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Italy's Giorgio Chiellini, Mario Balotelli and goalkeeper Gianluigi Buffon, from left, rest after the group D World Cup soccer match between Italy and Uruguay at the Arena das Dunas in Natal, Brazil, Tuesday, June 24, 2014. Uruguay edged 10-man Italy 1-0 to reach the second round of the World Cup. (AP Photo/Antonio Calanni)

Hatten schon an der WM 2014 den heute nötigen Mindestabstand: Giorgio Chiellini und Mario Balotelli. Bild: AP

Chiellini lästert über «respektlosen» Balotelli – doch der gibt schlagfertig zurück



Corona-Zeit ist im Sport auch Interview-Zeit. Weil die Sportler weltweit pausieren müssen, ist ihr Terminplan weniger voll und sie nehmen sich teils ausführlich Zeit, die brennenden Fragen der Journalisten zu beantworten. Die italienische Zeitung «La Repubblica» sprach mit Giorgio Chiellini und fragte den Captain von Juventus Turin, welche Fussballer-Kollegen er überhaupt nicht ausstehen konnte.

Der 35-jährige Innenverteidiger, der sich kurz vor der Corona-Krise erfolgreich von einem Kreuzbandriss erholt hatte, hielt sich alles andere als zurück und teilte eine volle Breitseite gegen Mario Balotelli aus.

«Balotelli ist eine negative Person, er hatte keinen Respekt für die Gruppe», so Chiellini, der mit «Super Mario» 22 Mal für Italien gespielt hat. «Im Confed Cup 2013 gegen Brasilien hat er uns gar nicht geholfen, man hätte ihm dafür ein paar Ohrfeigen verpassen müssen. Er glaubt, dass er zu den fünf besten Spielern auf der Welt gehört – ich habe nie daran geglaubt, dass er es auch nur in die Top 10 oder Top 20 schaffen könnte.»

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Italien verliert 2013 gegen Brasilien 2:4.

Diese Aussagen sorgten in Italien ganz schön für Aufruhr und natürlich bekam auch Balotelli Wind davon. Auf Instagram setzte der 29-jährige Brescia-Stürmer zum Konter an – und der sass:

«Ich habe wenigstens die Ehrlichkeit und den Mut, anderen Sachen ins Gesicht zu sagen. Du hattest seit 2013 genug Möglichkeiten das zu tun, dich wie ein echter Mann zu verhalten. Aber du hast es nicht getan. Wer weiss, was du eines Tages über deine jetzigen Mannschaftskameraden sagen wirst, komischer Captain ... Wenn dies bedeutet, ein Champion zu sein, dann bin ich es lieber nicht. Und dem Nationaltrikot gegenüber hat es mir nie an Respekt gefehlt.»

Bild

bild: screenshot instagram

Für Chiellini, der seine bald erscheinende Autobiographie «Ich, Giorgio» promoten will, ist übrigens nur einer noch schlimmer gewesen als Balotelli – Ex-Mannschaftskollege Felipe Melo: «Melo ist der Schlimmste der Schlimmen. Ich kann die Respektlosen nicht ertragen, die immer widersprechen wollen. Man war immer am Rande eines Kampfes mit ihm.» Mit dem Brasilianer spielte Chiellini von 2009 bis 2011 bei Juventus zusammen.

Auch mit Gonzalo Higuain konnte Chiellini zunächst nichts anfangen. Auf die Frage, ob er einen Gegenspieler hasste, erklärte die Juve-Legende ohne Umschweife «Higuain». Nach dem Wechsel des Argentiniers zu Juve sei er aber positiv überrascht gewesen: «Stürmer sind egoistisch und machen ihr Ding. Aber er hat auch eine uneigennützige und verspielte Seite. Er braucht den Zuspruch und die Unterstützung, um sein unglaubliches Potential zeigen zu können.» Immerhin für Higuain hatte Chiellini versöhnliche Worte übrig. (pre)

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