Klaksvik kommt nun morgen Abend (20.15 Uhr) zu einem Duell gegen YB. Sollten die Färinger dieses verlieren, ginge ihre Europa-Reise in der dritten Qualirunde der Europa League weiter – wo sie abermals auf Slovan Bratislava treffen könnten. (abu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UPC, Swisscom und Sky – so kriegst du als Fan die volle Ladung Live-Sport in die Stube

Fans sind in den Schweizer Sport-Stadien bis auf weiteres kaum mehr anzutreffen. Deshalb musst du als Sportfan mit dem TV und Live-Sport im eigenen Wohnzimmer vorlieb nehmen. Wir sagen dir, wie du welche Sportarten schauen kannst, und wie viel es kostet.

Diesen Sommer kam die Meldung, auf die Schweizer Sportfans lange gewartet haben: Swisscom und UPC hatten endlich eine Einigung erzielt und sorgten dafür, dass das Live-Sport-Angebot von Swisscom auch über UPC empfangbar wird und umgekehrt.

Doch zum Saisonstart in Eishockey und Fussball gab es die grosse Ernüchterung: Die Details der Kooperation waren noch nicht ausgearbeitet und Sportfans guckten beim Live-Sport in die Röhre. Doch seit einigen Tagen sind die Angebote nun definitiv verfügbar. …

Artikel lesen
Link zum Artikel