Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
L'entraineur zuerichois Ludovic Magnin montre sa deception a la fin de la rencontre de football de Super League FC Lausanne-Sport et le FC Zuerich ce samedi 3 octobre 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Guter Rat ist teuer: Ludovic Magnin. Bild: keystone

FCZ-Magnin stinkt's: «Das hat mit Super League nichts zu tun!»

«Es ist nicht mehr fünf vor zwölf. Der Wecker hat geklingelt!» Das stellte Ludovic Magnin nach der 0:4-Klatsche des FC Zürich beim Aufsteiger Lausanne unmissverständlich fest.



Nach drei Saisonspielen wartet der FC Zürich weiterhin auf den ersten Erfolg. Saisonübergreifend haben die Zürcher nun schon elf Partien nicht mehr gewonnen – ein neuer Klub-Negativrekord. Hinzu kam das Ausscheiden aus dem Schweizer Cup gegen den Challenge-League-Prügelknaben Chiasso.

Le defenseur zuerichois Nathan montre sa deception a la fin de la rencontre de football de Super League FC Lausanne-Sport et le FC Zuerich ce samedi 3 octobre 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Während die Lausanne-Spieler feiern, schleicht FCZ-Verteidiger Nathan vom Platz. Bild: keystone

Fakten, welche die Position des Trainers kaum stärken. Doch für FCZ-Präsident Ancillo Canepa war Ludovic Magnin bis anhin nicht ansatzweise ein Thema, zumindest nicht in der Öffentlichkeit. «Diese Frage langweilt mich!», antwortete Canepa nach dem Cup-Out im «Blick». Anfang Jahr hatte er mit Magnin, damals bereits öfters kritisiert, vorzeitig bis im Sommer 2022 verlängert und damals betont: «Ich habe nicht eine Sekunde an einen Trainerwechsel gedacht.»

Ob Canepa nun zumindest eine Sekunde an diesen Gedanken verschwendet? Zwar startete Zürich gegen Lausanne-Sport zumindest ansprechend in die Partie. Doch nach dem Gegentreffer zum 0:1 in der 12. Minute spielten zunehmend nur noch die Waadtländer, die zu einem diskussionslosen 4:0-Sieg kamen. Der Aufsteiger übernachtet damit als Leader der Super League. Am Sonntag kann St.Gallen mit einem Heimsieg gegen Servette wieder vorbeiziehen.

Magnin: «Ich bin ziemlich sauer»

«Heute gibt es nichts Positives», fasste Magnin im «Teleclub» zusammen. «Lausanne war in jedem Zweikampf besser, auch in dieser Höhe ist das Resultat okay. Ich bin ziemlich sauer. Wenn du die Zweikämpfe nicht gewinnst, dann wird es schwer.» Und dann ein Satz, der Spielern, Trainerstab und Präsidenten-Ehepaar zu denken geben muss: «Das hatte nichts mit Super League zu tun heute.»

«Wir waren mit dem Ball schlecht, gegen den Ball schlecht, Lausanne war auf allen Ebenen besser als wir.»

Ludovic Magnin

abspielen

Die Highlights der Partie. Video: YouTube/Swisscom blue Sports Romandie

Er als Trainer sei der Hauptverantwortliche für diese Misere, das sei ihm klar, ergänzte Magnin. Er werde weiterhin versuchen, Lösungen zu finden. «Du arbeitest gut, du siehst Fortschritte und dann kommt wieder so eine Leistung. Heute kann ich nichts schön reden, weder die Leistung noch das Ergebnis. So wie wir heute Fussball gespielt haben, ist einfach unbegreiflich. Das war ein kollektives Versagen.»

Krisengipfel gegen Basel?

«Das belastet mich, ich bin auch nur ein Mensch», gab der 62-fache Nationalspieler im SRF zu. Der FC Zürich befinde sich in einer schwierigen Zeit und er müsse so schnell wie möglich aus dem Tief finden, «denn wenn du unten steckst, ist es schwierig, da raus zu kommen.» Magnin wünscht sich, dass in der nun anstehenden Länderspielpause endlich Klarheit bezüglich des Kaders besteht. So steht Simon Sohm offenbar kurz vor dem Abgang zum Serie-A-Klub Parma. (Update: Der Wechsel zu Parma wurde mittlerweile bestätigt.)

Nach den Länderspielen wartet auf die Zürcher der «gefallene Riese» FC Basel. Je nach Ergebnis dessen Spiels gegen Luzern am Sonntag könnte der Klassiker FCZ-FCB zum grossen Krisengipfel mutieren.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Weisst du, dass diese Schweizer in der Bundesliga spielten?

«Was genau ist dieser ‹Abgang›?»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zum Tod von Diego Maradona: Wie die «Hand Gottes» zur Legende wurde

Diego Armando Maradona stirbt im Alter von 60 Jahren. Kein anderer Spieler hat je eine WM so dominiert wie Diego Maradona 1986. Die beiden Treffer gegen England haben ihn nicht nur in Argentinien zum Fussballgott gemacht.

Diego Maradonas Augen waren noch glasig, sagen diejenigen, die ihn an diesem 22. Juni 1986 in der Kabine haben sitzen sehen. Sein Lächeln sei steinern gewesen. Er war sich bewusst, dass er mit seinem Tor zum 2:0 gegen England einen Akt sublimer Kunst vollbracht hatte. Sublime Kunst bedeutet, etwas Grosses, Überwältigendes, das nur mit dem Gespür für das Aussergewöhnliche überhaupt verstanden und nicht wiederholt werden kann.

Das war sein sublimes Kunststück: Er startete in der eigenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel