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Basels Fabian Frei jubelt nach seinem 3:0 Tor im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel 1893 im Letzigrund, am Samstag, 8. Februar 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die grosse Frage: Welche Schweizer Profi-Klubs werden die Darlehen des Bundes beanspruchen? Bild: KEYSTONE

Fussball und Hockey erhalten 350 Millionen – aber «nicht für überrissene Spielerlöhne»

Die Corona-Soforthilfe für den Sport in Höhe von 100 Millionen Franken reicht nicht aus. Der Bundesrat hat deshalb Eckwerte für ein Stabilisierungspaket festgelegt. Dieses hat einen Gesamtumfang von 650 Millionen Franken, 350 Millionen sind für den Profi-Sport im Fussball und Eishockey reserviert.



Der Bundesrat hilft den Profi-Klubs der Swiss Football League und der Eishockey-Liga mit einem rückzahlbaren Darlehen von insgesamt 350 Millionen Franken, um den Betrieb der Saison 2020/21 sicherzustellen.

Eine erste Tranche à 175 Millionen Franken soll die Ertragsausfälle ab 1. Juni für die nächsten sechs Monate auffangen. Für den Fall, dass der Spielbetrieb während 12 Monaten nur eingeschränkt möglich ist, soll eine zweite Tranche von weiteren 175 Millionen Franken im Budget 2021 des Bundes eingestellt werden.

Bei beiden Tranchen gehen jeweils 100 Millionen Franken an die Swiss Football League und 75 Millionen Franken an die Eishockeyliga. Die Darlehen werden via Ligen ausbezahlt und sind mit Verpflichtungen und Auflagen verbunden: Zunächst muss ein solidarisch getragener Sicherheitsfonds für künftige Risiken geschaffen werden. Festgelegt wurde, dass die Klubs 30 Prozent der Einnahmen aus den Medienübertragungen und Marketingrechten entsprechend sichern werden.

Wer Geld will, muss Löhne kürzen

Zudem dürften die Bundesdarlehen nicht für die Deckung überdurchschnittlicher Gehälter verwendet werden. «Das Steuergeld darf nicht für überrissene Spielerlöhne genutzt werden. Wir werden das kontrollieren», erklärte Sportministerin Viola Amherd vor den Medien.

Die Fussball- und Eishockeyklubs haben sich gemäss Amherd ausserdem verpflichtet, die Durchschnittslöhne in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent zu reduzieren, falls sie ein Darlehen in Anspruch nehmen. Weiter muss die Nachwuchsarbeit mindestens im gleichen Umfang wie vor der Pandemie weitergeführt werden.

Die erste Tranche der Darlehen müssen innert fünf Jahren, die zweite innert zehn Jahren zurückgezahlt werden. In den nächsten zwei Jahren sind die Darlehen laut Amherd zinslos, ab 2023 entfällt ein Zinssatz von mindestens einem Prozent darauf. Sie rechne nicht mit Ausfällen, sagte Amherd. «Wir prüfen, ob jemand überlebensfähig ist.» Eine hundertprozentige Garantie gebe es aber nie. Aber die Bundesrätin ist überzeugt: «Der Profi-Sport kann diese Kredite zurückzahlen.»

Bundesraetin Viola Amherd, rechts, und Matthias Remund, Direktor Bundesamt fuer Sport, BASPO, verlassen eine Medienkonferenz ueber die Begleitmassnahmen zur Stabilisierung des Schweizer Sports, am Mittwoch, 13. Mai 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

BASPO-Direktor Matthias Remund und Bundesrätin Viola Amherd informierten heute über die weitere Unterstützung für den Schweizer Spitzensport. Bild: KEYSTONE

Was der Bundesrat unter «überdurchschnittlichen Spielersalären» versteht, wurde nicht genauer erläutert. Ebenso wenig konnte die Frage schlüssig beantwortet werden, wie finanzschwächere Klubs wie beispielsweise der FC Thun die Lohnkosten in drei Jahren um 20 Prozent senken sollen.

«Für die Profiligen ist die Situation schwierig», sagte Amherd. Ein Zusammenbruch hätte laut dem Bundesrat enorme Folgen für die Nachwuchsförderung, die Ausbildung und auch die Medien. Es gehe darum, einen Minimalspielbetrieb aufrechterhalten zu können. Laut Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport (Baspo), sind die Profiligen froh um die strengen Kreditbedingungen. Er versicherte, dass Vereine, die Darlehen beziehen wollen, keine Dividenden auszahlen werden.

