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Real Madrid's Sergio Ramos, left, celebrates after scoring the opening goal from a penalty shoot during the Spanish La Liga soccer match between Athletic Club and Real Madrid at the San Manes stadium in Bilbao, Spain, Sunday, July 5, 2020. (AP Photo/Alvaro Barrientos)

Sergio Ramos bejubelt sein entscheidendes Tor gegen Bilbao. Bild: keystone

«Das ist nicht fair!» Konkurrenz beschwert sich über angebliche Real-Bevorzugung des VAR

Im spanischen Titelrennen liegt Real Madrid vier Punkte vor dem FC Barcelona. Trotz VAR tobt eine heftige Schiedsrichter-Diskussion. Dabei trägt Barcelona seinen Teil zu Reals Leaderstellung bei.



Wird Real Madrid von den Unparteiischen begünstigt? Die Meinung von Gerard Piqué, dem Führungsspieler des FC Barcelona, ist gemacht. Als der VAR am Sonntag einen Treffer von Lionel Messi wegen einer vorangegangen Abseitsstellung von Arturo Vidal zu Recht aberkannte, drückte Piqué mit einer Geste seine Haltung aus.

Er tippte mit den Fingern auf eine imaginäre Tastatur und zeichnete eine Abseitslinie in die Luft - als wolle er sagen, dass die Linie nach Lust und Laune kalibriert wird, wie es eben gerade passt.

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Das aberkannte Tor von Lionel Messi. Video: streamable

Am Abseits gab es keine Zweifel. Doch das Misstrauen gegenüber den Referees und dem VAR, der Verdacht einer Begünstigung Real Madrids, besteht seit einigen Wochen nicht nur in Barcelona. Beim 1:0 von Real in Bilbao am Sonntag erhielten die Verschwörungstheoretiker weiteres Futter. Während der VAR nach einem Foul an Marcelo korrekterweise eingriff und Real den entscheidenden Penalty zugesprochen bekam, blieb auf der Gegenseite eine ähnliche Intervention von Sergio Ramos ungeahndet.

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Das Foul an Marcelo und das Tor von Ramos. Video: streamable

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Die strittige Szene im Real-Strafraum. Video: streamable

Bartomeu: «Das ist nicht fair»

Bilbaos Captain Iker Muniain sagte daraufhin: «Wir erleben dieses Thema seit dem Neustart. Je nachdem, welches Team betroffen ist, werden bestimmte Entscheide gefällt. Jeder kann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.»

Das Madrider Fachblatt «AS» hob hervor, dass der VAR bei Ramos' Foul nicht eingegriffen habe, die katalanische Zeitung «Sport» titelte: «Ein weiterer Skandal.» Aus der Ferne monierte Barcelonas Präsident Josep Bartomeu, der VAR werde seit dem Neustart einseitig verwendet. «Es sieht danach aus, als bevorzuge er nur ein Team. Das ist nicht fair.»

In this Friday, Nov. 8, 2019, photo, President of FC Barcelona Josep Bartomeu pauses during and interview with the Associated Press at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain. Bartomeu told The Associated Press on Friday that

Barcelona-Präsident Bartomeu fühlt sich benachteiligt. Bild: AP

Das Blöde ist: Real Madrid hatte zuletzt tatsächlich wiederholt Glück bei strittigen Entscheiden. Auch Spieler anderer Klubs witterten schon eine Bevorzugung Reals. Nach dem 2:1-Sieg von Real bei San Sebastian vor zwei Wochen schrieb der Gegner auf seiner Homepage, «ein fragwürdiger Penalty und ein annullierter Treffer unserer Mannschaft» seien hauptverantwortlich für die Niederlage.

Mikel Merino, der Torschütze für das Heimteam, schimpfte: «Wir wurden heute klar benachteiligt, das hat jeder gesehen.» Am vorigen Spieltag hatte sich auch Valencia nach dem 0:3 gegen Real beklagt, und Piqué sagte schon vor Wochen, dass es unter den aktuellen Umständen schwierig sei, die Meisterschaft zu gewinnen.

Rückendeckung erhält Real ausgerechnet von Stadtrivale Atlético. Trainer Simeone will nichts von einer Real-Vorteil wissen. «Der VAR ist mit allen gerecht. Wenn Real mehr Penaltys erhält, liegt das daran, dass sie mehr Angriffe haben», so der Argentinier.

epa08519031 Atletico Madrid's head coach Diego Simeone reacts during the Spanish LaLiga soccer match between FC Barcelona and Atletico Madrid at Camp Nou stadium, Barcelona, Spain, 30 June 2020.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ

Diego Simeone findet nicht, dass Real bevorzugt wird. Bild: keystone

Auch in den sozialen Medien wird das Thema derzeit diskutiert. Immer wieder wird den Schiedsrichtern vorgeworfen, sie würden Real bevorzugen. Einige Fans der Madrilenen hingegen wollen anhand von verschiedenen Szenen zeigen, dass in gewissen strittigen Szenen auch schon gegen sie entschieden wurde.

Nach dem Sieg im viel diskutierten Spiel in Bilbao steht Real Madrid kurz vor dem Gewinn des Meistertitels. Holen die Hauptstädter in den letzten vier Spielen gegen Alavés, Granada, Villarreal und Leganés noch drei Siege, ist ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen. (dab/sda)

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