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Neymar versteckt nach der Niederlage sein Gesicht – und schlägt später einen Zuschauer in selbiges. bild: ap/watson

Hier schlägt Neymar einen Fan nach Cupfinal-Niederlage – und dieser filmt das



Es war alles für einen grossen Abend vorbereitet: Thomas Tuchel hätte Paris St.Germain nach der Meisterschaft auch zum Cupsieg führen können. Doch das Finale entpuppte sich als Horrornacht: Superstar Neymar rastete wieder einmal aus, Tuchel suchte hilflos nach Erklärungen und Weltmeister Kylian Mbappé sah nach einem richtig miesen Foul Rot. Die völlig unerwartete Niederlage im Final gegen den krassen Aussenseiter Stade Rennes stürzt PSG in heftige Turbulenzen.

Team of Rennes celebrate with trophy after winning the French Cup soccer final between Rennes and Paris Saint Germain at the Stade de France stadium in Saint-Denis, outside Paris, France, Saturday, April 27, 2019. (AP Photo/Thibault Camus)

Rennes vermiest PSG das Double. Bild: AP

Und besonders der heissblütige Neymar hatte sich nicht mehr unter Kontrolle, nachdem der Topklub mit 5:6 im Penaltyschiessen gegen die als chancenlos geltenden Bretonen verloren hatte. Neymar muss nicht zum ersten Mal mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Auf dem Weg zur Siegerehrung Richtung Ehrentribüne von einem Fan verbal provoziert, konnte sich der Brasilianer nicht beherrschen und schlug dem Pöbler ins Gesicht.

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Neymar langt einem Zuschauer ins Gesicht. Video: YouTube/DROIT AU BUT TV

«Ob es falsch war? Definitiv. Aber jedem von uns fliesst Blut durch die Adern», entschuldigte sich der Südamerikaner noch in der Nacht via Instagram.

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Das Video aus Sicht des Opfers. Video: YouTube/Mohamed henni officiel

Erst am Freitag war der 27-Jährige wegen Schiedsrichter-Beleidigung für drei Spiele in der Champions League gesperrt worden. Wie gereizt Neymar nach der Endspielpleite war, offenbarte sich auch in heftiger Kritik an seinen jungen Teamkollegen, von denen er mehr Respekt gegenüber älteren Spielern und dem Trainer einforderte.

Schwer zu knabbern an der üblen sportlichen Enttäuschung hatte auch Coach Tuchel, aber der 45-Jährige hatte seine Emotionen weit besser im Griff. Ratlos aber wirkte Tuchel dennoch, lange rang der einstige Bundesliga-Trainer nach erhellenden Worten. «Ich habe keine Erklärung. Ein 4:0-Sieg war möglich, aber wir haben es einfach nicht geschafft», klagte Tuchel, dem schon zur Halbzeitpause – seine Mannschaft führte noch mit 2:1 - Böses schwante: «In der Kabine haben wir irgendwie nicht realisiert, dass es immer noch ein offenes Match war.»

PSG coach Thomas Tuchel looks on ahead of the French League One soccer match between Paris-Saint-Germain and Strasbourg at the Parc des Princes stadium in Paris, France, Sunday, April 7, 2019. (AP Photo/Francois Mori)

PSG-Coach Tuchel holte für die Scheichs bloss die Meisterschaft, aber weder Champions League noch Cup. Bild: AP

Und prompt nahm das Unheil aus Sicht des Favoriten seinen Lauf. Rennes glich aus, kam über die Verlängerung ins Penaltyschiessen und hatte kurz vor Mitternacht das bessere Ende für sich. Es war der erste nationale Titel für den Club seit 48 Jahren.

Seinen Anteil an der Niederlage im Stade de France hatte auch Jungstar Mbappé. Der 20-Jährige liess sich zwei Minuten vor Ende der Verlängerung zu einem hässlichen Foul hinreissen, kassierte dafür einen Platzverweis und stand für das Penaltyschiessen nicht mehr zur Verfügung.

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Mbappé sieht für dieses Foul Rot. Video: streamable

Zunächst würdigte Tuchel Mbappé nach dessen Roter Karte keines Blickes, anschliessend aber verteidigte der Coach seinen Youngster: «Ich hatte das Gefühl, dass ihm Selbstvertrauen fehlte und dass er sich nicht frei fühlte. Die Rote Karte am Ende, das war nicht Kylian.»

Wohl kann sich nach dieser herben Niederlage auch Tuchel nicht in Paris fühlen. Denn mindestens eine ebenso grosse Enttäuschung wie der Cupfinal gegen Rennes war das Abschneiden des durch Katar-Milliarden grosszügigst unterstützten Klubs in der Champions League. Dort war für den Mitfavoriten schon im Achtelfinal gegen Englands Rekordmeister Manchester United Schluss. (bn/sid/watson.de)

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