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Messi ehrt Maradona, Spanierin boykottiert Gedenkminute und Mourinho ist ein Pony

Der Tod von Diego Armando Maradona wird am Wochenende noch einmal vielerorts zum Thema. Was daneben auch noch aufgefallen ist – ein Dutzend kleine und grosse Fussball-Geschichten.



Messis Hommage

Beim 4:0-Heimsieg des FC Barcelona gegen Osasuna erzielte Lionel Messi den Treffer zum Endstand. Nach dem wunderschönen Tor zog der Argentinier sein Trikot aus – und präsentierte sich in einem rot-schwarzen Trikot der Newell's Old Boys:

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Video: streamable

Beim Klub aus seiner Heimatstadt Rosario spielte Messi, bis er mit 13 Jahren nach Barcelona wechselte. Auch Maradona war kurzzeitig bei den Newell's Old Boys unter Vertrag, als er 1993 nach vielen Jahren in Europa in den argentinischen Klubfussball zurückkehrte. Das Trikot, das Messi der Welt zeigte, hatte Maradona angeblich selber in einem Match getragen, ehe er es viele Jahre später seinem Nachfolger Messi schenkte.

Gute Absicht hin oder her: Den Regeln entsprechend sah Messi für das Ausziehen des Trikots beim Torjubel die Gelbe Karte. Dem Schiedsrichter war es dabei dennoch nicht wohl: «Als ich in die Tasche griff, um zur Karte zu greifen, tat mir das im Herzen weh. Ich machte bloss meinen Job. Aber ich denke, die FIFA sollte diese Regel anpassen.»

Messis Heatmap gegen Osasuna:

Bild

grafik: sofascore

Als nach dem Spiel angeschaut wurde, wo sich Lionel Messi während der Partie überall aufhielt, wurde nicht schlecht gestaunt. «Das sieht ja aus wie eine Ziege», bemerkte ein Fan und meinte damit natürlich den «GOAT», den «Greatest of All Times». Wobei mich diese Heatmap eher an einen Pudel erinnert.

Ballermann Griezmann

Das 2:0 für Barcelona erzielte Antoine Griezmann. Der Weltmeister hat schwierige Wochen hinter sich, kommt nun aber immer besser in Fahrt. Mit einer brachialen Direktabnahme aus 18 Metern erzielte der Franzose sein drittes Tor in den letzten vier Spielen:

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Video: streamable

Dalma Maradonas Tränen

Die Newell's Old Boys spielten bei den Boca Juniors, Maradonas Lieblingsklub. In seiner Loge in der Bombonera schaute Tochter Dalma zu und sie weinte bittere Tränen nach dem Führungstreffer von Boca. Edwin Cardona zwirbelte einen Freistoss ins Tor, danach feierten die Boca-Spieler, indem sie ein Maradona-Trikot vor seiner Loge niederlegten. Sie liefen selber alle nicht mit dem eigenen Namen auf dem Shirt auf, auf allen stand, natürlich: Maradona.

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Trauernder Rivale

Nichts fesselt Argentinien so wie das Duell der Erzrivalen Boca Juniors und River Plate. Und nichts eint Argentinien so wie die Liebe und dieser Tage die Trauer um Diego Maradona. Vor der Partie zwischen River und Rosario Central formten die Spieler gemeinsam dessen legendäre Rückennummer 10:

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Video: streamable

Napoli in Spezialtrikots

Ausserhalb Argentiniens ist die Trauer wohl nirgends grösser als in Neapel. Schliesslich hatte «El Pibe de Oro» die SSC Napoli gegen die reichen Grossklubs aus dem italienischen Norden zu ihren einzigen beiden Meistertiteln geführt. Vor, während und nach dem 4:0-Kantersieg gegen die AS Roma war Diego Maradona präsent. Napoli spielte in Trikots, die an jene der argentinischen Nationalmannschaft erinnern und die Gedenkminute wurde nicht vor dem Anstoss abgehalten, sondern nach zehn Minuten – im Gedenken an Maradonas Rückennummer. Passend zum Anlass versenkte Lorenzo Insigne einen sehenswerten Freistoss zum 1:0 im Roma-Tor.