«Konditionen sind hart und herausfordernd»

Das Schweizer Eishockey freut sich tatsächlich über die ausgesprochene Bundeshilfe. Ligadirektor Denis Vaucher deutet das als ganz starkes Zeichen der Politik an den Sport. «Zuerst möchten wir dem Bundesrat herzlich danken für die Unterstützung», so Denis Vaucher, «sie ist nicht selbstverständlich. Alle, die behauptet haben, der Sport verfüge in der Politik über keine Lobby, wurden anders belehrt. Wir verfügen durchaus auch über eine Lobby.»

Dass in der Erklärung des Bundesrats von Ertragsausfällen ab 1. Juni für sechs Monate die Rede war, sei primär wegen des Fussballs so. Man könne aus diesem Fahrplan heraus nicht schlussfolgern, dass bis Ende November sicher nicht vor Publikum gespielt werden könne. Die neue Eishockey-Saison soll am 18. September beginnen; ab diesem Datum kann das Eishockey Erwerbsausfälle geltend machen.

Denis Vaucher, Direktor National und Swiss League, spricht waehrend einer Medienkonferenz nach einer ausserordentlichen Ligaversammlung ueber die Entscheidungen betreffend dem Schweizermeister sowie den Auf- und Abstiegen fuer die Saison 2019/20, am Freitag, 13. Maerz 2020, in Ittigen. Anlaesslich einer ausserordentlichen Ligaversammlung am Donnerstagvormittag stellte die Ligaleitung und saemtliche Clubvertreter der National League und Swiss League fest, dass der Spieltrieb wegen der Coronavirus-Epidemie nicht mehr aufrechterhalten werden. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Denis Vaucher bekräftigt, dass im Schweizer Eishockey an der Kostenschraube gedreht werden muss. Bild: KEYSTONE

«Die Darlehen des Bundes sind an die Bedingung geknüpft, dass gespielt wird», sagt Denis Vaucher. Und der Bund will die Unterstützung des Sports nicht zum Fenster raus werfen. Die Darlehen müssen zurückbezahlt werden. «Die Konditionen für Darlehen sind hart und herausfordernd», so Vaucher. «Es ist ganz wichtig, dass wir auf der Kostenseite auch Massnahmen ergreifen, damit die Darlehen auch zurückbezahlt werden können.»

Dass sich die Politik in die Lohnpolitik der Klubs einmischt, stört im Eishockey niemanden. Stellvertretend für viele Klubvertreter sagt Marc Lüthi (CEO des SC Bern): «20 Prozent reichen nicht». Erwartet wird, dass die Durchschnittslöhne im Eishockey markanter sinken werden.

Auch SFL über Bundeshilfe erfreut

Die Swiss Football League (SFL) ist erfreut über die staatliche Finanzhilfe. In den letzten Tagen habe sie zusammen mit den zuständigen Behörden mit Hochdruck die Eckpunkte für eine finanzielle Unterstützung des Bundes für die Profi-Klubs definiert, teilte die SFL mit.

Zu den provisorischen Eckpunkten der Absichtserklärung in Bezug auf die Verpflichtungen und Auflagen wollte sich die SFL zum jetzigen Zeitpunkt nicht äussern. (pre)

Keine Dividenden, kein Geld für FIFA und UEFA

Bundesdarlehen werden auch für internationale Sportverbände geprüft, die in der Schweiz ansässig und durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten sind. Ausgenommen hiervon: Die finanzstarken Fussball-Verbände FIFA, UEFA und das Internationale Olympische Komitee. Das IOK soll sich zu 50 Prozent an der Unterstützung beteiligen, Kantone und Bund zusammen ebenfalls mit 50 Prozent.

