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epa08620919 Bayern goalkeeper Manuel Neuer lifts the trophy as the team celebrate winning the UEFA Champions League final between Paris Saint-Germain and Bayern Munich in Lisbon, Portugal, 23 August 2020.  EPA/Manu Fernandez / POOL

Bayern München jubelt nach dem Sieg in der Champions League. Bild: keystone

Thiago-Show, TV-Panne und 7 weitere Dinge, die uns gestern aufgefallen sind

Gestern hat Bayern München mit einem Sieg gegen Paris Saint-Germain zum sechsten Mal die Champions League gewonnen. Den Deutschen reichte ein Treffer von Kingsley Coman. Doch das Spiel schrieb noch viel mehr spannende Geschichten – vor allem diese neun Punkte fielen auf.



Die Krönung einer perfekten Kampagne

Mit dem Sieg gegen PSG vollendeten die Bayern eine historische Champions-League-Kampagne. Die Deutschen gewannen alle Spiele auf dem Weg zum Titel innerhalb von 90 Minuten, als erstes Team überhaupt.

Dabei waren die Münchner auch das torgefährlichste Team aller Zeiten: Mit ihren 43 Treffern verpassten sie zwar den Torrekord von Barcelona aus der Saison 1999/2000 (45 Tore), haben aber im Schnitt deutlich mehr Tore pro Spiel erzielt als damals die Katalanen (3,91 gegenüber 2,81), die fünf Spiele mehr bestritten haben.

Ein Mann aus Paris bezwingt Paris

Ausgerechnet ein verlorener Sohn liess am Ende den Champions-League-Traum bei PSG platzen. Kingsley Coman, der einzige Final-Torschütze, kam in Paris zur Welt, spielte seit seinem achten Lebensjahr im Nachwuchs von PSG und holte zwei Meistertitel mit der ersten Mannschaft, ehe er im Sommer 2014 die französische Hauptstadt verliess.

Auch Coman selbst war sich deshalb nach dem Finalsieg nicht ganz sicher, wie er sich fühlte: «Das sind unglaubliche Gefühle. Ganz viel Freude, aber auch etwas Trauer für Paris», so der Franzose.

epaselect epa08621022 Bayern Munich's Kingsley Coman holds the trophy after winning the UEFA Champions League final match between Paris Saint-Germain and Bayern Munich, held at Luz Stadium in Lisbon, Portugal, 23 August 2020.  EPA/JOSE SENA GOULAO

Kingsley Coman stemmt den Champions-League-Pokal in die Höhe. Bild: keystone

Thiagos Abschiedsgeschenk

Der Final gegen PSG war wohl das letzte Spiel von Thiago im Trikot von Bayern München – der Spanier wird München wohl nach sieben Jahren in Richtung Liverpool verlassen. In seinem letzten Spiel für die Deutschen brillierte Thiago mit einem seiner besten Spiele überhaupt.

Der Bayern-Mittelfeld-Stratege spielte die meisten Pässe aller Spieler, eroberte die meisten Bälle, hatte die meisten Tacklings und stand mit einem präzisen langen Ball am Ursprung des Siegtreffers. Damit war Thiago neben Torschütze Coman der Mann des Spiels.

epa08620973 Thiago Alcantara of FC Bayern celebrates with the trophy after winning the UEFA Champions League final between Paris Saint-Germain and Bayern Munich in Lisbon, Portugal, 23 August 2020.  EPA/Miguel A. Lopes / POOL

Verlässt Thiago die Bayern nach dem Sieg in der Champions League? Bild: keystone

Hansi Flick veräppelt Journalisten

Nach der Champions League ist vor dem Transfer-Fenster – deshalb wurde Bayern-Trainer Hansi Flick nach dem Sieg gleich darauf angesprochen, ob es Thiagos letztes Spiel für Bayern München gewesen sei. Der Deutsche überraschte alle und antwortete ohne eine Miene zu verziehen: «Ne, er hat mir gesagt, dass er bleibt.»

Nach diesen Worten herrschte einige Sekunden lang verdutztes Schweigen, ehe Flick das Lachen nicht mehr zurückhalten konnte. «War ein schönes Gesicht», so der offensichtlich gut gelaunte Flick nach seinem gelungenen Scherz zum überraschten Journalisten.

