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epa04214579 A handout picture released by FC Barcelona shows Argentinian striker Lionel Messi (L) standing next to FC Barcelona's President Josep Maria Bartomeu (R) after extending his contract in Barcelona, northeastern Spain, 19 May 2014.  EPA/MIGUEL RUIZ  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Da war ihre Welt noch in Ordnung: Lionel Messi 2014 mit Präsident Josep Maria Bartomeu. Bild: EPA/EFE/FC BARCELONA

Barça-Boss will Messi neuen Vertrag anbieten – und auch Pep rät ihm, zu bleiben

Lionel Messis Abgang beim FC Barcelona scheint immer konkreter zu werden. Aber nicht, wenn es nach Barça-Präsident Josep Bartomeu geht. Der will der Klub-Ikone morgen angeblich einen neuen Vertrag offerieren.



Geht er wirklich? Oder gibt es doch noch einen Weg, dass Lionel Messi beim FC Barcelona bleibt? Die Frage beschäftigt die Fussballwelt, schliesslich hat der sechsfache Weltfussballer des Jahres seine gesamte, überragende Karriere bei den Katalanen verbracht und sie zu zahlreichen Titeln geführt.

Aber nach einer Saison ohne Meistertitel, ohne Cupsieg, ohne Champions-League-Triumph hat Messi genug. Er hat den Klub darüber ins Bild gesetzt, dass er gehen will. Nach zwanzig Jahren als Barcelona-Spieler.

Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit

Neues Angebot von Barcelona

Für morgen Mittwoch ist nun ein Treffen zwischen Klub-Boss Josep Maria Bartomeu und Messis Vater Jorge angesetzt. Letzterer wird dabei nochmals fordern, dass man seinen Sohn ablösefrei ziehen lassen soll. So, wie es nach Interpretation des Messi-Clans auch im Vertrag vorgesehen ist. Seitens Barcelona beruft man sich darauf, dass die festgeschriebene Ablösesumme von 700 Millionen Euro (756 Millionen Franken) bezahlt werden muss.

Bartomeu scheint ohnehin nicht gewillt zu sein, den Superstar abzugeben. Er kämpft darum, einen der weltbesten Fussballer in seinem Klub zu halten. Wie ESPN berichtet, wird der Präsident Messi deshalb einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag anbieten.

Monster-Offerte aus England

Fraglich, ob Messi sich überhaupt noch auf Verhandlungen einlässt – und ob Barcelona beim Angebot, das Manchester City angeblich bietet, mithalten kann. Die Engländer sollen laut «The Atletic» für fünf Jahre jeweils umgerechnet rund 73 Millionen Franken offerieren. Hinzu käme bei einem ablösefreien Transfer ein Handgeld für den Argentinier, das je nach Quelle bis zu 270 Millionen Franken beträgt.

epa08629211 (FILE) A file picture dated 03 May 2011 shows FC Barcelona's head coach Josep Guardiola embracing Argentinian striker Lionel Messi (front) after the UEFA Champions League semi final second leg soccer match between FC Barcelona and Real Madrid at Camp Nou stadium in Barcelona, north-eastern Spain. According to reports on 27 April 2020, Manchester City head coach Pep Guardiola has recently held talks with Lionel Messi and lis ooking forward for a reunion.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ

Ein Herz und eine Seele: Gemeinsam gewannen Messi und Trainer Pep Guardiola mit Barcelona alles, was man gewinnen kann. Bild: keystone

Dabei ist gar nicht geplant, dass Messi fünf Saisons bei den «Citizens» verbringt. Er soll drei Jahre in England spielen und danach die restliche Vertragsdauer beim New York City FC verbringen, der MLS-Klub gehört den gleichen Scheichs aus Abu Dhabi. Der Trick soll angewendet werden, um den Financial-Fairplay-Regeln der UEFA zu entsprechen. Das üppige Handgeld soll Messi deshalb auch erst 2023 beim Wechsel in die USA erhalten. Die Regeln müssen umso mehr beachtet werden, weil ManCity auch heftig mit Napolis Verteidiger Kalidou Koulibaly flirtet, im Raum steht ein Transfer mit einer Ablösesumme von rund 70 Millionen Franken.

Manchester City war zuletzt von der UEFA wegen Verstössen gegen diese Regeln aus der Champions League ausgeschlossen worden. Der internationale Sportgerichtshof (CAS) hatte die Sperre jedoch wieder aufgehoben.

«In seinem Kopf ist er nicht mehr Barcelona»

Gemäss einem Journalisten von TyC Sports sollen ManCity-Vertreter noch vor Messis Vater nach Barcelona reisen, um Verhandlungen aufzunehmen. Gerüchteweise befindet sich Txiki Begiristain, Sportdirektor von Manchester City (und zuvor in dieser Funktion bei Barça), bereits in der Stadt. Im Gepäck: Laut dem Radiosender Cadena SER kein Fünf-Jahres-Vertrag, sondern ein Angebot über zwei Saisons.