Geld gibt es auch für den Breitensport. Für diesen stellt der Bundesrat dieses Jahr 50 Millionen Franken zur Verfügung, für 2021 sogar 100 Millionen. Im Gegensatz zum Profisport handelt es sich hier um A-fonds-perdu-Beiträge. (pre/sda)

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Canuck79 14.05.2020 12:08
    Highlight Highlight Gilt dies auch für aufstiegswillige Klubs wie Kloten und Olten im Hockey. Sollten sie aufsteigen und davor ein Darlehen erhalten haben, müssen sie im A die B-Löhne nochmals um 20% kürzen? Oder ist dies auch an den Umsatz gebunden?
  • MaxHeiri 13.05.2020 23:52
    Highlight Highlight Für Start-Ups bringt man 150 Millionen auf. Für Sport-Clubs dagegen 350 Millionen.
    Kann mir das jemand erklären?
    • Decke 14.05.2020 00:07
      Highlight Highlight Am Sport hängen um die 100‘000 Vollzeitstellen. Büros, Marketing, Masseurinnen, Gastrobetriebe etc. Frau Amherd sagte in Zahlen macht die Wertschöpfung aus dem Schweizer Sport etwa 1,7% des BIP aus. Schon beträchtlich wenn mann denkt das Start-Ups eher nicht budgetierbar oder berechenbar sind was die Wertschöpfung in Zukunft betrifft.
    • michiOW 14.05.2020 00:31
      Highlight Highlight Am Sport hängen mehr Arbeitsplätze und es ist dem Volk wichtig.
  • Decke 13.05.2020 22:16
    Highlight Highlight Nach dem lesen der Kommis ist die Meinung klar, die Fussballer. Ist in den Fussballnationen sicher der Fall. Bei uns in der Schweiz verdient ein Eisprofi deutlich mehr als der Rasenprofi, einfach als Hintergrundinfo :) klar der Durchschnitt liegt auf dem Rasen in der SL bei 120-150k im Jahr, sicher genug, trotzdem ‚verdient’ ein ‚richtiger‘ Rasenprofi das doppelte die Woche... die Schweizer Eisprofis der NLA haben über 200k im Durchschnitt. Also denke das es beiden nicht allzu schlecht geht, auf den Eis aber besser ;)
    • Nora Flückiger 13.05.2020 23:04
      Highlight Highlight Du hast keine Ahnung welche Lohnsummen bei uns in der Schweiz Standart sind!
    • Decke 14.05.2020 08:52
      Highlight Highlight Die Durchschnittssäläre im Schweizer Spitzensport sind bei den jeweiligen Verbänden öffentlich einzusehen. Aber danke für die freundliche Antwort. Ps: Auch der Durchschnittslohn von uns Normalbürgern ist öffentlich zugänglich. Es sind etwa 69k. Keine Erfindung, diese Zahlen sind auch für Dich zu finden.
    • Chloetira 14.05.2020 15:31
      Highlight Highlight @Decke wenn man aber schon Zahlen zitiert sollte man auch zuerst lesen, was für Zahlen das sind und nicht die erste Zahl nehmen, welche man beim Googeln findet. Die von dir genannten 69K sind nicht das Durchschnittseinkommen in CHF sondern in kaufkraftbereinigten KKP Dollar. Der Durchschnittslohn in CHF liegt bei knapp 80'000.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hoi123 13.05.2020 21:54
    Highlight Highlight Ich frage mich halt wie die Vereine das Darlehen zurück zahlen sollen, wenn jetzt schon die meisten Defizitär wirtschaften. In 3 Jahren haben dann die meisten Vereine noch mehr Schulden.
    • Burkis 14.05.2020 09:35
      Highlight Highlight Kosten senken oder Zuschüsse der Geldgeber erhöhen. Es kommen harte Zeiten auf alle und somit auch die Sportler und Sportvereine zu.
  • TocK 13.05.2020 20:57
    Highlight Highlight Das Geile ist ja. Wir sind reich! Yappa jappa juhuu! alle bekommen ihre Millionen 👍 und das meine ich so allgemein. Ich mein zum Glück haben wir diese Millionen.
  • 123und456 13.05.2020 20:53
    Highlight Highlight "nicht für überrissene Spielerlöhne"
    Der war gut😂😂😂
  • RichiZueri 13.05.2020 20:46
    Highlight Highlight Habe die 45 sekündige Erklärung von Amherd auf einem SRF Social Media Kanal gesehen. Das war ja die reinste Katastrophe! Unsicheres hin- und herblicken, Stottern, Ähms, Faden verlieren und am Schluss muss sie noch ernsthaft nachfragen, ob es denn nun 20 oder 30 Prozent seien... 🤦🏻‍♂️ Ein Armutszeugnis!
  • Burkis 13.05.2020 19:59
    Highlight Highlight GC z.B. hat seinen Spielern nach dem Abstieg die Löhne um bis zu 50% reduziert und massiv Personal abgebaut um als Verein zu überleben. Wenn das ohne Corona und aus rein sportlich/wirtschaftlichen Gründen geht, dann sollte es jetzt, wo staatliche Gelder eingesetzt werden, auch gehen. Die Clubs betonen ja immer das sie KMU’s sind. Also sollen sie auch nach marktwirtschaftlichen Regeln funktionieren.
    • Mathias Pfister 13.05.2020 23:41
      Highlight Highlight soviel KMU wollen sie dann wohl doch nicht sein 😅
  • Eidi 13.05.2020 19:36
    Highlight Highlight Die Lohnkosten müssen nur von Clubs welche ein Darlehen brauchen gesenkt werden. Somit wars das wohl mit der Ausgeglichenheit in der Nationalleague.
    SCB Lüthi der Lohntreiber schlechthin ist am heucheln da wird mir schlecht.
  • fritzfisch 13.05.2020 19:34
    Highlight Highlight Solange in der privatwirtschaft immer noch dick steuerfinanzierte dividenden und abstruse managerlöhne bezahlt werden dürfen, bin ich beruhigt.
  • Kak Attack 13.05.2020 18:00
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, "die Darlehen dürfen nur bezogen werden, wenn gespielt wird" bedeutet, dass die SFL Geisterspiele bestreiten MUSS, ansonsten keine Darlehen?

