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Douglas Costa of Bayern Munich fights for the ball in a friendly soccer match against Inter Milan in Shanghai, July 21, 2015.   REUTERS/Aly Song

Der jüngste, nicht Deutsch sprechende Transfer des FC Bayern München: Der Brasilianer Douglas Costa. Bild: ALY SONG/REUTERS

Ottmar Hitzfeld warnt seinen Ex-Klub: «Der FC Bayern muss allmählich darauf achten, dass er nicht zu viele ausländische Spieler verpflichtet»

Im Sportmagazin «Kicker» äussert sich der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld kritisch über die Transferpolitik des deutschen Rekordmeisters.



Das aktuelle Kader des FC Bayern München umfasst 27 Spieler. Davon besitzen 14 den deutschen Pass, zwei davon sind Doppelbürger (Julian Green und Sinan Kurt), der Rest des Teams sind Ausländer. Vor allem mit der dominanten Spanien-Fraktion (Martinez, Bernat, Alonso, Thiago) hat Ottmar Hitzfeld, der Ex-Trainer der Bayern, seine liebe Mühe. Im «Kicker» sagt der 66-Jährige: «Die Bayern müssen aufpassen, dass Deutsch die Hauptsprache in der Mannschaft bleibt und nicht nur Spanisch gesprochen wird.»

>>> Hier geht's zum aktuellen Bayern-Kader

ZUM 65. GEBURTSTAG DES SCHWEIZER FUSSBALL-NATIONALTRAINERS OTTMAR HITZFELD AM SONNTAG, 12. JANUAR 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Swiss head coach Ottmar Hitzfeld poses next to the beach at the Class Hotel after the final draw of the preliminary round groups of the 2014 FIFA world cup Brazil in Costa do Sauipe, Brazil, Friday, December 6, 2013. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ottmar Hitzfeld beäugt den FC Bayern München kritisch. Bild: KEYSTONE

Hitzfeld kritisiert die vom spanischen Trainer Pep Guardiola praktizierte Transferpolitik, welche vermehrt auf den internationalen Markt abzielt. «Der FC Bayern muss allmählich darauf achten, dass er nicht zu viele ausländische Spieler verpflichtet. Dieser Trend ist in letzter Zeit zu verzeichnen, während es früher immer das Ziel des FCB war, die besten deutschen Fussballer zu beschäftigen.»

Identität soll nicht verloren gehen

Dass Hitzfeld mit seiner Meinung nicht alleine da steht, zeigt ein Interview mit Thomas Müller. Gegenüber «Goal» sagt der Bayern-Stürmer: «Klar, im Endeffekt entscheidet, wie viel Qualität ein Spieler hat. Trotzdem glaube ich, ist es wichtig für den Verein, seine Identität und die Fans, dass ein harter Kern an deutschen und an einheimischen Spielern da ist, sodass die Identität des Klubs nicht verloren geht. Da müssen wir ein bisschen schauen, dass das passt.»

«Man muss der deutschen Mentalität Rechnung tragen»

Ottmar Hitzfeld im «Kicker».

Fakt ist: Nur zweimal in den letzten 10 Saisons hatten die Bayern weniger Deutsche im Kader als in der aktuellen Spielzeit (14). In den Saisons 2008/09 und 2011/12 waren es jeweils 13, allerdings bei etwas kleinerem Team. Mehr als die Hälfte der Bayern-Mannschaft wurde in den letzten 10 Jahren jedoch immer von Spielern mit deutschem Pass gebildet.

«Götze muss sich der Herausforderung stellen»

Ottmar Hitzfeld unterstreicht seine Meinung im «Kicker» mit dem Beispiel von Mario Götze. Der ehemalige Schweizer Nati-Coach sagt: «Mario Götze ist das Paradebeispiel eines deutschen Spielers, der wie geschaffen ist für München. Dieser fantastische Fussballer muss sich dort der Herausforderung stellen und sich so aufdrängen, dass Guardiola nicht an ihm vorbeikommt.»

SHANGHAI, CHINA - JULY 21:  Mario Goetze of FC Bayern Muenchen in action during the international friendly match between FC Bayern Muenchen and Inter Milan of the Audi Football Summit 2015 at Shanghai Stadium on July 21, 2015 in Shanghai, China.  (Photo by Lintao Zhang/Getty Images)

Mario Götze passt für Hitzfeld perfekt zu den Bayern. Bild: Getty Images AsiaPac

Ob sich der deutsche Weltmeister-Torschütze während der mittlerweile zu Ende gegangenen China-Reise auch wirklich bei Guardiola aufdrängen konnte, wird sich spätestens beim Bundesliga-Start in drei Wochen zeigen. (rst)

Immer auf die Bayern – oder immer dagegen

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