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Hoffenheim's main sponsor Dietmar Hopp gestures prior to a Champions League's qualifier first leg soccer match between 1899 Hoffenheim and FC Liverpool, in the Rhein-Neckar-Arena, in Sinsheim, Germany, Tuesday, Aug. 15, 2017. (AP Photo/Michael Probst)

Dietmar Hopp hat kein Verständnis für die Kritik an seinem Team. Bild: AP/AP

Hoffenheim-Mäzen Hopp: «Wir sind kein Kommerz-Verein – der BVB ist Kommerz pur»



Dietmar Hopp ist eine der grossen Reizfiguren im deutschen Fussball. Als Mäzen führte der 80-Jährige Hoffenheim in die Bundesliga, indem er viel Geld in den einst unbekannten Dorfverein investierte. Dafür wird Hopp oft kritisiert, zuletzt während einem Bundesliga-Spiel von Fans des FC Bayern München und immer wieder von den Anhängern von Borussia Dortmund, woraus eine regelrechte Privatfehde entstanden ist.

Wegen Hopps Millionen wird Hoffenheim immer wieder als Kommerz-Verein dargestellt. Zu unrecht, wehrt sich Hopp nun in einem Interview mit «Sport1». «Wir bei der TSG sind ein Klub, der nicht Kommerz-Verein genannt werden darf», sagt Hopp. Stattdessen nennt er andere Vereine, die man dafür kritisieren könnte: «Schauen wir mal auf Borussia Dortmund, das ist inzwischen Kommerz pur.»

27.06.2020, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Fußball: Bundesliga, Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim, 34. Spieltag im Signal Iduna Park. Dortmunds Erling Haaland (l) nimmt die Hände vor sein Gesicht. Foto: Bernd Thissen/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

«Kommerz pur» soll der BVB inzwischen sein. Bild: keystone

Auch bei Hertha Berlin seien nach den Investitionen durch Lars Windhorst viele Millionen im Umlauf, ergänzt Hopp: «Ich freue mich für die Entwicklung bei der Hertha, aber ich kann nicht verstehen, dass ich auch von deren Fans attackiert werde.»

Leere Stadien als Gefahr

Trotz den andauernden Beleidigungen gegen seine Person bedauert es Hopp aber, dass aufgrund der Coronavirus-Pandemie in der Schlussphase der Bundesliga vor leeren Rängen gespielt werden musste. «Mir tut es leid, dass die Fans nicht mehr ins Stadion dürfen. Es sind immer nur einige wenige Personen, die mich beleidigen, das ist vergleichsweise nicht so wichtig. Wichtiger wäre, dass die Normalität im Fussball endlich wieder zurückkehrt», so Hopp.

Nicht nur für die Fans, sondern auch für die Klubs sei es momentan schwierig, erklärt der 80-Jährige: «Die aktuelle Situation ist nicht gut für den Fussball. Vor allem deshalb nicht, weil viele Vereine um die Existenz kämpfen müssen, die nicht so gewirtschaftet haben, dass eine Krise wie die jetzige zu verkraften wäre. Ich hoffe sehr, dass kein Klub Insolvenz anmelden muss.»

Zum Schluss äusserte sich Hopp optimistisch, was die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus angeht. Er glaube fest daran, dass seine Firma Curevac bis im Januar oder Februar einen solchen bereitstellen könne, sagt Hopp. Damit wäre es auch realistischer, dass schon bald wieder mehr Zuschauer ins Stadion dürfen. (dab)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tomtschi 03.07.2020 17:17
    Highlight Highlight Gemäss Transfermarkt.ch hat Hoffenheim seit dem Aufstieg 93,60 Mio. € Gewinn gemacht allein mit Transfers. Auch wenn die Zahl nicht korrekt ist zeigt es doch dass man bei der TSG nicht sinnlos Geld verpulvert das Onkel Hopp da reinschmeisst. Auch bei Trainerwechseln ist man auf dem zweitletzten Platz.

    Im Vergleich schneiden die Werksclubs sehr schlecht ab:

    Bayer Leverkusen (-67,68 Mio. €)
    RB Leipzig (-187,30 Mio. €)
    Wolfsburg (-204,10 Mio. €).

    Der BVB hat übrigens als einziger Club etwas mehr verdient als Hoffenheim, Bayern München dagegen 371,65 Mio. € Transferverluste geschrieben.
  • DichterLenz 03.07.2020 15:10
    Highlight Highlight Oh, Herr Hopp will mal wieder bestimmen wer was sagen darf.
  • maxi #sovielfürdieregiongetan 03.07.2020 14:07
    Highlight Highlight Kennt ihr den Zyklus?

    - Niemand redet über Hopp
    - Konflikt Fans vs. Hopp ist erloschen
    - Hopp schüttet anlasslos Öl ins Feuer
    - Fans beleidigen Hopp
    - Hopp ist eingeschnappt
    - Polizeibehörden dienen sich an
    - Alte, weiße Männer solidarisieren sich
    - Diskussion über Fans
    ♻️

