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epa08606417 Players of Lyon celebrate winning the UEFA Champions League quarter final match between Manchester City and Olympique Lyon in Lisbon, Portugal, 15 August 2020.  EPA/Franck Fife / POOL

Jubel bei Lyon: Nach Juventus haben die Aussenseiter nun auch ManCity rausgekegelt. Bild: keystone

Die Sensation ist perfekt! Lyon haut die Stars von ManCity aus der Champions League

Aller schlechten Dinge sind am Ende drei für Pep Guardiola. Der spanische Supertrainer scheiterte mit Manchester City in der Champions League zum dritten Mal in Folge in den Viertelfinals. Gegen Olympique Lyon setzte es in Lissabon in der Schlussphase ein 1:3 ab.



Moussa Dembélé hat nie für Frankreich gespielt. In der englischen Premier League hat er sich nicht richtig durchgesetzt, über ein Leichtgewicht wie Fulham kam er nicht hinaus. Nun ist er via Celtic Glasgow bei Lyon gelandet und stand gegen Manchester City nicht einmal in der Startformation. Doch nach seiner Einwechslung avancierte er gegen den grossen Favoriten zum Matchwinner. Als die Partie auf die Seiten der Engländer zu kippen schien, schlug Dembélé zweimal zu: In der 78. Minute traf er alleine vor Citys Torhüter Ederson zum 2:1, acht Minuten später erzielte er nach einem Abpraller aus kurzer Distanz den dritten Treffer.

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Das 1:2 durch Dembélé (79.) Video: streamja

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Das 1:3 durch Dembélé (87.) Video: streamja

Der Vorstoss von Olympique Lyon unter die letzten vier ist eine der grösseren Sensationen in der Champions League der letzten Jahre. Vielleicht sogar noch grösser als im Vorjahr der Coup von Ajax Amsterdam, das sich gegen Real Madrid und Juventus Turin in die Halbfinals gespielt hatte.

Ajax hatte ein Team von Hochbegabten, deren Wert zumindest die Experten schon längere Zeit gekannt hatten. Lyon dagegen hatte wirklich niemand auf der Rechnung. Die Mannschaft von Rudy Garcia stolperte mit nur acht Punkten durch die Gruppenspiele und kam in der abgebrochenen Ligue 1 bloss auf Platz 7. Doch wie schon acht Tage zuvor im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin ging die defensive, aber nie destruktive (Konter-)Taktik der Franzosen meisterhaft auf. Auch wenn Lyon Mitte der zweiten Halbzeit nach dem Ausgleich von Citys Kevin De Bruyne (69.) wankte und am Ende deutlich weniger Ballbesitz hatte, war der Sieg durchaus verdient.

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Das 1:0 durch Cornet (24.) Video: streamja

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Das 1:1 durch De Bruyne (69.) Video: streamja

Dass Manchester City nach dem 1:2 nicht noch den Ausgleich erzielte, muss Raheem Sterling auf seine Kappe nehmen. Der Engländer wurde in der 86. Minute wunderbar freigespielt, schaffte es aber, aus drei Metern das leere Tor kläglich zu verfehlen. Im Gegenzug fiel mit dem 1:3 die Entscheidung.

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Der unfassbare Fehlschuss von Sterling. Video: streamable

Während Lyon das rein deutsch-französische Halbfinal-Feld komplettierte und am Mittwoch auf Bayern München trifft, wird es bei Manchester City zur grossen Abrechnung kommen. Schon vor dem Spiel hatte Guardiola nämlich davon geredet, in Manchester gescheitert zu sein, wenn er den Halbfinal wieder verpassen würde.

Nun kam es tatsächlich so weit. Viermal hat es der Spanier versucht. Dreimal ist er in den Viertelfinals ausgeschieden, einmal sogar in den Achtelfinals. Dabei durfte er seit seinem Wechsel von Bayern München nach England 2016 fast 800 Millionen Euro für Transfers ausgeben. Kein Zweifel: Diese magere Bilanz in der Champions League hätten die Klub-Eigentümer aus Abu Dhabi auch günstiger haben können.

Manchester City - Olympique Lyon 1:3 (0:1)
Lissabon. - SR Makkelie (NED). -
Tore: 24. Cornet 0:1. 69. De Bruyne 1:1. 79. Dembélé 1:2. 87. Dembélé 1:3.
Manchester City: Ederson; Walker, Garcia, Laporte, Cancelo; Fernandinho (56. Mahrez), Gündogan, Rodri (84. Silva); De Bruyne, Gabriel Jesus, Sterling.
Olympique Lyon: Lopes; Denayer, Marcelo, Marçal; Dubois (75. Tete), Caqueret, Bruno (70. Thiago Mendes), Aouar, Cornet; Depay (75. Dembélé), Ekambi (87. Reine-Adélaïde).
Bemerkungen: Manchester City ohne Agüero (verletzt), Lyon ohne Koné (verletzt). Verwarnungen: 12. Dubois (Foul). 29. Fernandinho (Foul). 58. Rodri (Foul). 64. Marcelo (Foul).

Der Liveticker zum Nachlesen:

(zap/sda)

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