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Sions Pajtim Kasami, rechts, im Halbfinalspiel des Schweizer Fussball Cup zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Sion, am Sonntag, 9 August 2020, im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Pajtim Kasami ist seit Montag und für mindestens zwei Jahre ein Spieler des FC Basel. Bild: keystone

Wieso die Symbiose aus Kasami und dem FCB vielversprechend sein könnte

Seit Montag ist Pajtim Kasami Spieler des FC Basel. Am Mittwoch bei seiner Vorstellung erklärte er, was ihn am FCB fasziniert, welche Rolle Matías Delgado spielte und wieso dieser Transfer eine Versöhnung sein könnte.

céline feller / ch media



Pajtim Kasami ist in seinem Leben oft abgebogen. Er hat neue Wege gesucht und neue Länder gefunden. Er hat sich in unbekannten Ligen versucht und ist in altbekannte zurückgekehrt. Es war eine Reise auf der Suche nach dem Ort, bei dem es richtig war, die Abzweigung zu wählen.

Innerhalb von neun Jahren ist er zehnmal neu abgebogen, ohne je wirklich richtig zu sein. Nicht in Piräus oder Palermo, nicht in London oder Luzern.

«Ich habe den FCB schon immer besonders gemocht.»

Pajtim Kasami

Am Mittwoch ist Pajtim Kasami auch falsch abgebogen. «Ich habe zwanzig Minuten vom Hotel ins Stadion gebraucht, obwohl das GPS nur sieben Minuten angezeigt hat», sagt er und lächelt. Er kenne Basel noch nicht, habe noch nicht ganz realisiert, dass er nun beim FC Basel sei. Auch zwei Tage nach seiner Unterschrift noch nicht.

Pajtim Kasami ist in seinem Leben auch schon zu weit gefahren, am Ziel vorbei. Weil ebendieses, das er anvisierte, zu hoch war. Es begann mit 16, als er in die Jugend Liverpools ging, dem Ursprung seiner Odyssee.

Kasami und seine spezielle Basler Inspiration

Am Mittwoch ist Pajtim Kasami auch zu weit gefahren, «mit dem Velo auf dem Weg ins Training». Sagt er und lächelt, erneut. Das tut er oft an diesem Mittwoch. Denn obschon er sich häufig verfahren hat, ist Pajtim Kasami nun da angekommen, wo er hinwollte. «Ich habe den FCB schon immer besonders gemocht.» Ihn faszinierten die Auftritte in der Champions League und die Spieler in der Vergangenheit. Allen voran Matías Delgado, «den ich schon immer geliebt habe für seine Spielweise».

Matias Delgado posiert mit dem Pokal, an der Feier des FC Basel zum Cupsieg gegen Sion, am Donnerstag, 25. Mai 2017, auf dem Barfuesserplatz in Basel. (FC Basel 1893 POOL/Sacha Grossenbacher)

Er hat Kasami inspiriert: Matias Delgado. Bild: FC BASEL 1893 POOL

Delgado habe ihn inspiriert, sich mit ihm ausgetauscht, ihn gefragt, wann er denn endlich nach Basel komme. «Und er hat mir als einer der Ersten gratuliert zu meinem Wechsel.» Zu diesem Wechsel, den Kasami als eine dieser Belohnungen sieht, von denen er immer sicher war, dass sie irgendwann kommen würden. «Es ist ein grosses Ziel in meiner Karriere, das ich mit diesem Wechsel erreicht habe. Aber ich halte hier nicht an.» Der Weg soll zum Meistertitel führen, das ist sein Ziel in Basel.

Kasami und die Bedeutung seines Namens

Eines, das man ihm mit dem FCB und vor allem dem FCB mit ihm zutraut. Weil es eine Symbiose zu sein scheint, die längst hätte Realität werden sollen. «Es ist eine spezielle Geschichte mit mir und dem FCB, weil es immer wieder konkrete Gespräche gab», sagt er.

Jetzt ist er da. Es ist eine Versöhnung für ihn, der schon lange nach Basel wollte. Es ist aber noch mehr. Kasami ist der letzte Zuzug einer aufregenden Basler Transferphase. Eine, die eine Charmeoffensive der Führung war und gleichzeitig eine Kampfansage. Der FCB hat investiert, weil die Ziele so klar sind wie lange nicht: Meister werden. Zurück in die Europa League. Die Fans wieder für sich gewinnen.

Auf dem Weg zu Letzterem könnte der letzte Zuzug ein Schlüssel sein. Der 28-jährige Kasami könnte in Basel nicht nur seinen Seelenfrieden finden, sondern zum Seelenbalsam für die Fans werden. Er könnte Führung und Fans wieder annähern, ja, gar etwas versöhnen. Weil er symbolisch für den Wiederaufbruch stehen kann. Gelingt Pajtim Kasami das, wär es eine spezielle Episode, eine bedeutungsschwangere gar. Denn Pajtim bedeutet auf Albanisch Versöhnung.

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quelle: keystone / georgios kefalas
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