Zwei Chancen, um noch einmal unter Trainer Pep Guardiola in der Königsklasse zu triumphieren. «Im Gegensatz zu Xavi und Iniesta, die beschlossen haben, nach Katar und Japan zu gehen, wird Messi in der Champions League gegen Barcelona kämpfen», so Experte Manu Carreño in der Sendung «El Larguero».

epa08625535 Dozens of FC Barcelona fans gather outside Camp Nou Stadium to demand the resignation of the club's president, Josep Maria Bartomeu, after Argentinian star Lionel Messi stated via fax his intentions to leave the team, in Barcelona, Spain, 25 August 2020.  EPA/Alejandro Garcia

Als vor wenigen Tagen die Meldung von Messis Wechselwunsch bekannt wurde, versammelten sich zahlreiche Barcelona-Fans beim Stadion, um für ihr Idol und gegen Präsident Bartomeu zu demonstrieren. Bild: keystone

Mit Marcos Lopez behauptete dort ein anderer Kenner: «Messi ist schon weg. In seinem Kopf ist er nicht mehr Barcelona. Er fühlt sich nicht mehr wie ein Barça-Spieler.» Der Grund für diese Aussage war die Tatsache, dass Messi gestern den Trainingsauftakt schwänzte. Zieht er den Boykott weiter, drohen ihm hohe Geldstrafen. Eine Vereinbarung zwischen Liga und Spielergewerkschaft sieht vor, dass dafür bis zu elf Tageslöhne oder ein Viertel des Monatslohns abgezogen werden können. In Messis Fall wäre diese Busse siebenstellig – aber weil er es ja hat, würde er sie wohl in Kauf nehmen.

Komplizierter Rechtsstreit droht

Mittlerweile scheint auch klar zu sein, dass Messi mit seinem Verhalten nicht bloss den Abgang von Präsident Bartomeu erzwingen will. Denn einer dessen Konkurrenten, der Präsidentschaftskandidat Toni Freixa, sagte zum Portal «Goal», Messis Wechselwunsch sei einfach zu gross. «Ich habe von mehreren Seiten gehört, dass seine Entscheidung über die Jahre gereift und unwiderruflich sei. Ich glaube nicht daran, dass er seine Meinung noch einmal ändert», so Freixa.

Doch die Situation ist zerfahren. Es droht ein Rechtsstreit, denn es ist nicht anzunehmen, dass Barcelona seine Überfigur einfach so ein Jahr vor Ablauf des Vertrags ziehen lässt. Auch Manchester City dürfte Messi erst dann verpflichten, wenn die rechtliche Situation klar ist. Zu unsicher wäre es, ihn zu engagieren und dann von einem Gericht zur Zahlung einer gigantischen Ablösesumme verknurrt zu werden. Gemäss «Mundo Deportivo» hat Lionel Messi deshalb von einem aussergewöhnlichen Absender den Ratschlag erhalten, besser in Barcelona zu bleiben und die Karriere dort zu beenden: von Pep Guardiola, dem Trainer von Manchester City.

Geht er gar nicht zu ManCity?

Nach wie vor gibt es auch Gerüchte, dass Paris St-Germain sich ebenfalls stark um Messi bemühe. Einen anderen Klub brachte der argentinische Staatspräsident Alberto Fernandez ins Spiel: Die Newell's Old Boys, Messis erster Klub in seiner Heimatstadt Rosario. «Du bist in unseren Herzen, aber wir haben dich nie in unserem Land spielen sehen», sagte der Politiker zum TV-Sender C5N. «Schenke uns dieses Vergnügen, beende deine Karriere bei den Newell's Old Boys.»

28.08.2020, Berlin: Das Madame Tussauds hat die Wachsfigur von Fu

Messi zur Hertha? Nein, bloss ein PR-Gag des Berliner Wachsfigurenkabinetts vor dem Brandenburger Tor. Bild: keystone

Und noch ein Klub steht im Raum – der Bundesliga-Rückkehrer VfB Stuttgart. Dort haben Fans ein Crowdfunding lanciert, um Messi zu verpflichten. Angestrebt wird die Summe von 900 Millionen Euro, um Ablöse und Lohn zu bezahlen. Die Aktion hat den schönen Nebeneffekt, dass das eingenommene Geld im unwahrscheinlichen Fall, dass es Messi doch nicht ins Schwabenland zieht, an ein Hilfsprojekt gespendet wird. Bis am Dienstagmittag kamen rund 1500 Euro zusammen. (ram)

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