    Er ist auch nur noch der Peinliche Onkel von der Familienfeier.
  • Pas_#18 03.07.2020 13:46
    Highlight Highlight Das Bundesligavereine mittlerweile grosse Unternehmen sind, ist kein Geheimnis. Es geht um das Konstrukt Hoffenheim, dass in vielen Augen ein Problem ist.
    Durch die Corona-Krise war in diesem Thema Ruhe eingekehrt. Warum jetzt Herr Hopp dieses Thema mit solch einer unnötigen Aussage wieder aufrollen muss, ist mir ein Rätsel.
  • Rheinpfeil 03.07.2020 13:14
    Highlight Highlight Sorry, aber der Begriff Mäzen hat vielleicht in den ersten Jahren des Engagements von Dietmar Hopp in Hoffenheim gestimmt, ist jetzt aber falsch. Hopp ist als Investor mit 96 Prozent Mehrheitseigner der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH. Das verstößt einerseits gegen die 50+1-Regel der Deutschen Fußballliga – andererseits hat die DFL Hopp eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Nur: Mäzen, das ist er nicht
    • Shabbazz 03.07.2020 13:32
      Highlight Highlight Hier der Wikipedia Eintrag zur 50+1 Regel:
      Diese Bestimmung wurde auf Bayer 04 Leverkusen – deshalb auch als „Lex Leverkusen“ bezeichnet – sowie den VfL Wolfsburg angewandt. 2015 fand die Regel auch bei der TSG 1899 Hoffenheim Anwendung.

      Also ist hier Hoffenheim nicht die einzige Ausnahme und es gibt auch keinen Regelverstoss!
  • Plöder 03.07.2020 13:11
    Highlight Highlight Das sage ich schon lange...
    Der BVB schmeißt mit Millionen um sich bei Transfers und sie (also vornehmlich die Fans) beharren darauf, dass sie ja Tradionalisten seien😉

    Sie sind genau so Opfer des modernen Fussballs, wie andere Vereine auch.

    Ich mag diesen Club nicht seit Kindestagen, obschon gewisse Sympathien vorhanden sind für die Trainer und nur die...

    • Tom Brady 03.07.2020 13:32
      Highlight Highlight Die Millionen von Hoffenheim, RB etc. sind aber nicht sportlicher Natur. Dass der BVB «mit Millionen um sich schmeisst», ist dem sportlichen Erfolg und den sackstarken Transfers zu verdanken.
    • Plöder 03.07.2020 14:06
      Highlight Highlight Und woher sind diese Informationen?
      Wie viel % von was kommen?
    • Tom Brady 03.07.2020 14:42
      Highlight Highlight Hopp hat bisher rund 240 Millionen Euro in Hoffenheim investiert. Hoffenheim war zuvor ein Dorfverein, spielte zuvor Kreisliga. Der Rekordumsatz eines Jahres liegt bei 164 Mio (2018/19).

      Dortmund ging im Jahr 2000 an die Börse. Feierte zuvor schon grosse Erfolge (z.B. CL im 1997) und war schon lange fester Bestandteil der BuLi .

      Klar, der BVB profitierte vom Börsengang und nicht zu vergessen von der Rettung durch den FC Bayern. Jetzt aber als Dietmar Hopp zu sagen, Dortmund sei ein Kommerzverein, ist extremst dämlich.

      Meine Quellen zur TSG sind übrigens von der offiziellen Website der TSG.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sir Albert 03.07.2020 13:09
    Highlight Highlight Dietmar Hopp vom Kommerz-Verein Hoffenheim hat mal wieder nix besseres zu tun, als Öl ins Feuer zu giessen. Aber nachher wieder grosses weinerliches Mimimi.
  • Zaungast 03.07.2020 12:39
    Highlight Highlight Hopp: "Es sind immer nur einige wenige Personen, die mich beleidigen, das ist vergleichsweise nicht so wichtig."

    Sagt der, der es immer an die grosse Glocke hängt und juristisch dagegen vorgeht...
    • Shabbazz 03.07.2020 13:00
      Highlight Highlight Sollte man so etwas einfach akzeptieren? Daran denken Herr Hopp hat auch eine Familie und Kinder. Was würden sie machen, wenn ihr Vater/Tochter/Onkel davon betroffen wäre? Und es gab nicht nur Beleidigungen sondern sogar Gewaltandrohungen (Bild mir Fadenkreuz auf der Stirn)!

      Wegschauen und damit indirekt solche Hetze akzeptieren ist keine Option! Hier muss man unbedingt reagieren!
    • Zaungast 03.07.2020 14:29
      Highlight Highlight Ja Herr Hopp hat Kinder, aber die sind 38 und 48... der wahre Hetzer ist Hopp selber. Zum Beispiel ist jetzt alles ruhig und da giesst er wieder - wie schon so oft - Öl ins Feuer...
    • Shabbazz 03.07.2020 15:46
      Highlight Highlight @Zaungast: Ich bin 36 und wenn man Vater so angefeindet werden würde, würde mich das treffen!
      Habe noch das gesamte Interview gelesen, eigentlich ging es im Interview ja um den Umgang mit Corona. Als Hopp dann meinte "Fussball braucht Fans" kamen dann sofort Fragen zu seinen Fan Konflikten, diese hat er dann halt beantwortet. Hätte er das nicht tun sollen und eine Antwort verweigern?

      Gegen wenn hat den Hopp jemals gehetzt? Haben sie hier ein Beispiel?
  • Grigor 03.07.2020 12:08
    Highlight Highlight Ich bin grosser Fan vom BVB und muss Herr Hopp klar Recht geben. Der BVB ist mehr Kommerz als Hoffenheim. Der Unterschied ist nur die Tradition. Fans, welche nur Vereine mit Tradition in der höchsten Liga wollen, sollen dann auch konsequent sein und den Abstieg abschaffen. Damit die Klubs mit Tradition auch unter sich bleiben. Dann müsste man aber zuerst noch Tradition definieren.

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