    Und als Sicherheit muss ein Fonds gegründet werden, in den dann die TV-Gelder zur Absicherung der Darlehen fliessen?

    Ziemlich elementare Parameter, die nun in die "Überlebensberechnungen" der Klubs kommen.....

    Und wenn ein Klub keine Darlehen will/braucht, muss er dann seine TV-Gelder auch in den Fonds geben?
    • ostpol76 13.05.2020 22:32
      Highlight Highlight Ich frage mich ob dies bei Musikern auch so gehandhabt wird?
      Bekommen die auch nur ein Darlehen wenn sie ein Konzert geben?
  • wasps 13.05.2020 17:50
    Highlight Highlight Wie definiert man einen überrissenen Fussballerlohn?
    • Zanzibar 13.05.2020 20:28
      Highlight Highlight Ich tippe mal über 10‘000.- im Monat.
    • Decke 13.05.2020 22:02
      Highlight Highlight Mich nervt das hier wieder alle vom Fussball reden. In der Schweiz verdient ein Eisprofi deutlich deutlich mehr als ein Rasenprofi.
    • wasps 14.05.2020 05:49
      Highlight Highlight @Decke, im Schnitt vielleicht schon. Aber kein Eisprofi in unserer Liga verdient mehr als eine Million. Im Gegensatz zu Spielern beispielsweise in Basel. Dort hat bereits der Trainer ein Millionensalär!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ironiker 13.05.2020 17:31
    Highlight Highlight Alle die das Eishockey die letzten Jahre verfolgt haben werden sehr gespannt sein wie das mit den tieferen Löhnen umgesetzt wird.

