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Der Basler Trainer Ciriaco Sforza, spricht zu den Medien anlaesslich der Medienkonferenz am Mittwoch, 30. September 2020 vor dem Europa League Qualifikationsspiel zwischen dem FC Basel und CSKA Sofia, in Basel. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Ciriaco Sforza hat sich Captain Valentin Stocker zur Brust genommen. Bild: KEYSTONE

Sforza hat sich mit Stocker ausgesprochen – Heri: «Einen Ausverkauf wird es nicht geben»



Einen Tag nach dem enttäuschenden Europacup-Aus gegen CSKA Sofia haben sich FCB-Trainer Ciriaco Sforza und CEO Roland Heri an einer Pressekonferenz den kritischen Fragen der Presse gestellt. Eigentlich sollte es vor allem um das bevorstehende Super-League-Duell gegen den FC Luzern und die Rückkehr der Fans ins Stadion gehen, aber natürlich ging es auch noch einmal um das Verpassen der Europa-League-Gruppenphase, die damit verbundenen Herausforderungen im Finanz- und Transferbereich.

Ciriaco Sforza über ...

... den Fehlstart des FCB:

«Wir haben heute morgen das Spiel von gestern nochmals angeschaut und danach trainiert. Niederlagen gehören dazu, wir schauen jetzt nach vorne. Unser Ziel ist es, um die Meisterschaft mitzuspielen. Der Druck spielt da keine Rolle, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wir sind topmotiviert und gehen die Sache so an.»

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Die Highlights der Partie gegen CSKA Sofia. Video: YouTube/SRF Sport

... den erneuten Einbruch nach einer Führung:

«Es war gestern nicht alles schlecht. Wir hatten Chancen, die wir leider nicht genutzt haben. Wir haben nach der Führung die Ordnung verloren. Das darf nicht passieren. Es kann ein Kopf- oder ein Konditionsproblem sein.»

... die gestrigen Ausssagen von Captain Stocker:

«Ich habe mit Valentin geredet. Er hat die Aussagen nach dem Spiel aus der Emotion heraus getätigt. Der Fall ist für uns erledigt.»

... mögliche Verstärkungen und Transferwünsche:

«Es geht nicht um Wünsche. Wir sind im zentralen Mittelfeld dünn besetzt. Wir analysieren das intern und entscheiden dann.»

... das Überangeobt auf dem Flügel:

«Ich bin erst vier Wochen da und wollte alle Flügelspieler anschauen. Anschliessend besprechen wir das.»

... die Rückkehr der Fans ins Stadion:

«Ich freue mich auf unsere tollen Fans. Das ist auch für die Spieler sehr wertvoll.»

Roland Heri über ...

... die fehlenden 6 Millionen Euro aus der Europa League:

«Selbstverständlich sind die UEFA-Prämien ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Leider ist das in diesem Jahr nicht gelungen. Wir müssen uns jetzt auf anderen Wegen umsehen, wie wir diese holen. Aber wir haben die Einnahmen nicht budgetiert.»

CEO Roland Heri spricht an einer Medienkonferenz des FC Basel 1893 in Basel, am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Gemäss Heri hat der FCB seine Finanzen im Griff. Bild: KEYSTONE

... die finanzielle Situation:

«Wir haben keine Schulden, kommen unseren Verpflichtungen nach und schauen positiv in die Zukunft. Heimspiele sind zwar auch jetzt noch kein Plusgeschäft. Aber es geht darum, dass wir unser Schutzmassnahmenpaket Eins-zu-Eins erleben und schauen, dass es funktioniert. Monetäre Aspekte sind momentan zweitrangig.»

... den drohenden Ausverkauf:

«Der Transfermarkt spielt bei uns immer eine grosse Rolle. Einen Ausverkauf wird es aber nicht geben. Wir sind kein Warenhaus und werden keine Spieler zu uninteressanten Konditionen abgeben. Bis auf ein halboffizielles Angebot liegt bis jetzt nichts auf dem Tisch. Wir werden nicht herumtelefonieren und unsere Spieler anbieten.»

... mögliche Neuzugänge:

«Es ist jetzt wichtig, dass wir die Mannschaft stabil zusammenhalten können. Das haben wir dem Trainer so versprochen. Sollte eine Teamstütze den Verein verlassen, werden wir versuchen, diese adäquat zu ersetzen.»

Omar Alderete, front, from Basel, and keeper Gustavo Busatto, centre left, from Sofia at the Europa League Qualification between the FC Basel of Switzerland and CSKA Sofia of Bulgaria in the St. Jakob Park Stadium in Basel, Switzerland, Thursday, October 1, 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler).

Omar Alderete wird von Lazio Rom und Hertha BSC umworben. Bild: keystone

... die Rückkehr der Fans:

«Wir haben Reaktionen in der ganzen Bandbreite. Es gibt Leute, die verärgert sind und ihre Jahreskarte zurückerstattet haben wollen, oder sich aus wirtschaftlichen Gründen zu diesem Schritt gezwungen sahen. Doch es gibt auch Leute, die uns weiterhin unterstützen wollen. Wir erwarten 10'000 Zuschauer am Wochenende. 9500 haben sich bereits angemeldet. Das ist rund die Hälfte unser 19'600 Jahreskarten. Es ist unglaublich wichtig, dass wir uns am Wochenende schützen und uns an die Auflagen halten. Der FCB ist der erste Veranstalter, der so eine Kiste hier stemmen darf. Wir sind uns der Verantwortung bewusst.»

(pre)

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