«All Blacks» adoptieren Diego

Vor dem abschliessenden Spiel der Tri-Nations-Serie gegen Argentinien gedachte auch Neuseelands Rugby-Nationalteam Diego Maradona. Sam Cane, der Captain der «All Blacks», legte das ikonische schwarze Trikot seines Teams mit dem Namen Maradonas und der Nummer 10 nieder, bevor sich sein Team an den Haka machte.

Anschliessend hielt sich das Mitgefühl der Neuseeländer mit den «Pumas» in Grenzen. Sie siegten mit 38:0 und revanchierten sich somit für die erste Niederlage gegen Argentinien überhaupt, die sie vor zwei Wochen erlitten hatten.

Protest gegen Schweigeminute

Von der Fussballerin Paula Dapena hat die Welt noch wenig bis gar nichts gehört, doch nun steht sie im Fokus. Weil sie nicht still gestanden ist, sondern weil sie sich hingesetzt hat, als eine Schweigeminute für Diego Maradona anstand. «Kürzlich am Tag für die Beseitigung geschlechtsspezifischer Gewalt wurde diese Geste nicht gemacht. Und wenn es keine Schweigeminute für die Opfer gibt, bin ich nicht bereit, dies für einen Täter zu tun», erklärte die Spielerin des spanischen Drittligisten Viajes Interrias laut der Zeitung «Marca» ihr Handeln. «Ich sagte, dass ich mich weigere, die Schweigeminute für einen Vergewaltiger, Pädophilen und Täter einzuhalten, und dass ich mich auf den Boden setzen und mich umdrehen müsse.» Das Spiel verloren Dapena und ihre Kolleginnen dann 0:10.

Auf Malta geht der Saft aus

Genau in dem Moment, als ein Penalty getreten wird, ereignet sich in weiten Teilen der Mittelmeerinsel Malta ein Stromausfall. Die ganze Story findest du hier.

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Video: streamable

Mourinho ist ein Pony

Der Spruch «Gestern noch geritten, heute schon mit Fritten» auf dem Werbebanner eines Aargauer Metzgers sorgte am Wochenende für Aufsehen. Auch José Mourinho hats mit Pferden – zumindest mit der kleinen Variante davon. Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Chelsea bleibt Tottenham Hotspur zwar Tabellenführer der Premier League, doch Mourinho wies sämtliche Titelträume weit von sich:

«Wir sind nicht im Rennen, also sind wir auch kein Pferd. Wir sind nur ein Pony.»

José Mourinho

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bild: shutterstock/watson

José Mourinhos beste Sprüche:

Jimenez' Unfall

Wenn Tottenham ein Pony ist, was ist dann Erzrivale Arsenal? Eine Katze, die meint, sie sei ein Pferd? Die «Gunners» kassierten die dritte Heimniederlage in Folge, ein 1:2 gegen die Wolverhampton Wanderers. Nur wenig dazu beitragen konnte Wolves-Mexikaner Raul Jimenez. Nach einem heftigen Zusammenstoss mit David Luiz musste er lange auf dem Feld behandelt und in den Spital überführt werden. Von dort gab es später Entwarnung: Jimenez gehe es so weit gut.

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Video: streamable

Seferovic wird zum Christkind

Schöne Geste von Haris Seferovic. Der Schweizer Nationalspieler und seine Frau Amina haben angekündigt, Kinder in verschiedenen Waisenhäusern in Lissabon zu beschenken. Und sie rufen sozial Benachteiligte dazu auf, sich bei ihnen zu melden, um ebenfalls etwas vom Christkind aus Sursee zu erhalten. «Dieses Jahr war für sehr viele Menschen ein schwieriges Jahr», schreibt das Ehepaar Seferovic. «Wir würden gerne zehn von euch eine Freude an Weihnachten bereiten. Vielleicht benötigt ihr oder eure Kinder etwas dringend oder wünscht/wünschen euch/sich schon lange etwas.»

Einen hab' ich noch

War mal wieder ganz schön was los bei einem der grossen Derbys in Istanbul:

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telegramm: livescore

Mehr Fussball am Wochenende:

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