Neymar bleibt nur die Enttäuschung

Es hätte der grosse Abend von Neymar werden können. Mit seinem zweiten Champions-League-Sieg, dem ersten bei PSG, wäre der Brasilianer endgültig zu einem der ganz grossen Fussballspieler dieses Planeten geworden. Stattdessen endete der Final mit einer Enttäuschung. Neymar kämpfte unglücklich und konnte nicht an seine brillanten Leistungen aus dem Halbfinal und dem Viertelfinal anknüpfen.

Wie sehr Neymar diese Niederlage schmerzte, zeigte sich nach dem Spiel. Erst blieb er weinend auf dem Platz stehen und musste von Gegner David Alaba getröstet werden, danach verabschiedete er sich mit einer Berührung von der Champions-League-Trophäe.

PSG's Neymar touches the trophy after the Champions League final soccer match between Paris Saint-Germain and Bayern Munich at the Luz stadium in Lisbon, Portugal, Sunday, Aug. 23, 2020. (AP Photo/Manu Fernandez, Pool)

Neymar ist die Enttäuschung nach der Finalniederlage anzusehen. Bild: keystone

Probleme mit den Bällen

Im Champions-League-Final kam es für die Spieler zu einer unerwarteten zusätzlichen Herausforderung: Die Bälle waren unterschiedlich aufgepumpt. Keine einfache Situation, wie Bayern-Goalie Manuel Neuer nach dem Spiel gegenüber dem «ZDF» erklärte: «Einer war platt, einer war bombenfest. Und dann wusstest du nie, was dich erwartet beim nächsten Pass», so der Deutsche.

Auch Schiedsrichter Daniele Orsato war das Problem bekannt, allerdings konnte man nichts dagegen unternehmen. Als ihn Bayern-Trainer Hansi Flick auf die platten Bälle ansprach, antwortete der Italiener gemäss der «Bild»: «Ich weiss ... jeder Ball ist scheisse, aber das kann ich nicht ändern!»

epa08613179 Goalkeeper of Bayern Munich, Manuel Neuer warms up prior to the UEFA Champions League semi final match between Olympique Lyon and Bayern Munich in Lisbon, Portugal, 19 August 2020.  EPA/Franck Fife / POOL

Der Final-Ball stellte nicht nur Manuel Neuer vor Herausforderungen. Bild: keystone

Party in Marseille, ...

Mit der Niederlage von PSG muss Frankreich weiterhin auf den ersten Titel in der Champions League seit 1993 warten. Ein trauriger Tag somit für alle französischen Fans? Nein – im Gegenteil. Im Marseille etwa war die Freude über die Niederlage des Rivalen aus der Hauptstadt derart gross, dass die Fans den Bayern-Sieg auf der Strasse feierten.

Schon vor der Partie hatte man befürchtet, einige Marseille-Anhänger könnten im Falle eines PSG-Siegs die Nerven verlieren. So schrieb Olympique Marseille vor dem Final auf Twitter: «Heute Abend rufen wir zur Ruhe und zur Verantwortung auf. Weil Gewalt bringt nichts.»

... Randale in Paris

Ganz anders als in Marseille war die Gefühlslage in Paris, wo einige Fans nicht mit der Finalniederlage klarzukommen schienen. Nach dem Schlusspfiff kam es zu Ausschreitungen, unter anderem wurden Fahrzeuge angezündet und Fensterscheiben zerbrochen. Die Polizei musste mit Tränengas gegen die Chaoten vorgehen, am Ende wurden 22 PSG-Anhänger festgenommen.

«Halleluja!» 3+ startet mit einer Panne

Erstmals überhaupt hatte in der Schweiz 3+ die Rechte für den Champions-League-Final. Und dem Sender unterlief kurz vor dem Spiel gleich ein Patzer: Als sich die Spieler für die Hymne aufreihten, verschwand das Bild aus Lissabon plötzlich – dafür tauchte «Bauer, ledig, sucht...»-Moderator Marco Fritsche mit einem «Halleluja!» auf.

Bild

Fritsche statt Lewandowski: Bei 3+ war plötzlich der Fussball weg. bild: screenshot blick.ch

Danach wurde es plötzlich schwarz, erst nach einigen Sekunden «Bachelor»-Werbeclip war das Bild aus Lissabon schliesslich wieder zurück. Es sollte die einzige Panne bleiben, der Rest der Übertragung verlief ohne Probleme.

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