    Ich wiederhole mich: Solange es einen möglichen Absteiger gibt, solange wird jeder Rappen in die Spielerlöhne gesteckt!
    • Victor Paulsen 13.05.2020 17:37
      Highlight Highlight Es gibt aber keinen
    • Ironiker 13.05.2020 18:50
      Highlight Highlight Für ein Jahr gibt es keinen. Evtl. für 2 Jahre. Und danach? Wird wieder alles hinaufgefahren.
    • Rumpelstilz 13.05.2020 21:21
      Highlight Highlight Das Nadelöhr weg, dann ist auch der Abstieg keine Katastrophe. Langnau, Rappi oder Kloten beweisen, dass man sich in der NLB (Swiss League) gut erholen kann vom penetranten Überlebenskampf in der NLA...
  • Illuminati 13.05.2020 17:25
    Highlight Highlight Mhh also die 20 Prozent Senkung der Lohnsumme nach 3 Jahren ist vielleicht gut gemeint aber könnte auch nach hinten losgehen bei Teams welche bereits vergleichsweise tiefe Lohnsummen haben. Zb Thun, Xamax, challenge League...
    Das wird wohl zu verkleinerungen des Kaders (bzw Verkaufen gestandener Spieler und gleichzeitig hochziehen junger Spieler zb) aber wohl auch zu vielen Entlassungen beim sonstigen Personal kommen... Anders kann ich mir das bei vielen Klubs nicht vorstellen...
    • Posersalami 13.05.2020 19:56
      Highlight Highlight Wenn dadurch mehr Junioren in die 1. Mannschaft gezogen werden ist das doch gut?
    • Illuminati 14.05.2020 08:31
      Highlight Highlight Das wäre gut ja, aber eben bei vielen Vereinen wird dies nicht reichen und es müssen wohl sonstige Mitarbeiter entlassen werden.
      Nüchtern betrachtet kann man sagen, dass dies in einem Unternehmen in einer Krise halt der Fall sei, allerdings ist es trotzdem schade und dann vielleicht auch bisschen vom Staat verschuldet.
  • Ämmitaler 13.05.2020 17:24
    Highlight Highlight Aha. Der Bundesrat hat Zauggs Kommentar mit der Forderung (sinngemäss) "Null Steuerfranken für die Profiklubs" ganz offensichtlich studiert. Der Bundesrat ist gescheit. Er weiss, dass auf dem richtigen Weg ist, wenn er immer genau das Gegenteil tut von dem, was Zaugg am Stammtisch mit auftoupierten Hintergrundinformationen fordert.
  • circumspectat animo 13.05.2020 16:37
    Highlight Highlight Aha die Klubs dürfen keine Dividenden auszahlen, aber die UBS Nestle Novartis und Co dürfen es ?
    • Pukelsheim 13.05.2020 17:12
      Highlight Highlight Die Fussball-Lobby ist wohl nicht stark genug...
    • Faceoff 13.05.2020 17:43
      Highlight Highlight Da vermischt du zwei verschiedene Massnahmen: Kurzarbeit ist nicht das selbe wie ein Kredit.

      Es gibt sich für normale Unternehmen Kredite mit Staatsgarantie. Wenn du so einen hast, darfst du auch keine Dividende auszahlen, bis er beglichen ist.

      Bei Kurzarbeit hingegen besteht kein Verbot für Dividendenausschüttung.
    • satyros 13.05.2020 17:50
      Highlight Highlight Und die Nestlé etc. müssen wohl auch nicht die Lohnsumme im Management um 20% senken. Weil dort gibt's ja sicher keine überrissenen Löhne. Nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ferdi nand 13.05.2020 16:36
    Highlight Highlight Und was ist mit Vereinen welche bereits jetzt ein relativ tiefes Lohnniveau haben, ich denke da an Challenge League Teams oder Clubs wie Thun oder Xamax. Wird da auch erwartet, dass die Löhne um 20% gesenkt werden? Denn bei solchen Vereinen sind die Löhne (meistens) auch nicht höher, als bei einem "normalen" Beruf.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 13.05.2020 17:24
      Highlight Highlight Es geht ja um 20% der gesamten Lohnsumme und da reicht es wohl 1 teuren Spieler gegen einen Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen zu ersetzen und die 20% sind auch bei sogenannten kleinen Clubs eingespart.
    • FACTS 13.05.2020 17:29
      Highlight Highlight Warum sollten die Löhne den überhaupt höher als in 'normalen' Berufen sein? Wenn jemand mit seinem Hobby Geld verdienen will, sollte er nicht eine allzu grosse Lohntüte erwarten, auch wenn die Realität in den 'Profi'-Ligen leider tw. anders aussieht...

      Wer den Profisport für sinnvoll hält, soll in selbst finanzieren (durch Tickets, Pay-TV, Merchandising). Staatlich fördern sollte man nur den Freizeitsport, der für alle einen Mehrwert generiert! Falls in Coronazeiten gleichwohl Fussballprofis etc. finanziert werden sollen, dann höchstens mit 'normalen' Löhnen!
    • Burkis 13.05.2020 17:31
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass die Vereine auch die Möglichkeit haben die Strukturen zu bereinigen und allenfalls MA abzubauen oder Pensen zu reduzieren. Es muss nicht zwingend der Lohn der Spieler gekürzt werden. Klingt zwar hart, ist aber auch in der Privatwirtschaft üblich wenn eine Firma in wirtschaftliche Probleme gerät. Ich denke der Ansatz ist gerecht und zwingt die Vereine unabhängig von Budgets haushälterisch zu entscheiden.
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