DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07432517 Juventus' Cristiano Ronaldo (L) jubilates with his teammate Federico Bernardeschi after scoring on penalty the goal (3-0) during the UEFA Champions League round of 16 second leg soccer match between Juventus FC and Club Atletico de Madrid at the Allianz Stadium in Turin, Italy, 12 March 2019.  EPA/ALESSANDRO DI MARCO

Kongeniales Duo gegen Atlético Madrid: Cristiano Ronaldo und Federico Bernardeschi. Bild: EPA/ANSA

Ronaldo lässt die Fussball-Welt jubeln, doch ein anderer ist der heimliche Juve-Held

Es war wieder einmal eine magische Ronaldo-Nacht in der Champions League. Dank drei Toren von «CR7» gegen Atlético Madrid steht Juventus im Viertelfinal. Doch Federico Bernardeschi hat genau so viel Lob verdient.



Einmal mehr standen wir nach einem Champions-League-Spieltag auf und dachten: Was für ein Fussball-Abend! Juventus Turin hat das scheinbar Unmögliche geschafft und hat dem defensiven Bollwerk von Atlético Madrid, das zuletzt in der Königsklasse über 300 Minuten ohne Gegentor blieb, drei Tore eingeschenkt.

«Dafür hat mich Juve geholt.»

Cristiano Ronaldo

Oder besser gesagt: Ronaldo hat «Atléti» drei Tore eingeschenkt und Juve so in den Viertelfinal geschossen. Der 34-jährige Portugiese dominiert nach seinem Hattrick alle Schlagzeilen. «Cristiano Ronaldo eliminiert Altético Madrid ein weiteres Mal», schreibt die «Marca». «Cristiano verschlingt Atlético», titelt die «AS». «Ronaldo zur Rettung!», ruft die britische «Daily Mail» und «ein gewaltiger Ronaldo zieht das grosse Juve in die Viertelfinals», attestiert die italienische «La Repubblica».

abspielen

Ronaldos Penalty lässt das Stadion erzittern. (Achtung laut!) Video: YouTube/Mondo Juve VB Channel

CR7 ist zweimal mit dem Kopf zur Stelle. Beim 3:0 beweist er Nervenstärke und versenkt in der 86. Minute einen Penalty eiskalt. Für den Superstar selbst ist das offenbar keine riesige Sache: «Dafür hat mich Juve geholt», sagt er nach dem Spiel. Dann fügt er doch noch an: «Es musste ein ganz besonderer Abend werden – und der ist es auch geworden. Wir haben die Mentalität eines Champions. Diese Nacht macht mich stolz, zu dieser Truppe zu gehören.»

Doch das gestrige Spiel war nicht der Alleingang, den uns die Schlagzeilen glauben machen wollen. Die ganze Mannschaft von Juventus zeigte einen starken Auftritt. Neben Ronaldo stach Federico Bernardeschi deutlich aus dem Kollektiv heraus.

Trainer Massimiliano Allegri pokerte, indem er den Argentinier Paulo Dybala auf der Bank liess und dafür den 25-jährigen Italiener brachte. Das Risiko lohnte sich. War Bernardeschi vor dem Spiel einfach ein weiterer talentierter Spieler im Juve-Ensemble, so durfte man ihn nach dem Spiel als einen der Antreiber im bislang wichtigsten Saisonspiel bezeichnen.

Er war in der ersten Halbzeit der auffälligste Mann auf dem Platz. Beinahe jeder Angriff lief über den rechten Flügel, der als Anspielstation zwischen den zwei Madrider Reihen fungierte. Er alleine gab in 45 Minuten gleich viele Schüsse ab, wie das gesamte Team von Atlético.

Sein Selbstvertrauen war nach wenigen Spielminuten derart gross, dass er Ronaldo sogar einen Freistoss absprach, diesen allerdings knapp am Tor vorbei zirkelte und sich später an einem Fallrückzieher versuchte. In der 27. Minute belohnte Bernardeschi seine starke Leistung erstmals. Er schlug eine wunderbare Flanke, direkt auf den Kopf von Ronaldo, der ohne Mühe einköpfte.

abspielen

Bernardeschis Fallrückzieher landet neben dem Tor. Video: streamja

abspielen

Bernardeschi bedient Ronaldo: 1:0. Video: streamja

Bernardeschi, der im Sommer 2017 für 40 Millionen Euro aus Florenz kam, bewies auch Biss und gewann fünf Zweikämpfe. Zudem hatte er drei erfolgreiche Dribblings zu verzeichnen, die zweitmeisten des Abends hinter Ronaldo. In der zweiten Halbzeit nahm der Einfluss des Italieners etwas ab. Dennoch stand er am Ursprung der entscheidenden Szene des Spiels: Wie ein Ferrari an einem Trabbi zog Bernardeschi in der 84. Minute an Angel Correa vorbei.

abspielen

Bernardeschi zieht an Correa vorbei und holt den Penalty heraus. Video: streamja

Der offensive Mittelfeldspieler Atléticos liess sich zu einem dummen Schubser im Strafraum hinreissen. Bernardeschi fiel und holte so den Penalty heraus, den Ronaldo zur Viertelfinal-Qualifikation verwandelte.

«Bernardeschi hat einen Schritt vorwärts gemacht.»

Massimiliano Allegri

Auch Trainer Allegri war höchst zufrieden mit seiner Wahl: «Bernardeschi hat heute einen Schritt vorwärts gemacht. Wir brauchten eine grossartige Vorstellung, um weiterzukommen und die hat er geliefert.»

Juventus' Federico Bernardeschi celebrates at the end of the Champions League round of 16, 2nd leg, soccer match between Juventus and Atletico Madrid at the Allianz stadium in Turin, Italy, Tuesday, March 12, 2019. (AP Photo/Antonio Calanni)

Bernardeschi hat gestern der Welt gezeigt, wie gut er sein kann. Bild: AP/AP

Und was sagt der Spieler selbst? «Das 0:2 im Hinspiel war ein Schlag ins Gesicht. Natürlich wäre es ohne dieses Defizit einfacher gewesen. Aber wir haben hart gearbeitet und der Glaube an die Mannschaft ist innerhalb des Teams gewachsen.»

Federico Bernardeschi ist das beste Beispiel dafür.

Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen

1 / 24
Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen
quelle: ullstein bild / ullstein bild
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Video der Woche: Wenn du nicht wahrhaben willst, dass der Winter vorbei ist

Video: watson/Angelina Graf

Das ist der moderne Fussball

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Bei der Tragödie im Heysel-Stadion werden 39 Fussballfans zu Tode getrampelt

29. Mai 1985: Als alles vorbei ist, werden 39 Todesopfer gezählt. 454 Menschen sind teils schwer verletzt. Die Massenpanik im Brüsseler Heysel-Stadion erschüttert die Fussballwelt in ihren Grundfesten.

Es ist ein herrlich milder und sonniger Frühsommertag in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Beste äussere Bedingungen für ein grosses Spiel zwischen Liverpool und Juventus Turin im Europacup der Landesmeister. Alles deutet auf einen Final in ruhigen, geordneten Bahnen hin.

Niemand kann die Eskalation der Gewalt erahnen, die am Abend auf den Stehplatzrängen der altehrwürdigen Heysel-Arena zu einer der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte des Sportes führen sollte.

Was geschah damals? Wie …

Artikel lesen
Link zum Artikel