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Die zwei Mannschaften spielen vor leerer Kulisse beim Testspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich vom Samstag, 7. Maerz 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Keine Zuschauer in Luzern: Hier war es ein Testspiel. Bild: KEYSTONE

Die Swiss Football League hat ein Konzept für Geisterspiele eingereicht

Die Swiss Football League hat ein Konzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs erarbeitet. Mit Geisterspielen sollen die Meisterschaften wieder aufgenommen werden. Einen zeitlichen Fahrplan gibt es noch nicht.



Zusammen mit dem Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern zeigt die SFL in ihrem Konzept auf, wie die Rückkehr auf die Trainingsplätze und die Organisation von Geisterspielen ablaufen soll. Die präsentierten Szenarien seien sehr detailliert, hiess es von der Swiss Football League. Es wird aufgezeigt, wie die Trainings gestaltet werden sollen und wer Zugang erhalten soll.

Für die erhofften Geisterspiele wurden unterschiedliche Möglichkeiten erarbeitet - je nachdem wie viele Personen schliesslich zugelassen werden. Neben dem Kreis der Unentbehrlichen wie Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder TV-Mitarbeiter gibt es auch potenzielle Besucher, auf die in der Not verzichtet werden könnte.

Das Konzept wurde schon letzte Woche beim Bundesamt für Sport (BASPO) eingereicht und soll als Grundlage für einen Entscheid der Behörden zum Profifussball dienen. Die Klubs der Super- und Challenge League seien darauf angewiesen, möglichst bald einen Fahrplan für die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs zu erhalten, betonte die Swiss Football League. Deshalb erhofft sie sich eine baldige Rückmeldung mit einem verbindlichen Zeitplan der Behörden.

Geisterspiele sind nach Meinung der SFL in der momentanen Situation die einzige Möglichkeit, «den Schweizer Profifussball in seiner heutigen Form zu retten und gleichzeitig die wichtigen Auflagen zum Schutz der Spieler und Bevölkerung einzuhalten». Die Klubs werden in den kommenden Tagen über den Vorschlag der SFL diskutieren und schliesslich darüber entscheiden. Die Kosten dürften das Hauptthema sein. Es ist mit beträchtlichen Zusatzausgaben zu rechnen. Vor allem die nötigen Schutzmassnahmen und die womöglich nötigen Tests dürften ins Geld gehen.

In den letzten Wochen hatten sich einige Klubs gegen die Fortsetzung der Meisterschaften mit Geisterspielen ausgesprochen. «Ich bin völlig dagegen, Matches ohne Zuschauer auszutragen», sagte Jeff Collet, der Besitzer von Neuchâtel Xamax, gegenüber der Nachrichtenagentur «Keystone-SDA» vor einigen Tagen. Bei der Liga will man derweil nichts ausschliessen, um die Wiederaufnahme in Gang zu bringen. Auch eine beschränkte Anzahl Austragungsorte oder Spieler unter Quarantäne seien keine Tabuthemen. Im Konzept sind diese Möglichkeiten aber nicht thematisiert.

Jeff Collet, Director of Ladies open Lausanne, speaks to the media, during a press conference, at the WTA 250 Ladies open Lausanne tournament, in Lausanne, Switzerland, Monday, July 15, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Xamax-Besitzer Jeff Collet will keine Geisterspiele. Bild: KEYSTONE

Einen Zeitplan für die Fortsetzung der Meisterschaften mit Geisterspielen gibt es noch nicht. Wann weitergespielt werden könnte, hängt von vielen Faktoren ab. Klar ist, dass es eine gewisse Vorlaufzeit braucht, bevor die ersten Partien angepfiffen werden können. Die Spieler benötigen zuvor etwa zwei bis drei Wochen Training und die Liga muss die Spielpläne neu erstellen.

Gegenüber SRF erklärte SFL-CEO Claudius Schäfer in einem Video-Chat, man habe Wege aufgezeigt, wie die Liga sich eine Öffnung vorstellen könnte. «Wir müssten wohl Anfang Juni wieder einsteigen», so Schäfer. Ob die Vorschläge so durchkämen, sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen, zumal es weitere relevante Faktoren zu berücksichtigen gebe: «Es gilt beispielsweise zu klären, ob die Klubs weiterhin Kurzarbeit haben.» Zugleich verwies Schäfer darauf, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ohne Zuschauer «kein günstiger Weg» sei. (ram/sda)

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